Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Stranger - Review (PC)

Wertung:
76 %

Einleitung:

Wer epische Action-Rollenspiele und Echtzeit-Strategiegames mag, bekommt nun neues Futter für seinen heimischen PC. Koch Media bringt in diesen Tagen das PC-Spiel Stranger auf den deutschen Markt. Dieses stammt übrigens von einer nicht ganz unbekannten Softwareschmiede. Die Jungs von Fireglow haben sich schon mit der Sudden Strike-Serie ein nicht zu verachtendes Denkmal gesetzt. Wir konnten uns jetzt die fertige Version des Fantasyspiels ausgiebig ansehen. Ob sich Stranger nicht nur für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Im Mittelpunkt des Spiels stehen die drei Helden Steiger, der Armbrustmann, Kagar Blitzschlag und Mordlock Bärenschulter. Sie sind aus ihrer Heimatwelt verbannt worden. In dem Spiel wird nun deren Abenteuer erzählt. Werden sie es schaffen die Oberwelt zu erreichen? Diese und viele andere Fragen werden in dem Action-Rollenspiele geklärt. Bevor wir allerdings in das eigentliche Spiel starten, wollen wir ganz von vorne anfangen. Nachdem Stranger installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten "Einzelspieler", "Mehrspieler", "Profile" und "Optionen". Letzterer Punkt erlaubt es uns die spielrelevanten Einstellungen vorzunehmen. Neue Spieler darf man außerdem unter Profile neu hinzufügen. Wer lieber gegen andere menschliche Spieler über LAN oder Internet kämpfen möchte, der sollte in den Mehrspielerbereich wechseln. Die meisten wird allerdings der Einzelspielerbereich interessieren. Dieser wird durch einen kleinen Film - bestehend aus einfachen Bildern und deutscher Sprachausgabe - passend eingeleitet. Im Anschluss starten wir direkt in das Abenteuer und durchlaufen einen Übungsbereich. Mit Texten wird uns nun das Spielprinzip und die Steuerung näher gebracht. Anschließend können wir es mit vielen unterschiedlichen Monstern aufnehmen. Der Hersteller gönnt uns davon über 100 verschiedene. Hinzu kommen diverse Bosse, die besonders stark sind. Um gegen die fiesen Gesellen bestehen zu können, muss der Spieler eine Armee um seine Helden aufbauen. Gespielt wird übrigens sehr RTS-lastig. Wir erblicken nun das Spiel-Interface. Neben unserer Figur werden auch jede Menge Schaltflächen eingeblendet. Hiermit können wir dann z.B. das Diplomatie-, Ziele- oder Nachrichten-Fenster öffnen. Im Diplomatie-Bereich kann der Spieler seine Beziehungen zu verschiedenen Zauberern und Völker verwalten und im Nachrichten-Fenster aktuelle Mitteilungen lesen. Sehr interessant ist auch das Befehlsbedienfeld. Hiermit kann man seinen Einheiten Befehle (Stürmen, Angreifen, Einsammeln, Drehen, Reparieren, Formationen usw.) geben. Eine Minikarte zeigt uns außerdem ständig die Umgebung an und so findet man sich recht gut in den Levels zurecht. Sehr wichtig ist auch der Einheitenbereich. Hier wird es uns ermöglicht Truppen zu verwalten. Wir können sie mit Waffen und Schilden ausrüsten, deren Fähigkeiten und Heldentaten begutachten oder die Zaubersprüche verwalten.

Um bessere Waffen zu bekommen, gönnt man uns eine Schmiede. Hier darf man viele normale aber auch verzauberte Waffen und Rüstungen herstellen. Das kostet allerdings Ressourcen, die wir erst einmal im Spiel aufsammeln müssen. Den aktuellen Status kann man leicht anhand eines Fensters kontrollieren. Durch die Kämpfe erleiden unsere Truppen natürlich Verluste, die wir recht schnell durch neue Einheiten wieder auffüllen. Die Kosten des Söldners hängen selbstverständlich von seinem Niveau und den Gegenständen ab, die er bei sich trägt. Ein Avatar-Fenster gibt uns anschließend einen schnellen Überblick darüber, wie es unserer gesamten Truppe geht. Außerdem kann man hierüber zu den einzelnen Einheiten wechseln. Damit wir auch massive und vor allem kontrollierte Aktionen mit unseren Jungs ausführen können, darf man diese gruppieren. Bis zu zehn Gruppen sind möglich. Die Einheiten selber haben diverse Fähigkeiten. Sie können Nahkampf genauso ausführen, wie Fernangriffe oder Magie einsetzen. Hiermit besiegen wir dann die diversen Gegner. Das bringt uns spielwichtige Punkte ein, die Ihr für verschiedene Zusatzfähigkeiten verwenden dürft. Es wird hier unterschieden in Waffenbeherrschung, kampfbezogene Fertigkeiten und nicht kampfbezogene Fertigkeiten. Es gibt allerdings auch noch Fertigkeiten die nicht mit Fertigkeitspunkten erworben werden können. Das sind angeborene Talente wie Reiten, Fliegen und so weiter. Ein ausgeklügeltes Magiesystem, das auf Kristallfarben und Sphären basiert, gibt es dann auch noch. Die wichtigsten magischen Fertigkeiten von Einheiten sind zweifellos Zaubersprüche. Auch hier schöpft der Hersteller aus den Vollen, denn von Flammenzauber über Wiedererweckung bis hin zu Versteinerung ist alles möglich. Hat eine Einheit dann noch eine bestimmte Stufe erreicht, hat sie die Möglichkeit, Waffen und Rüstungen zu verzaubern. Da es im Spiel über hundert verschiedene Waffen und Rüstungsarten gibt, kann sich ein Rollenspielfan so richtig auslassen. So bauen wir uns nun eine schlagkräftige Armee um unsere Helden auf, verbessern diese immer weiter, erkunden die diversen Levels und kämpfen gegen viele unterschiedliche Feinde.

 

Technik:

Die Grafik in Stranger ist nicht der Hammer, den man sich in der heutigen Zeit wünscht. Das fängt schon beim Intro an. Hier werden nur einfache Zeichnungen gezeigt. Nicht viel besser wird es dann im Spiel. Wir erblicken etwas detailarme und grob gestaltete Levels. Einzelne Licht- und Schattenspiele gönnt man uns allerdings genauso, wie kleinere farbenfrohe Effekte. Nicht viel besser sehen die Figuren aus. Sie wurden nur mäßig detailliert modelliert und hölzern animiert. Hier hätte man eindeutig mehr machen können. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Die deutschen Synchronsprecher sprechen ein wenig übermotiviert ihre Sätze runter. Zumindest werden im Spiel diverse Ingamegeräusche passend eingespielt. Begleitet wird das ganze dann noch von einer ansprechenden Musik. Die Steuerung funktioniert ganz ordentlich. Die meisten Aktionen kann man sicher mit der Maus ausführen. Das liegt vor allem an den vielen überschaubaren Fenstern und Schaltflächen. Hinzu kommen dann noch kleinere Aktionen mit der Tastatur, die einen gut von der Hand gehen. Die Figuren reagieren ebenfalls direkt auf unsere Anweisungen und dank eines einführenden Bereichs, kann man sehr schnell in das Spiel einsteigen. Fasst man nun alles zusammen, so hat das Spiel viele gute aber auch schlechte technische Seiten.

 

Fazit:

Hätte Stranger eine bessere Grafik und Präsentation, so wäre das Spiel ein wirklich guter Genrevertreter geworden. Das Spiel beinhaltet viele Features, die Fans direkt ansprechen. Massig Rollenspielelemente sind genauso vorhanden, wie actionreiche Kämpfe und viele strategische Möglichkeiten. Außerdem kann man vieles weiterentwickeln bzw. aufbauen. Mit der Vielfalt kann man ebenfalls zufrieden sein. Drei Hauptcharaktere, über 100 Einheiten und Monster begeistern uns genauso, wie das ansprechende Magiesystem oder die vielen Items- und Ausrüstungsgegenstände. Allerdings krankt das Spiel an der etwas langweiligen Story und vor allem an der dürftigen Optik. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von so einem Spiel. Allerdings kann das Game als Geheimtipp für alle Genrefans angesehen werden. Die Spieltiefe und das Gameplay können einen durchaus länger an den Bildschirm binden und so kann man Stranger allen ausgehungerten Genrefetischisten zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Von den Machern von Sudden Strike
- Einzigartiges und flexibles Magie-System, großartige Auswahl aus Items und Ausrüstung
- Multiplayer mit bis zu 8 Spielern, Einzelspieler-Kampagne mit mehr als 30 Stunden Spielzeit
- 3 Haupthelden und viele andere Einheiten zum Auswählen

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Stranger (PC)

 
 Stranger
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 68 %  
Sound: 75 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 77 %  
Multiplayer: 79 %  
Spielspaß: 76 %  
Gesamtwertung:  76 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows Vista/XP/2000
- CPU: 2,0 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- Speicher (RAM): ab 512 MB RAM
- Grafikkarte: GeForce 4400 oder ATI Radeon 9500 oder besser

 


 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt