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Einleitung:
Mit Strategic Command 2
kommt ein neues rundenbasiertes Strategiespiel auf den deutschen Markt.
Dabei handelt es sich um die ultimative Fortsetzung des vielfach
preisgekrönten Strategie Command. Wieder einmal steht der 2. Weltkrieg im
Mittelpunkt. Auf Seiten der Achsenmächte soll der Spieler an allen Fronten
kämpfen oder als Alliierte die Festung Europa einnehmen. Entwickelt wurde
das Strategiespiel übrigens von Fury Software. Wir konnten uns das neuste
Most-Wanted-Games-Spiel jetzt genauer ansehen. Ob sich eine Anschaffung
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir uns auf die diversen Schlachtfelder begeben, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet
wurde, erblickt der Spieler das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte:
"Neues Spiel", "Mehrspieler", "Spiel laden", "Mehrspieler laden" und
Einstellungen. Wie gewohnt kann man unter Einstellungen die spielrelevanten
Optionen verändern und unter Spiel laden bzw. Mehrspieler laden einen
bestehenden Spielstand aktivieren. Am Anfang werden sich die meisten Spieler
erst einmal auf den Einzelspielermodus stürzen. Diesen aktiveren wir über
den Menüpunkt "Neues Spiel". Anschließend kann der Spieler aus mehreren
Kampagnen eine passende auswählen. Diese bringen uns zu den wichtigsten
Schlachten des Zeiten Weltkriegs. Dabei schlagen wir uns auf einer der
beiden Seiten: Achsenmächte oder Alliierte. Natürlich erhalten wir
ausgiebige Informationen über die jeweiligen Kampagnen und so werden wir
nicht grundlos auf das Schlachtfeld geschickt. Wie bei solchen Spielen
üblich kann der Akteur auch einen passenden Schwierigkeitsgrad wählen. Durch
diese Einstellung können einige interne Spielvarianten wie zum Beispiel der
Plünderbonus beeinflusst werden. Außerdem erhält der Computer einen
Sichtungsbonus für jede angehobene Schwierigkeitsstufe. Nachdem wir nun eine
Spielart ausgewählt und diverse Einstellungen vorgenommen haben, gelangen
wir endlich auf das Schlachtfeld. Strategic Command 2 ist ein
rundenbasiertes Strategiespiel. Wir agieren mit unseren deutschen,
amerikanischen, britischen oder russischen Einheiten auf einer etwas dürftig
aussehenden, in Kästchen aufgeteilten Karte. Dort werden alle
spielrelevanten Orte wie Städte, Rohstoffzentren, Flüsse, Wälder, Berge,
Senken oder Häfen optisch hervorgehoben. Hinzu kommen die unterschiedlichen
Einheiten. Diese werden in Landeinheiten, Lufteinheiten und Militäreinheiten
unterschieden. Von der Armee über Panzerverbände, Pioniere, Fallschirmjäger
bis hin zu Raketen, Bomber, Schlachtschiffe, Kreuzer, Flugzeugträger,
U-Boote oder Landungsschiffe ist alles vorhanden. Jede Einheit hat dabei
allgemeine Eigenschaften wie Erfahrung, Unterstützung, Aktionspunkte,
Stärke, Moral, Bereitschaft und Verschanzung. Viele dieser Werte können
- abhängig vom Einheitentyp - durch Forschung und Entwicklung verbessert werden.
Für die Forschung werden allerdings Militärproduktionspunkte benötigt. Diese
Punkte brauchen wir übrigens auch beim Kauf neuer Einheiten. Die
Militärproduktionspunkte erhalten wir z.B. durch Häfen oder Städte.
Natürlich rauben wir dem Gegner selbige Punkte, wenn wir seine Orte
angreifen. Treffen Einheiten aufeinander, so werden die Angriffs- und
Verteidigungswerte verrechnet. Auf die Entscheidung haben aber auch die
Terrainbonis Auswirkung. Außerdem wird geschaut, wie weit eine Einheit von
seinem jeweiligen Hauptquartier entfernt ist. Das war natürlich noch nicht
alles. Politik und Diplomatie spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Neben
den kriegsbedeutenden Ländern gibt es auch Nebenländer, die erst einmal
neutral sind. Durch Taten oder diplomatisches Handeln, kann man deren
Sympathie beeinflussen. So
kämpfen wir nun an diversen Schauplätzen und versuchen die Geschichte zu
ändern. Habt Ihr vom Einzelspielerbereich die Nase voll, so könnt Ihr
auch ein Mehrspielerduell wagen. Über LAN, Internet, E-Mail oder Hotseat
dürft Ihr gegen andere menschliche Spiele Krieg führen.
Technik:
Technisch haut einen das Spiel nicht gerade vom Hocker. Das fängt schon bei
der Grafik an. Die Karte selber sieht genauso unspektakulär aus, wie die
Einheiten. Kaum vorhandene Animationen sind genauso vorhanden, wie
unterdurchschnittliche Effekte. In der heutigen Zeit erwarten man wirklich
mehr von einem Strategiespiel. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen
Niveau. Da wir kaum etwas zu hören bekommen, wirkt alles etwas trostlos. Um einiges besser ist die Steuerung ausgefallen. Alle
Aktionen lassen sich sicher ausführen und dank einer übersichtlichen Karte
und gut sortierten Menüs werden wir direkt in das Spielgeschehen einsteigen
können. Natürlich benötigt man eine gewisse Einarbeitungszeit - um mit den
vielen Möglichkeiten klar zu kommen. Zum Glück wird in dem 49 Seiten starken
Handbuch alles ausführlich erklärt. Der Schwierigkeits-grad bewegt sich auf
einem annehmbaren Niveau. Anfänger aber auch Genrekenner werden eine
passende Herausforderung finden. Dazu trägt auch das unkomplizierte
Regelwerk bei. Echte Profis werden dagegen von der mageren KI ein wenig
abgeschreckt. Hin und wieder überrascht uns der Computer zwar mit tollen
Aktionen, grundlegend kommt er aber nicht an menschliche Spieler heran.
Dennoch gibt es ein paar herausfordernde Missionen. Außerdem bietet das
Spiel noch einen Mehrspielerbereich, indem man sich gut mit anderen
menschlichen Spielern messen kann. Fasst man nun alles zusammen, so kann das
Spiel technisch nicht wirklich überzeugen. Hier hätte der Hersteller einiges
besser machen können.
Fazit:
Ein wirklicher Meilenstein ist Strategic Command 2 bei weitem nicht. Vor
allem technisch kann es mit anderen Genrevertretern nicht mithalten. Die
langweiligen Karten passen genauso wenig in die heutige Zeit, wie die
schlecht animierten und modellierten Einheiten. Auch der Computer könnte
ruhig ein wenig intelligenter handeln. Hier hätte der Hersteller eindeutig
mehr machen müssen. Das gleiche gilt für den Sound. Was wir in dem Spiel zu
hören bekommen, ist schon fast eine Frechheit. Allerdings ist nicht alles
schlecht. Die Menüs werden gut sortiert und übersichtlich dargestellt und
auch mit dem Spielprinzip wird jeder Spieler schnell klar kommen. Ebenso
machen die Schlachten grundlegend Spaß, denn neben den nachvollziehbaren
Kämpfen wurde uns auch ein Diplomatie und Aufbaubereich spendiert. Hinzu
kommt eine ordentliche Spieltiefe und so kann man sich recht lange mit dem
Spiel beschäftigen. Vor allem Genreneulinge werden durch den leichten
Schwierigkeitsgrad angemessen gefordert. Natürlich muss man solche
Strategiespiele mögen. Wer damit keine Probleme hat, wird auf jedenfall ein
paar interessante Schlachten gegen den Computer austragen können. Etwas mehr
Spaß kommt bei einem menschlichen Gegner auf. Gegen einen Freund werden die
Schlachten zum Teil richtig spannend. Obwohl es bei Strategic Command 2
diverse Kritikpunkte gibt, kann man sich mit dem Spiel eine ganze Zeit lang
beschäftigen. Mögt Ihr also etwas technisch veraltete rundenbasierte
Strategiespiele, so könnt Ihr gerne zuschlagen. Wer sich nicht sicher ist,
sollte noch einmal die Demo spielen. Allerdings erwartet nicht zuviel von
dem Spiel.
Features:
- 11 strategische Kampagnen führen durch historische Szenarien in der
gesamten Welt.
- Detaillierte Spielkarten mit bis zu 120x38 Feldern auf maßstabsgetreuen
Europakarten oder mit bis zu 256x256 Feldern im Karteneditor.
- 30 verschiedene Länder, 6 kriegsführende Hauptnationen.
- 16 verschiedene Einheiten (plus weitere Spezialeinheiten) mit bis zu 26
verschiedenen Charakteristika für Land-, See- und Luftoperationen.
- Erweiterte Eigenschaften von Flugeinheiten (Auto, Abfangmodus, Eskorte,
Boden), Unterseebooten (Jagd, Tauchfahrt) und Hauptquartieren (Auto, Auswahl
von Zuständigkeit für Einheiten).
- Erweitertes Diplomatiesystem, das durch Spielereignisse beeinflusst wird
und es dem Spieler erlaubt sich aktiv in die Politik anderer Länder
einzumischen.
- Neue Feld-Typen mit besonderen Auswirkungen auf Einheiten: Spielfelder,
die an Flüsse angrenzen sowie schneebedeckte, matschige und sandige Gebiete.
- Einzelspielermodus gegen fortgeschrittene KI.
- Umfangreicher Mehrspielermodus: Internet/LAN, E-Mail, Hotseat für je 2
Spieler.
- Diplomatie, Forschung, spezialisierbare Einheiten.
- Einzigartiger Welteditor zur Anpassung aller Spielaspekte.
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