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Einleitung:
Empire Interactive bringt mit Space
Empires V ein neues rundenbasiertes Weltraumstrategie-Spiel auf den
deutschen Markt. Dieses steht unter dem Motto erkunden, expandieren,
siegen! Das Ziel: Die Herrschaft über das Universum. Die Serie wurde
übrigens Anfang der 90er Jahre ins Leben gerufen. Schon damals
überzeugte das Game durch sein enormes Mikromanagement. Leider
dürfte die Reihe kaum ein deutscher Spieler kennen, denn die Serie
wurde offiziell nie in Europa veröffentlicht. Wir konnten jetzt die
fertige deutsche Version des intergalaktischen PC-Strategiespiels
ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung für alle angehenden
Weltraumbeherrscher lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir in das sehr komplexe Spiel eintauchen, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und
gestartet wurde, erscheint ein erstes Menü mit den Punkten Spielen,
Setup, Liesmich, Geschichte, Handbuch und Website. Wie nicht anders
zu erwarten, kommt man bei dem Menüpunkt Website zur offiziellen
Seite des Spiels. Wer gerne das Handbuch auf seinen PC lesen möchte,
darf dieses unter gleichnamigen Punkt machen. Man muss allerdings
dazu sagen, dass ein identisches Handbuch mit allen Details
mitgeliefert wird. Unter Geschichte erfahrt Ihr die History der
unterschiedlichen Versionen. Da das Spiel im Ausland schon ein wenig
länger auf den Markt ist, gönnt man uns gleich die Version 1.33.
Welche Veränderungen vorgenommen wurden, könnt Ihr also in diesem
Bereich erfahren. Die spielrelevanten Einstellungen kann man dann
noch unter Setup einstellen. Nachdem wir auf den Punkt Spielen
geklickt haben, folgt das obligatorische Hauptmenü. Hier findet Ihr
die Bereiche "Schnellstart", "Neues Spiel", "Weiterspielen", "Spiel
laden", "Tutorial" und "Szenario". Wie üblich könnt Ihr unter Spiel
laden einen bestehenden Spielstand aktivieren oder über
Weiterspielen zum letzten Spiel zurückkehren. Da das PC-Spiel sehr
umfangreich und nicht leicht zu erlernen ist, sollte jeder zu Beginn
das Tutorial durchspielen. Hier wird uns in kleinen Schritten -
über Textfenster - das Spiel und die Steuerung näher gebracht. Haben
wir die Grundlagen verstanden, so können wir uns endlich in die
eigentlichen Spielarten begeben. Da wäre zum einen der Modus
Schnellstart. Dieser startet ein neues Spiel für einen Spieler mit voreingestellten Optionen bis auf die Rassenauswahl. Wer lieber ein
bestimmtes Szenario spielen möchte, muss den gleichnamigen Menüpunkt
anklicken. Der interessanteste Bereich dürfte ohne Zweifel der
Bereich "Neues Spiel" sein. Hier startet man ein neues Abenteuer,
bei dem wir alle Optionen selber auswählen können. Egal welchen
Modus Ihr nun ausgewählt habt, irgendwann beginnt endlich ein neues
Game. Bei dem Spiel kann man selbstverständlich alles Mögliche
bestimmen. Von der Größe der Galaxis bis hin zur Anzahl der Gegner
ist alles vorhanden. Sogar das eigene Imperium oder die Gegner kann
man frei generieren. Das war natürlich noch nicht alles. Alles
weitere wie die Größe der Quadranten oder die Startressourcen können
ebenfalls frei gewählt werden. Hinzu kommen diverse Siegbedingungen,
das Aussehen der Rasse oder die Wahl von unterschiedlichen
Regierungs- bzw. Gesellschaftsformen. Alle Rassen unterscheiden sich
selbstverständlich in ihren Eigenschaften und so sind Völker mal
intelligent, können gut Wirtschaften oder sie sind eher praktisch
veranlagt.
Nachdem wir nun alles eingestellt haben, kann das Abenteuer
beginnen. Wir agieren in einer unglaublich großen virtuellen Welt,
die 100 Sonnensysteme mit je 15 Planeten beinhaltet. Wer jetzt
schnell rechnet, wird darauf kommen, dass es gut 1500 Welten gibt.
Der Spieler soll sich nun um seinen Heimatplaneten kümmern. Wie
nicht anders zu erwarten war, sind Ressourcen unheimlich wichtig in
dem Spiel. Davon gibt es übrigens drei: Organische Rohstoffe,
Mineralien und Uran. Um diese zu gewinnen muss man Raffinerien
errichten. Dafür verbraucht man die lebensnotwendigen Rohstoffe.
Sind unsere Ressourcen aufgebraucht, muss der Spieler sich um neue Quellen
auf anderen Planeten bemühen. Mit einem Entdeckerschiff bewegen wir
uns dazu rundenweise durch die diversen Systeme. Entdecken wir einen
Planeten, der unseren Erwartungen entspricht, so wird dieser mit
Hilfe von Kolonieschiffen besiedelt. Die jeweiligen Raumschiffe muss
der Gamer im Vorfeld natürlich bauen. Auch hier hat der Hersteller nicht
gespart, denn wir dürfen vom Rumpf bis zum Equipment alles frei
bestimmen. Daneben können wir übrigens auch eine Basis bauen. Ist
alles eingestellt, muss das Schiff nur noch in einer dafür
entsprechenden Gebäudeeinheit konstruiert werden. Ist ein
Sonnensystem komplett erforscht, so wird mit Hilfe von Warp-Punkten
in das nächste gewechselt. Da das Spiel rundenbasiert aufgebaut ist
und die Dimensionen verdammt groß sind, kann es schon extrem lange
dauern, bis Ihr einen gewünschten Ort erreicht. Zum Glück haben wir
in der Zwischenzeit viele Planeten kolonisiert und so könnt Ihr
immer wieder Rohstoffe aufnehmen. Wie bei solchen Spielen üblich ist
auch das Erforschen neuer Technologien sehr wichtig. Der
Technologiebaum ist wirklich monströs. Über 40 Technologien mit
insgesamt gut 6000 verschiedenen Techlevels warten nur darauf,
erforscht zu werden. Haben wir ein Forschungszentrum errichtet, kann
es auch schon losgehen. Übrigens darf der Spieler gleich mehrere
Technologien gleichzeitig erforschen. Wir müssen also nicht
andauernd warten bis eine Sache fertig gestellt ist. In dem Spiel
sind wir natürlich nicht allein unterwegs. Immer wieder treffen wir
auf neue Zivilisationen, die uns entweder ignorieren oder
attackieren. Damit wir auch einen guten Kontakt zu aggressiven
Spezies bekommen, gibt es einen Diplomatiebereich. Unzählige
Möglichkeiten sind auch hier vorhanden und so kann man sich in
diesem Bereich voll auslassen. Das geht dann soweit, dass man sogar
Allianzen schließen kann. Wahlweise darf man auch Kriege mit
fremden Völkern führen. Wer einen Gegner nicht richtig einschätzen
kann, darf diesen auch ausspionieren. Ebenfalls sind
Sabotageaktionen möglich. Kommt es doch zu einem Gefecht, wird in
einen separaten Kampfmodus geschaltet. Hier darf man nun selber oder
automatisch eine Schlacht ablaufen lassen. Daneben gibt es noch
viele weitere spielerische Möglichkeiten, die wir leider nicht alle
aufzählen können. Dafür ist das Spiel einfach zu komplex. So bauen
wir nun unser Imperium immer weiter auf, erbauen diverse Gebäude und
Schiffe, versuchen gut zu wirtschaften, führen Kriege oder lassen
die Diplomatie sprechen.
Technik:
Die Grafik haut einen leider nicht vom Hocker. Wirklich zeitgemäßes
werden wir leider nicht zu sehen bekommen. Allerdings wird das
keinen Genrekenner verwundern. Solche Spiele glänzen nur selten mit
einer opulenten Optik. Somit werden wir auch hier eher triste
Sonnensysteme erblicken, die kaum Details zeigen. Zumindest gönnt
uns der Hersteller gut platzierte und aufgeräumte Menüs. Das
bedeutet allerdings noch lange nicht, dass wir uns schnell in diesen
zurecht finden. Dafür bietet das Spiel einfach zu viele
Möglichkeiten. Es wird wirklich viele Stunden vergehen, bis Ihr Euch
gut in dem Spiel auskennt. Da hilft das etwas dröge Tutorial auch
nur bedingt weiter. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich der
Sound. Bis auf einfache Soundeffekte werden wir nur einer etwas
nervigen Hintergrundmusik lauschen. Dürftig ist leider auch die KI
der CPU-Gegner. Diese verhalten sich irgendwie alle gleich. Entweder
ignorieren sie uns oder sie gehen gleich zum Angriff über. Auch in
den strategisch angehauchten Schlachten zeigen sie kaum intelligente
Handlungen und so kommt kaum Spannung auf. Zum Glück gibt es ja noch
einen Multiplayerbereich. Menschliche Gegner verhalten sich doch ein
wenig anders. Die grundlegende Steuerung klappt insgesamt recht gut.
Alle Schaltflächen lassen sich gut bedienen und selbst mit der
Kamera kommt man schnell klar. Das liegt zum Teil auch an der
Tatsache, dass man uns das Weltall in einer flachen
Kartendarstellung präsentiert. Fasst man nun alles zusammen, so kann
man die technische Seite als solide bezeichnen.
Fazit:
Space Empires V ist ein wirklich ausgesprochen komplexes und nicht
einfach zu verstehendes Weltraumstrategiespiel. Selten hat ein Titel
eine so unglaublich große Vielfalt gezeigt. Allein der
Technologiebaum wird bei vielen Spielern schon zur Maulsperre
führen. Das bedeutet natürlich auch, dass dieses Game die
Fangemeinde spaltet. Diejenigen, die gerne schnelle Spiele
bevorzugen, werden vom Gameplay extrem abgeschreckt. Es wird am
Anfang schon Tage
dauern, bis Ihr Space Empires V wirklich verstanden habt. Gamer die
dagegen monatelangen Spielspaß bevorzugen, werden einen Kauf nicht
bereuen. Die Spieltiefe ist einfach gigantisch und so kann man sich
sehr lange mit diesem Titel beschäftigen. Etwas schade ist
allerdings, dass uns der Hersteller keine zeitgemäßere Grafik gönnt.
Auch ein besserer Sound hätte dem Spiel wirklich gut getan. Ebenso
kann man über die KI der CPU-Völker meckern. Spielt Ihr dagegen
gerne gegen menschliche Spieler, so werdet Ihr voll auf Eure Kosten
kommen. Wer also die Vorgängerspiele mochte oder in solche komplexen
Strategiespiele gerne eintaucht, der darf ruhig zum nächsten Händler
eilen. Sind Eure Erwartungen - gerade bei der Technik - nicht allzu
hoch, so werdet Ihr viele schöne Wochen mit dem Game verbringen
können. Wer allerdings keine Geduld besitzt oder ein schnelles Spiel
für zwischendurch sucht, der muss hier nicht unbedingt zuschlagen.
Obwohl nicht alles Perfekt ist, hat uns Space Empires V recht gut
gefallen und somit können wir das Game allen Genrefans ans Herz
legen.
Features:
- Epische Schlachten mit gigantischen Effekten
- Ein riesiges Universum - 100 Sonnensysteme mit je 15 Planeten
- Jede Menge neuer Schiffstypen, die selbst kreiert werden können
- Kampfsimulator, um neue Kreuzer zu testen
- Unglaublich komplexe Forschungsmöglichkeiten
- 6000 verschiedene Techlevel und 500 Zusatzkomponenten
- 14 verschiedene Rassen mit originellem Design
- Schwarze Löcher, Kosmische Stürme, Gasriesen, Asteroidengürtel und
Kometen, die darauf warten erkundet zu werden
- Ein Editor um selbständig:
- eigene Planeten und Sterne
- gegnerische KI und eigene Rasse
- Schiffe und Raumgleiter generieren zu können
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