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Einleitung:
Schon seid einigen Monaten
können sich Xbox und PC-Spieler mit dem 2. Weltkriegsspiel Sniper Elite
beschäftigen. Jetzt kommt auch endlich die Playstation 2-Version auf den
deutschen Markt. Entwickelt wurde das Spiel übrigens von Rebellion, die sich
schon einen Namen mit Spielen wie Alien vs. Predator oder Delta Force: Black
Hawk Down gemacht haben. Wir konnten uns das neuste Atari-Spiel jetzt näher
ansehen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich werden wir nicht grundlos in den Krieg geschickt. Im April
1945 nähert sich der Zweite Weltkrieg dem Ende und die Russen und die
Deutschen liefern sich heftige Gefechte um Berlin. Der Spieler übernimmt die
Rolle eines amerikanischen Elitescharfschützen, der vom OSS in diese
chaotische Lage geschickt wird. Unser ungeheuer wichtiger Auftrag lautet:
Verhindere unter allen Umständen, dass Stalin die Technologie der
Atombombenforschung und der V2-Raketen der Deutschen in die Hände bekommt.
Der Kalte Krieg hat begonnen und wir sind mitten drin. Der Spieler muss nun
in gut 28 Missionen seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dabei kämpfen
wir nicht nur gegen normale Soldaten, sondern auch gegen Geheimagenten und
andere Scharfschützen. Der Hersteller hat es verstanden, eine dichte
Atmosphäre zu erschaffen. Während unserer Einsätze fliegen Bomben vom Himmel
und die Artillerie zerlegt die Stadt in Schutt und Asche. Gespielt wird in
zwei Perspektiven. Zum einen in einer Third-Person-Ansicht. Diese nutzen wir
vor allem, um durch die Stadt zu rennen. Geschossen wir hauptsächlich aus
der First-Person-Perspektive. Allerdings können wir auch aus der anderen
Ansicht feuern. Wir müssen in jeder Mission sehr taktisch vorgehen. Wer
einfach mal so über eine Straße oder Platz rennt, wird sich schnell eine
Kugel einfangen. Also erst einmal die Umgebung nach Feindbewegungen absuchen
und dann jede Deckungsmöglichkeit nutzen. Erblicken wir einen Feind, so wird
dieser mit unserer Waffe anvisiert. Jetzt kommt ein Bereich, den der
Hersteller wirklich gut hinbekommen hat. Wie in der Realität müssen wir die
Erdanziehung genauso berücksichtigen, wie den Wind oder unseren Herzschlag.
Es reicht also nicht aus, den Feind nur ins Zielkreuz zu nehmen. Erst wenn
wir alles berücksichtigen, werden wir ins Schwarze treffen. Das nicht nur
unsere Spielfigur einen schnellen Herzschlag bekommt, liegt natürlich auch
an der spannenden Atmosphäre. Wir können uns nie sicher sein, ob nicht ein
anderer Scharfschütze gerade Jagd auf uns macht. Hinzu kommen die
unterschiedlichen Spielabschnitte, die mal schnell und mal vorsichtig gelöst
werden sollen. Viel zu oft hat man das Bedürfnis, einen Abschnitt zügig zu
absolvieren. Daher vernachlässigt man oftmals das Erkunden der Umgebung oder
die eigene Deckung.
Ein wenig wird man auch durch die Tatsache verleitet, dass man nicht nur das
Scharfschützengewehr benutzt. Neben dieser können wir auch andere Waffen -
wie z.B. eine Maschinenpistole oder Panzerfaust - verwenden. Diese Waffen
spornen uns förmlich dazu an, nach vorne zu stürmen. Leider klappt das nur,
wenn ein Gegner sich in unserer Nähe befindet. Allerdings ist dieser oftmals
nicht alleine und so geraten wir schnell in einen Hinterhalt. Leider kommt
es dann noch relativ häufig vor, dass wir einen Feind übersehen und selber
abgeschossen werden. Interessant ist vor allem, dass der Spieler immer
unterschiedliche Aufgaben lösen soll. Hierdurch ändert sich permanent das
Gameplay. In einem Level sollen wir z.B. andere Scharfschützen ins Visier
nehmen und kurze Zeit später einen verletzten Kameraden in Sicherheit
bringen. Dank dieser Änderungen, wird man immer wieder neuen
Herausforderungen gegenüber stehen. Zum Glück führen gleich mehrere Wege ans
Ziel und so müssen wir nicht einen sturen Weg gehen. Töten wir nun einen
Gegner, so können wir wichtige Objekte bei ihm finden. Waffen sind genauso
vorhanden, wie dringend benötigte Munition. Hin und wieder erhalten wir auch
Medipacks, Karten oder nützliche Informationen. Allerdings haben diese
Durchsuchungen einen Nachteil: Wir müssen unsere Deckung verlassen und zu
den toten Soldaten gehen. Hierdurch sind wir ein willkommenes Ziel für
versteckte Scharfschützen. Das ganze wird natürlich durch eingespielte
Ingame-Filme zusammengehalten. Der Spieler wird also nie grundlos etwas
erledigen müssen. So schleichen wir uns nun durch die unterschiedlichen
Missionen und erfüllen diverse Aufträge. Wer vom Einzelspielermodus genug
hat, darf sich auch noch in den Mehrspielerbereich wagen. Zum einen dürft
Ihr mit einem Freund per Splitscreen den Koop-Modus durchspielen und zum
anderen im Onlinemodus unterschiedliche Multiplayer-Modis bestreiten. Bis zu
acht Spieler können an den Spielarten Deathmatch, Team-Deathmatch und
Attentat teilnehmen.
Technik:
Sniper Elite hat eine recht ansprechende Grafik. Allerdings sind die
Texturen etwas unscharf. Außerdem kann man die Feinde nicht gut erkennen.
Diese gehen förmlich in der Umgebung unter. Hinzu kommt, dass alles sehr
gleich aussieht. Dennoch wirkt die ganze Umgebung sehr realistisch. Das
liegt jetzt nicht nur an den gut gemachten Ruinen, sondern auch
an den Effekten - wie einschlagende Bomben, Rauch, Feuer und Explosionen. Hinzu kommen
gute Licht- und
Schatteneffekte. Hierdurch wird eine gute Atmosphäre erschaffen, die
zusätzliche Spannung aufbaut. Selbst mit den Figuren kann man zufrieden
sein. Diese sehen genauso gut aus, wie die Animationen. Der Sound kann mit
dem guten Niveau der Grafik mithalten. Es klingt wirklich phantastisch, wenn
Bomben neben uns einschlagen, Motoren von Panzern dröhnen oder tieffliegende Flugzeuge über uns hinweg brausen. Hinzu kommen schreiende
Menschen, Stimmen im Hintergrund und gute deutsche Synchronsprecher. Die
Steuerung ist recht ordentlich ausgefallen. Vor allem mit der Egoansicht
wird man schnell klar kommen. Das agieren aus der Third-Person-Perspektive
ist ein wenig problematischer. Das liegt vor allem an der etwas
gewöhnungsbedürftigen Spielfigur. Diese reagiert etwas träge auf unsere
Anweisungen. Hinzu kommt, dass die Spielfigur an diversen Gegenständen
hängen bleibt. Außerdem wird es uns nicht erlaubt von Erhöhungen herunter zu
springen. Beeindruckend ist dafür aber die KI
der CPU-Figuren. Die Gegner verhalten sich wirklich intelligent und so
ergibt sich auch ein knackiger Schwierigkeitsgrad. Zum Glück kann man diesen
so anpassen, dass Anfänger aber auch Genrekenner eine Herausforderung
finden. Nett ist auch noch, dass wir einen spaßigen Mehrspielerbereich
bekommen, der ebenfalls einige Stunden binden kann. Fasst man nun alles
zusammen, so kann man grundlegend mit der Technik zufrieden sein. Es gibt
zwar ein paar Kritikpunkte aber diese stören kaum das ansonsten gute
Gameplay.
Fazit:
Natürlich spricht Sniper Elite nicht jeden Spieler an. Das liegt zum einen
an dem sehr taktischen Gameplay. Wer bei Sniper Elite einfach nur nach vorne
stürmt, wird schnell den Ladebildschirm sehen. Das Spiel bietet zwar
genügend Action, allerdings nur, wenn wir strategisch vorgehen. Der Spieler
muss immer erst die Umgebung sondieren, bevor er handelt. Macht Ihr das
nicht, so werden versteckte Scharfschützen schnell das Feuer auf Euch
eröffnen. Natürlich macht diese Vorgehensweise auch Spaß, denn der
Hersteller hat eine unglaubliche Spannung aufgebaut und so agiert man gerne
in den vielen unterschiedlichen Levels. Etwas Probleme könnten allerdings
Anfänger bekommen, denn der Schwierigkeitsgrad ist relativ hoch. Genrekenner werden dagegen mit dem Spiel förmlich verschmelzen, denn
wirklich unfair geht es kaum zu. Wer also aktuell ein spannendes und
atmosphärisch dichtes Spiel sucht, darf gerne zu diesem Actionspiel greifen.
Da uns Sniper Elite recht gut gefallen hat, können wir es jedem Spieler ans
Herz legen.
Features:
- Packender Einzelspielermodus! Erledigen Sie in 28 spannenden Levels
gefährliche Geheimmissionen im umkämpften Berlin.
- Hoher Wiederspielwert: Die clevere KI verhält sich äußerst realistisch und
macht Ihnen das Leben schwer.
- Umfangreicher Mehrspielermodus! Spielen Sie entweder online oder im
Koop-Modus mit einem Freund. Drei unterschiedliche Mehrspieler-Modi:
Deathmatch, Team-Deathmatch und Attentat bieten dabei jede Menge
Abwechslung. Zeigen Sie mittels detaillierter Ranglisten, dass Sie der
geborene Scharfschütze sind.
- Einzigartiges Spielerlebnis! Berücksichtigen Sie Erdanziehung, Wind und
Ihren Herzschlag, bevor Sie abdrücken.
- Eine atemberaubende Weitsicht ermöglicht Treffer aus unvorstellbaren
Reichweiten.
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