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SuperPower - Review (PC)

Wertung:
61 %

Einleitung:

Jeder der mal die Welt erobern oder ein Land regieren wollte kann sich diesen Wunsch nun am Computer erfüllen. Über den Publisher Dreamcatcher erscheint nämlich das Spiel SuperPower für ca. 29,95 Euro in Deutschland. Optisch zwar nicht am Puls der Zeit verspricht das Spiel authentische Statistiken die zu stundenlangen Computersitzungen einladen.

 

Zum Spiel:

SuperPower ist eine Weltsimulation. Der Spieler erlangt so die Kontrolle über eines von 140 Ländern, die in diesem Spiel vorhanden sind. Dabei nutzt der Spieler die demographische, politische, wirtschaftliche, militärische und geheimdienstliche Aktionen um seine Ziele zu verwirklichen. Die anderen 139 Staaten werden vom Computer übernommen. Dabei wird der "Evolutionäre Menschliche Emulator" (EME) verwendet. Alle Länder sind von einander unabhängig und lernen aus dem Erfolg oder Scheitern ihrer Aktionen. Eine interessante EME Eigenschaft besteht darin, dass der Emulator nicht weiß, welches Land der Spieler kontrolliert.

Die in diesem Spiel verwendete Daten, wie etwa demographische Informationen oder Informationen über Streitkräfte, wurden offiziellen Publikationen von Regierungsstellen entnommen. Sie beruhen auf Situationen in Echtzeit und werden durch künstliche Intelligenz gesteuert, die menschliche Verhalten emulieren. So soll das Spiel möglichst realistisch handeln. Der Spieler, der die Rolle der Regierung eines Landes übernimmt, darf über verschiedene Aktionen sein Ziel erreichen. Diplomatie, Militäraktionen stehen dabei genauso zur Verfügung wie die Geheimdienste. Das Spiel nutzt dafür eine riesige Datenbank. In ihr enthalten sind über 4.000 militärische Pläne und Aufzeichnungen, hunderte von Städten und Militärbasen, sowie den aktuellen Technologiestand der einzelnen Länder.

Nachdem das Spiel installier wurde sollte der Spieler erst einmal die Dokumentationenshilfen (Spielschnittstelle, Aktion erstellen, Konventionelle Kriegsführung, Strategische Kriegsführung, Einheiten entwerfen und aufbauen) abspielen. Anschließend darf ein Land ausgewählt werden. Nun muss noch das Ziel des Spiels definiert werden wie z.B. "Welt erobern", "Bewaffnete Rebellen eliminieren" oder "An der Macht bleiben". Dann nur noch die Zeitbegrenzung des Spiels angeben und schon kann es mit dem eigentlichen Spiel losgehen.

Das Spiel ist ein "Rundenbasiertes Strategiespiel" und so darf der Spieler vor jedem Rundenende in aller ruhe alle gewünschten Aktionen auswählen. Ihr spielt in einem geopolitischen Szenario der 90er Jahre. Die Aktionsmöglichkeiten aber auch die Punkte auf die der Spieler achten sollte sind in diesem Spiel einfach riesig. Ihr solltet alle vier Grundelemente also Demographie (Fragen der Bevölkerung wie Wachstum, Stimmung usw.), Politik (Verhältnis zu anderen Staaten), Wirtschaft (finanzielle Voraussetzung für sämtliche Aktionen) und das Militär (Rüstung, Krieg usw.) im Auge behalten. Alle Züge sind in mehrere Phasen unterteilt (Hauptphase, Bestätigungsphase, strategische Kriegsführung, Truppenbewegung, Kampf, Rundenzusammenfassung). Das eigene Land ist in den Orten Hauptstadt, Städte und Militärbasen unterteilt. Dabei ist die Hauptstadt sehr wichtig da diese den Mittelpunkt der Nation darstellt. Die Städte dagegen sind für die Wirtschaft von großer Bedeutung. Sie nutzen die Ressourcen und sorgen dafür, dass ein Wachstum zustande kommt. Die Militärbasen dienen als Stützpunkte für die Armee und müssen nicht immer öffentlich angezeigt werden. Alles kostet in diesem Spiel Geld und so muss immer darauf geachtet werden das genug Knete auf dem Konto liegt.

Als wirtschaftliche Grundlage dienen fünf Ressourcen - Energie, Eisen, Getreide, Nahrung, Wohlstand. Diese sollten nie aus dem Auge verloren werden. Zusätzlich kommt dann auch noch die Spionage und die Diplomatie hinzu. Diese sollten nach den Aufgaben und den persönlichen Zielen eingesetzt werden. Rundum kann man alles machen was ein echter Stratege sich nur vorstellen kann. Zu jedem Land können Kontakte aufgebaut werden die der Spieler in sämtlichen Bereichen ausnutzen kann. Kriegerische Interessen können so genauso betrieben werden wie das friedliche Leben mit wirtschaftlichen Zielen und nicht jeder Konflikt wird offen mit Soldaten geführt. Das Spiel ist so vielschichtig das man kaum alles aufzählen kann. Da SuperPower so viele Spielmöglichkeiten bietet - die mit jedem Land betreiben werden können - kann sich jeder Spieler eine Ewigkeit mit diesem Game beschäftigen. Allerdings ist das Spiel nicht unbedingt als actionreiches Kriegsspiel gedacht denn alle Aktionen sind auf Tabellen und auf das Verschieben von vielen verschiedenen Militäreinheiten begrenzt. Kommt es dann einmal zum Krieg ist neben dem konventionellen Einmarschieren in fremde Länder auch ein Nuklearschlag erlaubt - allerdings nur, wenn ein Land über Raketen verfügt. Allerdings kommt die Antwort recht schnell zurück, wenn ein Land zu Stark ist. Bündnisse sind auch noch zu beachten. Führt man mit einem Land Krieg, brechen schnell die Kontakte zu anderen Ländern ab und wenn alles schief läuft ist der Spieler schnell ins Abseits gedrängt.

 

Technik:

Was spielerisch schon fast unendlich erscheint nimmt schnell bei der optischen Darstellung ab. Diese beschränkt sich auf das notwenigste. Übersichtliche Menüs und eine schnell erlernte Steuerung können hierbei hervorgehoben werden. Leider ist der Rest der optischen Darstellung nicht mehr zeitgemäß, was sich u.a. auch dadurch zeigt, das die Grafik nur 800x600 in 16Bit zulässt. Andere Darstellungen wie z.B: Weltkarte usw. werden mit den minimalsten Mitteln präsentiert. Das führt dann auch dazu, dass Ihr oft genug eine Stadt auf der Weltkarte anklicken wollt und die danebenliegende erwischt. Zumindest überzeugt die KI der Gegner, denn die anderen Staaten verhalten sich recht real. Besonders wenn Ihr Konflikte austrägt. Der Sound ist ebenfalls auf ein Minimum reduziert worden. Das klicken von Schalter und ein paar andere Geräusche bekommt der Spieler zwar zu hören aber das war es dann auch schon. Rundum kann man wohl festhalten, dass die Spieltiefe nicht mit der technischen Umsetzung mithalten kann. Tiefes Gameplay wird in SuperPower gepaart mit einer Optik die vor Jahren schon veraltet war. Schade eigentlich. Schön wäre dann auch noch ein Multiplayermodus gewesen aber diesen findet Ihr genauso wenig wie Animationen im Spiel.

 

Fazit:

Die Idee des Spiels ist eindrucksvoll und auch mutig. Der Hersteller hat sich um das Gameplay wirklich Gedanken gemacht. Vielfalt, Spieltiefe und Umfang stimmen bei dem Strategiespiel. Die Datenbank selber ist phantastisch. Noch nie hat man eine solch detaillierte Auflistung von Daten einzelner Länder gesehen. Schade eigentlich das SuperPower mit so einer Optik und Sound daher kommt. Optisch wird das Spiel gerade noch so gerettet, weil die Menüs recht ansprechend aufgebaut sind. Wenn diese Punkte besser umgesetzt worden wären, hätte SuperPower wirklich gute Chancen gehabt oben mitzuspielen. So wurde aus dem Spiel ein Strategie- bzw. Simulationsspiel was nicht mehr zeitgemäß ist. Ebenfalls vermisst man einen Multiplayermodus was zu so einem Spiel einfach dazu gehört. Gerade so ein vielschichtiges Spiel bietet sich an um es mit mehreren Leuten zu spielen. Zumindest agiert der Computer menschlich und das verschafft genügend Motivation auch stundenlang alleine gegen den PC zu spielen. Jedem Käufer muss allerdings klar sein das vor allem Tabellen zu bearbeiten sind und das ist wirklich nicht jedermann Sache. Trotz aller Kritikpunkte können Strategie und Simulationsfans an dem Spiel Spaß haben, wenn sie auf Punkte wie Optik und Aktion nicht so viel Wert legen.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

SuperPower - (PC)

 
  SuperPower
EUR 27,45
Bei Amazon bestellen

Grafik: 56 %  
Sound: 42 %  
Bedienung: 72 %  
Singleplayer: 62 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 74 %  
Gesamtwertung:  61 %  

Mindestanforderungen:

- Pentium/AMD 300 MHz
- Windows 98, ME, XP
- 64 MB RAM
- 300 MB verfügbarer Festplattenspeicher
 

 

 

 

 

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