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Einleitung:
Wer sich ansatzweise für
Sci-Fi-Serien interessiert, wird kaum an Star Trek vorbei kommen. Star Trek
ist der Obertitel für sechs Science-Fiction-Fernsehserien mit insgesamt 726
Folgen sowie zehn Kinofilme, zahlreiche Romane und andere Werke, deren
Inhalte auf der 1966 von Gene Roddenberry geschaffenen Fernsehserie
Raumschiff Enterprise basieren. Natürlich dürfen passende Computerspiele
nicht fehlen. Aktuell kommt das neuste Spiel der Star Trek Franchise auf den
deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Strategiespiel Star Trek:
Conquest. Dieses erscheint für Nintendo Wii und Playstation 2. Schon beim
Kauf kommt die erste kleine Überraschung, denn das Game kostet noch nicht
einmal 30 Euro. Wir konnten uns die fertige Wii-Version jetzt ausgiebig
ansehen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Star Trek: Conquest ist eine Mischung aus Runden- und
Echtzeit-strategiespiel. Selbstverständlich ist auch bei diesem Game eine
kleine Story vorhanden. Es ist die Zeit der Unruhe. Alle großen Völker
befinden sich im Krieg. Uralte Allianzen sind vergessen, die Diplomatie ist
tot. Flotten streifen durch die Galaxis und vernichten bei ihrem Streben
nach Vorherrschaft Freund und Feind zugleich. Star Trek: Conquest macht uns
zum Kommandeur der mächtigsten Flotten und Rassen aus dem Star Trek
Universum. Wir leiten dabei die Geschicke der noblen Föderation, der
kriegerischen Klingonen, der mysteriösen Breen, der machthungrigen Romulaner,
der brutalen Kardassianer oder des hinterhältigen Dominion. Auf einer
rundenbasierten Sternenkarte baut der Spieler sein wachsendes Reich auf und
verwaltet es. Doch Vorsicht. Unsere Feinde wollen die Galaxis auch
beherrschen und werfen uns ihre Flotten in Raumschlachten entgegen. Bevor
wir allerdings die ersten Gefechte austragen, wollen wir erst einmal ganz
von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das
obligatorische Hauptmenü. Neben den Optionen, in denen man die
Spieleinstellungen anpassen darf, kann man zwischen den Spielmodis Kampagne
und Gefecht eine Spielart aussuchen. Bei dem zu letzt genannten Modus steigt
der Akteur direkt in ein Gefecht mit den Rassen und Schiffen seiner Wahl
ein. Etwas anspruchsvoller ist die Kampagne. Nachdem wir ein Spiel gestartet
haben, muss man die gewünschte Rasse auswählen. Jede Rasse hat ihre eigenen
Stärken und Schwächen und so dürfte für jeden eine passende dabei sein. Das
war noch nicht alles. Im Anschluss wählen wir noch den Admiral aus. Es gibt
drei verschiedene Admiraltypen (Angriff, Verteidigung und Bewegung) und jede
Rasse hat ihre eigene Kombination aus Admiralstypen. Dieser hat dann eine
kleine Flotte unter sich, die bis zu sieben Schiffe umfasst. Durch gewonnene
Kämpfe gewinnen diese übrigens an Erfahrung und so sollte man immer gut auf
seine Befehlshaber aufpassen. Nun wird das Spiel eingerichtet und der
Schwierigkeitsgrad bestimmt. Im Anschluss kann das Abenteuer endlich
beginnen.
Star Trek: Conquest ist rundenbasiert. In jeder Runde kann der Spieler
Gebäude und Schiffe kaufen oder einen Admiral berufen. Ihr dürft auch Euren
eigenen Admiral befehligen, zwischen verbündeten Systemen hin- und herreisen
oder ein feindliches System angreifen. Sonderwaffen gibt es dann auch noch.
Das sind besonders schlagkräftige Waffen, die man in Systemen stationieren
darf. Ziel ist es nun, die Galaxis durch Ausschalten aller gegnerischen
Rassen zu erobern. Um eine feindliche Rasse auszuschalten, muss der Spieler
deren Heimatwelt einnehmen und ihre Flotte zerstören. Verlieren wir dagegen
unsere Heimatwelt, so darf man keinen Admiral oder Sonderwaffen kaufen. Am
Anfang jeder Runde erhält der Akteur verschiedene Berichte über den Zustand
seines Reichs. Über Infrastruktur-, Flotten- und Forschungsberichte machen
wir uns mit der aktuellen Situation vertraut. Auf der galaktischen Karte
sehen wir dann die gesamte Galaxis. Markieren wir ein System, so wird der
Name und Wert angezeigt. Gehört das System uns, so kann man dort
Einrichtungen und Schiffe kaufen. Unsere Flotte schicken wir dann zu anderen
Systemen. Gehört uns dieses nicht, so wird übrigens direkt die Kampfsequenz
eingeleitet. Im Systembildschirm kann man sich nun in den Bereichen
Verteidigung mit Außenposten, Sternenbasen und hoch entwickelten Sternebasen
so richtig auslassen. Die Wirtschaft darf der Spieler allerdings nicht aus dem Auge
verlieren. Durch Bergbaukolonien erhöhen wir zum Beispiel unsere Einnahmen.
Das Geld kann der Gamer dann für Befestigungen wie Geschütztürme ausgeben, die
seine Einrichtungen verteidigen. Daneben gibt es noch die Flotte. Diese
soll man mit diversen Schiffen bestücken. Bei den Raumschiffen wir grob in
die Schiffstypen Aufklärer, Kreuzer und Dreadnoughts unterschieden. Im
Mittelpunkt des Spiels stehen die Kämpfe. In dem Strategiespiel kann man
diese entweder sofort berechnen oder simulieren lassen. Bei der zu letzt
genannten Variante dürft Ihr nur wenige Befehle wie Angriffs- oder
Verteidigungsstellung und Rückzug erteilen. Der interessanteste Kampfmodus
ist allerdings der Arkadekampf. Jetzt übernehmen wir die Kontrolle über
eines unserer Schiffe. Wir sollen es steuern, feindliche Ziele erfassen
und mit unseren Waffen zerstören. So kämpfen wir uns durch unzählige Systeme
und versuchen unsere Interessen gegen die anderen Rassen durchzusetzen.
Technik:
Die Grafik haut einen leider nicht um. Wirklich bombastisch sehen weder der
Weltraum noch die Effekte aus. Auch die Raumschiffe hätten ruhig ein paar
Details mehr vertragen können. Zumindest hat sich der Hersteller
angestrengt, Elemente der Serie in die Menüs einzubauen. Der Sound bewegt
sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben ein paar Ingamegeräuschen lauschen
wir auch noch einer typischen Musik. Hinzu kommen Sprecher die Ihren Job
recht gut machen. Die Steuerung funktioniert eigentlich auf Anhieb. Ohne
große Einarbeitungszeit kommt man mit der Lenkung bzw. Wiimote und Nunchuck
sofort klar. Dank übersichtlicher Menüs und Schaltflächen kann man auch alle
Handlungen sicher ausführen und so wird jeder recht schnell in das Spiel
einsteigen können. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem angemessenen
Niveau. Da man diesen einstellen kann, wird jeder eine passende
Herausforderung finden. Wirklich schwer ist das Spiel aber nicht. Fasst man
nun alles zusammen, so kann die technische Seite grundlegend überzeugen.
Allerdings muss man klar erwähnen, dass in der heutigen Zeit ein wenig mehr
von so einem Spiel erwartet wird.
Fazit:
Star Trek: Conquest hätte ein wirklich gutes Spiel werden können. Die
Grundidee kann überzeugen, denn gerade Fans der Serie hätten liebend gerne
die Geschicke eines Volkes übernommen um dann fremde Systeme einzunehmen.
Leider hat der Hersteller aber vieles falsch gemacht. Da wäre zum einen die
Grafik, die in der heutigen Zeit ruhig opulenter ausfallen dürfte. Außerdem
ist das Spiel nicht gerade abwechslungsreich. Das liegt hauptsächlich daran,
dass wir kaum etwas machen können. Unsere Möglichkeiten sind im
strategischen Bereich genauso eingeschränkt wie im Kampf. Wer jetzt glaubt,
er könne dann noch lange in der Kampagne zocken, der wird schnell eines
besseren belehrt. Schon nach wenigen Stunden ist diese beendet. Die anderen
Rassen bietet dann auch nicht viel mehr und so lohnt sich noch nicht
einmal ein erneutes durchspielen. Zumindest wird das Game nicht als
Vollpreisspiel auf den Markt gebracht und so muss man wohl mit ein paar
Einschränkungen leben. Obwohl das Spiel gute Ansätze hat und die ersten
Stunden recht spaßig waren, konnte uns Star Trek: Conquest nicht wirklich
überzeugen und so können wir das Game nur eisenharten Serienfans ans Herz
legen. Schraubt allerdings vor einem Kauf Eure Erwartungen zurück, damit Ihr keine
böse Überraschung erlebt.
Features:
- Detailgetreue Schiffe und Technologien aus dem Star Trek Universum
- Epische Raumschlachten mit dutzenden Schiffe und riesigen Raumstationen
- 6 original Rassen mit individuellen Eigenschaften
- Basierend auf der erfolgreichsten Sci Fi Serie aller Zeiten!
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