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Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper - Review (PC)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Meisterdetektiv Sherlock Holmes und Dr. Watson gehen mal wieder gemeinsam auf Verbrecherjagd. Diesmal ist ihr Gegenspieler kein geringerer als der berüchtigte Jack the Ripper, der vor über 100 Jahren im East End der englischen Hauptstadt London fünf Frauen bestialisch ermordet hat. Entwickelt wurde das Adventurespiel mal wieder von der bekannten Spieleschmiede Frogwares, die schon Spiele der Reihe wie Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin oder Sherlock Holmes: Das Geheimnis der Mumie hergestellt haben. Wir konnten uns in den letzten Tagen die fertige PC-Version ausgiebig ansehen. Ob sich ambitionierte Hobbydetektive an dem neusten Sherlock Holmes-Fall versuchen sollten, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Genretypisch kommt ein Adventurespiel nicht ohne eine Story aus. Am Samstag den 1. September 1888 sind die Zeitungen voll mit Meldungen über ein entsetzliches Verbrechen. Letzte Nacht wurde im Stadtteil Whitechapel die grausam verstümmelte Leiche einer Frau gefunden. Sie lag auf dem schmutzigen Boden der Buck´s Row. In den Zeitungen findet man zwar täglich Berichte über ermordete Frauen, aber die Vorgehensweise dieses Täters unterscheidet sich merklich von den üblichen Mordfällen. Die Kehle wurde durchgeschnitten, die Eingeweide quollen hervor und die Genitalien wiesen Schnittwunden auf. Die unglückselige Frau, bekannt unter dem Namen Polly, war eine Prostituierte und scheint dem barbarischen Angriff eines erbarmungslosen Verrückten zum Opfer gefallen zu sein. Das Verbrechen blieb auch in der Baker Street 221B nicht unbemerkt und weckte die Aufmerksamkeit von Sherlock Holmes, der sich durch diesen möglicherweise interessanten Fall von seiner Langeweile erlöst sah. Nachdem sich der berühmte Detektiv in der Zeitung über alle Einzelheiten informiert hat, beschließt er, die Polizeistation in Whitechapel aufzusuchen, um den vorläufigen Bericht der Polizei und des Gerichtsmediziners zu erhalten. An diesem Punkt nehmen die Ermittlungen ihren Lauf und versprechen besonders unheimlich zu werden, da bald weitere und sogar noch entsetzlichere Verbrechen begangen werden. Wie immer wird Sherlock Holmes von seinem treu ergebenen Freund Dr. Watson begleitet und muss bei diesem Fall an seine Grenzen gehen, um mit Scharfsinn, Einfallsreichtum und äußerster Besonnenheit herauszufinden, wer hinter all diesen schrecklichen Morden steckt. Der Spieler schlüpft nun in die Rolle von Sherlock Holmes und löst den unheimlichsten Fall seiner Karriere! Wir begeben uns in die düsteren, schmutzigen Gassen, um die blutige Spur des grausamen Serienmörders aufzunehmen. Bevor wir auf das Gameplay zu sprechen kommen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier findet ihr die Punkte "Neues Spiel", "Fortfahren", "Speichern", "Laden", "Steuerung" und "Optionen". Unter zuletzt genannten Punkt könnt Ihr wie gewöhnt alle spielrelevanten Einstellungen anpassen. Daneben darf man noch unter Steuerung die Spielsteuerung ansehen oder ändern. Neben einen bestehenden Spielstand landen oder speichern kann der Gamer außerdem ein aktuelles Spiel fortfahren oder in ein neues Abenteuer starten. Machen wir letzteres, so wird die Geschichte durch ein Intro in Spielgrafik und deutscher Sprachausgabe passend eingeleitet. Im Anschluss starten wir in das Game und schlüpfen in die Haut der Detektive.

Gespielt wird nun wahlweise in einer klassischen Point & Click-Adventure-Perspektive mit einer statischen Kamera oder aus einer frei wählbaren Egoansicht. Hier können wir unseren Charakter mit der Tastatur durch die 3D-Welt lenken und die Ansicht frei bestimmen. Dagegen wird uns bei der klassischen Ansicht die Kamera vorgegeben und wir klicken uns mit der Maus durch die virtuelle Welt. Das hat allerdings einen kleinen Nachteil, denn nicht immer wird eine gute Ansicht gewählt. Im Spiel soll der Gamer dann diverse Orte aufsuchen. Über eine Karte gelangen wir übrigens zu den spielrelevanten Orten. Dort angekommen geht erst einmal die genretypische Fragerei mit den vorhandenen Charakteren los. Diese Dialoge sind oft sehr langwierig und so solltet ihr einiges an Sitzfleisch mitbringen. Nützlich ist allerdings, dass die Gespräche in unserem Notizbuch eingetragen werden. Wir können also zu jeder Zeit die Gespräche nachlesen um z.B. wichtige Infos oder Orte noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Daneben gibt es auch noch Zeitungsausschnitte und andere Dokumente, die wir uns ansehen sollten. Das war natürlich noch nicht alles. Der Akteur muss auch noch die Umgebung nach wichtigen Orten bzw. Gegenständen absuchen. Dank eines Hilfesystems kann man sich die wichtigen Stellen sehr schnell und einfach per Leertaste anzeigen lassen. Das Spiel besteht allerdings nicht nur aus Gesprächen und nachzulesenden Infos. Daneben sollen wir noch mehr machen. Da wären zum Beispiel unzählige Aufgaben wie Verschieberätsel oder wir müssen mit Rohren und einem Schweißbrenner ein Gasleck schließen. Immer wieder werden wir andere Aufgaben erledigen müssen und so bleibt das Gameplay recht abwechslungsreich. Sind wir mit einem Ort fertig, so sollten wir uns zur Baker Street 221B begeben. Hier werden alle Fakten zusammengetragen und dann der Fall durch unsere Beweise Stück für Stück gelöst. Auch das wird recht interessant durch ein innovatives Deduktionssystem gemacht. Sobald wir alle Hinweise gesammelt haben, wird eine Tafel für die Schlussfolgerungen eingeblendet. Ihr könnt übrigens jederzeit darauf zurückgreifen. Die einzelnen Hinweise werden anhand von Zetteln auf der Tafel angebracht und wir müssen sie in einer logischen Reihenfolge auf der Tafel anordnen, um einen sinnvollen Zusammenhang zwischen den einzelnen Hinweisen herzustellen und daraus eine Schlussfolgerung zu bilden. Haben wir dann alles richtig gemacht, so wird der entsprechende Zettel grün umrandet und so kommen wir der Lösung einen Schritt näher. Das machen wir dann so lange, bis der Fall gelöst ist. Bevor es allerdings soweit ist, müssen wir viele Orte erkunden, Leute befragen und Aufgaben bzw. Rätsel bewältigen.

 

Technik:

Mit der Grafik kann man ganz zufrieden sein. Zwar werden wir kein Grafikfeuerwerk zu sehen bekommen, dennoch kann die Optik überzeugen. Das kommt vor allen durch die netten Charaktermodelle und die atmosphärisch bzw. düstere Umgebung zustanden. Hinzu kommen kleinere Effekte und eine nette Ausleuchtung der Hintergründe. Da stören die matschigen Texturen und die steifen Animationen der Figuren nur wenig. Etwas besser hat uns der Sound gefallen. Hier werden wir neben einer netten Musikuntermalung auch passend eingespielten Soundeffekten lauschen. Recht gut klingen auch die Stimmen der Charaktere. Endlich darf man motivierten Synchronsprechern zuhören, was gerade bei den langen Unterhaltungen positiv auffällt. Lobend erwähnen muss man auch die Steuerung. Alle Aktionen kann man sicher ausführen und auch das Inventarsystem und die Menüs sehen übersichtlich und nicht überladen aus. Hinzu kommt die Wahl der unterschiedlichen Perspektiven. Ihr dürft Euch aussuchen, ob ihr lieber mit der klassischen Point & Click- oder der Egoansicht spielt. Bei letzterer hat man auch keine Probleme mit der Kamera. Anders sieht es bei der klassischen Ansicht aus. Hier wird uns eine vorgegebene Kamera angeboten, die leider nicht immer alles aus einer guten Perspektive zeigt. Der Schwierigkeitsgrad ist dann auch recht angenehm. Da uns der Hersteller ein Hilfesystem gönnt, kommen nur selten Frustmomente auf. Allerdings gibt es immer noch ordentliche Kopfnüsse, denn die Rätsel sind manchmal etwas schwierig. Wer allerdings gerne knobelt, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man grundlegend zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper ist ein interessantes Adventurespiel. Das abwechslungsreiche Gameplay hat uns genauso gefallen, wie die interessante Story, die stimmige Atmosphäre und die vielen Rätsel. Zwar müssen wir oftmals genretypische übertriebene Laufwege und manchmal etwas langatmige Dialoge in Kauf nehmen, das stört aber insgesamt nur wenig. Auch mit der etwas matschigen Grafik und den steifen Animationen kann man gut Leben. Dafür bekommen wir schließlich ein spannendes, abwechslungsreiches und stimmiges Adventuregame, das über viele Stunden sehr viel Spaß macht. Wer gerne Sherlock Holmes-Spiele mag und gerne mal den Fall des Jack The Ripper lösen möchte, der wird an diesem Game nicht vorbei kommen. Krimifans dürfen ohne Zögern zuschlagen und einen näheren Blick riskieren. Uns hat das Game wirklich gut gefallen und daher können wir eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Detailgenau umgesetzte Spielumgebung mit Krankenhäusern, Arbeiterunterkünften, Bordellen
- Tauschen Sie die Rollen: Entweder als Sherlock Holmes oder Freund Doktor Watson
- Interagieren Sie mit mehr als 30 authentischen Charakteren
- Innovatives Hilfesystem zu jeder Zeit im Spiel

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper (PC)

 
 Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper
EUR 39,99
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Grafik: 78 %  
Sound: 87 %  
Bedienung: 85 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 83 %  
Gesamtwertung:  83 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 2000/XP/Vista
- CPU: 1,3
- Speicher (RAM): ab 512 MB RAM
- CD-ROM: DVD Laufwerk erforderlich
- Soundkarte: DirectX 9 - kompatibel
- Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 64 MB
- Zusatz: DirectX 9.0c oder höher
- 3 GB freier Festplattenspeicher

 


 

 

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