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Spellforce: The Order Of Dawn - Review (PC)

Wertung:
87 %

Einleitung:

Es kommt sehr selten vor das Spieler auf einen Titel aus Deutschland warten. In vielen Preview-Berichten wurde das Spiel schon als wahrer Warcraft-Killer bezeichnet. So wachsen die Erwartungen natürlich ins unermessliche und es wird um so schwerer diese hohen Erwartungen zu erfüllen. Nun kommt Spellforce endlich auf den Markt und wir konnten die fertige PC-Version testen. Ob das Spiel die hohen Erwartungen erfüllen kann erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Bevor wir loslegen können erwartet uns erst einmal ein ansprechendes Intro das uns auf das Spiel einstimmen soll. Anschließend dürfen wir uns sofort in ein neues Spiel stürzen. Bevor es aber richtig losgeht, müssen wir erst noch einen eigenen Charakter generieren. Wer das nicht mag kann auch vorgefertigte nehmen. Als erstes suchen wir uns erst einmal das Geschlecht aus. Anschließend bestimmen wir die Klasse bzw. Ausrichtung. Erste Rollenspielelemente lassen grüßen. Neben diversen Fähigkeiten wie Kampf oder Magie dürfen wir auch erste Attributspunkte auf Ausdauer, Stärke oder Intelligenz vergeben. Sobald die eigene Spielfigur fertig ist beginnt die Kampagne. Nun geht es nicht sofort in die ersten Schlachten, sondern in ein ausführliches Einführungslevel. Hier dürfen wir erst einmal erlernen wie ein vorhandener Avatar bedient wird. Erst später bekommen wir unseren eigenen Helden zu sehen. Jetzt lernen wir erst einmal mit diesem neutralen Charakter alle steuerungsrelevanten Aktionen sowie die Kamera, den Kampfmodus und diverse Bau und Aufbauelemente kennen. Erst wenn diese Einführung beendet ist darf das Spiel mit seinem Helden weiter spielen - das dauert allerdings eine gewisse Zeit, denn die Einführung zieht sich über gut eine Stunde hin.

In der eigentlichen Story wachen wir in an einem Heldenmonument auf und werden durch einen Magier als Boten mit einem Begleiter in eine nahe Stadt geschickt. Allerdings merken wir bald, dass nicht alles korrekt läuft, denn unser Begleiter ist ein Handlager und sein Meister eine große Gefahr für alle bekannten Länder. Nur knapp können wir der Gefahr entkommen und so suchen wir unseren Magierfreund. Das erste richtige Abenteuer kann beginnen. Schon nach ein paar Minuten merken wir wie geschickt die Rollenspielelemente in das Strategiespiel eingebunden sind. Unser eigener Charakter ist wirklich eine eigenständige Rollenspielfigur mit allem was dazu gehört. So sammeln wir durch Kämpfe Erfahrung und steigen in den Stufen auf. Hinzu kommt, dass wir immer wieder neue Angriffe und Zaubersprüche erlernen. Daneben finden wir auch Spruchrollen von denen wir neue Aktionen erlernen dürfen. Auch bei der Ausrüstung sind wir nicht lange auf unsere Grundausrüstung angewiesen denn schnell wird dieses durch neue Gegenstände erweitert. Später stehen uns dann noch weitere Helden zur Verfügung, die allerdings nicht ganz so stark aufgebaut werden wie unser Hauptcharakter. Sie werden aktiviert, wenn wir gewisse Runensteine finden und diese in Runentafeln an so genannten Heldenmonumenten aktivieren. Die Vielfalt der Charaktere ist ebenfalls sehr weit, denn von Kriegern bis Priestern werden wir mit der Zeit alle Möglichen Charaktere kennen lernen. Haben wir einen erschaffen rüsten wir ihn mit vorhandenen Waffen und Rüstungen aus. Diese dürfen jederzeit wieder geändert bzw. verbessert werden, sobald wir etwas besseres finden.

Neben diesen Rollenspielelementen kommt nun der Strategiemodus hinzu. Alleine haben wir gegen die Übermacht keine Chance und so brauchen wir Hilfe. Diese wird genretypisch in eigenen Lagern hergestellt. Dazu brauchen wir erst einmal Arbeiter die wir ebenfalls per Rune herbeizaubern. Sie sind nun für den Abbau von Rohstoffen wie Stein, Holz, Erz oder Nahrung zuständig. Außerdem erbauen sie noch diverse Gebäude die weitere Entwicklungen zulassen oder neue Einheiten erschaffen können. Um neue Gebäude oder Einheiten zu bauen werden die vorher gesammelten Rohstoffe benötigt. Mit der Zeit bekommen wir dann auch Gebäude um Militäreinheiten oder Verteidigungsanlagen zu bauen. Die Einheiten sind in Spellforce allerdings stark begrenzt. Mit diversen Erweiterungen darf die Zahl der Figuren ein wenig erhöht werden. Hinzu kommt das mit der Zeit auch neue Gebäudearten entdeckt werden die weitere Möglichkeiten bieten. Außerdem verfügt das Spiel über so genannte Seelenfelsen mit denen wir in der Karte teleportieren können. So dürfen wir zurück um z.B. bei bekannten Händlern einzukaufen. Aber Achtung - habt ihr schon etwas gebaut ist dieses nach der Rückkehr nicht mehr vorhanden. Irgendwann trefft Ihr dann auch mal auf die ersten Gegner. Diese dürft Ihr nun alleine mit dem Hauptcharakter und seinen Fähigkeiten oder mit den erschaffenen Kriegern angreifen. Nehmt Ihr mal Schaden so heilen sich die Figuren mit der Zeit von selber, so dass nur wichtig ist, dass die Figuren überleben. So agieren wir nun in den unterschiedlichen Kampagnen. Neben der Hauptstory wird der Spieler auch viele Nebenquests erledigen können. Diese sind recht abwechslungsreich gestaltet worden. Da diese auch noch viel Spaß machen wächst die Spielzeit locker auf über 80 Stunden an. Allerdings wird viel Zeit drauf gehen, weil der Akteur immer wieder ein neues Lager erschaffen muss.

 

Technik:

Das Spiel ist wirklich umfangreich. So dürft Ihr neben den menschlichen Charaktere auch andere Rassen wie Elfen, Zwerge oder Orks spielen. Alle Rassen haben dabei eigene Stärken und Schwächen, so dass sich mit ihnen ein ganz anderes Spiel entwickelt. So können manche Rassen mit Magie sehr gut umgehen, sind aber im Nahkampf sehr schwach. Dagegen sind Rassen mit sehr guten Nahkampfwerten absolut nicht zu gebrauchen für Magieaktionen. Natürlich gibt es auch Rassen die beiden können. Insgesamt ist so keine Rasse benachteiligt da alles sehr ausgeglichen wirkt. Neben den Einzelspielermodus darf sich auch ein Spieler zu Mulitplayerspielen begeben. Diese sind allerdings nicht besonders vielseitig gestaltet worden da man eigentlich nur den Spielmodus Deathmatch spielen darf. So lohnt sich vor allem der Einzelspielermodus. Evtl. kommt ja noch ein Addon das diese Mangel beseitigt.

Optisch wird ein wahres Feuerwerk abgefeuert. Viele Details wird man zu sehen bekommen die mit guten Texturen versehen wurden. Hinzu kommen auch Tageszeiten und viele Licht und Schatteneffekte. Ebenfalls gut kommen die Figuren rüber die liebevoll gestaltet wurden. Auch bei den Animationen kann man nicht meckern. Positiv fällt auch der Zoom auf, der eine genretypische Ansicht genauso zu lässt wie eine Third-Person-Perspektive. Allerdings ist diese nicht zu empfehlen da man hier absolut die Übersicht verliert, sobald Massen von Gegnern auftauchen. Lobend darf man dann auch den Sound erwähnen, der viele Effekte bietet. Ebenso nervt auch die Musik nicht, wenn man sie stundenlang hört. Hinzu kommt das sie mit dem Geschehen mitgeht. Wird es spannend bzw. kommt es zur Schlacht wird auch die Musik dramatischer. So entsteht ein wunderbares Ambiente. Bei den Stimmen kann man endlich mal wieder eine gute Arbeit erleben, denn die einzelnen Charaktere werden wunderbar durch die Sprecher verkörpert.

Ein wenig negativ fällt dann noch die Steuerung auf. Grundlegend ist sie ordentlich gelungen, allerdings hat sie auch ein paar Macken. So verliert der Spieler schnell mal seinen Charakter in der Schlacht und kann so notwenige Aktionen nicht mehr ausführen. Zumindest kann man alle Menüs ordentlich bedienen. Hier gibt es absolut nicht auszusetzen. Ein wenig kränkelt es dann noch bei der KI der Gegner. Diese verhalten sich nicht unbedingt intelligent. Vor allem wenn sie in Massen auftreten. Trotz kleinerer Macken ist das Spiel aber insgesamt technisch in Ordnung.

 

Fazit:

Das Spiel war hoch gelobt und grundlegend hat es dieses Lob auch verdient, denn die Mischung aus Rollenspiel und Echtzeitstrategie ist erstaunlich gut gelungen. So können sich Fans beider Spielarten hier voll auslassen. Hinzu kommt das Spellforce auch optisch sehr gut gelungen ist. Viele Details und schöne Level sorgen dafür, dass man sich sofort wohl fühlt. Auch bei den Figuren kann man nicht meckern. Sie bieten viel Abwechslung und da man dann auch noch viele verschiedene Charaktere spielen kann kommt selten Langeweile auf. Die Spiellänge ist für das Spiel angemessen, auch wenn viel Zeit für das Bauen von neuen Lagern drauf geht. Ebenso können das Ambiente und die Story überzeugen, die auch wegen der guten Sprachausgabe gut rüber kommen. Schade ist nur, dass es ein paar kleine Macken bei der Technik gibt. Nett wäre es auch gewesen, wenn man ein besseres Lager aufbauen könnte. Richtige Verteidigungsanlagen mit Mauern usw. wird man leider nicht finden. Trotzdem ist das Spiel ein muss für Strategie und Rollenspielfans. Zwar kommt es nicht ganz an die Genretopspiele heran aber es macht viel Spaß mit seinem Hauptcharakter immer weiter aufzusteigen. Noch nie wurden zumindest beide Genres so gut miteinander verknüpft. Wer also Rollen- oder Strategiespiele mag sollte bei Spellforce zugreifen.

 

Features:

- Innovatives Gamedesign: die einzigartige Mischung aus RTS und RPG-Elementen bietet ein völlig neuartiges Spielerlebnis
- Hohe Identifikationsmöglichkeiten durch Einführung eines Helden-Avatars, dessen Fähigkeiten und Stärken der Spieler immer weiter steigern kann
- Click'n'Fight: Neues, revolutionäres Kampfsystem garantiert Instant-Action, beste Übersicht und völlig neue taktische Raffinessen in der Schlacht
- 6 Aufbaurassen - Menschen, Zwerge, Elfen, Dunkelelfen, Orks und Trolle - mit denen sich zeitgleich (!) Siedlungen errichten und Schlachten schlagen lassen
- Über 30 verschiedene Gegnerrassen, von feigen Goblins bis zu mächtigen Dämonen und Drachen
- Eine Vielzahl der unterschiedlichsten Zaubersprüche, aufgeteilt in unterschiedliche Magiearten (Weiße, Schwarze, Elementarmagie etc.)
- Persistente Spielwelt mit durchgehender, packender Storyline und vielen Sub-Quests
- Prachtvolle 3D-Grafik mit Zoomstufen von Iso- bis 1st-Person-View

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Spellforce: The Order Of Dawn (PC)

 
 Spellforce - The Order of Dawn
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 92 %  
Sound: 88 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 89 %  
Multiplayer: 81 %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  87 %  

Systemanforderungen:

Intel Pentium® III 1000 MHz oder vergleichbar
Microsoft Windows® XP/2000/ME/98
2000 MB freier Festplattenspeicher
256 MB RAM
Microsoft DirectX® 9.0a, kompatible Soundkarte und 3D Grafikkarte (32 MB)
CD-ROM Laufwerk

 


 

 

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