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Einleitung:
Midway bringt mit Spy
Hunter Nowhere to Run die Fortsetzung der bekannten Spy Hunter-Reihe
auf den deutschen Markt. Diesmal werden wir uns nicht nur in den
verwandlungsfähigen Interceptor schwingen.
Erstmals in der Geschichte der Serie findet die Action auch abseits der
Straße statt. Wir konnten uns das exklusive Playstation 2-Spiel jetzt näher
ansehen. Ob sich das Actiongame für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Spy Hunter Nowhere to Run kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. In dem
Actionspiel verkörpert der Action-Superstar Dwayne "The Rock" Johnson Alex
Decker, einen ehemaligen Kampfpiloten, der jetzt als Undercoveragent für die
Regierung arbeitet. Die skrupellose Geheimorganisation NOSTRA hat es auf die
neuesten Technologien der Regierung und den einzigartigen
Superspionschlitten Interceptor abgesehen - und nur einer kann sie
aufhalten: Alex Decker. Bevor wir uns mit dem Helden in das Abenteuer
stürzen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Menüpunkten "Spiel
starten", "Mission wählen", "Bonus Modus" und "Optionen". Wie gewohnt kann
der Spieler unter letzterem Punkt alle spielrelevanten Einstellungen
vornehmen. Unter anderem finden wir hier auch den Schwierigkeitsgrad, der
drei unterschiedliche Stufen hat. Somit wird jeder Spieler eine angemessene
Herausforderung finden. Daneben gibt es noch den Bereich "Bonus-Modi". Nach
jedem Level im Hauptspiel erhalten wir einen Rang auf Basis der Anzahl
erreichter Missionsziele. Die Ränge sind Rekrut, Agent und Spy Hunter. Der
in einem Level erreichte Rang bestimmt, was im Menü "Extras" freigeschaltet
wird. So gibt es neben Bonus Level auch neue Waffen und Filme. Natürlich
darf der Akteur auch - über das Hauptmenü - die einzelnen absolvierten
Missionen noch einmal durchspielen. Dieses geschieht über den Menüpunkt
"Mission wählen". Da am Anfang alles noch gesperrt ist, bleibt uns nichts
anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Nachdem wir auf den Menüpunkt
"Spiel starten" geklickt haben, kann das Abenteuer endlich beginnen.
Eingeleitet wird das ganze durch einen kleinen Film. Im Anschluss soll der
Spieler erste Fieslinge - mit seinem Wagen - abschütteln und einen Zielort
erreichen. Dazu dürfen wir Defensiv-, Primär-, Sekundär- und Seitenwaffen
benutzen. Damit der Einstieg etwas leichter fällt, erklären kleine
Texteinblendung die Steuerung. Haben wir unsere erste Aufgabe erledigt, wird
ein weiterer Film inkl. deutscher Sprachausgabe eingespielt. Durch diese
Sequenzen wird übrigens die Story immer wieder vorangetrieben und so wird der Spieler
niemals grundlos in ein neues Level geschickt.
Ist auch dieser Film zu Ende, wird der Akteur die andere Seite des Spiels kennen
lernen. Jetzt schlüpfen wir in die Haut des muskelbepackten Decker. Dieser
soll nun
schlagkräftig diverser Aufgaben erledigen. Damit wir genau wissen, was
zu tun ist, werden vor einer Mission die unterschiedlichen Ziele genannt. Die primären und
sekundären Aufgaben kann man übrigens auch zu jeder Zeit unter Start
nachlesen. Wir steuern nun unsere Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. Dieser hat selbstverständlich so einige Moves
drauf. Ankommende Feinde erledigen wir durch leichte oder harte Schläge.
Außerdem darf man Gegner greifen und so auf unterschiedliche Arten
erledigen. Das war natürlich noch nicht alles. Unsere Spielfigur kann sich
abrollen, in die Hocke gehen, Angriffe blocken und leise schleichen.
Außerdem darf unser Actionheld auch noch Granaten schmeißen und diverse
Waffen benutzen. Das Waffenarsenal reicht dabei von einfachen Pistolen - wie
der MASADA 50 - über diverse Maschinengewehre bis hin zur Schrotflinte.
Minen, Brand- oder Splittergranaten ergänzen unsere Ausrüstung. So stellen
ankommende Feinde kaum eine Gefahr für uns da. Haben wir unsere Widersacher
erledigt, sollen wir noch Bomben legen, Schalter drücken oder kleinere
Rätsel lösen. Dabei wird der Spieler diverse Orte erkunden. Das innere eines
Schiffes werden wir genauso kennen lernen, wie diverse Gebäude. Immer wieder
wechselt das Spiel dann zwischen den actionlastigen Third-Person-Einlagen
und den Inteceptor-Missionen. Diese finden nicht nur auf der Straße statt.
Neben den Rennaufgaben - mit unserem vier bzw. zweirädrigen Gefährt - sollen wir auch im Wasser und in der Luft unterschiedliche Abenteuer
bestehen. Passende Schießeinlagen, bei denen wir unsere Widersacher ins
Jenseits schicken, runden die Fahrmissionen dann ab. Dabei dürfen wir das
klassische MG genauso verwenden, wie Raketen oder Bomben. Nett ist auch der
Spezialmodus, der von Zeit zu Zeit aktiviert werden darf. Jetzt kann der
Spieler innerhalb ganz kurzer Zeit alle Feinde über sich markieren. Im
Anschluss erfolgt der Abschuss automatisch. So agieren wir entweder zu Fuß
oder mit unserem schießwütigen Wagen durch diverse Levels, knallen oder
hauen feindliche Gegner weg und erfüllen unterschiedliche Haupt- und
Nebenaufgaben.
Technik:
Die Grafik haut einen leider nicht vom Hocker. Wir agieren in tristen und
sehr öden Umgebungen, die nur wenige Details aufweisen. Vor allem die
Innenbereiche hätten ruhige etwas unterschiedlicher ausfallen können. Etwas
besser sehen zumindest die Außenbereiche aus. Hier werden wir u.a. ein paar nette
Wassereffekte erblicken. Daneben gönnt man uns kleinere Licht- und
Schattenspiele, sowie diverse Effekte. Auch bei den Texturen
gibt es etwas auszusetzen. Diese sehen oftmals sehr
verwaschen aus. Etwas nervig sind dann noch kleinere Clippingfehler. Mit den
Figuren kann man ebenfalls nur bedingt leben. Sie wurden zwar einigermaßen
modelliert, allerdings bewegen sie sich sehr hölzern durch die Levels.
Zumindest sieht es ganz cool aus, wenn unser Held
wuchtige Schläge und Würfe ausführt. Es wäre dann noch ganz
nett gewesen, wenn sich alle Figuren etwas flotter bewegen würden. Durch das
träge Verhalten verliert das Spiel an Dynamik und so muss man sich immer
wieder selber motivieren, weiter zu spielen. Die Fahrzeuge selber weisen
dann noch einige nette Details auf. Man hat auf der Playstation 2 zwar schon
bessere Wagen gesehen, aber dennoch kann man mit diesen leben. Der Sound ist
ganz in Ordnung. Neben einer passenden Musik und Ingamegeräuschen, dürfen
wir einer guten deutschen Sprachausgabe lauschen. Kommen wir nun zur
Steuerung. Grundlegend kann man alle Aktionen sicher ausführen. Allerdings
ist auch hier nicht alles Perfekt. Die Lenkung ist zwar sehr einfach
ausgefallen, allerdings auch etwas schwammig. Es ist genauso schwierig
mit unserer Figur
spielrelevante Orte zu treffen, wie
den Interceptor auf der Straße zu halten. Hier hätte man
einiges besser machen können. Hinzu kommt dann noch, eine etwas miese
Kollisionsabfrage. Außerdem ist es nicht gerade einfach einen Gegner
anzuvisieren. Nur mit viel Übung wird man zielsicher seine Waffen abfeuern
können. Die KI der Gegner ist gewohnt mager. Wirklich intelligente Aktionen
werden leider nicht ausgeführt. Hinzu kommt, dass CPU-Figuren oftmals ganz
und gar unlogisch handeln. Teilweise warten Gegner nur darauf, von uns
erledigt zu werden. Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische
Seite leider nicht überzeugen. In der heutigen Zeit erwarten man einfach mehr von
einem Vollpreisspiel.
Fazit:
Grundlegend hätte Spy Hunter Nowhere to Run ein wirklich gutes Spiel werden
können. Eine ansprechende Präsentation ist genauso vorhanden, wie ein
ordentliches Spielkonzept. Actionreiche Renneinlagen und spannende Missionen
- mit einer frei bewegbaren Spielfigur - hätten bestimmt viel Spaß machen. Allerdings
scheitert der ganz große Spielspaß an der Technik. Diverse Grafikfehler und
eine etwas langweilige Optik sind leider genauso vorhanden, wie träge
Figuren und eine schwammige Steuerung. Hier hätte der Hersteller einiges
besser machen können. So verkommt der neuste Spy Hunter-Teil zu einem
mittelmäßigen Actiongame. Außerdem vermisst man einen Mehrspielerbereich.
Gerade die Fahrzeuglevels hätten mit mehreren Spielern sehr viel Spaß
gemacht. Zumindest bietet das Game viel Abwechslung und ein ordentlichen
Sound. Auch die wuchtigen Kämpfe - mit der The Rock-Figur - können für kurze
Zeit unterhalten. Der Einstieg ist ebenso einfach wie der Schwierigkeitsgrad
und so werden vor allem Anfänger selten überfordert. Wer also mit einer
dürftigen Technik leben kann und einfache Actionspiele bevorzugt, der darf
gerne zuschlagen. Erwartet Ihr nicht zu viel von dem Spiel, so werdet Ihr
für ein paar Stunden ansprechend unterhalten. Alle anderen müssen bei diesem
Spiel nicht unbedingt zuschlagen.
Features:
- Machen Sie Ihren Feinden mit Hilfe der Wrestling-Moves von "The Rock" den
Garaus
- Mit seinem umfangreichen Waffenarsenal ist der Interceptor eine tödliche
Waffe - egal, ob zu Lande oder zu Wasser
- Außerdem kann sich dieser ultimative Abfangjäger blitzschnell vom Auto in
ein Boot und ein Motorrad verwandeln.
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