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Einleitung:
Es kommt sehr selten vor das Spieler auf
einen Titel aus Deutschland warten. In vielen Preview-Berichten
wurde das Spiel schon als wahrer Warcraft-Killer bezeichnet. So
wachsen die Erwartungen natürlich ins unermessliche und es wird um
so schwerer diese hohen Erwartungen zu erfüllen. Nun kommt
Spellforce endlich auf den Markt und wir konnten die fertige
PC-Version testen. Ob das Spiel die hohen Erwartungen erfüllen kann
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir loslegen können erwartet uns erst einmal ein ansprechendes
Intro das uns auf das Spiel einstimmen soll. Anschließend dürfen wir
uns sofort in ein neues Spiel stürzen. Bevor es aber richtig
losgeht, müssen wir erst noch einen eigenen Charakter generieren.
Wer das nicht mag kann auch vorgefertigte nehmen. Als erstes suchen
wir uns erst einmal das Geschlecht aus. Anschließend bestimmen wir
die Klasse bzw. Ausrichtung. Erste Rollenspielelemente lassen
grüßen. Neben diversen Fähigkeiten wie Kampf oder Magie dürfen wir
auch erste Attributspunkte auf Ausdauer, Stärke oder Intelligenz
vergeben. Sobald die eigene Spielfigur fertig ist beginnt die
Kampagne. Nun geht es nicht sofort in die ersten Schlachten, sondern
in ein ausführliches Einführungslevel. Hier dürfen wir erst einmal
erlernen wie ein vorhandener Avatar bedient wird. Erst später
bekommen wir unseren eigenen Helden zu sehen. Jetzt lernen wir erst
einmal mit diesem neutralen Charakter alle steuerungsrelevanten
Aktionen sowie die Kamera, den Kampfmodus und diverse Bau und
Aufbauelemente kennen. Erst wenn diese Einführung beendet ist darf
das Spiel mit seinem Helden weiter spielen - das dauert allerdings
eine gewisse Zeit, denn die Einführung zieht sich über gut eine
Stunde hin.
In der eigentlichen Story wachen wir in an einem Heldenmonument auf
und werden durch einen Magier als Boten mit einem Begleiter in eine
nahe Stadt geschickt. Allerdings merken wir bald, dass nicht alles
korrekt läuft, denn unser Begleiter ist ein Handlager und sein
Meister eine große Gefahr für alle bekannten Länder. Nur knapp
können wir der Gefahr entkommen und so suchen wir unseren
Magierfreund. Das erste richtige Abenteuer kann beginnen. Schon nach
ein paar Minuten merken wir wie geschickt die Rollenspielelemente in
das Strategiespiel eingebunden sind. Unser eigener Charakter ist
wirklich eine eigenständige Rollenspielfigur mit allem was dazu
gehört. So sammeln wir durch Kämpfe Erfahrung und steigen in den
Stufen auf. Hinzu kommt, dass wir immer wieder neue Angriffe und
Zaubersprüche erlernen. Daneben finden wir auch Spruchrollen von
denen wir neue Aktionen erlernen dürfen. Auch bei der Ausrüstung
sind wir nicht lange auf unsere Grundausrüstung angewiesen denn
schnell wird dieses durch neue Gegenstände erweitert. Später stehen
uns dann noch weitere Helden zur Verfügung, die allerdings nicht
ganz so stark aufgebaut werden wie unser Hauptcharakter. Sie werden
aktiviert, wenn wir gewisse Runensteine finden und diese in
Runentafeln an so genannten Heldenmonumenten aktivieren. Die
Vielfalt der Charaktere ist ebenfalls sehr weit, denn von Kriegern
bis Priestern werden wir mit der Zeit alle Möglichen Charaktere
kennen lernen. Haben wir einen erschaffen rüsten wir ihn mit
vorhandenen Waffen und Rüstungen aus. Diese dürfen jederzeit wieder
geändert bzw. verbessert werden, sobald wir etwas besseres finden.
Neben diesen Rollenspielelementen kommt nun der Strategiemodus
hinzu. Alleine haben wir gegen die Übermacht keine Chance und so
brauchen wir Hilfe. Diese wird genretypisch in eigenen Lagern
hergestellt. Dazu brauchen wir erst einmal Arbeiter die wir
ebenfalls per Rune herbeizaubern. Sie sind nun für den Abbau von
Rohstoffen wie Stein, Holz, Erz oder Nahrung zuständig. Außerdem
erbauen sie noch diverse Gebäude die weitere Entwicklungen zulassen
oder neue Einheiten erschaffen können. Um neue Gebäude oder
Einheiten zu bauen werden die vorher gesammelten Rohstoffe benötigt.
Mit der Zeit bekommen wir dann auch Gebäude um Militäreinheiten oder
Verteidigungsanlagen zu bauen. Die Einheiten sind in Spellforce
allerdings stark begrenzt. Mit diversen Erweiterungen darf die Zahl
der Figuren ein wenig erhöht werden. Hinzu kommt das mit der Zeit
auch neue Gebäudearten entdeckt werden die weitere Möglichkeiten
bieten. Außerdem verfügt das Spiel über so genannte Seelenfelsen mit
denen wir in der Karte teleportieren können. So dürfen wir zurück um
z.B. bei bekannten Händlern einzukaufen. Aber Achtung - habt ihr
schon etwas gebaut ist dieses nach der Rückkehr nicht mehr
vorhanden. Irgendwann trefft Ihr dann auch mal auf die ersten
Gegner. Diese dürft Ihr nun alleine mit dem Hauptcharakter und
seinen Fähigkeiten oder mit den erschaffenen Kriegern angreifen.
Nehmt Ihr mal Schaden so heilen sich die Figuren mit der Zeit von
selber, so dass nur wichtig ist, dass die Figuren überleben. So
agieren wir nun in den unterschiedlichen Kampagnen. Neben der
Hauptstory wird der Spieler auch viele Nebenquests erledigen können.
Diese sind recht abwechslungsreich gestaltet worden. Da diese auch
noch viel Spaß machen wächst die Spielzeit locker auf über 80
Stunden an. Allerdings wird viel Zeit drauf gehen, weil der Akteur
immer wieder ein neues Lager erschaffen muss.
Technik:
Das Spiel ist wirklich umfangreich. So dürft Ihr neben den
menschlichen Charaktere auch andere Rassen wie Elfen, Zwerge oder
Orks spielen. Alle Rassen haben dabei eigene Stärken und Schwächen,
so dass sich mit ihnen ein ganz anderes Spiel entwickelt. So können
manche Rassen mit Magie sehr gut umgehen, sind aber im Nahkampf sehr
schwach. Dagegen sind Rassen mit sehr guten Nahkampfwerten absolut
nicht zu gebrauchen für Magieaktionen. Natürlich gibt es auch Rassen
die beiden können. Insgesamt ist so keine Rasse benachteiligt da
alles sehr ausgeglichen wirkt. Neben den Einzelspielermodus darf
sich auch ein Spieler zu Mulitplayerspielen begeben. Diese sind
allerdings nicht besonders vielseitig gestaltet worden da man
eigentlich nur den Spielmodus Deathmatch spielen darf. So lohnt sich
vor allem der Einzelspielermodus. Evtl. kommt ja noch ein Addon das
diese Mangel beseitigt.
Optisch wird ein wahres Feuerwerk abgefeuert. Viele Details wird man
zu sehen bekommen die mit guten Texturen versehen wurden. Hinzu
kommen auch Tageszeiten und viele Licht und Schatteneffekte.
Ebenfalls gut kommen die Figuren rüber die liebevoll gestaltet
wurden. Auch bei den Animationen kann man nicht meckern. Positiv
fällt auch der Zoom auf, der eine genretypische Ansicht genauso zu
lässt wie eine Third-Person-Perspektive. Allerdings ist diese nicht
zu empfehlen da man hier absolut die Übersicht verliert, sobald
Massen von Gegnern auftauchen. Lobend darf man dann auch den Sound
erwähnen, der viele Effekte bietet. Ebenso nervt auch die Musik
nicht, wenn man sie stundenlang hört. Hinzu kommt das sie mit dem
Geschehen mitgeht. Wird es spannend bzw. kommt es zur Schlacht wird
auch die Musik dramatischer. So entsteht ein wunderbares Ambiente.
Bei den Stimmen kann man endlich mal wieder eine gute Arbeit
erleben, denn die einzelnen Charaktere werden wunderbar durch die
Sprecher verkörpert.
Ein wenig negativ fällt dann noch die Steuerung auf. Grundlegend ist
sie ordentlich gelungen, allerdings hat sie auch ein paar Macken. So
verliert der Spieler schnell mal seinen Charakter in der Schlacht
und kann so notwenige Aktionen nicht mehr ausführen. Zumindest kann
man alle Menüs ordentlich bedienen. Hier gibt es absolut nicht
auszusetzen. Ein wenig kränkelt es dann noch bei der KI der Gegner.
Diese verhalten sich nicht unbedingt intelligent. Vor allem wenn sie
in Massen auftreten. Trotz kleinerer Macken ist das Spiel aber
insgesamt technisch in Ordnung.
Fazit:
Das Spiel war hoch gelobt und grundlegend hat es dieses Lob auch
verdient, denn die Mischung aus Rollenspiel und Echtzeitstrategie
ist erstaunlich gut gelungen. So können sich Fans beider Spielarten
hier voll auslassen. Hinzu kommt das Spellforce auch optisch sehr
gut gelungen ist. Viele Details und schöne Level sorgen dafür, dass
man sich sofort wohl fühlt. Auch bei den Figuren kann man nicht
meckern. Sie bieten viel Abwechslung und da man dann auch noch viele
verschiedene Charaktere spielen kann kommt selten Langeweile auf.
Die Spiellänge ist für das Spiel angemessen, auch wenn viel Zeit für
das Bauen von neuen Lagern drauf geht. Ebenso können das Ambiente
und die Story überzeugen, die auch wegen der guten Sprachausgabe gut
rüber kommen. Schade ist nur, dass es ein paar kleine Macken bei der
Technik gibt. Nett wäre es auch gewesen, wenn man ein besseres Lager
aufbauen könnte. Richtige Verteidigungsanlagen mit Mauern usw. wird
man leider nicht finden. Trotzdem ist das Spiel ein muss für
Strategie und Rollenspielfans. Zwar kommt es nicht ganz an die
Genretopspiele heran aber es macht viel Spaß mit seinem
Hauptcharakter immer weiter aufzusteigen. Noch nie wurden zumindest
beide Genres so gut miteinander verknüpft. Wer also Rollen- oder
Strategiespiele mag sollte bei Spellforce zugreifen.
Features:
- Innovatives Gamedesign: die einzigartige Mischung aus RTS und
RPG-Elementen bietet ein völlig neuartiges Spielerlebnis
- Hohe Identifikationsmöglichkeiten durch Einführung eines
Helden-Avatars, dessen Fähigkeiten und Stärken der Spieler immer
weiter steigern kann
- Click'n'Fight: Neues, revolutionäres Kampfsystem garantiert
Instant-Action, beste Übersicht und völlig neue taktische
Raffinessen in der Schlacht
- 6 Aufbaurassen - Menschen, Zwerge, Elfen, Dunkelelfen, Orks und
Trolle - mit denen sich zeitgleich (!) Siedlungen errichten und
Schlachten schlagen lassen
- Über 30 verschiedene Gegnerrassen, von feigen Goblins bis zu
mächtigen Dämonen und Drachen
- Eine Vielzahl der unterschiedlichsten Zaubersprüche, aufgeteilt in
unterschiedliche Magiearten (Weiße, Schwarze, Elementarmagie etc.)
- Persistente Spielwelt mit durchgehender, packender Storyline und
vielen Sub-Quests
- Prachtvolle 3D-Grafik mit Zoomstufen von Iso- bis 1st-Person-View |