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Einleitung:
Nach gut zweieinhalb Jahren
Entwicklungszeit bringt HIP Interactive ein neues Stealth-Action-Spiel auf
den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Blue52-Spiel Stolen.
Endlich dürfen Spieler mit einer weiblichen Heldin in ein Schleichabenteuer
starten. Das Spiel erscheint übrigens auf PC, Xbox und Playstation 2. Wir
durften jetzt die fertige PC-Version testen. Ob sich das Spiel lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In Stolen schlüpft der Spieler in die Rolle der russischen Meisterdiebin
Anya Romanov. In der futuristisch anmutenden Metropole Forge City ist sie
die Königin der Nacht. Ganz ohne Hilfe kommt die Meisterdiebin nicht aus.
Über Funk wird sie ständig von ihrem Partner Louie Palmer mit allen nötigen
Informationen versorgt. Wir sollen nun mit der gut aussehenden Diebin in
vier unterschiedlichen Umgebungen diverse Missionen erfüllen. Diese erhalten
wir von mysteriösen Auftraggebern, die uns engagieren um z.B. Unterlagen oder
andere Gegenstände zu klauen. Anya ist eine sehr athletische Diebin und sie
beherrscht als solche ein breites Repertoire von Bewegungen. So können wir
uns mit ihr - aus der Third-Person Perspektive - kletternd und Salto
schlagend durch die kalte, graue Stadt bewegen. Bevor wir etwas stehlen
können, müssen wir erst einmal ungesehen und ungehört einen Weg zu den
verschiedenen Plätzen finden. Für die heimliche Fortbewegung stehen zwei
Geschwindigkeiten zur Verfügung - schleichen und gehen. In beiden
Geschwindigkeiten bewegt sich Anya komplett lautlos. Zudem kann sie rennen,
über Objekte springen und so weiter. Wenn der Spieler anfängt zu rennen wird
er allerdings von den Wachen gehört - was entsprechenden Ärger bedeutet. Wie
in vergleichbaren Spielen darf ein passendes Inventar nicht fehlen. Unsere
Heldin kann auf unterschiedliche Hilfsmittel zurückgreifen. Eine GPS Karte
verrät uns z.B. wo wir uns gerade aufhalten. Hinzu kommt eine
Sichtbarkeitsanzeige, die uns anzeigt, inwieweit wir aktuell gesehen werden
können. Diese Anzeige ist sehr wichtig, denn wir werden nur ungestört
vorankommen, wenn wir uns unaufmerksam durch die Levels bewegen. Das
schaffen wir vor allem mit den Schatten, die uns fast unsichtbar machen. Ist
ein Raum zu hell, können wir mit gezielten Schüssen für genügend Dunkelheit
sorgen. Lampen oder andere Lichtquellen sind zerstörbar und so braucht man
nur eine Kugel zu opfern um ungesehen weiter zu kommen. Lärm ist auch noch
ein Thema in diesem Spiel. Sollten wir Geräusche oder plötzliche Bewegungen
machen, können uns die Wachen ebenfalls entdecken. Manchmal muss ein Raum
dunkel sein, damit Anya ihn ungesehen durchqueren kann. In derartigen
Situationen sollten wir das Nachtsichtgerät benutzen. Nachdem unsere
Meisterdiebin in einen Raum eingedrungen ist, kann sie den Raum durchsuchen
und diverse Gegenstände entwenden. Mit äußerster
Präzision und Vorsicht kann Anya sich auch noch an Sicherheitsleute
heranschleichen und sie bestehlen. Auf diese Weise gelingt es ihr an neue
Gegenstände und Hilfsmittel zu kommen, die ihr Zugang zu Räumen verschafft,
die anderenfalls versperrt bleiben. Im Laufe des Spiels stoßen wir immer
wieder auf abgesperrte Bereiche. Diese können durch Schlösser oder Codes
knacken, Stahlgitter durchschneiden oder Safes aufbrechen zugänglich gemacht
werden. Entdecken uns doch mal Wachen, so bearbeiten uns diese sofort mit
Kugeln. Wir dürfen uns natürlich wehren und dafür stehen uns diverse Waffen
zur Verfügung. Außerdem haben wir noch einen Tracker, mit dem wir Wachen und
Sicherheitskameras markieren und anschließend auf dem GPS beobachten können. Der Neutralisator verschießt dagegen Starkstromprojektile.
Durch diese werden Sicherheitssysteme neutralisiert und Überwachungsdronen zerstört.
Außerdem werden Wachen mit dieser Waffe betäubt. Das war aber noch nicht
alles. Daneben gibt es noch den Schallstrahler. Dieser ist dazu da, die
Aufmerksamkeit von Anya abzulenken und Wachen von ihren Posten wegzulocken.
Mit der Stolperfalle kann die Meisterdiebin ebenso Feinde ausschalten wie
mit ihren Kampftechniken. So dürfen wir uns nun den diversen Aufgaben
stellen.
Technik:
Die Grafik sieht insgesamt ganz gut aus, auch wenn diese nicht an Topspiele
wie Splinter Cell herankommt. Die Texturen könnten z.B. ein wenig hochauflösender sein. Dafür werden wir
nicht nur gute Licht- und Schatteneffekte zu sehen bekommen, sondern auch
nette Wettereffekte. Ein wenig kann man noch die Animationen kritisieren.
Die Figuren bewegen sich nicht gerade geschmeidig durch die Räume und unsere
Heldin kommt ebenfalls etwas hölzern rüber. Zumindest werden wir durch eine
anständige Präsentation entschädigt. Besser ist der Sound ausgefallen. Je
nach Situation werden wir einen anderen Soundtrack zu hören bekommen und
auch die Ingamegeräusche klingen recht realistisch. Hinzu kommt eine gute
deutsche Lokalisierung. Mit der Steuerung wird sich jeder schnell anfreunden
können. Diese ist weder überladen noch komplex. Selbst die KI der
CPU-Figuren kann ansatzweise überzeugen. Der Schwierigkeitsgrad ist u.a.
auch deswegen recht hoch ausgefallen. Gerade Anfänger könnten hier Probleme
bekommen. Trotz kleinerer Macken kann man mit der Technik insgesamt
zufrieden sein.
Fazit:
Eigentlich wird sich jeder Stealth-Action-Fan mit dem Spiel anfreunden
können. Viele Möglichkeiten sind vorhanden und so bleibt es uns überlassen,
wie wir ein Level bestreiten wollen. Neben einer netten Grafik werden wir
vor allem eine tolle Präsentation zu sehen bekommen, die genauso ansprechend
ist wie der Sound oder die Story. Auf genügend Abwechslung hat der
Hersteller auch noch geachtet. Actionpassagen sind genauso vorhanden wie
Schleichmissionen und so wird man ohne Probleme Stolen bis zum Ende spielen
können. Das fällt allerdings auch nicht schwer, denn geübte Spieler sehen
nach wenigen Stunden den Abspann. Wer also nichts gegen sehr kurze Spiele
hat und mal eine weibliche Diebin spielen wollte, darf bei Stolen ruhig
zuschlagen. Allerdings seid nicht enttäuscht, wenn das Spiel nach zwei Tagen
beendet ist. In dieser kurzen Spielzeit werdet Ihr aber gut unterhalten.
Features:
- Fesselnde Diebesthematik: Spieler infiltrieren unterschiedliche Szenarien,
um Beute zu machen
- Variantenreiche Orte: Unbemerktes Eindringen in Museen, Firmen,
Hochsicherheitstrakte usw.
- In Echtzeit berechnete Licht- und Schatteneffekte
- Detailreiche Grafikdarstellung in 3rd-Person-Prespektive
- Spannungs- und actiongeladene Erzählpassagen sowohl in Spielgrafik als
auch in aufwändig gerenderten Zwischensequenzen
- Spieler nutzen vielseitige High-Tech-Ausrüstung: Ultraschallvisor,
Kletterausrüstung, Ortungsgeräte usw.
- Virtueller Mithelfer beobachtet das Geschehen und gibt über Funkgerät
Anweisungen zur Vorgehensweise
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