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Einleitung:
Rundenbasierende Strategiespiele sind
auf dem Computer schon seid Jahren sehr beliebt. So verwundert es
auch keinen mehr, dass immer wieder neue Spiele auf den Markt
kommen. Über Bigben Interactive erscheint nun ein neues Spiel in
Deutschland, das im "Zweiten Weltkrieg" angesiedelt ist. Das Spiel
mit dem Titel Silent Storm will das Genre neu beleben. Wir konnten
jetzt die fertige Version testen. Ob sich das Spiel lohnt erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Nachdem das Spiel gestartet wurde erscheint das Hauptmenü. In diesem
findet Ihr Punkte wie Credits, Optionen, Spiel laden, Eigens Spiel,
Kampagne und Tutorial. Bei Optionen lassen sich alle Spielrelevanten
Einstellungen vornehmen. Bevor man nun mit dem eigentlichen Spiel
beginnt sollte jeder erst einmal das Tutorial durchspielen. Hier
wird die Steuerung und alle nötigen Handlungen erklärt. Hat der
Spieler dieses erst einmal hinter sich gebracht kann er sofort mit
dem eigentlichen Spiel im Kampagnemodus beginnen. Falls noch weitere
Fragen aufkommen darf man das gut geschriebene Handbuch zu rate
ziehen. Außerdem werden im Spiel nützliche Tips gegeben - die gerade
am Anfang alles gut erläutern. Der Spieler kann in dem Spiel nun
wahlweise auf der Seite der Achsenmächte oder als alliierter Soldat
agieren. Bei den Achsenmächten sind es die Nationen Deutschland,
Italien und Japan, während England, Russland und die USA bei den
Alliierten zur Wahl stehen. Im Anschluss wird ein Charakter
erstellt. Auch hier hat man verschiedene Möglichkeiten zu Auswahl.
Entweder nimmt man vordefinierte Soldaten oder man kreiert einen
Kämpfer selber. Dabei wird wie in einem Rollenspiel Fähigkeitspunkte
genauso verteilt wie Treffsicherheit oder Waffen. Nachdem die
Grundeinstellungen vorgenommen wurden, beginnt das eigentliche Spiel
im Jahre 1943 - mitten im "Zweiten Weltkrieges". Je nach
Seitenauswahl beginnt nun eine andere nicht-lineare Kampagne.
Für ein Spiel wird eine Einsatzgruppe erstellt. Diese Gruppe besteht
aus maximal sechs Soldaten, die von Euch und Eurem Hauptcharakter
befehligt werden. Die Soldaten haben dabei unterschiedliche Berufe.
So sind neben Soldaten auch Kundschafter, Ärzte, Grenadiere,
Scharfschützen und Ingenieure vorhanden. Die Spielfiguren sind
eigenständige Charaktere, die jeweils nach ihrer Konstellation
verschiedene Aktionspunkte (AP) besitzen. Diese werden in jeder
Runde verwendet um verschiedene Aktionen auszuführen. Dazu gehören
Bewegungen genauso wie das Schießen oder das Öffnen einer Tür. Jede
Aktion benötigt nun eine bestimmte Anzahl von AP´s und so muss der
Spieler gut überlegen welche Aktionen er ausführt, bevor die Runde
zu Ende ist. Dabei können die Figuren auch defensive Aktionen
ausführen wie z.B. in Deckung gehen. Wenn man nun mit einer Gruppe
agiert sollten alle Aktionen je nach Waffengattung aufgeteilt
werden. Die Flanken müssen gedeckt werden und ein Scharfschütze darf
nicht die Person sein die als erstes durch eine Tür stürmt. Taucht
nun ein Gegner auf dürfen die Figuren die noch AP´s haben angreifen.
Auch hier stehen dem Spieler unterschiedliche Möglichkeiten zur
Verfügung. So kann man Einzelschüsse genauso abgeben wie
Präzisionsschüsse oder einen Feuerstoß. Auf eine reichhaltige
Vielfalt hat der Hersteller genau geachtet. Aber nicht nur die
primären Waffen darf der Spieler einsetzen, denn auch mitgeführte
Gegenstände wie Granaten oder Dynamit dürfen verwendet werden. So
rüstet man vor den Missionen seine Leute mit nötigen Utensilien aus.
Jede Figur hat hierbei ein gewisses Reservoir das voll gepackt
werden darf. Dabei darf der Spieler aber nicht vergessen, dass auch
im Spiel Gegenstände wie z.B. Waffen von gefallenen Soldaten
aufgenommen werden können. So versucht man nun gestellten Aufgaben
ohne große Verluste zu lösen. Taktisches Vorgehen ist hierbei
unerlässlich, denn passt man nicht auf, gerät die eigene Truppe
schnell in einen Hinterhalt und die Soldaten sind verloren. Nach der
eigenen Runde sind nun die Gegner mit ihren Zügen dran. Der Spieler
bekommt nun die Quittung für seine übersehenen Fehler. Das man
versucht so viele Leute wie möglich durchzubringen, hat einen
weiteren Nutzen, denn die Soldaten erhalten nach abgeschlossenen
Missionen Erfahrungswerte, so dass sie mit der Zeit immer besser
werden. Zusätzlich kann man auch die Fähigkeiten weiter ausbauen.
Mit der Zeit entstehen so echte Charaktere die man nicht mehr
verlieren möchte.
Die einzelnen Missionen seht Ihr in einer frei dreh- und zoombaren
isometrischen Ansicht. Dabei wurde auf vieles geachtet, so dass fast
alle Objekte mit in das Spielgeschehen eingebunden sind. So kann der
Spieler nahezu alles auf der Karte benutzen oder beeinflussen. Das
fängt bei Fässern an und endet bei den Fahrzeugen. Aber auch
Häuserwände können von Soldaten erklettert werden und Büsche so wie
Vorsprünge dienen als Deckung. Der Detailreichtum kommt dann noch
sehr gut zur Geltung, wenn man erst einmal die Waffen einsetzt. So
zerbersten schnell ein paar Fässer, Regale und Möbel und Sprengsätze
zerlegen ganze Wohnungseinrichtungen. Wird mal zuviel Sprengstoff
eingesetzt kann es auch mal vorkommen, das ganze Wände zerstört
werden. So darf der Spieler nun mit seinen Möglichkeiten und der
Umgebung die richtige Taktik wählen um das Hauptziel zu erreichen.
Zur Technik:
Optisch kann sich das Spiel wirklich sehen lassen, denn es wird
alles sehr realistisch dargestellt. Vor allem weil die ganze
Umgebung aus sehr vielen Polygonen und detaillierten Texturen
besteht. Selbst wenn die Kamera nah an ein Objekt heranzoomt wirkt
es immer noch scharf und unverpixelt. Leider wurde dieses nicht
konsequent beibehalten, denn die Charaktere sehen ein wenig
schlechter aus. Hier hätte man ruhig ein wenig mehr Polygone
verarbeiten können. Trotzdem kommen sie ganz passabel rüber. Besser
schneidet die Animation ab, da sich alle Figuren sehr geschmeidig
bewegen. Auch beim Sound wurde nicht gespart, denn hier klingt alles
sehr real. Das fängt bei den Explosionen an und endet bei den
Schüssen. Aber auch hier gibt es einen kleinen Kritikpunkt. Die
Stimmen klingen oft sehr übertrieben und auch bei der Qualität der
Sprache hätte man ein wenig besser arbeiten sollen. Die Steuerung
ist dafür sehr schnell erlernt, besonders wenn man das Tutorial
vorher gespielt hat. Auch die Auswahl über die verschachtelten
Buttons fällt sehr leicht. Ansonsten kann man alle Aktionen nach
wenigen Minuten sicher ausführen, so dass der Spieler sich in aller
Ruhe auf die Taktik konzentrieren kann. Nur mit der
Kameraeinstellung wird sich so mancher Spieler länger beschäftigen
müssen. Für spannende Missionen sorgt vor allem die KI der Gegner.
Jede eigene Aktion muss mit bedacht getroffen werden, da die Gegner
ebenso gut reagieren. Der recht hohe Schwierigkeitsgrad, der
einstellbar ist, hat einen großen Vorteil - die Missionen laufen
sehr spannend ab. Strategiefans wird dieses sicherlich begeistern.
Insgesamt gesehen ist das Spiel technisch in Ordnung.
Fazit:
Silent Storm ist ein wirkliches Strategiespiel, denn die Missionen
laufen dank der guten KI der Gegner immer spannend ab. Einfach mal
drauf los rennen und sehen was passiert wird hier nicht
funktionieren. Der Spieler muss seine Charaktere und deren
Eigenschaften mit bedacht einsetzen um erfolgreich zu sein. Auch das
Aufbauen der Soldaten mit den rollenspielähnlichen Ansätzen kann
überzeugen. Mit der Zeit entwickeln sich so eigene Persönlichkeiten
die man zielsicher in einer Mission einsetzen kann. Vor allem
erfahrene Soldaten sind später kaum zu ersetzen. Interessant ist
auch die Umgebung, die teilweise komplett zerstört werden darf. So
sieht ein Schlachtfeld nach einer Mission komplett anderes aus, wenn
man genügend Gewalt ausübt. Aber nicht nur das kann überzeugen, denn
die Umgebung wurde auch mit vielen Details ausgestattet. Leider ist
aber nicht alles Perfekt in dem Spiel. So hätten die Figuren ruhig
besser gestaltet werden können. Auch die Stimmen sind nicht auf dem
gleichen Stand wie der restliche Sound. Trotzdem stören diese
kleinen Macken nicht das Gameplay und so können sich Strategiefans
wunderbar in den interessanten Missionen auslassen. Bei Silent Storm
sieht man das auch ein altes Spielprinzip mit neuer Optik in die
heutige Zeit passt. Schade dass es keinen Mehrspielermodus gibt.
Dieser fehlt wirklich in dem Spiel. Technisch ist das Spiel zwar
nicht perfekt aber dank des Gameplay wird dieses wunderbar
überdeckt. Wer also mit dieser Spielart klar kommt und
Strategiespiele mag kann hier ohne Probleme zuschlagen.
Feature:
- Flexible Missionsstruktur mit 2 unterschiedlichen Kampagnen für
Alliierte und Achsenmächte
- Komplett interaktives und zerstörbare Spielumgebung eröffnet
verschiedenste taktische Möglichkeiten
- Ein reichhaltiges System zur Entwicklung und Ausbau der Charaktere
und ihrer Eigenschaften umfasst 9 Basis-Fähigkeiten und mehr als 50
weitere Spezialfähigkeiten die im Laufe des Spiels ausgebaut werden
können
- 24 nichtlineare Missionen bei Tag und Nacht die jeweils
unterschiedlich vorbereitet werden müssen und mit verschiedensten
Zufallsereignissen gemischt sind
- Multiple Lösungswege für die einzelnen Missionen - brutale Gewalt
oder taktisches Manöver kombiniert mit 3 unterschiedlichen
Schwierigkeitsstufen
- Über 75 unterschiedliche authentische Waffen aus dem Zweiten
Weltkrieg inklusive sehr seltener und experimenteller Ausrüstung
stehen für Ihr Team bereit. Feindliche Lager halten noch weiteres
mächtiges Werkzeug bereit
- Mehr als 40 männliche und weibliche Kämpfer, jeder mit einer
ihm/ihr eigenen Charakterzügen und Fähigkeiten, können dem Team in
einer der 6 Funktionen beitreten (Kundschafter, Soldat,
Scharfschütze, Grenadier, Arzt, Ingenieur)
- Ausgeklügeltes und sehr realistisches Physiksystem, welches sowohl
korrekte Pfade für Patronen und Geschosse berechnet und darstellt
als auch die unterschiedliche Munition akkurat wiedergibt |