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Star Ocean: The Last Hope - Review (XBox 360)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Rollenspielbegeisterte PSP und Playstation 2-Besitzer werden die Star Ocean-Reihe mit Sicherheit kennen. Dort konnte man schon die Teile Star Ocean: First Departure, Star Ocean: Second Evolution und Star Ocean: Till the End of Time ausgiebig spielen. Nun bringt Koch Media bzw. Square Enix den ersten Next-Gen-Teil auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das exklusive Xbox 360-Spiel Star Ocean: The Last Hope. In dem Science Fiction-Epos liegt die Hoffnung der Menschheit auf unseren Schultern! Der erste Auftritt der Reihe auf Xbox 360 erzählt von den Ursprüngen der legendären Star Ocean-Saga. Wir konnten in den letzten Tagen die fertige Xbox 360-Version ausgiebig testen. Ob sich das Spiel nicht nur für eisenharte Rollenspielfans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie bei solchen Spielen üblich werden wir nicht grundlos in das Abenteuer geschickt. Wir schreiben das Jahr 2087. Aus den Trümmern des Dritten Weltkriegs erheben sich die letzten Überlebenden der menschlichen Rasse. Ohne sichere Zuflucht auf der fast vollständig zerstörten Erde bleibt ihnen nichts, als ihr Heil in den Sternen zu suchen. Nach den erfolgreichen Tests eines experimentellen Warp-Antriebs werden einige heldenhafte Pioniere mit der Aufgabe betraut, im All eine neue Heimat für die Menschheit zu finden. Mehr wollen wir jetzt nicht verraten, schließlich möchten wir Euch nicht die Spannung nehmen. Fangen wir daher lieber ganz von vorne an. Nachdem Ihr das Spiel in die Xbox 360 gelegt habt, wird ein stimmungsvolles Intro eingespielt. Im Anschluss folgt das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Einstellungen" und "Kampfsimulator". Wie üblich kann nun der Spieler über den Menüpunkt "Neues Spiel" in ein Abenteuer starten oder über Spiel laden einen schon bestehenden Spielstand aktivieren. Die spielrelevanten Optionen darf man außerdem unter Einstellungen anpassen. Im Kampfsimulator wird uns dagegen die Kampfführung ausgiebig erklärt. Neben Basis Ausbildung durchlaufen wir hier die Ausbildungen Blindside, Kettenkombo, Nut-Text und Kampfübungen. Anhand von Texten und Übungen wird uns alles gut erklärt und so kann man recht schnell in das Game einsteigen. Das kommt auch dadurch zustande, dass wir im Spiel zu Beginn ein Tutorial durchlaufen. Kommen wir nun zum Storymodus. Bevor wir in ein neues Spiel starten, muss der Gamer noch einen Schwierigkeitsgrad bestimmen. Gleich vier Stufen werden uns angeboten und so sollte für jeden eine passende Herausforderung dabei sein. Es folgt ein einleitender Film, der uns mit englischer Sprache und deutschem Untertitel in das Spiel passend einführt. Kommen wir nun zum Gameplay. Ihr schlüpft in die Haut des Helden Edge Maverick, der mit seiner Crew viele Planeten bereist. Wir erkunden mit unserer Spielfigur die weitläufigen Areale, die recht schick und abwechslungsreich sind. Dabei werden wir nicht nur diverse Innenareale erblicken, sondern auch Wälder, Wüsten, Wiesen und düstere Höhlen. Dank einer Automap werden wir die Orientierung nur selten verlieren. An diesen Orten trifft der Spieler dann auf unzählige Gegner, die uns an den Kragen wollen. Dazu gleich aber mehr. An den Orten darf der Gamer dann Mineralien schürfen und verschiedene Pflanzen ernten. Diese soll man später an Bord unseres Schiffes zum Schmieden, Kochen und für Experimente benutzen. Hat man die nötigen Rezepte oder Anleitungen, so entstehen schnell sehr nützliche Gegenstände.

Ein wichtiges Feature in dem Spiel, sind die schon oben erwähnten Kämpfe. Schließlich brauchen wir Erfahrungspunkte um uns rollenspieltypisch aufzubauen. Diese Auseinandersetzungen werden wir übrigens sehr häufig austragen, denn alle paar Meter trifft man auf fiese Widersacher. Das Kampfsystem ist sehr actionlastig. In Echtzeit sollen wir unsere Gegner vom Bildschirm fegen. Der Rest der Party hilft uns dagegen nach vorher bestimmten Verhaltensmustern. Nett ist hierbei, dass wir zwischen den Charakteren wechseln können. So darf man die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Figuren zu jeder Zeit ausspielen. Damit das Game nicht zu hektisch wird, darf der Akteur zusätzlich das Spiel pausieren, um in Menüs Gegenstände oder Fertigkeiten einzusetzen. Natürlich darf man auch die Ausrüstung ändern oder einen Kampf fluchtartig verlassen. Ankommende Gegner werden dann mit mächtigen Spezialangriffen oder Zauber erledigt und dank eines Kombosystems wird selbst anspruchsvollen Feinden schnell das Licht ausgehen. In den Schlachtfeldern bewegt sich unsere Spielfigur frei umher. Einzelne Gegner visieren wir an, um sie nicht aus dem Auge zu verlieren. Standartgemäß weicht unsere Figur feindlichen Angriffen aus oder blockt deren Attacken. Sehr nützlich ist dabei das neue Blindside-System. Hierdurch kann man - durch richtiges Timing - feindlichen Angriffen in Zeitlupe ausweichen und sich zusätzlich hinter den Angreifer bringen. Anschließende Attacken richten zusätzlich mächtigen Schaden an. Durch unsere Aktionen lädt sich eine Wutanzeige auf. Damit stehen uns dann kurzzeitige Angriffsbonis zur Verfügung. Wahlweise darf man auch die komplette Leiste in einen Spezialangriff packen. Besondere Aktionen bringen uns nützliche Trophäen ein. Hierdurch kann man sein Battle Board mit Boni wie zusätzliche Erfahrungspunkte oder Energieauffrischungen bestücken. Weitere Spannung kommt durch unsere Party auf. Diese darf der Akteur ganz nach seinen Vorstellungen zusammenstellen. Die Zusammenstellung bringt übrigens auch interessante Möglichkeiten abseits des Kampfgeschehens mit sich. Schließlich kann man mit speziellen Charakteren besonders gut Rohstoffe abbauen. Da wir zu späteren Zeitpunkten immer mehr Figuren zur Verfügung haben, lohnt sich auch ein erneutes Aufsuchen schon abgehandelter Bereiche. Die freundlich gesinnten Charaktere haben selbstverständlich jeder ihre eigenen Geschichten und so ergibt sich ein individueller Storymix, der auch mehrere Enden mit sich bringt. Neben dem Hauptquest warten dann noch zahlreiche Nebenaufgaben auf uns. Ihr seht schon, dass es in dem Spiel einiges für uns zu tun gibt.

 

Technik:

Die Grafik ist ganz nett, auch wenn diese nicht wirklich die Konsole an ihre Leistungsgrenze bringt. Wir erblicken einen ansprechenden Comiclook. Viele unterschiedliche Areale wurden mit diversen Details versehen. Allerdings hätte man sich ein wenig mehr Vielfalt und schärfere Texturen gewünscht. Ganz passabel sehen zumindest die Charaktere aus. Diese wurden nett modelliert aber auch etwas steif animiert. Daneben gibt es noch zahlreiche Effekte und kleinere Licht- und Schattenspielereien. Ansprechend ist auch die Präsentation. Neben unzähligen Echtzeit-Sequenzen gönnt man uns auch imposante Renderfilme. Man wird also ständig durch kleine Filme motiviert, immer weiter zu spielen. Der Sound kann grundlegend überzeugen. Neben einer stimmungsvollen Musik, lauschen wir auch vielen passend eingespielten Ingamegeräuschen. Hinzu kommen gute englische Synchronsprecher. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, der darf übrigens alles über deutsche Texte nachlesen. Die Steuerung hätte nach unserer Ansicht etwas präzisier sein können. Vor allem, wenn wir mit unserer Spielfigur durch die Areale laufen, bleibt man oft an Ecken hängen oder macht unkontrollierte Bewegungen. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. Zum Glück kommt man aber mit dem Kampfsystem und den Menüs sehr schnell klar. Auch das anfängliche Tutorial erleichtert den Einsteig. Mit der Kamera kann man recht gut leben. Da man den Blickwinkel jederzeit einstellen darf, ist jeder selber für eine gute Perspektive verantwortlich. Allerdings kommt es durch das halbautomatische nachdrehen gerade in engen Räumen zu kleineren Problemen. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr angenehm. Diesen darf man in vier Stufen frei einstellen und so wird jeder eine passende Herausforderung finden. Meckern kann man mal wieder über die KI der Gegner. Wirklich intelligente Handlungen sieht man leider selten. Allerdings kennt man das ja von solchen Spielen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man trotz kleinerer Kritikpunkte recht zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

Star Ocean: The Last Hope ist ein interessantes Rollenspiel. Vor allem, wenn Ihr sehr viel Zeit mit einem Game verbringen möchtet, werdet Ihr das neuste Square Enix-Spiel mögen. Uns gönnt man unzählige Quests und Areale, die es zu erkunden gilt. Hinzu kommt eine nette Story, die mit sehr langen Sequenzen immer wieder motivierend vorangetrieben wird. Auch die ständig auftretenden Kämpfe machen jede Menge Spaß. Da man sehr viel taktieren kann und alles äußerst dynamisch abläuft, werden diese selbst nach Stunden nicht langweilig. Nett ist auch, dass es viele Nebenhandlungen und Beziehungen mit anderen Charakteren gibt. Rollenspielfans werden sich außerdem ausgiebig mit dem genretypischen aufleveln beschäftigen können. Daneben gibt es noch unendlich viele erforschbare und produzierbare Gegenstände. Um das ganze zu genießen, muss man allerdings den etwas trägen Einstieg überstehen. Schafft Ihr das, so werdet Ihr schnell das enorme Potenzial von Star Ocean: The Last Hope erkennen. Uns hat das Spiel wirklich gut gefallen und daher können wir auch eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Erster Next-Gen-Auftritt der populären Star-Ocean-Reihe von tri-Ace
- Mitreißende Echtzeitkämpfe und komplexe Rollenspiel-Elemente
- Atemberaubende CGI-Videos und beeindruckende 3D-Echtzeit-Grafik
- Idealer Startpunkt für SO-Neulinge

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Star Ocean: The Last Hope (XBox 360)

 
 Star Ocean: The Last Hope
EUR 54,45
Bei Amazon bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 88 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 86 %  
Gesamtwertung:  83 %  


 

 

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