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Einleitung:
Ohne Zweifel zählt Simon
the Sorcerer mit zu bekanntesten und erfolgreichsten Adventurespielen aller
Zeiten. Schon seit 1993 erfreut uns der etwas andere Zauberlehrling in
regelmäßigen Abständen mit seinen Abenteuern. Mittlerweile sind wir schon
beim fünften Teil angekommen. Dieser wurde vom deutschen Entwickler Silver
Style Entertainment hergestellt und über Atari auf den deutschen Markt
gebracht. Wir konnten uns die fertige PC-Version von Simon the Sorcerer: Wer
will schon Kontakt? in den letzten Tagen ausgiebig ansehen. Ob sich das
Spiel für Fans des Adventuregenres lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Wie nicht anders zu erwarten war, kommt Simon the Sorcerer: Wer will schon
Kontakt? nicht ohne eine Story aus. Das neue Jahr fangt ja gut an… Statt in
Ruhe vor der Glotze abhängen zu können, muss Simon sich mit verschrobenen
Aliens herum schlagen. Und als ob das nicht reicht, wird auch noch seine
Freundin Alix entführt! Bewaffnet mit Zauberhut und schrägen Ideen, tritt er
eine verrückte Reise quer durch die Galaxie an… Ob tiefschürfende
Maulwurfsagenten, riesige Weltraumtintenfische oder geschminkte Piraten -
Simon bleibt dabei nichts erspart! Bei seiner Rettungsmission kommt Simon
weit rum. Neben der mittelalterlichen Zauberstadt verschlägt es den
wortgewandten Zauberer an zahlreiche Schauplätze. So bereist Simon etwa eine
futuristisch anmutende Unterwelt, idyllische Karibikstrände oder begibt sich
im dampfgetriebenen Raumschiff in die unendlichen Weiten des Weltalls. Doch
für Sightseeing bleibt wenig Zeit, denn die seltsamsten Wesen kreuzen Simons
Weg und werfen immer neue Rätsel auf. Aber mit seinem gewohnt frechen
Mundwerk und einer gehörigen Portion List funktioniert Simon die nutzlosen
Gesellen kurzerhand zu unfreiwilligen Helfern der dritten Art um. Bevor wir
jetzt zu viel verraten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen.
Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü.
Hier darf man wie gewohnt die spielrelevanten Einstellungen verändern, einen
bestehenden Spielstand laden oder ein neues Abenteuer beginnen. Nachdem Ihr
letzteres getan habt, wird das Game durch einen kleinen Film passend
eingeleitet. Es folgt noch eine kleine Erklärung zur Steuerung und schon
schlüpfen wir in die Haut des sympathischen Zauberers.
Kommen wir nun zum Gameplay. Wir agieren mit unserer Spielfigur genretypisch
in einer festen Hintergrundgrafik. Mit unserer Maus bewegen wir den Cursor.
Interessante Objekte kann man nun wahlweise ansehen, um nette Infos zu
bekommen, diese benutzen oder in unser Inventar packen. Halt so, wie man es
von Adventurespielen kennt. Klickt Ihr an einen Gegenstand oder auf den
Boden, so bewegt sich unser Held dort hin. Wir müssen nun das
Hintergrundbild nach nützlichen Orten absuchen. Damit der Spieler nicht das
ganze Bild haarklein abgrasen muss, gönnt uns der Hersteller eine kleine
Hilfefunktion. Mit einem Druck auf die H-Taste werden alle wichtigen Orte
mit einem kleinen Schriftzug kenntlich gemacht. Wir sehen also schnell, was
wichtig ist und was nicht. Die eingesammelten Objekte darf man dann im
Inventar betrachten, gegebenenfalls kombinieren und an dafür vorgesehene
Orte einsetzen. Das war selbstverständlich noch nicht alles. Daneben müssen
wir noch viele witzige Gespräche führen. Sobald wir einen anderen Charakter
erblicken, erscheint ein Sprechblasensymbol - wenn wir mit der Maus darüber
gehen. Nun können wir mit der Person reden. Das geschieht über vordefinierte
Sätze, die wir frei auswählen können. Das diese Dialoge mit das wichtigste
in dem Spiel sind, muss ich wohl nicht unbedingt erwähnen. Schließlich
erfahren wir hier vieles über die Story und unsere Aufgaben. Außerdem
sprühen diese Gespräche nur so vor Witz. Klar ist Humor Ansichtssache. Ohne
Zweifel gab es schon Spiele die witziger waren. Dennoch kommen immer wieder
Sprüche aus den Boxen, die einen zum Lachen bringen. So agieren wir nun in
dem Spiel durch die diversen Bilder, suchen diese nach nützlichen Sachen ab,
sammeln alles ein, kombinieren die Gegenstände, setzen die Objekte an dafür
vorgesehene Orte wieder ein, lösen Rätsel, erledigen diverse Aufgaben und
führen viele ausschweifende Gespräche. Das ganze wird dann noch durch viele
gut inszenierte Filme zusammengehalten, die wunderbar die abgedrehte Story
erzählen. Rundum ein Adventurespiel das viel Spaß macht.
Technik:
Die technische Seite kann voll überzeugen. Da wäre zum einen die Grafik. Der
hier gezeigt Cel-Shading-Look passt ideal zum Spiel. Die Charaktere sehen
fast perfekt aus und auch die Hintergrundbilder können mit ihren vielen
Details überzeugen. Das ganze wird dann noch durch gute Filmeinspielungen
abgerundet. Einziger Kritikpunkt sind die etwas steifen Animationen.
Wirklich störend ist das aber nicht. Auf einem ähnlich hohen Niveau bewegt
sich der Sound. Neben einer netten Musik, werden wir viele passend
eingespielte Ingamegeräusche zu hören bekommen. Das Wichtigste bei so einem Spiel
sind natürlich die Synchronsprecher. Diese machen ihre Arbeit wirklich gut.
Allerdings klingen die Stimmen von den Nebencharakteren oftmals besser als
die vom Haupthelden Simon. Dennoch kann man den Dialogen, vor allem wegen
des Humors, gut zuhören. Die Steuerung ist vorbildlich. Mit der Maus können
wir wirklich alles machen. Da sich das Spiel am Genre orientiert, wird jeder
sofort mit dem Game klar kommen. Nett ist auch die Hilfefunktion. Mit einem
Tastendruck können wir uns alle wichtigen Orte in einem Abschnitt direkt
anzeigen lassen. Langes und somit frustrierendes Absuchen der Bilder
entfällt zum Glück. Wer dennoch Probleme bekommt, der darf auch noch ein
nützliches Tagebuch nutzen. Hier wird alles Mögliche eingetragen, was uns im
Spiel oftmals hilft. Der Schwierigkeitsgrad ist dann auch noch recht
einfach. Die Rätsel sind allesamt logisch aufgebaut und dank vieler
Hinweise, wird man fast jede Aufgabe auf Anhieb lösen. Nur selten gönnt man
uns echte Kopfnüsse.
Fazit:
Simon the Sorcerer: Wer will schon Kontakt? ist ohne Zweifel ein gutes
Adventurespiel geworden. Klar revolutioniert es nicht das Genre, denn das
Spiel setzt auf bekannte Kost. Schlimm ist das aber nicht, denn Fans der
Serie werden die Rätsel genauso mögen, wie die kunterbunte Welt, die
abgefahrene Story und die witzigen Dialoge. Hier wird zwar kein permanentes
Lachfeuerwerk abgefeuert, dennoch erwischt man sich immer wieder, wie man
über die Gespräche schmunzelt. Auch das Gameplay ist sehr einfach. Gerade
jüngere Spieler werden damit und mit der einfachen Steuerung sofort klar
kommen. Wirkliche Frustmomente gibt es wirklich nicht in dem Spiel. Leider
bedeutet das aber auch, dass die Spielzeit relativ kurz ausfällt. Geübte
Spieler werden den Abspann nach gut acht Stunden sehen. Das ist aber nichts
Neues in dem Genre. Wer also einfache und leicht zu verdauende Adventurekost
bevorzugt und den kleinen Zauberer mag, der darf ohne Bedenken bei dem Spiel
zuschlagen. Auch wenn Simon the Sorcerer: Wer will schon Kontakt? nichts
Außergewöhnliches bietet, konnte das Spiel unsere Erwartungen voll erfüllen
und daher können wir eine Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Fortsetzung der weltbekannten Simon the Sorcerer-Reihe
-Abwechslungsreiche und wendungsreiche Story
- Fünf verschiedene Spielszenarien sorgen für abwechslungsreiches Gameplay
- Hochkarätige Synchronsprecher u. a. die deutschen Stimmen von George
Clooney und Robin Williams
- Individuelle Psychogramm-Erstellung am Spielende, je nach Spielweise
- Hochdetaillierte 2D/3D-Grafik mit Cel-Shading
- Intuitive Steuerung für Könner und Anfänger
- Questjournal mit integrierter Hilfefunktion
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