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Einleitung:
Die Olympischen Spiele
der Neuzeit finden alle vier Jahre statt. In diesem Jahr ist es mal wieder soweit, denn
in wenigen Tagen versuchen hunderte von Sportlern in China olympisches Gold
zu gewinnen. Es ist schon fast normal geworden, dass pünktlich zu solchen
sportlichen Großereignissen passende Videospiele auf den Markt kommen. Auch
diesmal trudeln gleich mehrere Sportspiele in den Handel ein. Eines davon
ist das 49Games-Spiel Summer Athletics. Der Hersteller hat übrigens schon
bei Sportspielen wie RTL Skispringen und RTL Wintergames sein Können unter
Beweis gestellt. Das neuste Game erscheint für Xbox 360, Wii, PC und PS2.
Wir konnten uns jetzt die fertige Wii-Version ansehen. Ob sich das Spiel für
alle Möchtegernolympioniken lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Bevor wir erste Rekorde aufstellen, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Wie bei solchen Spielen üblich, kann der Spieler diverse
Spielmodis auswählen. Wahlweise darf man die einzelnen Sportarten einzeln
spielen, einen freien Wettkampf mit den Lieblingsdisziplinen zusammenstellen
oder eine vorgegebene Meisterschaft absolvieren. Das Herzstück des Spiels
ist natürlich der Karrieremodus. Bevor Ihr eine Karriere anfangt, muss ein
neuer Charakter erstellt werden. Ein Karriere-Charakter hat fünf
grundlegende Fähigkeiten: Geschwindigkeit, Technik, Kraft, Sprungkraft und
Ausdauer. Jede dieser Fähigkeiten kann trainiert und verbessert werden. Vor
dem ersten Wettkampf kann man seinen Athleten mit 50 Punkten trainieren,
nach jeder Disziplin wird man mit 100 Punkten belohnt. Von diesen Punkten
darf der Spieler beliebig viele auf jede der Fähigkeiten verteilen, die sich
anschließend auf die Leistungen des Sportlers auswirken. Bei den anderen
Spielmodis läuft es übrigens ein wenig anders ab. Im Vorfeld sollt Ihr Euren
Charakter auswählen, den Schwierigkeitsgrad bestimmen und die Anzahl der
Spieler festlegen. Bis zu vier Gamer können dann gegeneinander antreten.
Außerdem legt man noch den Spielmodus (Sport Modus oder Arcade Modus) fest.
Bei der zu letzt genannten Variante darf man fünf Boosts einsetzen, welche
die Fähigkeiten des Athleten verbessern. Egal welche Spielart Ihr nun
auswählt, irgendwann müssen wir mit unserem virtuellen Sportler Leistungen
zeigen. Jede einzelne Disziplin wird mit einem kleinen Film passend
eingeleitet. Im Vorfeld wird außerdem die Steuerung sehr genau erklärt. Das
macht auch Sinn, denn wir müssen bei den verschiedenen Disziplinen immer
etwas anderes machen. Wir dürfen uns nun auf die 26 Sportarten stürzen. Die
Disziplinen sind im einzelnen Schwimmen (100m Brust/100m Rücken/200m
Schmetterling/100m Freistil/ 4x 100m Staffel), Turmspringen, Stabhochsprung,
Weitsprung, Dreisprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Diskus, Hammer, Speer, 100m
Sprint, 200m Sprint, 400m Sprint, 4x 100m Staffel, 110m Hürden, 800m
Mittelstrecke, 1500m Mittelstrecke, Bogenschießen (Compound und Recurve) und
Radfahren (Scratch, Mannschaftsverfolgung und Team Sprint). Auch wenn es
sich hierbei um viele unterschiedliche Sportarten handelt, ändert es kaum
etwas am Gameplay. Der Spieler muss meistens zum richtigen Zeitpunkt
schnelle oder rhythmische Bewegungen mit Nunchuk und Wii-Fernbedienung
ausführen, was teilweise zu einem ordentlichen Reaktionstest ausartet. Dabei
werden die Topleistungen nur erreicht, wenn man genügend Feingefühl
mitbringt. Hinzu kommt, dass sich die jeweilige Steuerung an der Sportart
orientiert. So muss man beim Speerwerfen mehr kraftvolle Aktionen ausführen,
während beim Turmspringen oder Radrennen das richtige Timing und sanfte
Bewegungen verlangt werden. Nach ein paar Versuchen hat man die Lenkung
erlernt und so stehen Höchstleitungen nichts mehr im Wege. Allerdings müsst
Ihr ordentlich Kondition mitbringen. Das Spiel verlangt von Euch nicht nur
spielerische Höchstleistungen, sondern auch körperliche Fitness. Da die
Lenkung für die Wii optimiert wurde, muss man ordentlich mitgehen um die
gestellten Aufgaben zu bewältigen. Naja, Wii-Spieler kennen das ja von
solchen Sportspielen. Der ganz große Spaßfaktor kommt dann vor allem auf,
wenn man das Game mit Freunden spielt. Hier könnt Ihr dann über einen
geteilten Bildschirm oder nacheinander die unterschiedlichen Sportarten
absolvieren. So bestreiten wir nun eine Sportart nach der anderen und
stellen Höchstleistungen auf.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man ganz gut leben. Bei der Grafik werden wir
zum Beispiel detailreiche Orte erblicken. Ein passendes Publikum ist genauso
vorhanden, wie viele kleine Details. Hinzu kommen etwas grob modellierte und
animierte Figuren. Ganz ansprechend ist
die Präsentation ausgefallen. Kleine Filme leiten alles passend ein und so
kommt schnell das richtige Feeling auf. Zum guten Ambiente trägt auch der
Sound bei. Die Ingamegeräusche werden passend eingespielt und selbst die
etwas monotone Musik kann grundlegend überzeugen. Außerdem gönnt man uns
deutsche Synchronsprecher. Mit der Steuerung kommt man ebenfalls schnell
klar. Vor einer Sportart wird uns die entsprechende Lenkung ausgiebig
erklärt und so kann man sich direkt in die einzelnen Sportarten stürzen. Die
Aktionen werden außerdem direkt von unserem Sportler ausgeführt. Allerdings
müsst Ihr auch genau das machen, was das Spiel von Euch verlangt. Gerade am
Anfang keine leichte Aufgabe. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem
angemessenen Niveau. Anfänger werden dank eines einstellbaren
Schwierigkeitsgrades genauso gefordert wie Genrekenner. Wirklich
herausfordernd wird das Game allerdings erst, wenn man gegen andere Menschen
spielt. Jetzt zählen nur noch die Rekorde.
Fazit:
Summer Athletics wird Euch den Schweiß auf die Stirn treiben. Das liegt vor
allem am motivierenden Gameplay. Es macht einfach nur Spaß, bei den diversen
Sportarten Höchstleistungen zu erbringen. Gerade weil man mit den Athleten
so mitgeht, wird man auch selber körperlich gefordert. Spielen
dann noch andere menschliche Spieler mit, knallt der Funfaktor bis zur
Decke. Mit dem Umfang kann man ebenfalls gut leben. Die Anzahl der
Disziplinen ist ausreichend und auch das Gameplay geht einem leicht von der
Hand. Allerdings braucht man ein wenig Übung um wirklich in allen Sportarten
Rekorde aufzustellen. Das liegt zum Teil auch an den kleinen Timing-Problemen. Nach einer
gewissen Zeit gewöhnt man sich aber an diese Macken. Toll ist auch, dass man
bei den Spielmodis alles so einstellen kann, wie man es haben möchte. Ist
mal eine Disziplin dabei, die man absolut nicht mag, dann lässt man diese
einfach links liegen. Erwähnen müssen wir allerdings auch noch, dass sich
das Game vor allem für Mehrspielerfans lohnt. Spielt Ihr alleine, so wird
Summer Athletics nach wenigen Tagen langweilig. Bis auf den Karrieremodus,
der nicht sonderlich groß ausgefallen ist, kann man nur noch auf Rekordjagd
gehen. Wer dagegen mit Freunden die Abende verbringt, wird kaum noch von dem
Spiel los kommen. Mögt Ihr also schweißtreibende Sportspiele, so können wir
Euch das Spiel ohne Bedenken zum Kauf empfehlen. Uns hat Summer Athletics
wirklich Spaß gemacht.
Features:
- Packende Wettkämpfe in 26 Sommersportarten
- Effekt- und actiongeladener Spielspaß
- Zwei Spielmodi: Arcade & Realistisch
- Einzigartiges Karriere-Feature
- Vier unterschiedliche Schwierigkeitsgrade
- Innovative und abwechslungsreiche Steuerung
- Leicht verständliches Charakter-Designtool
- Starker Fokus auf das Multiplayer-Erlebnis
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