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Einleitung:
Im März 2006 kam das
Strategiespiel Star Wars Empire at War auf den deutschen Markt. In dem
LucasArts-Spiel konnte man sich im großen Star Wars-Universum auf die helle
oder dunkle Seite schlagen. Jetzt erscheint über Activision das erste Add-On.
Es handelt sich dabei um die Erweiterung mit dem Titel Star Wars Empire at
War: Forces of Corruption. Diesmal steht eine Verbrecherorganisation im
Mittelpunkt. Wir konnten das Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich die
Anschaffung von Star Wars Empire at War: Forces of Corruption lohnt, erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Star Wars Empire at War: Forces of Corruption kommt selbstverständlich nicht
ohne eine Story aus. In Star Wars Empire at War hat man einen kompletten
Bürgerkrieg in der Star Wars Galaxis geführt, entweder auf Seiten der
Rebellenallianz oder für das Galaktische Imperium. In Star Wars Empire at
War: Forces of Corruption muss der Spieler nun mit einem Verbrechersyndikat
beide Seiten bekämpfen. Dazu schlüpfen wir in die Rolle von Tyber Zann,
einem aufstrebenden kriminellen Genie. Korruption und Verbrechen liegen uns
im Blut und treiben uns an, der berüchtigtste Verbrecherfürst der Galaxis zu
werden. Bevor wir allerdings in den Weltraum starten, wollen wir erst einmal
ganz von vorne anfangen. Nach dem Spielstart erblickt der Spieler
unterschiedliche Menüpunkte. Zum einen das Tutorial. Selbst wenn man schon
weiß, wie man Star Wars Empire at War spielt, empfiehlt es sich, den
Übungsbereich durchzuspielen. Denn dabei erlernt der Spieler nicht nur die
neuen Spielelemente kennen, sondern er wird auch direkt in die Rivalitäten
zwischen Tyber Zann und Jabba the Hutt verwickelt. Im Anschluss dürfen wir
uns auf drei unterschiedliche Spielarten stürzen. Zum einen wäre da die
Kampagne. Hier erleben wir Tyber Zanns Aufstieg zum mächtigsten galaktischen
Verbrecherfürst in einer Reihe von Einsätzen mit, während wir die Korruption
verbreiten und Schlachten am Boden und im Weltraum austragen. Der Spieler
soll das Zann-Konsortium aus dem Nichts zum unvermeidlichen Showdown führen.
Dabei beschaffen wir uns verbotene Technologie, lernen neue Helden und
fremde Planeten kennen. Wer lieber etwas anderes spielen möchte, sollte den
Punkt "Die galaktische Eroberung" anwählen. Hier werden unterschiedlich
große Szenarios angeboten. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Größe
der Galaxis, die Technologiestufen und die Menge an Credits, die uns zu
Beginn zur Verfügung stehen. In diesem Spielmodus kann man die Galaxis so
erobern, wie man es für richtig hält. So etwas wie eine
Hintergrundgeschichte ist nicht vorhanden. Die letzte Spielart wäre dann
unter dem Menüpunkt "Die Gefechte" zu finden. Um einen freien Kampf zu
führen, muss der Spieler nur eine der vielen Raum- oder Bodenkarten
auswählen. In diesem Spielmodus könnt Ihr einzelne Schlachten schlagen, ohne
gleich die ganze Star Wars Galaxis erobern zu müssen.
Neben der neuen
Kampagne und vielen Missionen bietet das Add-On noch viele weitere
Neuerungen.
Grundlegend hat sich die Spielmechanik natürlich nicht geändert. Dafür sind
so einige Sachen neu hinzugekommen. Da wäre z.B. die Korruption. Diese ist
eine brandneue Spielweise, die dem Spieler eine Reihe einzigartiger Optionen
bietet, um die gesamte Galaxis unter seinen Einfluss zu bringen. Für die
Verbreitung der Korruption sorgen die Verderber. Diese können auf jedem
beliebigen vom Konsortium kontrollierten Planeten in einem Palast rekrutiert
werden. Bewegen wir dann einen Verderber auf einen feindlichen Planeten,
startet der Korruptionsprozess. Insgesamt gibt es acht Korruptionsoptionen,
unter denen der Spieler je nach Planet und jeweiligen Vorraussetzungen
wählen kann. Von Einschüchterung über Piraterie, Entführung, organisierte
Kriminalität, Bestechung, korrupte Miliz, Schwarzmarkt bis hin zu Sklaverei
ist alles vorhanden. Das war natürlich noch nicht alles. Einen erweiterten
Stützpunktbau gibt es ebenfalls noch. Der Spieler ist hierdurch in der Lage,
Truppen und Gebäude zu organisieren. Außerdem gibt es neue Gebäudearten und
Bauoptionen wie Bunker, mobile Verteidigungseinheiten und
Truppentransporter. Das gilt jetzt nicht nur für die neue Fraktion, sondern
auch für die Rebellen und das Imperium. Auch die alten Parteien dürfen sich
über neue Updates für bekannte Einheiten und Gebäude freuen. Den einzelnen
Fraktionen wurden außerdem noch neue bzw. verbesserte Helden wie Tyber Zann,
Urai Fen, Luke Skywalker und Yoda sowie Kopfgeldjäger wie Bossk und IG-88
gegönnt. Ebenso hat sich bei den Raumeinheiten einiges getan. Viele neue
Schiffe lassen uns unendlich viele taktische Möglichkeiten offen. Mit
Guerilla-Taktik, chemischen Waffen, radioaktiver Kontamination, Minen,
Hologrammen, Verkleidungen und Tarnung kann der Spieler seine Feinde dann
auch noch überrumpeln. Raumschlachten werden durch einmalige Waffen,
Tarntechnologie, Buzz-Droiden, Splitterbomben, Minen, Schildsaug- und
Störfeldtechnologie noch spannender ablaufen. Die Technologieentwicklung des
Konsortiums ist ebenfalls ein wenig anders. Im Galaxiseroberungsmodus erhält
das Konsortium Zugang zu allen Schiffen, Fahrzeugen und Einheiten durch die
Aufrüstung seiner Raumstationen und den Besitz entsprechender Gebäude auf
Planeten. Im Gegensatz zum Imperium und den Rebellen verfügen die Einheiten
des Konsortiums zunächst über keine Sonderfähigkeiten, bis sie mit der
entsprechenden Schwarzmarkttechnologie aufgerüstet werden. Veränderungen
gibt es selbstverständlich auch im Mehrspielerbereich. Spieler dürfen jetzt
alle drei Seiten gegeneinander antreten lassen oder ihre Fähigkeiten unter
Beweis stellen, indem sie im Spiegelmodus gegen die eigene Seite kämpfen.
Dafür gibt es dann noch eine ganze Reihe neuer Gefechtskarten für Raum- und
Bodenkämpfe. Außerdem wurden viele alte Karten aus dem Hauptspiel
verbessert. Es gibt also ausreichend neues Futter für spannende
Mehrspielerschlachten. Ihr seht schon, dass sich einiges getan hat.
Technik:
Grundlegend hat sich optisch nicht viel verändert. Es fallen eigentlich nur
etwas verbesserte Texturen, einige Effekte und viele neue Einheiten auf.
Diese wurden selbstverständlich nett modelliert und animiert und so können
sie locker mit den bekannten konkurrieren. Ansonsten ist die Grafik - wie
schon beim Hauptspiel - recht ansprechend. Das fängt bei den
unterschiedlichen Bodenkarten inkl. ansehnlichen Gebäuden an und endet bei
den effektreichen Raumschlachten. Man muss natürlich auch dazu sagen, dass die Erweiterung
die gleichen Systemanforderungen benötigt, wie das Hauptspiel. Dadurch kann
man keine komplett überarbeitete Grafik erwarten. Der Sound bewegt sich auf
einem gleich guten Niveau. Nette Soundeffekte sind genauso vorhanden, wie
eine stimmungsvolle Musik und gute Synchronsprecher. Die Steuerung ist - wie
beim Hauptspiel - sehr einfach ausgefallen. Jeder der Star Wars Empire at
War gespielt hat, wird mit der Erweiterung sofort klar kommen. Die KI ist
leider immer noch etwas bescheiden. Wirkliche Intelligenzsprünge haben die
CPU-Einheiten nicht gemacht. Das gleiche gilt für die Wegfindung. Auch hier
hätte man einiges verbessern können. Auch wenn es einige Probleme in diesem
Bereich gibt, kann man gut gegen den Computer spielen. Nach einer gewissen
Zeit gewöhnt man sich an die Eigenheiten und so stören die kleinen
technischen Macken nicht wirklich das ansonsten gute Gameplay. Zum Glück
gibt es außerdem noch einen tollen Mehrspielerbereich, der über Wochen am
Bildschirm binden kann. Agiert man gegen menschliche Spieler, werden die
Stunden nur so verfliegen.
Fazit:
Star Wars Empire at War: Forces of Corruption ist eine sinnvolle
Erweiterung. Dank einer neuen Fraktion bzw. Kampagne können sich Fans in ein
komplett neues und spannendes Abenteuer stürzen. Nett ist dann
noch, dass nicht nur das Konsortium neue Einheiten, Helden, Gebäude usw.
erhält. Auch die Rebellen und das Imperium erhielten viele Neuerungen, die
neue taktische Möglichkeiten eröffnen. Übrigens wartet ein gewaltiger
Super-Sternenzerstörer mit Namen Eclipse auf den Spieler. Hinzu kommen
spannende, neue taktische Optionen am Boden - wie aufzurüstende Stützpunkte
und die Guerilla-Taktik. Diese ermöglichen komplett neue Strategien. Das
gleiche gilt auch bei den Raumschlachten. Durch die neuen Schiffe, Stationen
und Features werden die Schlachten noch spannender ablaufen. Natürlich ist
es ein wenig Schade, dass wir keine komplett überarbeitete Grafik sehen.
Allerdings handelt es sich hierbei um eine Erweiterung und so musste sich
das Spiel an den alten Systemanforderungen orientieren. Spieler die mehr auf
den Mehrspielermodus setzen, werden ebenfalls einige nette Features
erhalten. 13 neue Planetenkarten (Bespins Wolkenstadt, Mustafar, Kamino,
Utapau, Felucia, Mandalore und mehr) und viele überarbeitete Karten aus dem
Hauptspiel laden zu spannenden Multiplayergefechten ein. Da eine weitere
Fraktion hinzugekommen ist, ergeben sich auch hier viele neue Möglichkeiten.
Fasst man alles zusammen, so kann das Add-On voll überzeugen. Habt Ihr immer
noch nicht genug von Star Wars Empire at War, so ist diese Erweiterung ein Pflichtkauf.
Features:
o Erleben Sie die Zeit von Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der
Jedi-Ritter als kriminelles Genie Tyber Zann aus einer völlig neuen
Perspektive.
o Die Korruption ist der Schlüssel zur Dominanz der Unterwelt. Sie können:
... die galaktische Strategie aller Seiten beeinflussen.
... Geld und Boni für die Unterwelt ernten und die feindliche Produktion
bremsen, Planetenverteidigungen schwächen und Kosten in die Höhe treiben.
... sich unbemerkt über korrupte Planeten durch die Galaxis bewegen.
... auf Informationen zu gegnerischen Kräften und Stützpunkten zugreifen.
o Neue Held-Charaktere wie Luke Skywalker und Yoda sowie Kopfgeldjäger wie
Bossk und IG-88 setzen individuelle Sonderfähigkeiten ein.
o Modifizieren Sie im Bodenkampf das Gelände, nutzen Sie Bunker, mobile
Verteidigungseinheiten und Truppentransporter.
o Eignen Sie sich neue, verbotene Einheiten und Schwarzmarkt-Technologie an
und bauen Sie die verheerendste Streitmacht der Unterwelt auf.
o Erobern Sie 13 neue Planetenkarten (Bespins Wolkenstadt, Mustafar, Kamino,
Utapau, Felucia, Mandalore und mehr) und alle 43 aus dem Hauptspiel Empire
at War.
o Überrumpeln Sie den Feind mit Guerilla-Taktik, chemischen Waffen,
radioaktiver Kontamination, Minen, Hologrammen, Verkleidungen und Tarnung.
o Gewinnen Sie Raumschlachten mit einmaligen Waffen, Tarntechnologie,
Buzz-Droiden, Splitterbomben, Minen, Schildsaug- und Störfeldtechnologie.
o Verbünden Sie sich mit den Rebellen oder den Black Sun (unter Prinz Xizor,
Star Wars: Shadows of the Empire) - alles aus Ihrer eigenen Gier heraus.
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