Einleitung:
Eigentlich kennt man das Spiel Sonic
Adventure nur von den Videospielkonsolen. Nun schafft der kleine
blaue Igel auch endlich den Sprung auf den heimischen PC. Dabei muss
erwähnt werden, dass es sich nicht um eine Neuentwicklung handelt.
Sonic Adventure DX wurde ursprünglich für die Dreamcast entwickelt
und kam dort 1999 auf den Markt. Wir konnten jetzt die fertige
PC-Version von Sonic Adventure DX Directors Cut testen. Ob sich das
Spiel auch heute noch lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Eine Handlung darf natürlich nicht fehlen und diese wird am Anfang
durch ein Intro eingeleitet. Der böse Dr. Eggman ist zurückgekehrt
um sich die Welt unter den Nagel zu reißen. Der Bösewicht plant, die
sieben Chaos-Edelsteine zu stehlen um sich das mächtige Monster
Chaos Untertan zu machen. Sonic sammelt seine Freunde Amy, Tails,
Knuckles und Big zusammen um Eggmans Vorhaben zu vereiteln. Bis wir
die Welt gerettet haben vergeht aber einiges an Zeit. Vorher müssen
wir mit unseren sechs spielbaren Charakteren gut 30 gewaltige Levels
bewältigen. Außerdem dürfen wir uns auf den brandneuen
Missions-Modus mit 60 Minieinsätzen freuen. Dort können wir
besondere Items und freischaltbare Secrets ergattern. Darunter sind
auch 12 versteckte SEGA-Game-Gear-Klassiker, die nur darauf warten
entdeckt zu werden. Mit unserer Spielfigur rasen wir nun in den
komplexen 3D-Welten durch die riesigen Levels und sammeln in
bekannter Manier Ringe und diverse Extras auf. Unser
Fortbewegungsdrang wird dann nur durch die kleinen und großen Gegner
gestört die wird mit den Attacken unserer Spielfiguren erledigen.
Oft reicht ein kleiner Sprung aus um diese aus dem Weg zu räumen.
Immer wieder müssen wir die rasanten Abschnitte mit den Loopings
oder wilde Verfolgungsjagden bewältigen. Leider kommt es hier immer
wieder zu bitteren Enden, da wir oftmals in den Abgrund stürzen.
Verhindern kann man dieses eigentlich nur, wenn man die einzelnen
Abschnitte schon kennt. So wird ein Spieler erst nach mehrmaligen
Anläufen durch die einzelnen Levels kommen. Spielerisch wechseln wir
dann immer wieder zwischen den Levelabschnitten und diversen
Boss-Kämpfen. Die Zwischen- und Endgegner muss der Akteur erst
einmal studieren um deren Schwachpunkte kennen zu lernen. Hat man
das geschafft werden sie durch unterschiedliche Aktionen ins
Jenseits befördert. Im Mission-Mode soll der Spieler dann noch
kleine Tasks erspielen. Neben Sonic dürfen wir auch mit seinen
Freunden agieren. Da wäre z.B. Tails oder Amy die allerdings erst
einmal frei gespielt werden müssen. Jeder der sechs spielbaren
Charaktere hat Vorteile und unterschiedliche Fähigkeiten. So können
sie dann auch in den entsprechenden Passagen passend eingesetzt
werden. Im eigentlichen Spiel läuft alles recht gleich ab. Ihr müsst
durch diverse Levels rennen und dort bestimmte Gegenstände oder
Leute finden. Ab und zu kommt dann auch noch ein härterer Gegner den
wir genauso besiegen müssen wie die vielen kleinen. Das ganze wird
dann noch durch kleine Einlagen wie das Snowboard oder Karts-Rennen
aufgelockert.
Technik:
Bei uns lief das Spiel recht flüssig, auch wenn ab und zu mal ein
paar Ruckler zu sehen waren. Bei der Kollisionsabfrage hat der
Hersteller dann aber oftmals geschlampt. Optisch sieht das Spiel
ganz manierlich aus, auch wenn man keinen großen Unterschied zur
fünf Jahre alten Dreamcast-Version sieht. Nimmt man heutige Spiele
zum Vergleich so wirkt Sonic Adventure DX Directors Cut ein wenig
veraltet. Das liegt aber auch am Monitor und seiner Auflösung. Hier
wird einfach mehr verlangt als am Fernseher. Die Grafik sieht dann
noch ein wenig verwaschen aus. Hinzu kommen flimmernde Texturen die
sehr detailarm sind. Die Figuren machen auch keinen besseren
Eindruck da sie recht grob rüber kommen. Zumindest wird man ab und
zu durch ein gutes Video entschädigt. Der Sound ist dann auch
zweigeteilt. Die Sprachausgabe und die Musik können noch halbwegs
überzeugen. Weniger gut kommen die sonstigen Geräusche rüber - die
man am liebsten ausschalten möchte. Die Steuerung darf entweder über
ein Pad oder über die Tastatur vorgenommen werden. Daneben gibt es
noch die Möglichkeit mit der Maus zu lenken. Diese Variante ist aber
mehr als schlecht gelöst worden. Mit einem Controller wird ein
Spieler wohl am besten klar kommen. Nimmt man alles zusammen, so
muss man leider feststellen, dass das Spiel Sonic Adventure DX
Directors Cut technisch ein wenig veraltet ist. In der heutigen Zeit
erwartet man einfach mehr von einem Spiel.
Fazit:
Eins kann man Sonic Adventure DX Directors Cut wirklich nicht
absprechen. Die rasanten Jump & Run Einlagen machen einfach Spaß.
Auch die Mischung aus Renn- und Kampflevel sorgt für viel
Abwechslung, so dass kaum Langeweile aufkommt. Hinzu kommen viele
Goodies und Extras die zum verweilen einladen. Ein wenig wird der
Spielspaß durch die Technik getrübt. Leider kommt das Spiel optisch
an heutige Spiele nicht mehr heran. Hinzu kommt die Steuerung, die
eigentlich nur mit einem Pad vergnügen bereitet. Leute die mit Mouse
spielen wollen sollten dieses sofort wieder vergessen. Trotz der
veralteten Technik wird man als Sonic-Fan viele Stunden mit dem
Spiel verbringen können. Ein günstiger Preis rechtfertigt dann
ebenfalls einen Kauf. Auch wenn das Spiel hoffnungslos veraltet ist,
kann es den Sonic-Flair immer noch versprühen. Ein Vorteil hat das
ganze zumindest, denn man benötigt für dieses Spiel bei weitem
keinen dicken Rechner. Wer also den kleinen blauen Igel mag darf
einen Versuch starten. Spieler die lieber auf zeitgemäße Spiele
stehen sollten dann doch zu einem anderen Titel greifen.
Features
- Neue 3-D-Welt mit spektakulärer Detailfülle.
- Sechs spielbare Charaktere mit individuellen Fähigkeiten und
Kräften.
- 30 gewaltige Level, spektakuläre Boss-Kämpfe und Minispiele mit
den pfiffigen Chao-KI-Charakteren.
- 'Sonic Adventure DX Director's Cut' kann über
Nintendo-GameCube-Game-Boy-Advance-Kabel mit 'Sonic Pinball Party',
'Sonic Advance' und 'Sonic Advance 2' verbunden werden, um
Chao-Wesen zu tauschen und zu züchten.
- Brandneuer Missions-Modus mit 60 Minieinsätzen voller besonderer
Items und freischaltbarer Secrets: Unter anderem warten 12
versteckte SEGA-Game-Gear-Klassiker darauf, entdeckt zu werden.