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Sniper: Ghost Warrior - Review (Xbox 360)

Wertung:
75 %

Einleitung:  

Actionreiche Kriegsspiele findet man auf aktuellen Videospielsystemen wie Sand am Meer. Eine der beliebtesten und interessantesten Waffengattungen ist ohne Zweifel der Scharfschütze. Jetzt gönnt man den Fans von der schwer ausschaltbaren Spezialeinheit ein eigenes Spiel. Es handelt sich dabei um das Stealth-/Actiongame Sniper: Ghost Warrior. Das Spiel von City Interactive wird übrigens für PC und Xbox 360 auf den Markt kommen. Wir konnten uns die fertige Version für Microsofts Konsole in den letzten Tagen ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung nicht nur für aktive Bundeswehrsoldaten lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Selbstverständlich kommt so ein Spiel nicht ohne eine kleine Rahmenhandlung aus. Die Bevölkerung des südamerikanischen Landes Isla Trueno leidet unter einem tyrannischen Diktator. Chaos und Gewalt regieren die Straßen, die selbsternannten Machthaber sind skrupellose Militärs. Die letzte Hoffnung liegt in einem Spezialkommando, das die Rebellen im Kampf um die Regierung unterstützen soll. Als Sgt. Tyler Wells, Scharfschütze bei den Marines, wird der Spieler auf eine geheime Mission in die Dschungel der Insel geschickt, um die Rebellion zu unterstützen und der Unterdrückung ein Ende zu bereiten. Ausgestattet mit einem Tarnanzug, der uns im dichten Unterholz praktisch unsichtbar macht, muss der Akteur Jagd auf einen Gegner machen, der das Gelände deutlich besser kennt. In der Rolle des Scharfschützen stellt sich der Spieler so einer Übermacht gefährlicher Feinde. Bevor wir jetzt zu sehr ins Detail gehen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint ein einführendes Intro. Dieses leitet das Game passend mit deutscher Sprachausgabe ein. Es folgt das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Mehrspieler, Optionen und Erfolge. Wie bei Xbox 360-Spielen üblich, kann man sich unter zu letzt genannten Punkt die gleichnamigen Erfolge des Spiels in aller Ruhe ansehen. Unter Optionen darf man dann noch die spielrelevanten Einstellungen wie Audio, Gamma, Steuerung und Speichergerät anpassen. Kommen wir nun zu den Spielarten. Neben dem obligatorischen Mehrspielerbereich - dazu später mehr - steht natürlich der Einzelspielermodus im Vordergrund. Dieser wird unterteilt in Story-Modus, Geheimnisse und persönliche Statistik. Unter zu letzt genannten Punkt findet Ihr die Gesamtstatistik wie benötigte Zeit, Genauigkeit, Kopfschüsse und so weiter. Gefundene Geheimnisse werden dann unter gleichnamigen Punkt aufgelistet. Um diese zu bekommen müssen wir allerdings das Spiel erst einmal starten. Nachdem wir den Story-Modus ausgewählt haben, muss noch der Schwierigkeitsgrad eingestellt werden. Angeboten werden drei unterschiedliche Stufen. Es folgt ein einführendes Tutorial, wo wir die Steuerung bzw. das Spiel kennen lernen. Dank kleinerer Übungen werden wir mit den Waffen Sturmgewehr, Scharfschützengewehr und Granaten schnell klar kommen. Auch das Schleichen kommt nicht zu kurz. Hat der Spieler alles erfolgreich abgeschlossen, so kann er sich getrost in die anstehenden Missionen stürzen. Diese werden nun mit kleinen Sequenzen etwas unspektakulär eingeleitet.

Kommen wir nun zum Gameplay. Wer jetzt glaubt, dass das Spiel ein reines Snipergame ist, der irrt sich. In Sniper: Ghost Warrior sind wir ein Mitglied einer Spezialeinheit. Einer davon ist ein echter Scharfschütze, der aus sicherer Entfernung feindliche Gegner ins Visier nimmt. Der andere ist ein Elitesoldat, der eher mit seinem Sturmgewehr und Granaten direkt ins Geschehen eingreift. Agieren wir nun als Scharfschütze, so wird das Gameplay eher ruhig. Schließlich müssen wir uns auf die Lauer legen, feindliche Stellungen umgehen, möglichst keinen Feind direkt begegnen und eine Position erreichen, von der aus wir unsere Feinde gut ausschalten können. Das kann mit unter eine ganze Zeit dauern, bis wir den ersten Schuss abgeben. Spieler die schnell in Actionsituationen gelangen wollen, werden davon nicht gerade angesprochen. Diese Gamer können sich dann eher auf den Elitesoldat freuen, der schneller zum Schuss kommt. Mit ihm greifen wir unsere Feinde direkt und vor allem aus der Nähe an. Das geht sogar soweit, dass manche Gegenspieler im Nahkampf erledigt werden. Wirklich Freude wird man aber auch hier nicht verspüren, denn das Deckungssystem macht genauso Probleme, wie die doch eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Positiv erwähnen muss man aber, dass sich das Missionsdesign schön abwechselt. Ihr müsst zum Beispiel als Sniper zuerst die Wachen ausschalten um dann mit dem Elitekämpfer vor Ort die Mission zu erledigen. Wir sollen außerdem Dokumente sichern, Stellungen markieren oder einfach nur Feuerschutz geben. Auch die Orientierung fällt einem leicht. Dank einem HUD und Checkpoints werden kaum Frustmomente aufkommen. Schade ist allerdings, dass sich der Spieler oftmals in sehr geradlinigen Levels aufhält. Eine wirkliche Freiheit verspüren wir kaum. Kommen wir aber noch einmal zurück zum Scharfschützen. Im Snipermodus reicht es natürlich nicht aus, nur einen Gegner anzuvisieren. Hier spielen weitere Einflüsse eine wichtige Rolle. Wie im richtigen Leben muss man die Windanzeige im Auge behalten, den eigenen Puls ruhig halten und die Flugbahn im harten Modus selber berechnen. Auch der Regen und Nebel spielen bei der Berechnung der Flugbahn eine Rolle. Wer es etwas einfacher mag, der kann den Schwierigkeitsgrad runterregeln und über einen roten Kreis erkennen, wo die Kugel einschlägt. Wer es blutig mag, der darf außerdem die Kugelverfolgungskamera aktivieren und die Flugbahn verfolgen. Auf ein reichhaltiges Waffenarsenal kann man dann auch noch zurückgreifen. Dieses reicht, je nach Spieltyp von den normalen Waffen - wie das Scharfschützengewehr bzw. Sturmgewehr - über Grananten bis hin zu C4-Sprengstoff, Claymore-Minen und Wurfmessern. Wer genug vom Einzelspielermodus bzw. wer das Spiel nach ein paar Stunden durchgespielt hat, der darf auch im Multiplayerspiel sein Können unter Beweis stellen. Auf sechs Karten und diversen Spielarten können bis zu 12 Leute Schlachten austragen.

 

Technik:

Bei der Grafik gibt es nur wenig zu meckern. Optisch wird ein wirklich ansprechendes Spiel gezeigt. Das fängt bei der detailreichen Hintergrundgrafik an. Hinzu kommen nette Licht- und Schatteneffekte, realistische Pflanzen und eine tolle Weitsicht. Nette Effekte wie Explosionen erfreuen unser Auge genauso, wie gute Blureffekte und ansehnliche Texturen. Hier sollte man allerdings nicht zu nah an Objekte heran gehen. Ansonsten wirkt so manche Textur doch verwaschen. Grundsätzlich muss man mit der Optik zufrieden sein. Da kann man auch mit kleineren Fehlern - wie Büsche die durch eine Mauer ragen oder Gegner die an unsichtbaren Gegenständen hängen bleiben - leben. Die Figuren kommen ebenfalls gut rüber. Sie wurden nett modelliert und einigermaßen gut animiert. Oft zu sehen ist auch eine Bullet Time Sequenz. Visieren wir einen Feind am Kopf an, so verfolgt die Kamera die Kugel bis diese blutig im Schädel des Opfers einschlägt. Nicht jedem wird das auf Dauer gefallen. Schade ist auch, dass das Leveldesign sehr geradlinig ist. Etwas mehr Freiräume hätte man sich in der heutigen Zeit doch gewünscht. Der Sound ist ebenfalls in Ordnung. Vor allem die Waffengeräusche haben uns gefallen. Etwas dürftiger sind die deutschen Synchronsprecher, die etwas motivierter ihre Sätze herunter leihen könnten. Zumindest wird die Hintergrundmusik dezent und nicht zu aufdringlich eingespielt. Der Schwierigkeitsgrad ist schon auf einfacher Stufe recht hart. Die Gegner sind sehr aufmerksam und so wird man durch kleine Fehler oder Fehltritte schnell entdeckt. Zum Glück gibt es aber auch kleinere KI-Aussetzer, wodurch man unterm Strich doch meistens als Sieger vom Schlachtfeld geht. Daneben gibt es noch weitere Kritikpunkte. So bleiben wir oft an Kleinigkeiten hängen oder uns wird es nicht erlaubt minimale Erhöhungen im Kriechmodus zu erreichen. Dafür müssen wir aufstehen, somit unsere Deckung aufgeben und uns in Gefahr begeben. Das darf bei so einem realitätsnahen Spiel nicht geschehen. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es doch kleinere Probleme die das Gameplay negativ beeinflussen.

 

Fazit:

Sniper: Ghost Warrior ist grundlegend ein spaßiges Spiel. Die Mischung aus Stealth- und Actiongame stimmt. Allerdings gibt es auch viele kleine Probleme, die das Gameplay eintrüben. So bleibt unsere Figur oft an Objekte hängen oder es wird uns nicht erlaubt kriechend kleine Erhöhungen zu erreichen. Etwas Schade ist auch, dass der auf dem Cover versprochene Realismus erst im hohen Schwierigkeitsgrad zum tragen kommt. Spielt ihr auf der Stufe "Leicht" oder "Mittel", so macht der Wind und andere Einflüsse kaum etwas aus. Ein wenig besser hätte auch die Story sein können. Allerdings kennt man das ja von solchen Spielen. Auch das sehr eingeschränkte Leveldesign mit dem linearen Ablauf stört auf Dauer. Zumindest werden wir mit einer modernen Technik und interessanten Missionen ansatzweise entschädigt. Wer also nicht zu viel von dem Actiongame erwartet und gerne ein Sniperspiel in seine Xbox 360 einlegen möchte, der darf ruhig bei dem Spiel zuschlagen. Grundsätzlich macht das Spiel Spaß, auch wenn nicht alles Perfekt ist.

 

Features:

- Das realistischste Scharfschützenerlebnis aller Zeiten in einem Videospiel. Um die Präzision deiner Schüsse zu erhöhen, musst du sogar deine Atmung kontrollieren.
- Erlebe ein absolut realistisches Ballistik-System, das nicht nur die Flugbahn deiner Projektile, sondern auch Umwelteinflüsse wie Wind, Nebel und Regen mit einberechnet.
- Erziele perfekte Kopfschüsse und verfolge im Bullet Cam-Modus, wie deine Kugeln mit tödlicher Präzision ihr Ziel finden.
- Greife auf ein gewaltiges Waffenarsenal zurück. Verteidige deine Stellung mit Claymore-Minen, zerstöre feindliche Vorposten mit C4-Sprengladungen und schalte deine Gegner mit Wurfmessern lautlos aus.
- 4 verschiedene Scharfschützengewehre: AS50, MSG90, SR-25 & Dragunow.
- Zahlreiche unterschiedliche Missionstypen - von der Eliminierung feindlicher Heckenschützen über taktische Echtzeit-Angriffe bis hin zu Kämpfen an stationären Maschinengewehren.
- Die verwendete Chrome™-Engine versetzt die Spieler mitten in die üppigen Dschungellandschaften und detailreichen industriellen Umgebungen.

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Sniper: Ghost Warrior (Xbox 360)

 
 Sniper - Ghost Warrior
EUR 41,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 82 %  
Sound: 78 %  
Bedienung: 70 %  
Singleplayer: 75 %  
Multiplayer: 72 %  
Spielspaß: 74 %  
Gesamtwertung:  75 %  



 

 

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