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Sunrise - Review (PC)

Wertung:
81 %

Einleitung:

Adventurefans kamen letztes Jahr voll auf ihre Kosten. Ein Highlight jagte das andere und so konnte man sich kaum noch von seinem heimischen Computer losreißen. Kaum beginnt das neue Jahr, schon flattert der erste Genrevertreter bei den Händlern ein. Es handelt sich dabei um ein recht viel versprechendes 3D-Adventurespiel von der deutschen Entwicklerschmiede TML-Studios. Wir konnten das Spiel Sunrise The Game jetzt ausführlich testen. Ob sich das Spiel von anderen Genrevertretern abheben kann und ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Was wäre ein Adventurespiel ohne eine anständige Story? Auf diese Frage wollen wir jetzt nicht näher eingehen, denn zum Glück haben diese Spiele so gut wie immer eine ansprechende Hintergrundgeschichte. Das ist auch bei Sunrise nicht anders. Drei junge Männer bereiten ihr bahnbrechendes Experiment vor: Ein Gegenstand soll gebeamt werden. Doch irgendetwas geht schief, es gibt eine riesige Explosion und die Männer verlieren das Bewusstsein. Nach dem Erwachen stellen sie mit Entsetzen fest, dass ganz Manhattan menschenleer und dunkel ist. Wo sind die Bewohner des Big Apples? Einzig eine hübsche junge Frau liegt bewusstlos und durchnässt vor der Tür ihres Lofts. Hier beginnen die Rätsel: Die Identität der Frau muss geklärt werden. Rydec, Max und Brian suchen fieberhaft nach einer Lösung für die sich stellenden Probleme. Bevor wir allerdings in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spielstand laden", "Optionen" und "Tutorial". Wie nicht anders zu erwarten war, kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Daneben dürft Ihr noch unter Spielstand laden einen bestehenden Spielstand aktivieren oder unter gleichnamigen Punkt ein komplett neues Spiel starten. Bevor Ihr dieses aber macht, sollte jeder in den Tutorialbereich wechseln. Wer jetzt glaubt, dass er diesen nicht braucht, der wird etwas verpassen. Hier wird uns nämlich ein nett gemachtes und vor allem witziges Video gezeigt, das uns alle Besonderheiten des Spiels zeigt. Schon hier wird klar, dass Sunrise ein etwas anderes Adventurespiel ist. Haben wir das Spielprinzip verstanden, so kann endlich das eigentliche Game beginnen. Im Vorfeld kommt noch ein Menü, wo wir u.a. eine Schnullerhilfe aktivieren können. Das ist nichts anderes wie eine visuelle Hilfe bei der ersten Aufgabe. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Dieses wird selbstverständlich genretypisch durch ein recht langes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe eingeleitet. Im Anschluss schlüpfen wir in die Haut des Hauptcharakters Rydec. Diesen lenken wir nun recht genretypisch aus der Third-Person-Perspektive mit Hilfe der Maus durch die diversen Hintergrundbilder. Die anderen beiden Charaktere stehen uns natürlich zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite. Dabei hat jede Figur seine ganz eigene Persönlichkeit. Brian ist das Computergenie und der Wissenschaftler in der Truppe. Er kennt sich bestens mit technischen Sachen aus und daher ist er ein idealer Ansprechpartner für solche Angelegenheiten. Max dagegen war bei der Army. Er ist unser bester Freund und zu fast jeder Situation hat er einen mehr oder weniger passenden Spruch auf Lager. Der Kopf der Truppe ist Rydec, ein cooler Typ der die Truppe zusammen hält. Es liegt an ihm, aktuell Probleme zu lösen und so stellen wir uns mit dem sympathischen Helden den diversen Aufgaben.

Sunrise setzt natürlich auf viele Rätseleinlagen. Diesmal müssen wir gestellte Aufgaben allerdings ein wenig anders lösen. So etwas wie ein Inventar gibt es in dem Spiel nicht. Vielmehr können wir nur das einsammeln, was aktuell wirklich gebraucht wird. Das bedeutet selbstverständlich auch, dass wir oftmals durch die Bilder rennen um benötigte Objekte zu bekommen. Das ist zwar realistisch aber zum Teil auch nervig. Im Vorfeld sollte der Spieler natürlich trotzdem alles anklicken was ansatzweise wichtig erscheint. So lernen wir die Umgebung gut kennen und finden gesuchte Objekte recht schnell. Damit dieses ohne lästiges absuchen des Bildschirms klappt, gönnt uns der Hersteller eine Hotspotfunktion. Drückt Ihr die Leertaste, so werden alle relevanten Punkte im Bild hervorgehoben. Somit weiß der Spieler immer, was er in einem Bild noch untersuchen muss. Zu jedem Gegenstand lässt unser Protagonist übrigens witzige Sprüche ab, die einen bestens unterhalten. Ist unsere aktuelle Aufgabenstellung klar, gehen wir los um die benötigten Gegenstände zu besorgen. Im Anschluss brauchen wir nur das Ziel unserer Begierde anzuklicken und schon wird die Aufgabe automatisch erledigt. Das Interessante dabei ist, das wir oftmals mehrere Lösungswege haben. Es ist uns komplett freigestellt, wie wir ein Problem aus der Welt schaffen. Hinzu kommt, dass wir gleich mehrere Gegenstände für eine Aufgabe benutzen können. Ein altes T-Shirt ist genauso gut, wie ein Handtuch und so muss der Spieler nicht nach einem bestimmten Gegenstand suchen, der sich irgendwo im Spiel befindet. Eine Sache die vor allem Genrefans ansprechen wird. Wer dennoch nicht weiß, was er aktuell machen soll, darf übrigens eine nützliche Hilfe aktivieren. Hierdurch wird es nur selten passieren, dass Ihr in dem Spiel stecken bleibt. Neben dem nützlichen PDA gibt es noch mehr, was unser Held benutzen kann. Er hat zum Beispiel ein Multifunktionswerkzeug in seiner Tasche. Mit Hilfe des Messers, einer Zange und eines Schraubenziehers lassen sich so gut wie alle Probleme aus der Welt schaffen. Kommen wir mal in eine Situation, die unsere körperlichen Fähigkeiten überschreitet, so holen wir uns einfach einen Freund zu Hilfe. Mit ihm können wir dann zum Beispiel einen schweren Gegenstand verschieben. So agieren wir nun mit unserem wortgewaltigen Helden durch über 140 zusammenhängende Schauplätze, erkunden diese nach nützlichen Gegenständen, lösen diverse logische und realistische Aufgaben, sprechen mit den vorhandenen Charakteren, genießen die über 70 eingespielten Sequenzen und folgen der ansprechenden Story. Diese teilt sich im späteren Spielverlauf sogar auf, wodurch sich ein erneutes durchspielen lohnt.

 

Technik:

Mit der technischen Seite kann man ganz zu frieden sein, auch wenn nicht alles Perfekt ist. Da wäre zum einen die Grafik. Ihr werdet zum einen wirklich viele unterschiedliche Hintergrundbilder erblicken, in denen es jede Menge zu entdecken gibt. Diese zeichnen sich vor allem durch gute Licht und Schattenspiele aus. Hinzu kommen kleinere Effekte, die immer wieder unser Auge erfreuen. Teilweise sehen die Bilder und Objekte sogar sehr realistisch aus. Allerdings werden wir auch immer wieder sehr künstliche und grob gestaltete Sachen erblicken, die irgendwie nicht wirklich ins Bild passen. Etwas dürftig sehen auch die Figuren aus. Sie wurden recht mager modelliert. Hinzu kommen bei den Filmen eher mittelmäßige Gesichter. Hier hat man noch nicht einmal auf eine wirklich lippensynchrone Sprachausgabe Wert gelegt. Bei den Körperanimationen hat man ebenfalls schon besseres gesehen. Wirklich geschmeidige Bewegungen werden leider nicht gezeigt. Allerdings stört das nur wenig, denn wir werden erstklassig durch den Sound entschädigt. Neben einer stimmungsvollen Musik werden auch viele Umgebungsgeräusche immer passend eingespielt. Der absolute Oberhammer ist allerdings die Sprachausgabe. Kein Wunder, denn es wurden professionelle Sprecher wie Andreas Fröhlich (John Cusack), Thorsten Michaelis (Martin Lawrence), Ulrike Stürzbecher (Kate Winslet) und Dirk Müller (Peter Lamb) engagiert. Sie sprechen hoch motiviert und so hauchen sie den Figuren wirkliches Leben ein. Außerdem wurde eine ordentliche Portion Humor eingebaut. Immer wieder lassen die Charaktere witzige Sprüche ab, die einen zum Schmunzeln bringen. Mit der Steuerung kommt man auch sofort zurecht. Alle Aktionen lassen sich mit der Maus sicher ausführen und so kann wirklich jeder sehr schnell in das Spielgeschehen einsteigen. Das liegt auch am anfänglichen Übungsbereich, der wirklich kinderleicht die Lenkung und das Spielprinzip erklärt. Die Kamera hat dann auch noch alles im Blick. Eine feste Kameraeinstellung zeigt immer einen perfekten Blickwinkel und so kann man alles gut erkennen. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ einfach. Die Aufgaben sind allesamt logisch und dank einer Hotspotfunktion und einer eingebauten Hilfe wird man kaum im Spiel hängen bleiben. Fasst man nun alles zusammen, so kann man trotz kleinerer Kritikpunkte mit der technischen Seite zufrieden sein.

 

Fazit:

Sunrise ist doch ein wenig mehr, wie ein stink normales Adventuregame. Zwar hat das Spiel kleinere Defizite bei der Grafik und auch bei den Rätseln werdet Ihr nicht wirklich ins Schwitzen kommen. Allerdings kann man bei diesem Spiel ruhig ein wenig darüber hinweg sehen. Das Adventure entschädigt uns mit vielen zum Teil einzigartigen Vorzügen. So ist es uns oftmals komplett freigestellt, wie wir eine Aufgabe lösen. Etwas nervig ist natürlich, dass unser Held nur das aufnimmt, was aktuell gebraucht wird. Da die Wege aber meistens nicht allzu weit sind, kann man gut damit leben. Es ist ja auch nicht verkehrt ein Spiel realistisch zu gestalten, denn wer nimmt schon im realen Leben alles mit, was in der Gegend herum liegt. Nett ist auch, dass das Gameplay insgesamt sehr flüssig abläuft. Die intuitive Steuerung kommt gerade Anfängern entgegen. Hinzu kommen diverse Hilfestellungen, die einen immer wieder an die Hand nehmen. Das Spiel ist daher auch mehr wie ein interaktiver Film, der einen bestens unterhalten kann. Die Story packt einen von der ersten Spielminute an und durch über 60 Minuten Film und diversen Wendungen kommt man kaum noch vom Monitor los. Erstklassig sind auch die Sprecher, die unzählige witzige Sprüche, Kommentare und Dialoge raus hauen. Trotz kleinerer Kritikpunkte ist und bleibt das Spiel ein sehr unterhaltsames Point- und Click-Adventure. Uns hat Sunrise wirklich gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Filmreife Dialoge und witzige Sprüche
- Über 12 Stunden Sprachausgabe
- Professionelle Synchronsprecher
- Über 150 zu erkundenden Orten
- Tolle Licht-, Schatten und Wettereffekte
- Unterschiedliche Lösungswege
- Einem alternativen Handlungsstrang
- Integriertes Hilfesystem
- Spannende Story
- Gut 20 Stunden Spielspaß

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Sunrise (PC)

 
 Sunrise
EUR 39,99

Bei Amazon bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 80 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 81 %  
Gesamtwertung:  81 %  

Minimale Systemanforderungen:

- Windows XP/Vista
- Pentium IV oder Athlon XP mit 1.2 Ghz
- 512 MB RAM
- 8 GB freier Festplattenspeicher
- DirectX 9.0c - kompatible Grafikkarte
- DVD-ROM Laufwerk
- DirectX - kompatible Soundkarte
- Maus

 

 

 

 

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