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Einleitung:
Meisterdetektiv Sherlock Holmes und
Dr. Watson gehen mal wieder gemeinsam auf Verbrecherjagd. Diesmal
ist ihr Gegenspieler kein geringerer als der berüchtigte Jack the
Ripper, der vor über 100 Jahren im East End der englischen
Hauptstadt London fünf Frauen bestialisch ermordet hat. Entwickelt
wurde das Adventurespiel mal wieder von der bekannten Spieleschmiede
Frogwares, die schon Spiele der Reihe wie Sherlock Holmes jagt
Arsène Lupin oder Sherlock Holmes: Das Geheimnis der Mumie
hergestellt haben. Wir konnten uns in den letzten Tagen die fertige
PC-Version ausgiebig ansehen. Ob sich ambitionierte Hobbydetektive an dem neusten
Sherlock Holmes-Fall versuchen sollten, erfahrt ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Genretypisch kommt ein Adventurespiel nicht ohne eine Story aus. Am Samstag den
1. September 1888 sind die Zeitungen voll mit Meldungen über ein
entsetzliches Verbrechen. Letzte Nacht wurde im Stadtteil Whitechapel die
grausam verstümmelte Leiche einer Frau gefunden. Sie lag auf dem schmutzigen
Boden der Buck´s Row. In den Zeitungen findet man zwar täglich Berichte über
ermordete Frauen, aber die Vorgehensweise dieses Täters unterscheidet sich
merklich von den üblichen Mordfällen. Die Kehle wurde durchgeschnitten, die
Eingeweide quollen hervor und die Genitalien wiesen Schnittwunden auf. Die
unglückselige Frau, bekannt unter dem Namen Polly, war eine Prostituierte
und scheint dem barbarischen Angriff eines erbarmungslosen Verrückten zum
Opfer gefallen zu sein. Das Verbrechen blieb auch in der Baker Street 221B
nicht unbemerkt und weckte die Aufmerksamkeit von Sherlock Holmes, der sich
durch diesen möglicherweise interessanten Fall von seiner Langeweile erlöst
sah. Nachdem sich der berühmte Detektiv in der Zeitung über alle
Einzelheiten informiert hat, beschließt er, die Polizeistation in
Whitechapel aufzusuchen, um den vorläufigen Bericht der Polizei und des
Gerichtsmediziners zu erhalten. An diesem Punkt nehmen die Ermittlungen
ihren Lauf und versprechen besonders unheimlich zu werden, da bald weitere
und sogar noch entsetzlichere Verbrechen begangen werden. Wie immer wird
Sherlock Holmes von seinem treu ergebenen Freund Dr. Watson begleitet und
muss bei diesem Fall an seine Grenzen gehen, um mit Scharfsinn,
Einfallsreichtum und äußerster Besonnenheit herauszufinden, wer hinter all
diesen schrecklichen Morden steckt. Der Spieler schlüpft nun in die Rolle
von Sherlock Holmes und löst den unheimlichsten Fall seiner Karriere! Wir
begeben uns in die düsteren, schmutzigen Gassen, um die blutige Spur des
grausamen Serienmörders aufzunehmen. Bevor wir auf das Gameplay zu sprechen
kommen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü.
Hier findet ihr die Punkte "Neues Spiel", "Fortfahren", "Speichern",
"Laden", "Steuerung" und "Optionen". Unter zuletzt genannten Punkt könnt Ihr
wie gewöhnt alle spielrelevanten Einstellungen anpassen. Daneben darf man
noch unter Steuerung die Spielsteuerung ansehen oder ändern. Neben einen
bestehenden Spielstand landen oder speichern kann der Gamer außerdem ein
aktuelles Spiel fortfahren oder in ein neues Abenteuer starten. Machen wir
letzteres, so wird die Geschichte durch ein Intro in Spielgrafik und
deutscher Sprachausgabe passend eingeleitet. Im Anschluss starten wir in das Game
und schlüpfen in die Haut der Detektive.
Gespielt wird nun wahlweise in einer klassischen Point &
Click-Adventure-Perspektive mit einer statischen Kamera oder aus einer frei
wählbaren Egoansicht. Hier können wir unseren Charakter mit der Tastatur
durch die 3D-Welt lenken und die Ansicht frei bestimmen. Dagegen wird uns
bei der klassischen Ansicht die Kamera vorgegeben und wir klicken uns mit
der Maus durch die virtuelle Welt. Das hat allerdings einen kleinen
Nachteil, denn nicht immer wird eine gute Ansicht gewählt. Im Spiel soll der
Gamer dann diverse Orte aufsuchen. Über eine Karte gelangen wir übrigens zu
den spielrelevanten Orten. Dort angekommen geht erst einmal die
genretypische Fragerei mit den vorhandenen Charakteren los. Diese Dialoge
sind oft sehr langwierig und so solltet ihr einiges an Sitzfleisch
mitbringen. Nützlich ist allerdings, dass die Gespräche in unserem Notizbuch
eingetragen werden. Wir können also zu jeder Zeit die Gespräche nachlesen um
z.B. wichtige Infos oder Orte noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Daneben
gibt es auch noch Zeitungsausschnitte und andere Dokumente, die wir uns
ansehen sollten. Das war natürlich noch nicht alles. Der Akteur muss auch
noch die Umgebung nach wichtigen Orten bzw. Gegenständen absuchen. Dank
eines Hilfesystems kann man sich die wichtigen Stellen sehr schnell und
einfach per Leertaste anzeigen lassen. Das Spiel besteht allerdings nicht
nur aus Gesprächen und nachzulesenden Infos. Daneben sollen wir noch mehr
machen. Da wären zum Beispiel unzählige Aufgaben wie Verschieberätsel oder
wir müssen mit Rohren und einem Schweißbrenner ein Gasleck schließen. Immer
wieder werden wir andere Aufgaben erledigen müssen und so bleibt das
Gameplay recht abwechslungsreich. Sind wir mit einem Ort fertig, so sollten
wir uns zur Baker Street 221B begeben. Hier werden alle Fakten
zusammengetragen und dann der Fall durch unsere Beweise Stück für Stück
gelöst. Auch das wird recht interessant durch ein innovatives
Deduktionssystem gemacht. Sobald wir alle Hinweise gesammelt haben, wird
eine Tafel für die Schlussfolgerungen eingeblendet. Ihr könnt übrigens
jederzeit darauf zurückgreifen. Die einzelnen Hinweise werden anhand von
Zetteln auf der Tafel angebracht und wir müssen sie in einer logischen
Reihenfolge auf der Tafel anordnen, um einen sinnvollen Zusammenhang
zwischen den einzelnen Hinweisen herzustellen und daraus eine
Schlussfolgerung zu bilden. Haben wir dann alles richtig gemacht, so wird
der entsprechende Zettel grün umrandet und so kommen wir der Lösung einen
Schritt näher. Das machen wir dann so lange, bis der Fall gelöst ist. Bevor
es allerdings soweit ist, müssen wir viele Orte erkunden, Leute befragen und
Aufgaben bzw. Rätsel bewältigen.
Technik:
Mit der Grafik kann man ganz zufrieden sein. Zwar werden wir kein
Grafikfeuerwerk zu sehen bekommen, dennoch kann die Optik überzeugen. Das
kommt vor allen durch die netten Charaktermodelle und die atmosphärisch bzw.
düstere Umgebung zustanden. Hinzu kommen kleinere Effekte und eine nette
Ausleuchtung der Hintergründe. Da stören die matschigen Texturen und die
steifen Animationen der Figuren nur wenig. Etwas besser hat uns der Sound
gefallen. Hier werden wir neben einer netten Musikuntermalung auch passend
eingespielten Soundeffekten lauschen. Recht gut klingen auch die Stimmen der
Charaktere. Endlich darf man motivierten Synchronsprechern zuhören, was
gerade bei den langen Unterhaltungen positiv auffällt. Lobend erwähnen muss
man auch die Steuerung. Alle Aktionen kann man sicher ausführen und auch das
Inventarsystem und die Menüs sehen übersichtlich und nicht überladen aus.
Hinzu kommt die Wahl der unterschiedlichen Perspektiven. Ihr dürft Euch
aussuchen, ob ihr lieber mit der klassischen Point & Click- oder der
Egoansicht spielt. Bei letzterer hat man auch keine Probleme mit der Kamera.
Anders sieht es bei der klassischen Ansicht aus. Hier wird uns eine
vorgegebene Kamera angeboten, die leider nicht immer alles aus einer guten
Perspektive zeigt. Der Schwierigkeitsgrad ist dann auch recht angenehm. Da
uns der Hersteller ein Hilfesystem gönnt, kommen nur selten Frustmomente
auf. Allerdings gibt es immer noch ordentliche Kopfnüsse, denn die Rätsel
sind manchmal etwas schwierig. Wer allerdings gerne knobelt, der wird hier
voll auf seine Kosten kommen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man
grundlegend zufrieden mit der technischen Seite sein.
Fazit:
Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper ist ein interessantes Adventurespiel.
Das abwechslungsreiche Gameplay hat uns genauso gefallen, wie die
interessante Story, die stimmige Atmosphäre und die vielen Rätsel. Zwar
müssen wir oftmals genretypische übertriebene Laufwege und manchmal etwas
langatmige Dialoge in Kauf nehmen, das stört aber insgesamt nur wenig. Auch
mit der etwas matschigen Grafik und den steifen Animationen kann man gut
Leben. Dafür bekommen wir schließlich ein spannendes, abwechslungsreiches
und stimmiges Adventuregame, das über viele Stunden sehr viel Spaß macht.
Wer gerne Sherlock Holmes-Spiele mag und gerne mal den Fall des Jack The
Ripper lösen möchte, der wird an diesem Game nicht vorbei kommen. Krimifans
dürfen ohne Zögern zuschlagen und einen näheren Blick riskieren. Uns hat das
Game wirklich gut gefallen und daher können wir eine Kaufempfehlung
aussprechen.
Features:
- Detailgenau umgesetzte Spielumgebung mit Krankenhäusern,
Arbeiterunterkünften, Bordellen
- Tauschen Sie die Rollen: Entweder als Sherlock Holmes oder Freund Doktor
Watson
- Interagieren Sie mit mehr als 30 authentischen Charakteren
- Innovatives Hilfesystem zu jeder Zeit im Spiel
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