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Einleitung:
Auf eine erfolgreiche
Vergangenheit kann die Stronghold-Reihe zurückschauen. Alles begann vor gut
sieben Jahren mit dem gleichnamigen ersten Teil. Es folgten 2002 Stronghold Deluxe
und Stronghold Crusader. Dann dauerte es fast drei Jahren bis endlich der
richtige Nachfolger mit dem Titel Stronghold 2 auf den Markt
kam. Die Fangemeinde hofft nun auf einen dritten Teil. Stattdessen bringt
der Entwickler Firefly Studios eine Neuauflage von Stronghold Crusader in
den Handel. Es handelt sich dabei um das Spiel Stronghold Crusader Extreme.
Dieses Spiel kostet übrigens keine 30 Euro. Wir konnten jetzt die fertige
PC-Version des Echtzeitstrategiespiels ausgiebig testen. Ob sich eine
Anschaffung für alle Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Ganz ohne Grund werden wir natürlich nicht auf das Schlachtfeld geschickt.
Wir schreiben das Jahr 1094. Der griechische Kaiser Alexius I sendet ein
Hilfegesuch an Papst Urban II. Türkische Armeen haben die östlichen
Provinzen des griechischen Reiches überfallen und nähern sich nun der
Hauptstadt Konstantinopel. Der Papst legt den Rittern Westeuropas nahe, Ihre
Differenzen und Streitigkeiten beizulegen, um den Griechen im Osten zu
helfen. Er ruft sie alle zusammen, um einen heiligen Krieg zu führen, der
gleichzeitig als Pilgerreise nach Jerusalem dient. Der erste Kreuzzug steht
kurz bevor. Bevor wir Zehntausende Soldaten in die Schlacht führen, wollen
wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Stronghold Crusader Extreme umfasst
eine auf den neusten Stand gebrachte Version des ursprünglichen Stronghold
Crusader. Neue KI-Gegner und Karten, eine ganz neue Route und bis zu 10.000
Einheiten warten nun auf uns. Nachdem das Spiel installiert wurde, kann man
neben Stronghold Crusader auch das Spiel Stronghold Crusader Extreme
starten. Auf Stronghold Crusader gehen wir jetzt nicht näher ein, denn das
in die Jahre gekommene Spiel sollte jeder kennen. Nachdem wir Stronghold Crusader Extreme
gestartet haben, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Crusader Extreme",
"Extreme Mehrspieler" und "Eigene Szenarien". Unter zu letzt genannten Punkt
könnt Ihr eigene erstellte Karten spielen. Wer dagegen lieber gegen
menschliche Gegenspieler antreten möchte, der sollte unter Extreme
Mehrspieler ein Spiel über das Internet wagen. Das Herzstück des Spiels ist
allerdings der Crusader Extreme-Modus. Hier darf man dann ein eigenes Spiel
ganz nach seinen Vorstellungen oder einen Kreuzzug bestehend aus 20
Einzelmissionen bestreiten. Ist Euch hier eine Mission zu schwer, so dürft
Ihr diese übrigens überspringen. Im Spiel angekommen, erblickt der Spieler
die etwas veralterte Grafik. Hier sollen wir nun diverse Schlachten gegen
computergesteuerte Gegner bestreiten. Wie oben schon geschrieben, stehen
dazu gut zehntausend Mann zur Verfügung. Diese große Anzahl hat allerdings
einen Nachteil, denn hierdurch wird alles ein wenig unübersichtlich. Das
Spiel setzt natürlich wieder auf Burgen bauen und das bekannte Aufbausystem.
Wir starten grundlegend mit einer Burg, die wir ausbauen sollen. Warenlager,
Farmen und Sägewerke müssen genauso gebaut werden, wie Waffenkammern oder
Kasernen. Dazu werden Rohstoffe wie Holz, Stein, Ruhm und Gold benötigt.
Damit die Wirtschaft floriert, muss der Spieler Arbeiter rekrutieren. Diese
kann man allerdings nicht nur für die Arbeit einsetzen, denn sie sind auch
das Grundgerüst für unsere spätere Armee. Mit unseren Truppen müssen wir
dann andere Siedlungen angreifen. Für unsere Aktivitäten erhalten wir dann
Ehre und Ruhm - wodurch Spezialeinheiten frei werden. Das Spiel setzt stark
auf die kriegerischen Handlungen. Daher darf sich der Spieler auf viele
unterschiedliche Truppen und Waffen freuen. Selbstverständlich dürfen die
bekannten Belagerungseinheiten wie Turm, Schutzwand, Katze, Katapult und so
weiter nicht fehlen. Jede Partei hat dabei ihre ganz eigenen Einheiten, die
spezielle Vor- aber auch Nachteile besitzen. Der Burgenbau stellt natürlich
wieder einen wichtigen Bestandteil des Spiels dar. Der Hersteller gönnt uns
eigentlich alles, was dazu nötig ist. Tore, Wälle, Treppen, Türme und
diverse Verteidigungsanlagen lassen das Ritterherz schnell höher schlagen.
So agieren wir nun in den unterschiedlichen Levels, bauen eine florierende
Wirtschaft auf, kämpfen gegen starke Gegner und versuchen die
missionswichtigen Ziele zu erfüllen. Damit das nicht zu langweilig wird,
gönnt uns der Hersteller frische Karten, neue Kräfte und komplett neue
Gegner.
Technik:
Die Grafik wird heutzutage keinen mehr umhauen. Wir agieren in grob
gestalteten und etwas sterilen Landschaften. Zumindest wurde auf eine
vereinzelte Vegetation und ansehnliche Burgen geachtet. Auch die Texturen
zeigen nur wenige Details. Vor allem, wenn man nah heranzoomt, wirken diese
sehr verwaschen und unspektakulär. Allerdings muss man dazu sagen, dass das
Spiel auf die Grafik-Engine des Originals setzt und so sollte keiner eine
opulente 3D-Welt erwarten. Dürftig kommen auch die Figuren rüber. Sie wurden
recht klobig modelliert. Hinzu kommen staksige und sich oft wiederholende
Bewegungen. Der Sound ist grundlegend in Ordnung. Neben diversen
Ingamegeräuschen und einer stimmungsvollen Musik, werden wir auch gute
deutsche Synchronstimmen zu hören bekommen. Diese geben nicht nur wichtige
Informationen, sondern sie treiben auch die Handlung gut voran. Die
Steuerung ist genretypisch. Alle Aktionen kann man recht einfach mit der
Maus ausführen und so wird jeder sehr schnell damit klar kommen. Hinzu
kommen übersichtliche Schaltflächen und Menüs und so verlieren wir
eigentlich nur den Überblick, wenn wir die vielen Einheiten unter Kontrolle
bringen wollen. Etwas mager ist dann noch die KI. Eigene Einheiten aber auch
computergesteuerte Feinde verhalten sich nur selten intelligent. Der
Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem ordentlichen Niveau. Vor allem die
Missionen im Extreme-Spiel haben es in sich. Anfänger sollten daher ruhig
den mitgelieferten Vorgängerteil anspielen. Fasst man nun alles zusammen, so
kann die technische Seite nicht wirklich mit heutigen Maßstäben mithalten.
Fazit:
Stronghold Crusader Extreme ist selbstverständlich kein Strategiespiel, das mit
aktuellen Topgames mithalten kann. Alleine die Grafik hinkt heutigen Spielen
um Meilen hinterher. Dennoch können sich Spieler mit dem Game eine ganze
Weile beschäftigen. Das Strategiespiel ist ein zeitloser Klassiker mit einem
guten Gameplay. Selbst heutzutage macht das Spiel noch sehr viel Spaß. Auch die neuen
Features und die erweiterten strategischen Möglichkeiten werden
Strategiespielern gefallen. Man muss allerdings ein Liebhaber von Stronghold-Spielen sein, um einen Kauf nicht zu bereuen. Schließlich kostet
die erweiterte Neuauflage gut 30 Euro. Wer also aktuell ein nettes
Strategiespiel ohne grafische Highlights sucht, der darf bei Stronghold
Crusader Extreme ruhig zuschlagen.
Features:
- Befehlige gigantische Armeen und kämpfe epische Schlachten im besten
Stronghold Crusader aller Zeiten
- Das erste Stronghold mit exzessivem Multiplayer Teil
- Das Feature auf das die Community so lange warten musste
- Völlig neuartige Spezialaktionen eröffnen dem Spieler ungeahnte taktische
möglichkeiten
- 20 brandneue Kampagnenmissionen, die selbst die Nerven der erfahrensten
Crusader auf die Probe stellen
- Das "Extreme" Package beinhaltet neben Stronhold Crusader Extreme auch das
Original Stronghold Crusader und massig Bonusmaterial (u.a. von der
limitierten Edition War Chest, das zuvor niemals in Europa veröffentlicht
wurde)
- Verbesserte künstliche Intelligenz und acht neue Gegenspieler Dreißig neue
eigenständige Karten stehen sowohl für Multiplayer als auch für Singleplayer
zur Verfügung.
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