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Einleitung:
Altgediente N64-Besitzer
werden das Spiel Snowboard Kids bestimmt noch kennen. Das spaßige
Funracerspiel avancierte Ende der 90er zum Kultspiel. Jetzt bringt Atari und
Rising Star Games das actionreiche Wintersportspiel für den Nintendos DS auf
den deutschen Markt. Wieder dürfen sich Spieler in rasante Duelle stürzen
und flotte Trickkombinationen ausführen. Wir konnten uns das Spiel jetzt
ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Bevor wir uns mit waghalsigen Manövern die Piste herunter stürzen, wollen
wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde,
erblickt der Spieler das Startmenü. Hier finden wir die Menüpunkte
Einzelspieler, VS-Modus, Shop, Training und Optionen. Wie gewohnt kann man
unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Daneben findet
der Spieler auch noch einen Shop, wo er für seine verdienten Punkte
Bonusgegenstände wie z.B. neue Charaktere, Kleidung, Kurse oder Boards
kaufen kann. Am Anfang sollt jeder erst einmal den Trainingsmodus
absolvieren. Hier erfahren wir Wissenswertes über die Steuerung, Waffen und
Objekte. Anschließend sind wir Fit für die eigentlichen Spielmodis. Der
wichtigste Modus dürfte für die
meisten Spieler der Einzelspielerbereich sein.
Gleich drei Veranstaltungen stehen hier zur Auswahl: Welt-Tour, Slalom und
Boss-Kampf. Bei der Welt-Tour muss der Akteur erst einmal einen Charakter
auswählen. Nachdem wir anschließend einen Schwierigkeitsgrad bestimmt haben,
sollen wir uns in diversen Stages gegen andere Fahrer messen. Dabei wechseln
sich Abfahrtsduelle gegen drei Gegner mit Slalom und Bosskämpfen ab. Bei
Slalom fahren wir ein Rennen gegen die Uhr. Durch das Durchfahren von Ringen
erhöht sich unsere verbleibende Zeit. Wenn diese abgelaufen ist, bevor wir
über die Ziellinie gefahren sind, ist das Spiel zu Ende. Verbleibt nach dem
Beenden dagegen noch Zeit, so wird diese in Punkte umgewandelt. Dann wären
da noch die sehr harten Boss-Kämpfe. Hier soll der Spieler Schüsse abfeuern,
um den Boss zu eliminieren. Aber Vorsicht - der Boss legt uns Hindernisse in
den Weg, während wir Jagd auf ihn machen. Die unterschiedlichen Rennen
dürfen wir selbstverständlich mit diversen Fahrern bestreiten. Am Anfang
stehen die sechs Charaktere Slash Kamei, Brad Maltine, Nancy Neil, Jam
Kuehnemund, Koyuki Tanaka und Tommy Parsy zur Auswahl. Später kann man
weitere freischalten. Hinzu kommen diverse Boards, die sich erwartungsgemäß
auf das Fahrverhalten auswirken.
Auf der Piste angekommen erleben wir nun
rasante Rennen, die alles von uns abverlangen. Natürlich müssen wir auch viele
unterschiedliche Objekte einsammeln. Vom Nitro über Turbo bis hin zu
Unsichtbarkeits- oder Minenobjekte ist alles vorhanden.
Fahren wir nun über eine Kiste, so nehmen wir das freiwerdende Objekt auf. Haben wir noch
einen Gegenstand, so wird dieser durch den neuen ersetzt. Hinzu kommt, dass
jeder Charakter einen eigenen, einzigartigen Schusstyp hat. Slash besitzt z.B. einen
Blitz, Nancy Eiszapfen und Tommy Lenkraketen. Spielt Ihr nun gegen
CPU-Gegner wird schnell klar, dass ein recht hoher Schwierigkeitsgrad
vorhanden ist. Die gegnerischen Fahrer nutzen sehr gekonnt die
herumliegenden Items und so sind wir hauptsächlich damit beschäftigt,
Geschwindigkeit aufzunehmen und verlorenen Boden wieder gut zu machen. Die
Items haben dann noch recht heftige Auswirkungen. Anders wie bei anderen Funracern werden wir nicht nur leicht durchgeschüttelt, wenn uns ein
Geschoss trifft. Meistens fliegen wir meterhoch durch die Luft und verlieren
wertvolle Sekunden. Bis wir die verlorene Zeit wieder aufgeholt haben,
vergeht einiges. Trifft uns dann direkt das nächste Geschoss, können schnell
Frustmomente aufkommen. Haben wir nun genug von Singleplayermodus, so können
wir uns zusätzlich noch mit dem Mehrspielerbereich beschäftigen. Dabei
stehen Spielarten wie Exhibition, Trick-Partie und Freie Fahrt zur Auswahl.
Bei der letzteren Spielart gibt es so gut wie keine Regeln. Außerdem gibt es
keine Objekte, Waffen oder Rundenbegrenzungen und so kann man gut auf den
Pisten experimentieren. Im Exhibition-Modus darf man dagegen diverse
Spieleinstellungen vornehmen. So können z.B. Objekte und Waffen ein- oder
ausgeschaltet und die Anzahl der Runden bestimmt werden. Bei Trick-Partie
muss der Spieler dann noch Tricks an Rampen und Schanzen unterschiedlicher
Größe entlang der Strecke vorführen. Mit den Objekten und Waffen sollen
außerdem gegnerische Fahrer behindert werden, damit die eigene Spielfigur
freie Fahrt hat. Nett ist dabei, dass wir diese Spielarten auch ohne einen
Mitspieler absolvieren können. So kann man sich nun stundenlang alleine oder
mit Freunden auf die diversen Strecken wagen.
Technik:
Technisch ist das Spiel ganz in Ordnung. Es werden zwar keine neuen Maßstäbe
im Bereich der Grafik gesetzt, dennoch wird das Gameplay gut unterstützt.
Die Umgebung sieht dabei genauso nett aus, wie die Charakterdarstellung.
Etwas schade ist allerdings, dass bei der Streckenvielfalt etwas gespart
wurde. Lediglich 8 unterschiedliche Pisten dürfen wir befahren. Hier hätte
der Hersteller eindeutig mehr machen müssen. Der Sound haut einen leider
auch nicht vom Hocker. Eine nervige Musik ist genauso vorhanden, wie eine
dürftige Sprachausgabe. Zumindest werden wir passende Ingamegeräusche zu
hören bekommen. Die Steuerung ist eigentlich recht einfach ausgefallen. Wer
den Trainingsbereich durchspielt, wird schnell in das eigentliche
Spielgeschehen einsteigen können. Allerdings ist die
Touchscreen-Unterstützung etwas nervig. Bei Supertricks muss der Spieler
mitten im Sprung wilde Abfolgen auf dem Bildschirm drücken. Es wird lange
dauern, bis man sich daran gewöhnt. Zum Glück gehen die übrigen Tricks
leichter von der Hand, denn dafür muss der Spieler nur die normalen Knöpfe
drücken. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ hoch. Das liegt zum einen an den
knüppelharten und zum Teil auch unfairen CPU-Gegnern und zum anderen an den
Waffen bzw. Objekten - die viel zu großen Schaden anrichten. Eigentlich wird
man durch die Geschosse viel zu weit zurückgeworfen und so kommen schnell
Frustmomente auf. Fasst man alles zusammen, so kann das Spiel technisch
nicht wirklich überzeugen.
Fazit:
Aus dem Spiel hätte ein wirklich gutes Funracespiel werden können. Leider
gibt es aber ein paar Kritikpunkte, die dieses verhindert haben. So ist der
Umfang des Spiels recht klein ausgefallen. In der heutigen Zeit erwartet man
doch ein wenig mehr von so einem Spiel. Auch bei dem Sound hätte der
Hersteller mehr machen können. Andere Spiele haben schon gezeigt, dass man
aus Nintendos DS mehr rausholen kann. Probleme werden dann noch Anfänger
bekommen, denn die Gegner verhalten sich äußerst aggressiv und das schon auf
der einfachsten Schwierigkeitsstufe. Das Spiel macht allerdings auch Spaß,
denn neben einem guten Geschwindigkeitsgefühl, hat uns der Hersteller auch eine
ordentliche Fahrphysik gegönnt. Hinzu kommt eine grundlegend einfache
Steuerung. Selbst mit der Grafik kann man gut Leben und so fährt man
eigentlich gerne durch die Levels. Wer also schwere Funracer mag, wird sich
mit Snowboard Kids eine ganze Zeit lang beschäftigen können. Vor allem, wenn
man mit Freunden spielt, wird die Zeit nur so verfliegen. Obwohl das Spiel
einige Macken besitzt, hat uns Snowboard Kids ganz gut gefallen und so
können wir das Funracespiel auch zum Kauf empfehlen. Erwartet aber nicht zu
viel von dem Spiel.
Features:
- Rennen für bis zu vier Freunde: Meistert die Pisten und hängt eure Gegner
ab, um zuerst die Zielpiste zu überqueren!
- Benutze Spezial-Items und Attacken, um dich gegen die Konkurrenz
durchzusetzen
- jeder Charakter verfügt über eine eigene Attacke!
- Freischaltbare Boards, Kurse, Modi und andere coole Sachen
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