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Einleitung:
Rollenspielbegeisterte PSP und Playstation
2-Besitzer werden die Star Ocean-Reihe mit Sicherheit kennen. Dort konnte
man schon die Teile Star Ocean: First Departure, Star Ocean: Second
Evolution und Star Ocean: Till the End of Time ausgiebig spielen. Nun bringt
Koch Media bzw. Square Enix den ersten Next-Gen-Teil auf den deutschen
Markt. Es handelt sich dabei um das exklusive Xbox 360-Spiel Star Ocean: The
Last Hope. In dem Science Fiction-Epos liegt die Hoffnung der Menschheit auf
unseren Schultern! Der erste Auftritt der Reihe auf Xbox 360 erzählt von den
Ursprüngen der legendären Star Ocean-Saga. Wir konnten in den letzten Tagen
die fertige Xbox 360-Version ausgiebig testen. Ob sich das Spiel nicht nur
für eisenharte Rollenspielfans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie bei solchen Spielen üblich werden wir nicht grundlos in das Abenteuer
geschickt. Wir schreiben das Jahr 2087. Aus den Trümmern des Dritten
Weltkriegs erheben sich die letzten Überlebenden der menschlichen Rasse.
Ohne sichere Zuflucht auf der fast vollständig zerstörten Erde bleibt ihnen
nichts, als ihr Heil in den Sternen zu suchen. Nach den erfolgreichen Tests
eines experimentellen Warp-Antriebs werden einige heldenhafte Pioniere mit
der Aufgabe betraut, im All eine neue Heimat für die Menschheit zu finden.
Mehr wollen wir jetzt nicht verraten, schließlich möchten wir Euch nicht die
Spannung nehmen. Fangen wir daher lieber ganz von vorne an. Nachdem Ihr das
Spiel in die Xbox 360 gelegt habt, wird ein stimmungsvolles Intro
eingespielt. Im Anschluss folgt das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel",
"Spiel laden", "Einstellungen" und "Kampfsimulator". Wie üblich kann nun der
Spieler über den Menüpunkt "Neues Spiel" in ein Abenteuer starten oder über
Spiel laden einen schon bestehenden Spielstand aktivieren. Die
spielrelevanten Optionen darf man außerdem unter Einstellungen anpassen. Im
Kampfsimulator wird uns dagegen die Kampfführung ausgiebig erklärt. Neben
Basis Ausbildung durchlaufen wir hier die Ausbildungen Blindside,
Kettenkombo, Nut-Text und Kampfübungen. Anhand von Texten und Übungen wird
uns alles gut erklärt und so kann man recht schnell in das Game einsteigen.
Das kommt auch dadurch zustande, dass wir im Spiel zu Beginn ein Tutorial
durchlaufen. Kommen wir nun zum Storymodus. Bevor wir in ein neues Spiel
starten, muss der Gamer noch einen Schwierigkeitsgrad bestimmen. Gleich vier
Stufen werden uns angeboten und so sollte für jeden eine passende
Herausforderung dabei sein. Es folgt ein einleitender Film, der uns mit
englischer Sprache und deutschem Untertitel in das Spiel passend einführt.
Kommen wir nun zum Gameplay. Ihr schlüpft in die Haut des Helden Edge
Maverick, der mit seiner Crew viele Planeten bereist. Wir erkunden mit
unserer Spielfigur die weitläufigen Areale, die recht schick und
abwechslungsreich sind. Dabei werden wir nicht nur diverse Innenareale
erblicken, sondern auch Wälder, Wüsten, Wiesen und düstere Höhlen. Dank
einer Automap werden wir die Orientierung nur selten verlieren. An diesen
Orten trifft der Spieler dann auf unzählige Gegner, die uns an den Kragen
wollen. Dazu gleich aber mehr. An den Orten darf der Gamer dann Mineralien
schürfen und verschiedene Pflanzen ernten. Diese soll man später an Bord
unseres Schiffes zum Schmieden, Kochen und für Experimente benutzen. Hat man
die nötigen Rezepte oder Anleitungen, so entstehen schnell sehr nützliche
Gegenstände.
Ein wichtiges Feature in dem Spiel, sind die schon oben erwähnten Kämpfe.
Schließlich brauchen wir Erfahrungspunkte um uns rollenspieltypisch
aufzubauen. Diese Auseinandersetzungen werden wir übrigens sehr häufig
austragen, denn alle paar Meter trifft man auf fiese Widersacher. Das
Kampfsystem ist sehr actionlastig. In Echtzeit sollen wir unsere Gegner vom
Bildschirm fegen. Der Rest der Party hilft uns dagegen nach vorher
bestimmten Verhaltensmustern. Nett ist hierbei, dass wir zwischen den
Charakteren wechseln können. So darf man die individuellen Fähigkeiten der
einzelnen Figuren zu jeder Zeit ausspielen. Damit das Game nicht zu hektisch
wird, darf der Akteur zusätzlich das Spiel pausieren, um in Menüs
Gegenstände oder Fertigkeiten einzusetzen. Natürlich darf man auch die
Ausrüstung ändern oder einen Kampf fluchtartig verlassen. Ankommende Gegner
werden dann mit mächtigen Spezialangriffen oder Zauber erledigt und dank
eines Kombosystems wird selbst anspruchsvollen Feinden schnell das Licht ausgehen.
In den Schlachtfeldern bewegt sich unsere Spielfigur frei umher. Einzelne
Gegner visieren wir an, um sie nicht aus dem Auge zu verlieren.
Standartgemäß weicht unsere Figur feindlichen Angriffen aus oder blockt
deren Attacken. Sehr nützlich ist dabei das neue Blindside-System. Hierdurch
kann man - durch richtiges Timing - feindlichen Angriffen in Zeitlupe ausweichen
und sich zusätzlich hinter den Angreifer bringen. Anschließende Attacken
richten zusätzlich mächtigen Schaden an. Durch unsere Aktionen lädt sich
eine Wutanzeige auf. Damit stehen uns dann kurzzeitige Angriffsbonis zur
Verfügung. Wahlweise darf man auch die komplette Leiste in einen
Spezialangriff packen. Besondere Aktionen bringen uns nützliche Trophäen
ein. Hierdurch kann man sein Battle Board mit Boni wie zusätzliche
Erfahrungspunkte oder Energieauffrischungen bestücken. Weitere Spannung
kommt durch unsere Party auf. Diese darf der Akteur ganz nach seinen
Vorstellungen zusammenstellen. Die Zusammenstellung bringt übrigens auch
interessante Möglichkeiten abseits des Kampfgeschehens mit sich. Schließlich
kann man mit speziellen Charakteren besonders gut Rohstoffe abbauen. Da wir
zu späteren Zeitpunkten immer mehr Figuren zur Verfügung haben, lohnt sich
auch ein erneutes Aufsuchen schon abgehandelter Bereiche. Die freundlich
gesinnten Charaktere haben selbstverständlich jeder ihre eigenen Geschichten
und so ergibt sich ein individueller Storymix, der auch mehrere Enden mit
sich bringt. Neben dem Hauptquest warten dann noch zahlreiche Nebenaufgaben
auf uns. Ihr seht schon, dass es in dem Spiel einiges für uns zu tun gibt.
Technik:
Die Grafik ist ganz nett, auch wenn diese nicht wirklich die Konsole an ihre
Leistungsgrenze bringt. Wir erblicken einen ansprechenden Comiclook. Viele
unterschiedliche Areale wurden mit diversen Details versehen. Allerdings
hätte man sich ein wenig mehr Vielfalt und schärfere Texturen gewünscht.
Ganz passabel sehen zumindest die Charaktere aus. Diese wurden nett
modelliert aber auch etwas steif animiert. Daneben gibt es noch zahlreiche
Effekte und kleinere Licht- und Schattenspielereien. Ansprechend ist auch
die Präsentation. Neben unzähligen Echtzeit-Sequenzen gönnt man uns auch
imposante Renderfilme. Man wird also ständig durch kleine Filme motiviert,
immer weiter zu spielen. Der Sound kann grundlegend überzeugen. Neben einer
stimmungsvollen Musik, lauschen wir auch vielen passend eingespielten
Ingamegeräuschen. Hinzu kommen gute englische Synchronsprecher. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, der darf
übrigens alles über deutsche Texte nachlesen. Die Steuerung hätte nach
unserer Ansicht etwas präzisier sein können. Vor allem, wenn wir mit unserer
Spielfigur durch die Areale laufen, bleibt man oft an Ecken hängen oder
macht unkontrollierte Bewegungen. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran.
Zum Glück kommt man aber mit dem Kampfsystem und den Menüs sehr schnell
klar. Auch das anfängliche Tutorial erleichtert den Einsteig. Mit der
Kamera kann man recht gut leben. Da man den Blickwinkel jederzeit einstellen
darf, ist jeder selber für eine gute Perspektive verantwortlich. Allerdings
kommt es durch das halbautomatische nachdrehen gerade in engen Räumen zu
kleineren Problemen. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr angenehm. Diesen darf
man in vier Stufen frei einstellen und so wird jeder eine passende
Herausforderung finden. Meckern kann man mal wieder über die KI der Gegner.
Wirklich intelligente Handlungen sieht man leider selten. Allerdings kennt
man das ja von solchen Spielen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man
trotz kleinerer Kritikpunkte recht zufrieden mit der technischen Seite sein.
Fazit:
Star Ocean: The Last Hope ist ein interessantes Rollenspiel. Vor allem, wenn
Ihr sehr viel Zeit mit einem Game verbringen möchtet, werdet Ihr das neuste
Square Enix-Spiel mögen. Uns gönnt man unzählige Quests und Areale, die es
zu erkunden gilt. Hinzu kommt eine nette Story, die mit sehr langen
Sequenzen immer wieder motivierend vorangetrieben wird. Auch die ständig
auftretenden Kämpfe machen jede Menge Spaß. Da man sehr viel taktieren kann
und alles äußerst dynamisch abläuft, werden diese selbst nach Stunden nicht
langweilig. Nett ist auch, dass es viele Nebenhandlungen und Beziehungen mit
anderen Charakteren gibt. Rollenspielfans werden sich außerdem ausgiebig
mit dem genretypischen aufleveln beschäftigen können. Daneben gibt es noch
unendlich viele erforschbare und produzierbare Gegenstände. Um das ganze zu
genießen, muss man allerdings den etwas trägen Einstieg überstehen. Schafft
Ihr das, so werdet Ihr schnell das enorme Potenzial von Star Ocean: The Last
Hope erkennen. Uns hat das Spiel wirklich gut gefallen und daher können wir
auch eine Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Erster Next-Gen-Auftritt der populären Star-Ocean-Reihe von tri-Ace
- Mitreißende Echtzeitkämpfe und komplexe Rollenspiel-Elemente
- Atemberaubende CGI-Videos und beeindruckende 3D-Echtzeit-Grafik
- Idealer Startpunkt für SO-Neulinge
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