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Einleitung:
Wer epische
Action-Rollenspiele und Echtzeit-Strategiegames mag, bekommt nun neues
Futter für seinen heimischen PC. Koch Media bringt in diesen Tagen das
PC-Spiel Stranger auf den deutschen Markt. Dieses stammt übrigens von einer
nicht ganz unbekannten Softwareschmiede. Die Jungs von Fireglow haben sich
schon mit der Sudden Strike-Serie ein nicht zu verachtendes Denkmal gesetzt.
Wir konnten uns jetzt die fertige Version des Fantasyspiels ausgiebig
ansehen. Ob sich Stranger nicht nur für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Im Mittelpunkt des Spiels stehen die drei Helden Steiger, der Armbrustmann,
Kagar Blitzschlag und Mordlock Bärenschulter. Sie sind aus ihrer Heimatwelt
verbannt worden. In dem Spiel wird nun deren Abenteuer erzählt. Werden sie
es schaffen die Oberwelt zu erreichen? Diese und viele andere Fragen werden
in dem Action-Rollenspiele geklärt. Bevor wir allerdings in das eigentliche
Spiel starten, wollen wir ganz von vorne anfangen. Nachdem Stranger
installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü mit
den Punkten "Einzelspieler", "Mehrspieler", "Profile" und "Optionen".
Letzterer Punkt erlaubt es uns die spielrelevanten Einstellungen
vorzunehmen. Neue Spieler darf man außerdem unter Profile neu hinzufügen.
Wer lieber gegen andere menschliche Spieler über LAN oder Internet kämpfen
möchte, der sollte in den Mehrspielerbereich wechseln. Die meisten wird
allerdings der Einzelspielerbereich interessieren. Dieser wird durch
einen kleinen Film - bestehend aus einfachen Bildern und deutscher
Sprachausgabe - passend eingeleitet. Im Anschluss starten wir
direkt in das Abenteuer und durchlaufen einen Übungsbereich. Mit Texten wird
uns nun das Spielprinzip und die Steuerung näher gebracht. Anschließend können wir es
mit vielen unterschiedlichen Monstern aufnehmen. Der Hersteller gönnt uns
davon über 100 verschiedene. Hinzu kommen diverse Bosse, die besonders stark
sind. Um gegen die fiesen Gesellen bestehen zu können, muss der Spieler eine Armee um seine Helden aufbauen. Gespielt wird übrigens sehr RTS-lastig.
Wir erblicken nun das Spiel-Interface. Neben unserer Figur werden auch jede
Menge Schaltflächen eingeblendet. Hiermit können wir dann z.B. das
Diplomatie-, Ziele- oder Nachrichten-Fenster öffnen. Im Diplomatie-Bereich
kann der Spieler seine Beziehungen zu verschiedenen Zauberern und Völker
verwalten und im Nachrichten-Fenster aktuelle Mitteilungen lesen. Sehr
interessant ist auch das Befehlsbedienfeld. Hiermit kann man seinen
Einheiten Befehle (Stürmen, Angreifen, Einsammeln, Drehen, Reparieren,
Formationen usw.) geben. Eine Minikarte zeigt uns außerdem ständig die
Umgebung an und so findet man sich recht gut in den Levels zurecht. Sehr
wichtig ist auch der Einheitenbereich. Hier wird es uns ermöglicht Truppen
zu verwalten. Wir können sie mit Waffen und Schilden ausrüsten, deren
Fähigkeiten und Heldentaten begutachten oder die Zaubersprüche verwalten.
Um bessere Waffen zu bekommen, gönnt man uns eine Schmiede. Hier darf man
viele normale aber auch verzauberte Waffen und Rüstungen herstellen. Das
kostet allerdings Ressourcen, die wir erst einmal im Spiel aufsammeln
müssen. Den aktuellen Status kann man leicht anhand eines Fensters
kontrollieren. Durch die Kämpfe erleiden unsere Truppen natürlich Verluste,
die wir recht schnell durch neue Einheiten wieder auffüllen. Die Kosten des
Söldners hängen selbstverständlich von seinem Niveau und den Gegenständen
ab, die er bei sich trägt. Ein Avatar-Fenster gibt uns anschließend einen
schnellen Überblick darüber, wie es unserer gesamten Truppe geht. Außerdem
kann man hierüber zu den einzelnen Einheiten wechseln. Damit wir auch
massive und vor allem kontrollierte Aktionen mit unseren Jungs ausführen
können, darf man diese gruppieren. Bis zu zehn Gruppen sind möglich. Die Einheiten selber haben
diverse Fähigkeiten. Sie können Nahkampf genauso ausführen, wie Fernangriffe
oder Magie einsetzen. Hiermit besiegen wir dann die diversen Gegner. Das
bringt uns spielwichtige Punkte ein, die Ihr für verschiedene
Zusatzfähigkeiten verwenden dürft. Es wird hier unterschieden in
Waffenbeherrschung, kampfbezogene Fertigkeiten und nicht kampfbezogene
Fertigkeiten. Es gibt allerdings auch noch Fertigkeiten die nicht mit
Fertigkeitspunkten erworben werden können. Das sind angeborene Talente wie
Reiten, Fliegen und so weiter. Ein ausgeklügeltes Magiesystem, das auf
Kristallfarben und Sphären basiert, gibt es dann auch noch. Die wichtigsten
magischen Fertigkeiten von Einheiten sind zweifellos Zaubersprüche. Auch
hier schöpft der Hersteller aus den Vollen, denn von Flammenzauber über
Wiedererweckung bis hin zu Versteinerung ist alles möglich. Hat eine Einheit
dann noch eine bestimmte Stufe erreicht, hat sie die Möglichkeit, Waffen und
Rüstungen zu verzaubern. Da es im Spiel über hundert verschiedene Waffen und
Rüstungsarten gibt, kann sich ein Rollenspielfan so richtig auslassen. So
bauen wir uns nun eine schlagkräftige Armee um unsere Helden auf, verbessern
diese immer weiter, erkunden die diversen Levels und kämpfen gegen viele
unterschiedliche Feinde.
Technik:
Die Grafik in Stranger ist nicht der Hammer, den man sich in der heutigen
Zeit wünscht. Das fängt schon beim Intro an. Hier werden nur einfache
Zeichnungen gezeigt. Nicht viel besser wird es dann im Spiel. Wir erblicken
etwas detailarme und grob gestaltete Levels. Einzelne Licht- und
Schattenspiele gönnt man uns allerdings genauso, wie kleinere farbenfrohe Effekte. Nicht viel
besser sehen die Figuren aus. Sie wurden nur mäßig detailliert modelliert
und hölzern animiert. Hier hätte man eindeutig mehr machen können. Der Sound
bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Die deutschen Synchronsprecher
sprechen ein wenig übermotiviert ihre Sätze runter. Zumindest werden im Spiel
diverse Ingamegeräusche passend eingespielt. Begleitet wird das ganze dann
noch von einer ansprechenden Musik. Die Steuerung funktioniert ganz
ordentlich. Die meisten Aktionen kann man sicher mit der Maus ausführen. Das
liegt vor allem an den vielen überschaubaren Fenstern und Schaltflächen.
Hinzu kommen dann noch kleinere Aktionen mit der Tastatur, die einen gut von
der Hand gehen. Die Figuren reagieren ebenfalls direkt auf unsere
Anweisungen und dank eines einführenden Bereichs, kann man sehr schnell in
das Spiel einsteigen. Fasst man nun alles zusammen, so hat das Spiel viele
gute aber auch schlechte technische Seiten.
Fazit:
Hätte Stranger eine bessere Grafik und Präsentation, so wäre das Spiel ein
wirklich guter Genrevertreter geworden. Das Spiel beinhaltet viele Features,
die Fans direkt ansprechen. Massig Rollenspielelemente sind genauso
vorhanden, wie actionreiche Kämpfe und viele strategische Möglichkeiten.
Außerdem kann man vieles weiterentwickeln bzw. aufbauen. Mit der Vielfalt
kann man ebenfalls zufrieden sein. Drei Hauptcharaktere, über 100 Einheiten
und Monster begeistern uns genauso, wie das ansprechende Magiesystem oder
die vielen Items- und Ausrüstungsgegenstände. Allerdings krankt das Spiel an
der etwas langweiligen Story und vor allem an der dürftigen Optik. In der
heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von so einem Spiel.
Allerdings kann das Game als Geheimtipp für alle Genrefans angesehen
werden. Die Spieltiefe und das Gameplay können einen durchaus länger an den
Bildschirm binden und so kann man Stranger allen ausgehungerten
Genrefetischisten zum Kauf empfehlen.
Features:
- Von den Machern von Sudden Strike
- Einzigartiges und flexibles Magie-System, großartige Auswahl aus Items und
Ausrüstung
- Multiplayer mit bis zu 8 Spielern, Einzelspieler-Kampagne mit mehr als 30
Stunden Spielzeit
- 3 Haupthelden und viele andere Einheiten zum Auswählen
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