Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Space Empires V - Review (PC)

Wertung:
75 %

Einleitung:

Empire Interactive bringt mit Space Empires V ein neues rundenbasiertes Weltraumstrategie-Spiel auf den deutschen Markt. Dieses steht unter dem Motto erkunden, expandieren, siegen! Das Ziel: Die Herrschaft über das Universum. Die Serie wurde übrigens Anfang der 90er Jahre ins Leben gerufen. Schon damals überzeugte das Game durch sein enormes Mikromanagement. Leider dürfte die Reihe kaum ein deutscher Spieler kennen, denn die Serie wurde offiziell nie in Europa veröffentlicht. Wir konnten jetzt die fertige deutsche Version des intergalaktischen PC-Strategiespiels ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung für alle angehenden Weltraumbeherrscher lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Bevor wir in das sehr komplexe Spiel eintauchen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint ein erstes Menü mit den Punkten Spielen, Setup, Liesmich, Geschichte, Handbuch und Website. Wie nicht anders zu erwarten, kommt man bei dem Menüpunkt Website zur offiziellen Seite des Spiels. Wer gerne das Handbuch auf seinen PC lesen möchte, darf dieses unter gleichnamigen Punkt machen. Man muss allerdings dazu sagen, dass ein identisches Handbuch mit allen Details mitgeliefert wird. Unter Geschichte erfahrt Ihr die History der unterschiedlichen Versionen. Da das Spiel im Ausland schon ein wenig länger auf den Markt ist, gönnt man uns gleich die Version 1.33. Welche Veränderungen vorgenommen wurden, könnt Ihr also in diesem Bereich erfahren. Die spielrelevanten Einstellungen kann man dann noch unter Setup einstellen. Nachdem wir auf den Punkt Spielen geklickt haben, folgt das obligatorische Hauptmenü. Hier findet Ihr die Bereiche "Schnellstart", "Neues Spiel", "Weiterspielen", "Spiel laden", "Tutorial" und "Szenario". Wie üblich könnt Ihr unter Spiel laden einen bestehenden Spielstand aktivieren oder über Weiterspielen zum letzten Spiel zurückkehren. Da das PC-Spiel sehr umfangreich und nicht leicht zu erlernen ist, sollte jeder zu Beginn das Tutorial durchspielen. Hier wird uns in kleinen Schritten - über Textfenster - das Spiel und die Steuerung näher gebracht. Haben wir die Grundlagen verstanden, so können wir uns endlich in die eigentlichen Spielarten begeben. Da wäre zum einen der Modus Schnellstart. Dieser startet ein neues Spiel für einen Spieler mit voreingestellten Optionen bis auf die Rassenauswahl. Wer lieber ein bestimmtes Szenario spielen möchte, muss den gleichnamigen Menüpunkt anklicken. Der interessanteste Bereich dürfte ohne Zweifel der Bereich "Neues Spiel" sein. Hier startet man ein neues Abenteuer, bei dem wir alle Optionen selber auswählen können. Egal welchen Modus Ihr nun ausgewählt habt, irgendwann beginnt endlich ein neues Game. Bei dem Spiel kann man selbstverständlich alles Mögliche bestimmen. Von der Größe der Galaxis bis hin zur Anzahl der Gegner ist alles vorhanden. Sogar das eigene Imperium oder die Gegner kann man frei generieren. Das war natürlich noch nicht alles. Alles weitere wie die Größe der Quadranten oder die Startressourcen können ebenfalls frei gewählt werden. Hinzu kommen diverse Siegbedingungen, das Aussehen der Rasse oder die Wahl von unterschiedlichen Regierungs- bzw. Gesellschaftsformen. Alle Rassen unterscheiden sich selbstverständlich in ihren Eigenschaften und so sind Völker mal intelligent, können gut Wirtschaften oder sie sind eher praktisch veranlagt.

Nachdem wir nun alles eingestellt haben, kann das Abenteuer beginnen. Wir agieren in einer unglaublich großen virtuellen Welt, die 100 Sonnensysteme mit je 15 Planeten beinhaltet. Wer jetzt schnell rechnet, wird darauf kommen, dass es gut 1500 Welten gibt. Der Spieler soll sich nun um seinen Heimatplaneten kümmern. Wie nicht anders zu erwarten war, sind Ressourcen unheimlich wichtig in dem Spiel. Davon gibt es übrigens drei: Organische Rohstoffe, Mineralien und Uran. Um diese zu gewinnen muss man Raffinerien errichten. Dafür verbraucht man die lebensnotwendigen Rohstoffe. Sind unsere Ressourcen aufgebraucht, muss der Spieler sich um neue Quellen auf anderen Planeten bemühen. Mit einem Entdeckerschiff bewegen wir uns dazu rundenweise durch die diversen Systeme. Entdecken wir einen Planeten, der unseren Erwartungen entspricht, so wird dieser mit Hilfe von Kolonieschiffen besiedelt. Die jeweiligen Raumschiffe muss der Gamer im Vorfeld natürlich bauen. Auch hier hat der Hersteller nicht gespart, denn wir dürfen vom Rumpf bis zum Equipment alles frei bestimmen. Daneben können wir übrigens auch eine Basis bauen. Ist alles eingestellt, muss das Schiff nur noch in einer dafür entsprechenden Gebäudeeinheit konstruiert werden. Ist ein Sonnensystem komplett erforscht, so wird mit Hilfe von Warp-Punkten in das nächste gewechselt. Da das Spiel rundenbasiert aufgebaut ist und die Dimensionen verdammt groß sind, kann es schon extrem lange dauern, bis Ihr einen gewünschten Ort erreicht. Zum Glück haben wir in der Zwischenzeit viele Planeten kolonisiert und so könnt Ihr immer wieder Rohstoffe aufnehmen. Wie bei solchen Spielen üblich ist auch das Erforschen neuer Technologien sehr wichtig. Der Technologiebaum ist wirklich monströs. Über 40 Technologien mit insgesamt gut 6000 verschiedenen Techlevels warten nur darauf, erforscht zu werden. Haben wir ein Forschungszentrum errichtet, kann es auch schon losgehen. Übrigens darf der Spieler gleich mehrere Technologien gleichzeitig erforschen. Wir müssen also nicht andauernd warten bis eine Sache fertig gestellt ist. In dem Spiel sind wir natürlich nicht allein unterwegs. Immer wieder treffen wir auf neue Zivilisationen, die uns entweder ignorieren oder attackieren. Damit wir auch einen guten Kontakt zu aggressiven Spezies bekommen, gibt es einen Diplomatiebereich. Unzählige Möglichkeiten sind auch hier vorhanden und so kann man sich in diesem Bereich voll auslassen. Das geht dann soweit, dass man sogar Allianzen schließen kann. Wahlweise darf man auch Kriege mit fremden Völkern führen. Wer einen Gegner nicht richtig einschätzen kann, darf diesen auch ausspionieren. Ebenfalls sind Sabotageaktionen möglich. Kommt es doch zu einem Gefecht, wird in einen separaten Kampfmodus geschaltet. Hier darf man nun selber oder automatisch eine Schlacht ablaufen lassen. Daneben gibt es noch viele weitere spielerische Möglichkeiten, die wir leider nicht alle aufzählen können. Dafür ist das Spiel einfach zu komplex. So bauen wir nun unser Imperium immer weiter auf, erbauen diverse Gebäude und Schiffe, versuchen gut zu wirtschaften, führen Kriege oder lassen die Diplomatie sprechen.

 

Technik:

Die Grafik haut einen leider nicht vom Hocker. Wirklich zeitgemäßes werden wir leider nicht zu sehen bekommen. Allerdings wird das keinen Genrekenner verwundern. Solche Spiele glänzen nur selten mit einer opulenten Optik. Somit werden wir auch hier eher triste Sonnensysteme erblicken, die kaum Details zeigen. Zumindest gönnt uns der Hersteller gut platzierte und aufgeräumte Menüs. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass wir uns schnell in diesen zurecht finden. Dafür bietet das Spiel einfach zu viele Möglichkeiten. Es wird wirklich viele Stunden vergehen, bis Ihr Euch gut in dem Spiel auskennt. Da hilft das etwas dröge Tutorial auch nur bedingt weiter. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich der Sound. Bis auf einfache Soundeffekte werden wir nur einer etwas nervigen Hintergrundmusik lauschen. Dürftig ist leider auch die KI der CPU-Gegner. Diese verhalten sich irgendwie alle gleich. Entweder ignorieren sie uns oder sie gehen gleich zum Angriff über. Auch in den strategisch angehauchten Schlachten zeigen sie kaum intelligente Handlungen und so kommt kaum Spannung auf. Zum Glück gibt es ja noch einen Multiplayerbereich. Menschliche Gegner verhalten sich doch ein wenig anders. Die grundlegende Steuerung klappt insgesamt recht gut. Alle Schaltflächen lassen sich gut bedienen und selbst mit der Kamera kommt man schnell klar. Das liegt zum Teil auch an der Tatsache, dass man uns das Weltall in einer flachen Kartendarstellung präsentiert. Fasst man nun alles zusammen, so kann man die technische Seite als solide bezeichnen.

 

Fazit:

Space Empires V ist ein wirklich ausgesprochen komplexes und nicht einfach zu verstehendes Weltraumstrategiespiel. Selten hat ein Titel eine so unglaublich große Vielfalt gezeigt. Allein der Technologiebaum wird bei vielen Spielern schon zur Maulsperre führen. Das bedeutet natürlich auch, dass dieses Game die Fangemeinde spaltet. Diejenigen, die gerne schnelle Spiele bevorzugen, werden vom Gameplay extrem abgeschreckt. Es wird am Anfang schon Tage dauern, bis Ihr Space Empires V wirklich verstanden habt. Gamer die dagegen monatelangen Spielspaß bevorzugen, werden einen Kauf nicht bereuen. Die Spieltiefe ist einfach gigantisch und so kann man sich sehr lange mit diesem Titel beschäftigen. Etwas schade ist allerdings, dass uns der Hersteller keine zeitgemäßere Grafik gönnt. Auch ein besserer Sound hätte dem Spiel wirklich gut getan. Ebenso kann man über die KI der CPU-Völker meckern. Spielt Ihr dagegen gerne gegen menschliche Spieler, so werdet Ihr voll auf Eure Kosten kommen. Wer also die Vorgängerspiele mochte oder in solche komplexen Strategiespiele gerne eintaucht, der darf ruhig zum nächsten Händler eilen. Sind Eure Erwartungen - gerade bei der Technik - nicht allzu hoch, so werdet Ihr viele schöne Wochen mit dem Game verbringen können. Wer allerdings keine Geduld besitzt oder ein schnelles Spiel für zwischendurch sucht, der muss hier nicht unbedingt zuschlagen. Obwohl nicht alles Perfekt ist, hat uns Space Empires V recht gut gefallen und somit können wir das Game allen Genrefans ans Herz legen.

 

Features:

- Epische Schlachten mit gigantischen Effekten
- Ein riesiges Universum - 100 Sonnensysteme mit je 15 Planeten
- Jede Menge neuer Schiffstypen, die selbst kreiert werden können
- Kampfsimulator, um neue Kreuzer zu testen
- Unglaublich komplexe Forschungsmöglichkeiten
- 6000 verschiedene Techlevel und 500 Zusatzkomponenten
- 14 verschiedene Rassen mit originellem Design
- Schwarze Löcher, Kosmische Stürme, Gasriesen, Asteroidengürtel und Kometen, die darauf warten erkundet zu werden
- Ein Editor um selbständig:
- eigene Planeten und Sterne
- gegnerische KI und eigene Rasse
- Schiffe und Raumgleiter generieren zu können

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Space Empires V (PC)

 
 Space Empires 5
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 67 %  
Sound: 69 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 74 %  
Multiplayer: 80 %  
Spielspaß: 78 %  
Gesamtwertung:  75 %  

Systemanforderungen:

- Windows 98SE, ME, 2000 (SP4) oder XP (SP2). Pentium III oder höher
- 32 MB-Grafikkarte für eine Auflösung von 1024x768 bei 16 Bit Farbtiefe oder besser (24 Bit Farbtiefe empfohlen)
- 128 MB RAM
- 850 MB freier Festplattenspeicher.
- DirectX 8.1 oder höher
- Soundkarte kompatibel zu DirectX 8.1 (oder höher)

 


 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt