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Einleitung:
Wie in jedem Jahr kommen die neuen
Winterspiele rechtzeitig zur kalten Jahreszeit auf den deutschen
Markt. Nach diversen anderen Skirennspielen schickt nun auch Jowood
das Deep Silver-Spiel Ski Racing 2006 auf die virtuelle Piste.
Natürlich darf ein bekannter Sportler nicht fehlen und so dürfen
sich alle Spieler auf Hermann Maier freuen. Das Spiel wird übrigens
für PC, Playstation 2 und Xbox veröffentlicht. Wir konnten uns jetzt
die fertige PC-Version anschauen. Ob sich eine Anschaffung für
Rennskifans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir uns auf die virtuellen Pisten begeben, kommen wir erst einmal in
das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte Freier Lauf, Weltcup,
Multiplayer, Tutorial, Optionen, Extras und Skifahrer Profile. Wie gewohnt
kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Der
Punkt Skifahrer Profile beinhaltet alle Daten und Einstellungen des Fahrers
- wie zum Beispiel zusätzlich gewonnenes Material, Fortschritt im Weltcup
und so weiter. Beim erstmaligen Spielen wird man gefragt, ob man ein neues
Profil erstellen möchte, da das Spiel zumindest einen aktiven Spieler
(Profil) benötigt um zu starten. Selbstverständlich dürfen hier mehrere
Spieler ihr eigenes Profil oder ein Spieler mehrere Profile erstellen. Im
Extra Menü können wir uns dann Rekorde alle Events ansehen, Wiederholungen
betrachten oder im Event Editor eigene Kurse kreieren. Kommen wir nun zu den
eigentlichen Spielarten. Am Anfang sollte jeder erst einmal das Tutorial
durchspielen. Hier werden uns in kleinen Schritten die Steuerung und das
Spielprinzip näher gebracht. Vom Start bis zum Zieleinlauf werden wir alle
spielrelevanten Inhalte kennen lernen und diese auch ausgiebig üben können.
Am Anfang sollte man zusätzlich unter Freier Lauf noch ein wenig trainieren.
Hierdurch macht man sich endgültig fit für den Weltcup. Dieser ist dann auch
das Herzstück in dem Spiel. Der Weltcup-Modus ist die Spielart, in dem man
die Karriere eines Ski Neulings übernimmt, Trainingsfahrten absolviert,
Erfahrungspunkte sammelt, Skills verbessert und neue Ski Materialien
freispielt. Erfahrungspunkte bekommt man, indem man Rennen beendet. Wenn ein
Spieler ein Rennen beendet erhält er automatisch 50 Erfahrungspunkte und
abhängig von der Platzierung bis zu 50 weitere Erfahrungspunkte. Wenn man
eine gewisse Anzahl an Erfahrungspunkte erreicht, erhält man einen zur
freien Aufteilung bestimmten Skillpunkt, welcher auf die Skills aufgeteilt
werden kann. Hierdurch wird man seinen Fahrer bzw. seine Fähigkeiten
verbessern. Die Skills werden übrigens in die Bereiche Geschwindigkeit,
Sprung, Explosivität und Aufkanten unterteilt. So nun starten wir in die
einzelnen Rennen. Das Spiel bietet vier unterschiedliche Rennspielarten an:
Abfahrt, Slalom, Super-G und Riesenslalom. Hinzu kommen Kombinationsrennen.
In der Start-Phase müssen wir den richtigen Zeitpunkt erwischen um mit einer
optimalen Power-Leiste zu starten. Anschließend folgt die Skating-Phase, bei
der wir ebenfalls den richtigen Punkt auf der Power Leiste erwischen
sollten. Ist uns beides gelungen, so stehen die Chancen recht gut, das wir
eine gute Zeit fahren.
Natürlich müssen wir auch im restlichen Rennen Leistung bringen um am Ende
auf dem Treppchen zu stehen. Im Rennen können wir selbstverständlich
verschiedene Bewegungen ausführen. Zum einen kann unserer Fahrer in die
Hocke gehen um den Luftwiderstand zu verringern. Hierdurch werden wir
schneller. Durch das aufrichten unseres Körpers erhöhen wir den
Luftwiderstand und erhalten mehr Kontrolle über unseren Sportler. Außerdem
können wir Craven. Dieses geschieht automatisch, wenn wir nach links oder
rechts steuern. Craven beeinflusst die Geschwindigkeit kaum, erweitert aber
den Kurvenradius enorm. Wenn wir die Ideallinie verpassen und das nächste
Tor voraussichtlich nicht mehr erwischen, bleibt nur noch die Möglichkeit
des Aufkantens. Wir verlieren zwar stark an Geschwindigkeit aber dafür
können wir extrem einlenken. An Hügeln kommt es außerdem öfters mal
dazu, dass unser Skifahrer abhebt. Eine sichere Landung müssen wir
selbstverständlich hinbekommen um nicht an Geschwindigkeit zu verlieren oder
zu stürzen. Wer mag darf auch einen Sprung unterdrücken. Als letztes gibt es
noch den Crave Boost. Der allgemeine Zustand des Fahrers bestimmt wie oft
wir dieses verwenden können. Der Crave Boost sollte für die schwierigsten
Stellen auf den Strecken aufgespart werden, da dieser nur begrenzt anwendbar
ist. Durch Benutzung des Crave Boost bekommt der Fahrer mehr Grip, was dazu
führt, dass die Kurven besser geschnitten werden können - und zwar ohne
Zeitverlust. Der Balken selbst wird allerdings durch schlechte Landungen
(nach Sprüngen) oder durch Erschöpfung verringert. Oftmals entscheidet sich
ein Rennen mit diesem Feature, da man damit gut Zeit rausholen kann. Während
der Rennen ermüdet der Fahrer langsam aber sicher. Die Zeit zwischen den
Rennen entscheidet wie viel Ausdauer der Fahrer regeneriert. Die Anzahl der Carve Boosts steht in Relation zur Ausdauer - die am Anfang des Rennens zur
Verfügung steht. Es ist eine wichtige strategische Entscheidung, ob es nicht
besser wäre das eine oder andere Rennen zu überspringen um dem Fahrer Zeit
zum Regenerieren zu geben. Hierdurch können wir nachfolgende Rennen
erfolgreicher bestreiten. So fahren wir nun ein Rennen nach dem anderen und
erhalten für unsere Erfolge Erfahrungspunkte. Haben wir mit der Zeit unseren
Fahrer immer weiter aufgebaut, steht dem ganz großen Erfolg nichts mehr im
Wege. Das war aber noch nicht alles. Der Sponsor Atomic wird während der
Saison spezielle Events anbieten, in welchen man neues und besseres
Equipment erhalten kann. Neue Ausrüstungsgegenstände erhalten wir auch
während einer Saison und natürlich können wir unseren Fahrer zu jedem
Zeitpunkt neu ausstatten. Wer dann genug vom Singelplayermodus hat, darf sich
auch im Multiplayerbereich auslassen. Hier kann man dann Online, per LAN
oder im Splitscreen fahren, eigene Turniere austragen und den wahren
Weltmeister ermitteln.
Technik:
Die Grafik kann voll überzeugen. Neben schönen Schnee-Texturen gibt es auch
Wettereffekte, Hintergründe und diverse Objekte. Ab einer bestimmten
Geschwindigkeit setzt ein Blur-Effekt ein, wodurch die Randbereiche
verwischen. Ein toller Effekt der die hohen Geschwindigkeiten gut rüber
bringt. Mit den Spielfiguren und deren Animationen kann man ebenfalls sehr
gut leben. Diese sehen sehr realistisch aus und so fährt man gerne mit
seinem virtuellen Sportler die Pisten herunter. Der Sound ist ein wenig
schlechter ausgefallen. Vor allem die Umgebungsgeräusche hätten besser sein
können. Hier hören wir nur ein paar Wind- und Schneegeräusche - die genauso
eintönig rüber kommen wie das monotone Geklatsche der Zuschauer oder
Kuhglocken. Hinzu kommt, dass kein Kommentator vorhanden ist - der hin und
wieder mit ein paar flotten Sprüchen für Abwechslung sorgt. So können wir
wirklich nur den Ingamegeräuschen lauschen. Mit der Steuerung wird jeder
Spieler sofort klar kommen. Dank eines netten Tutorial wird man auch sofort
ein Rennen bestreiten können. Hinzu kommt, dass die Spielfigur gut auf
unsere Anweisungen reagiert und sich auch realistisch auf der Piste verhält.
Selbst frustrierende Stürze kommen nur dann zustande, wenn wir grobe
Fahrfehler begehen. Die Kamera hat dann ebenfalls alles im Blick und so
steht einem guten Gameplay nichts mehr im Wege. Da dann auch noch drei
unterschiedliche Schwierigkeitsgrade vorhanden sind, wird jeder Spieler eine
angemessene Herausforderung finden. Fasst man nun alles zusammen, so kann
man durchaus zufrieden mit der technischen Seite sein.
Fazit:
Ski Racing 2006 ist ein wirklich gutes Skirennspiel. Durch das realistische
Fahrgefühl und einer guten Optik fährt man sehr gerne die unterschiedlichen
Pisten herunter. Nett sind auch die originalen Strecken, das Skill-System
und die vielen Ausrüstungsgegenstände. Hierdurch wird man gut motiviert
immer weiter zu spielen. Da wir dann auch immer wieder andere Rennen
bestreiten müssen, wird auch viel Abwechslung angeboten. Das liegt vor allem
daran, dass wir bei einem Super-G-Rennen komplett anders fahren müssen wie
bei einem Abfahrtslauf oder einem Slalom-Kurs. Der Einstieg in das Spiel
wird auch relativ leicht gemacht, denn neben einem guten Tutorial ist auch
eine einfache Menüsteuerung vorhanden. Hier wir sich jeder sehr schnell zu
Recht finden. Schade ist eigentlich nur, dass der Sound etwas dürftig
ausgefallen ist. Manche werden natürlich sagen, dass dieser realistisch
klingt. Schließlich hört man bei einem richtigen Rennen auch nur die
normalen Umgebungsgeräusche. Mit der Zeit wird der Sound aber langweilig und
so wünscht man sich schnell einen guten Kommentator, der hin und wieder
einen Witz reißt. Wer also aktuell ein gutes Skirennspiel sucht darf ohne
große Überlegungen zu diesem Titel greifen. Ski Racing 2006 bietet fast
alles, was sich Skirennspielfans wünschen. Uns hat dieses Spiel sehr gut
gefallen und daher können wir das neuste Deep-Silver-Spiel auch zum Kauf
empfehlen.
Features:
- Alle originalen Strecken der Saison 2005/2006
- Offizielle Lizenzen der berühmtesten Ski Fahrer aus dem Weltcup (Hermann
Maler, Daron Rahlves, Kalle Palander uvm...)
- Verschiedene Spielmodi: bestreite die Weltcupsaison als blutiger Anfänger
oder geh mit einem der Stars an den Start
- Drei verschiedene Schwierigkeitsgrade: von "Acarde" bis "Simulation"
- Multiplayer Mode via LAN oder Internet mit bis zu 32 Spielern
gleichzeitig.
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