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Simon the Sorcerer: Chaos ist das halbe Leben - Review (PC)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Adventurefans können sich aktuell wirklich nicht beklagen. Obwohl das Genre vor einiger Zeit am Boden lag, kommen jetzt immer wieder erstklassige Genrevertreter auf den deutschen Markt. Vor allem bekannte Erfolgsserien erfreuen uns mit neuen und zeitgemäßen Nachfolgeteilen. Eine der bekanntesten Adventurereihen ist ohne Zweifel Simon the Sorcerer. Die Serie konnte sich bis jetzt über 600.000-mal verkaufen. Die Erfolgsgeschichte wird nun mit Simon the Sorcerer: Chaos ist das halbe Leben fortgesetzt. Wir konnten das Silver Style-Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob das neuste Point&Click-Adventure an alte Erfolge anknüpfen kann, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Zu einem anständigen Adventurespiel gehört natürlich eine Story. Im Mittelpunkt steht der chaotische Zauberlehrling Simon. Seit seinen früheren Abenteuern ist Simon ein wahrer Meister darin, böse Zauberer zu besiegen, holde Maiden aus dunklen Verliesen zu befreien und giftige Sumpfsuppe auszulöffeln. Doch diesmal steht er einer Gefahr gegenüber, wie sie schlimmer gar nicht sein könnte: Sich selbst! Oder vielmehr einem fiesen Schurken, der genauso aussieht wie er. Simon heftet sich auf die Fersen seines Doppelgängers, um dessen finstere Pläne auszukundschaften, und erlebt dabei sein blaues Wunder. Bevor wir nun in das witzige Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint ein einführendes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe, das das Spiel und die Geschichte passend einleitet. Simon hat es nicht leicht in seiner eigenen Realität. In der fernen Zauberwelt wurde er als Held gefeiert, doch in seiner eigenen Wirklichkeit will ihm nichts richtig gelingen. Nicht mal eine kleinliche Diskussion mit seinem jüngeren Bruder ums Fernsehprogramm kann er für sich entscheiden: Eine heranfliegende Fernbedienung schickt ihn in den unfreiwilligen Mittagsschlaf. Im Traum erscheint ihm eine wohl bekannte junge Lady. Es ist Alix, die Enkelin des Zauberers Calypso, der Simon damals zum ersten Mal in die Zauberwelt rief. Alix berichtet, dass die ferne Dimension in schrecklicher Gefahr sei und dass er gebraucht würde, um die Bewohner vor dem Übel zu retten. Das lässt sich Simon nicht zweimal sagen. Er lädt seinen guten, alten Dimensionsreise-Kleiderschrank mit einem Energy-Drink auf und startet seine Reise in die Zauberwelt. Dort angekommen, sollen genretypische Aufgaben bewältigt werden. Zum einen werden wir viele Objekte untersuchen müssen. Natürlich kommentiert Simon alle Handlungen und so wird das Absuchen der Bildabschnitte selten langweilig. Nützliche Gegenstände nimmt der kleine Zauberer - wie nicht anders zu erwarten - mit, schließlich könnte man sie für eine spätere Aufgabe noch gebrauchen. In unserem Inventar finden wir dann die eingesammelten Gegenstände, die wir jetzt in aller Ruhe untersuchen können. Der Akteur darf diese selbstverständlich auch kombinieren und an bestimmten Orten einsetzen.

Viele Rätsel lösen wir mit den unmöglichsten Sachen. Zum Glück nimmt unsere Spielfigur nur Utensilien auf, die auch wirklich benötigt werden. So entsteht kein Chaos in unserem Inventar. Das schützt uns allerdings nicht vor der Tatsache, dass wir vieles auszuprobieren müssen. Nicht immer ist in einem Bildabschnitt sofort erkennbar, welche Gegenstände aktuell benötigt werden. Damit wir es etwas einfacher haben, hat uns der Hersteller eine Hotspot-Funktion gegönnt. Mit einem einfachen Tastendruck kann man sich alle spielrelevanten Orte in einem Bild anzeigen lassen. So entgeht einem garantiert nichts. Wer diese Hilfe nicht mag, darf selbstverständlich auch auf konventionelle Weise mit der Maus den Bildschirm absuchen. Fahren wir mit der Maus über ein Objekt verändert sich der Cursor. Somit bekommen wir neben der normalen Mausanzeige auch eine Aktions-, Kombinations-, Dialog- Untersuchen- oder Ausgangs-Mausanzeige zu sehen. Hinzu kommt bei Gesprächen oder Filmen, dass wir diese durch die Fast-Forward-Mausanzeige beschleunigen bzw. abbrechen dürfen. Neben den Suchaktionen sollen wir auch viele Gespräche führen, wodurch der Spieler immer wieder wichtige Informationen bekommt. Diese werden natürlich mit deutscher Sprachausgabe wiedergegeben. Zwischen den gesprochenen Sätzen stellt uns das Spiel immer wieder vor die Wahl, andere Antworten zu geben. Hierdurch beeinflussen wir die Dialoge und können so den Gesprächen ganz neu Wendungen geben. Die Gespräche laufen selbstverständlich nicht ohne ausreichenden Humor ab. Immer wieder feuern die Figuren Sätze ab, die einen zum schmunzeln bringen. Da dann noch - während unserer normalen Handlungen - viele Kommentare von Simon eingespielt werden, wird man während des gesamten Spiels bestens unterhalten. Damit wir den Überblick nicht verlieren, finden wir im Menü ein Journal. In diesem werden alle aktuellen und bereits erledigten Aufgaben aufgelistet. Der Spieler weiß also immer, was er als nächstes erledigen soll. Meistens beschränken sich die Aufgaben darin, dass der Akteur etwas besorgen muss. Haben wir den richtigen Gegenstand eingesammelt, brauchen wir diesen nur mit einem anderen zu kombinieren und/oder diesen an den dafür vorgesehenen Ort benutzen. Hierdurch werden fast alle Rätsel gelöst. So agieren wir nun durch die unterschiedlichen Spielabschnitte, untersuchen die detailreiche Welt nach wichtigen Objekten, führen viele witzige Gespräche, lösen ein Rätsel nach dem anderen und folgen der recht ansprechenden Story.

 

Technik:

Mit der technischen Seite kann man sehr gut leben. Wir werden zum einen eine tolle Spielwelt erblicken, die viele Details aufweist. Dabei zeigt das Spiel immer wieder andere Umgebungen. Vom Wald bis hin zur Stadt ist alles vorhanden. Die einzelnen Abschnitte wurden liebevoll gestaltet und dank kleinerer Animationen sieht jeder Ort sehr lebendig aus. Nett wurden auch die Spielfiguren animiert und modelliert. Sie bewegen sich ansprechend durch die Hintergrundbilder. Etwas schade ist allerdings, dass die Sprachausgaben nicht Lippensynchron sind. Hier hätte man eindeutig mehr machen können. Der Sound bewegt sich auf einem guten Niveau. Zum einen werden wir viele Umgebungsgeräusche hören. Hierdurch entsteht eine tolle Atmosphäre. Hinzu kommt eine stimmungsvolle Musik, die selbst nach Stunden nicht nervt. Die Synchronsprecher machen dann noch ihre Arbeit recht gut. Allerdings passt nicht jede Stimme zur gezeigten Person. Das stört allerdings nur wenig. Viel zu sehr konzentriert man sich auf die vielen witzigen Sprüche, die einen immer wieder zum schmunzeln bringen. Sehr einfach ist auch die Steuerung. Diese ist genretypisch und so kommt jeder sehr schnell mit der Lenkung klar. Hinzu kommt, dass unsere Spielfigur sehr direkt auf unsere Anweisungen reagiert. Nett sind auch die eingebauten Hilfen und die Hotspot-Funktion. Wer keine Lust auf langwierige Absuchaktionen hat, der kann diese ausgiebig nutzen. Die Menüs und das Inventar sind außerdem sehr übersichtlich. Die feste Kameraeinstellung hat dann noch zu jeder Zeit alles gut im Blick. Egal wohin wir uns bewegen, kein Detail entgeht unserem Auge. Relativ einfach ist auch der Schwierigkeitsgrad. Wenn Ihr den Gesprächen gut lauscht und alles gründlich absucht, werdet Ihr fast jedes Rätsel auf Anhieb lösen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die Technik voll überzeugen.

 

Fazit:

Simon the Sorcerer: Chaos ist das halbe Leben ist ein nettes Adventurespiel. Viele unterschiedliche Orte laden uns zu ausgiebigen Erkundungstouren ein. Die skurrile Märchenwelt passt ideal zu Spiel und so hält man sich sehr gerne dort auf. Nett sind vor allem die vielen Dialoge, die einen oftmals zum lachen bringen. Dank auswählbarer Antworten, darf man diese auch beeinflussen. Hierdurch bekommt man das Gefühl, die Story maßgeblich zu beeinflussen. Nett ist auch, dass wir viele bekannte Charaktere wieder treffen. Gerade altgediente Simon the Sorcerer-Fans werden dieses begrüßen. Das Gameplay selber ist leider recht einfach ausgefallen. Wohl nur Anfänger werden bei den leichten Rätseln auf ihre Kosten kommen. Genrefanatiker dagegen werden kaum gefordert. Wirklich schlimm ist dieses allerdings nicht, denn dadurch kann man das Spiel sehr flüssig durchspielen. Das liegt selbstverständlich auch an der guten Bedienung. Wer schon einmal ein Adventurespiel gespielt hat, wird sofort mit dem Game klar kommen. Klar gibt es auch ein paar Punkte die stören. Es sieht zum Teil etwas lächerlich aus, wenn Figuren nicht Lippensynchron sprechen. Ein paar Sprecher passen dann auch nicht zu den gezeigten Charakteren. Nervig sind ebenfalls manche zu lang geratenen Dialoge, die ruhig etwas kürzer hätten ausfallen können. Dennoch stören die kleinen Kritikpunkte kaum das ansonsten gute Gameplay. Wer also gerne klassische Point&Click-Adventure mag, der kann ohne Bedenken bei diesem lustigen Spiel zuschlagen. Uns hat Simon the Sorcerer: Chaos ist das halbe Leben sehr gut gefallen und daher können wir es jedem Genrefan ans Herz legen.

 

Features:

- Erleben Sie das Abenteuer Ihres Lebens mit dem einzig wahren Zauberlehrling
- Wendungsreiche Story mit mehr als 40 originellen Charakteren
- Hunderte innovativer und durchgängig logischer Rätsel
- Komfortables Questtagebuch für die optimale Übersicht zu allen Aufgaben
- Toller Soundtrack und Sprachausgabe für alle Charaktere
- Einfache Point & Click-Steuerung für direkten Einstieg in das Spielgeschehen

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Simon the Sorcerer: Chaos ist das halbe Leben (PC)

 
 RTL Simon the Sorcerer - Chaos ist das halbe Leben
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 79 %  
Sound: 81 %  
Bedienung: 87 %  
Singleplayer: 83 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 85 %  
Gesamtwertung:  83 %  

Systemanforderungen:

- Windows 98/2000/XP
- Intel Pentium 4 mit 2,0 GHz
- 3D-Grafikkarte mit 64 MB RAM
- 512 MB RAM Arbeitsspeicher
- 4 GB freier Festplattenspeicher
- DirectX 9.0c
- DVD-Laufwerk

 


 

 

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