|
Einleitung:
Sherlock Holmes gehört ohne
Zweifel mit zu den bekanntesten Kriminalfiguren. Neben etlichen Büchern und
Filmen schafft der Detektiv es auch immer wieder in Spielen mysteriöse Fälle
aufzuklären. Vor allem auf dem PC gibt es mittlerweile diverse Titel. Jetzt
ist es auch auf Nintendos Handheld soweit, denn über Koch Media kommt das
Adventure Sherlock Holmes DS: Das Geheimnis der Mumie auf den deutschen
Markt. Wir konnten uns in den letzten Tagen die fertige NDS-Version
ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für angehende Kriminologen
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Das Spiel kommt genretypisch nicht ohne eine Story aus. Sherlock Holmes
erhält von seiner Cousine Elisabeth Montcalfe den Auftrag, das mysteriöse
Verschwinden ihres Vaters Lord Montcalfe zu untersuchen. Das Herrenhaus
dieses außergewöhnlichen Forschers gleicht einem Museum und beherbergt
wertvolle Funde seiner Expeditionen in Ägypten. Holmes muss im Zuge seiner
Ermittlungen zahlreiche Rätsel lösen, um die schreckliche Wahrheit über das
Verschwinden von Lord Montcalfe ans Licht zu bringen. Kommen wir nun zum
Spiel. Nachdem wir das Game gestartet haben, muss die Spracheinstellung
bestimmt werden. Gespielt werden darf in englischer, französischer,
deutscher, italienischer und spanischer Sprache. Nun brauchen wir nur noch
ein Profil erstellen und im Anschluss erscheint das obligatorische
Hauptmenü. Hier findet Ihr die Punkte "Neues Spiel", "Fortsetzen",
"Anleitung", "Spielhilfe" und "Optionen". Unter zu letzt genannten Punkt
kann man wie immer die unterschiedlichen Spieleinstellungen anpassen. Nett
ist auch der Bereich Spielhilfe. Hier findet Ihr Hinweise die uns im Spiel
weiterbringen. Daneben findet Ihr noch unter Anleitung eine kleine
Einführung in die Spielsteuerung. Wer nun in das Spiel starten möchte, der
darf zum einen ein bestehendes Game fortsetzen oder ein neues Spiel starten.
Es folgt ein einführender Film in englischer Sprache und mit deutschem
Untertitel, der uns passend in das Abenteuer führt. Der Spieler soll nun
diverse Rätsel lösen und das Geheimnis um Lord Montcalfe aufklären. Dabei
steuern wir den bekannten Detektiv Sherlock Holmes aus der Egoperspektive.
Mit dem Touchpen kann man auf dem unteren Bildschirm die Blickrichtung in
alle Richtungen drehen. Bildweise klicken wir uns dann durch die virtuelle
Welt um anschließend erneut die Umgebung nach wichtigen Orten abzusuchen.
Relevante Sachen darf man dann noch näher betrachten. Das Spiel zoomt nun an
ein Objekt heran und wir sehen es in Großaufnahme. Unser Cursor wird durch
eine Hand dargestellt. Diese verändert sich, sobald wir eine Aktion
ausführen können. So dürft Ihr Gegenstände betrachten und in Eure Tasche
packen, in die Nahansicht wechseln, oder Objekte nutzen. Ein Inventarsystem
gibt es selbstverständlich auch. Dieses finden wir dann neben dem Notizblock
und Dokumente im oberen Screen. Mit der L-Taste kann man die Bildschirme
vertauschen und dadurch im Inventar eine Aktion ausführen. Hier soll man
dann Gegenstände auswählen und benutzen. Wie bei solchen Spielen üblich muss
unser Held auch Objekte kombinieren um neue Funktionen zu erhalten. Für
jeden Detektiv ist der Notizblock ein unverzichtbares Hilfsmittel. Wir
können damit alle Hinweise festhalten, die uns vielleicht zu einem späteren
Zeitpunkt von Nutzen sein werden. Allerdings werden diese nicht gespeichert
-
was doch sehr schade ist. Daneben finden wir noch viele Dokumente. Diese
enthalten Hinweise die uns oftmals der Lösung weiterbringen.
Leider fällt schnell auf, dass wir in dem Spiel recht einsam unterwegs sind.
Die bekannte Figur Dr. Watson ist leider nicht vorhanden. Somit sind wir bei
unseren Ermittlungen komplett auf uns alleine gestellt. Das ist leider nicht
alles was fehlt. Auch Interaktionen mit anderen Charakteren sind leider
nicht möglich. Somit beschränkt sich unsere Handlung auf das Erkunden der
Umgebung und das Lösen von Rätseln. Dieses fällt einem nicht unbedingt
leicht, denn das Spiel gibt uns äußerst wenig Hinweise. Oftmals weiß der
Akteur nicht, was er als nächstes machen soll. Zum Glück gönnt man uns
zumindest die Hilfefunktion, worauf allerdings Adventurefans ungern
zurückgreifen. Schließlich möchte man doch selber
alles lösen. Die
Rätselvielfalt ist zumindest ganz ordentlich. Neben den Inventarrätseln,
sollen wir auch noch z.B. Buchstaben-, Schiebe- und Zahlenkombinationsaufgaben meistern.
Diese sind natürlich auf die Möglichkeiten des NDS zugeschnitten. So
erkunden wir nun die virtuelle Welt, sammeln relevante Objekte ein,
kombinieren diese und lösen viele mehr oder weniger spannende Rätsel und
Knobelaufgaben.
Technik:
Die Grafik haut einen leider nicht wirklich vom Hocker. Wir werden zumindest
viele unterschiedliche Räume zu sehen bekommen, die auch unzählige Details
beinhalten. Allerdings sieht alles sehr pixelig aus. Auch die Texturen
hätten ruhig etwas schärfer sein können. Ebenso fehlen kleinere Animationen
in der virtuellen Welt. Hierdurch wirkt alles sehr leblos, was zum Teil auch
durch die nicht vorhandenen Personen im Spiel zustande kommt. Hin und wieder
gönnt man uns zumindest kleinere Sequenzen, die das ganze ein wenig
auflockern. Der Sound hat uns ein wenig besser gefallen. Neben kleineren
Ingamegeräuschen werden wir auch einer netten Musik lauschen. Diese
wiederholt sich allerdings sehr schnell. Außerdem gönnt man uns eine
englische Sprachausgabe. Hier werden aber eher emotionslos die Sätze
heruntergebetet. Die Steuerung ist ganz in Ordnung. Diese wird im Spiel
ausreichend erklärt und funktioniert grundsätzlich ohne nennenswerte
Probleme. Nervig ist aber dennoch die Art der Bewegungssteuerung. Ihr müsst
Euch Bild für Bild durch die Räume bewegen. Nicht jedem wird das gefallen.
Der Schwierigkeitsgrad ist insgesamt recht angenehm. Wir bekommen zwar kaum
Hinweise im Spiel und so ist es nicht immer einfach anstehende Rätsel zu
lösen. Zum Glück gönnt uns der Hersteller eine nette Hilfefunktion die
ausreichend Tipps gibt. Echte Adventurefans wird das aber wenig gefallen,
denn motivierend ist diese Art der Hilfe nicht. Fasst man nun alles
zusammen, so gibt es doch einige Kritikpunkte bei der Technik.
Fazit:
Sherlock Holmes DS: Das Geheimnis der Mumie hätte auf dem Nintendo DS ein
gutes Spiel werden können. Leider leidet das Spiel aber an vielen kleinen
Krankheiten. Da wären zum einen die Grafik und der Sound. Andere Spiele
haben schon eindrucksvoll bewiesen, was man alles aus dem kleinen Handheld
raus holen kann. Es macht nicht wirklich Spaß in den leblosen und sehr
verschwommenen Räumen auf Erkundungstour zu gehen. Auch das Gameplay ist
nicht wirklich berauschend. Die Spannung bewegt sich konstant auf einem
niedrigen Niveau und dank kaum vorhandener Hinweise fragt man sich ständig,
was man machen soll. Der Hersteller hat zwar an Hilfen gedacht, allerdings
wollen Fans des Genres doch selber auf die Lösung kommen. Auch die Art der
Steuerung wird nicht jedem zusagen. Viel zu träge bewegt man sich durch die
Räume und hat man etwas vergessen, wird man oftmals lange Wege gehen müssen.
Wer allerdings auf solche Adventurespiele steht, der wird zumindest durch
die
vielen unterschiedlichen Rätsel für ein paar Stunden an den kleinen Handheld
gebunden. Erwartet allerdings nicht zu viel von Sherlock Holmes DS: Das
Geheimnis der Mumie.
Features:
- Spannende Ermittlungen in einer 360 Grad-Spielwelt, die Sie mit dem
Touchpen erkunden können
- Trotzen Sie dutzenden Rätseln und Fallen in Lord Montcalfes
geheimnisvollem Herrenhaus
- Das berühmte "Sherlock Holmes"-PC-Adventure jetzt auf dem Nintendo DS!
- Nutzen Sie das integrierte Notizbuch, um alle Hinweise festzuhalten
|