|
Einleitung:
Frogster Interactive bringt ein neues rundenbasiertes
Strategiespiel mit RPG-Elementen auf den deutschen Markt. Es handelt sich
dabei um das PC-Spiel Shadow Vault. Entwickelt wurde das Game übrigens von
Mayhem Studios. Schon bei der Anschaffung werden Käufer positiv überrascht,
denn das Spiel kostet gerade einmal 24,99 Euro. Wir konnten
die fertige PC-Version jetzt testen. Ob Shadow Vault neben einem günstigen
Kaufpreis noch mehr zu bieten hat, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich darf eine Rahmenhandlung bei so einem Spiel nicht fehlen. Aus
einem Zeittunnel erscheint eine Armee aus der Zukunft und versucht die
Vorherrschaft über ihre Ahnen zu gewinnen, um die Geschichte zu ändern. Doch
der Versuch scheitert und es kommt zu einer nuklearen Katastrophe. Noch
viele Jahre später führt die Allianz, die aus den Überresten der originalen
Menschheit besteht, aus tiefen Schutzbunkern heraus einen Guerrilla-Krieg
gegen die einst mächtigere Partei des Kontingents. Da diese auf der
strahlenverseuchten Oberfläche lebt und langsam durch unkontrollierbare
Mutationen geschwächt wurden, besteht ein Gleichgewicht der Kräfte. Doch
plötzlich erscheint eine Dritte Seite im Spiel. Wir sollen nun der
Geschichte durch eine Post-Nuklearen Welt folgen und herausfinden, wer der
lachende Dritte ist. Der Spieler schlüpft bei Shadow Vault in die Rolle von
zeitreisenden Soldaten, die einen Nuklearkrieg verhindern sollen. Bevor wir
durchstarten fangen wir erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das
Spiel gestartet wurde kommt der Spieler in das Hauptmenü. Hier erblicken wir
die folgenden Menüpunkte: Neu, Laden, Speichern, Fortsetzen, Mehrspieler und
Optionen. Unter Optionen dürfen wir wie gewohnt alle spielrelevanten
Einstellungen vornehmen. Unter Laden und Speichern kann der Spieler
Spielstände sichern oder aktivieren. Wer mag darf sich auch in den
Mehrspielermodus stürzen. Hier kann jeder ein Mehrspielerspiel starten oder
sich an einem bestehen beteiligen. Der wichtigste Spielmodus dürfte für die
meisten der Einzelspielerbereich sein. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts
anderes übrig wie ein neues Spiel zu starten.
21 aufwendig gestaltete Levels, mehr als 30 Charaktere und Einheiten mit
weit über 30 Erweiterungen und 30 unterschiedliche Aktionen, die mit den
Einheiten ausgeführt werden können (unterschiedliche Angriffe, Heilen oder
den Sniper in Stellung gehen lassen) warten nun auf den Spieler. Wie oben
schon erwähnt handelt es sich bei dem Spiel um ein rundenbasiertes
Strategiespiel. Wir agieren dabei in einer isometrischen
post-apokalyptischen Welt. Am Anfang durchlaufen wir erst einmal ein
Einführungslevel. Hier werden uns die Steuerung und die Fähigkeiten der
Spielfiguren erklärt. Die nötigen Infos werden Euch mit deutscher
Sprachausgabe und Texten näher gebracht. Mit einer Hand voll Soldaten
kämpfen wir nun rundenweise gegen Mutanten. Die Helden können Ihre
Fähigkeiten wie Heilsprüche durch Erfahrungen verbessern. Für eine Runde
stehen uns Aktionspunkte (APs) zur Verfügung, die wir durch Bewegungen und
Angriffe aufbrauchen. Sind keine Punkte mehr vorhanden ist die nächste
Spielfigur dran. Nachdem wir alle Figuren gezogen haben beenden wir die
Runde und der Gegner darf seine Züge machen. Der Spieler muss dabei sorgsam
mit seinen vorhandenen Punkten umgehen. Sind nach den Bewegungen nicht
genügend Punkte mehr vorhanden, können wir keinen Angriff mehr ausführen.
Daher achtet immer darauf wie weit Ihr mit der Spielfigur zieht.
Im Laufe des Spiels agieren wir mit unterschiedlichen Figuren und Gruppen.
Hinzu kommen neutrale oder befreundete Truppen, die von der CPU gesteuert
werden. Jede Figur hat spezielle Fähigkeiten die wir gezielt einsetzen
sollten. Neben Soldaten gibt es auch andere Spezialeinheiten wie z.B. Hunde,
Sanitäter oder Scharfschützen. Greifen wir mit einem Charakter an, stehen
uns unterschiedliche Angriffsformen zur Verfügung. Wir müssen zusätzlich auf
Details wie Konzentration achten, damit Attacken Wirkung zeigen. Hinzu
kommt, dass wir bei den Feuergefechten Munition verbrauchen. Ist eine Waffe leer gefeuert, bleibt nur noch der weniger effektive Nahkampf übrig.
Zum Glück dürfen wir uns aber an bestimmten Punkten wieder aufladen. In
Gebäuden haben Figuren erhöhte Verteidigungswerte und daher sind sie hier
relativ sicher. Hinzu kommt das wir mit Statuspunkten Ressourcen, Rüstungen
oder Waffen einkaufen können. Das Zahlungsmittel erhalten wir durch
absolvieren von Quests. Frisch ausgerüstet kann es dann zur nächsten Aufgabe
gehen. In einem Level angekommen erhalten wir sofort unseren ersten Auftrag.
Diese
Aufgaben sind recht vielfältig, denn sie reichen von Säuberungs- bis hin zu
Rettungsaktionen. Ist eine Teilaufgabe erledigt, kommt sofort die nächste auf
uns zu und so werden wir ständig etwas erledigen müssen. Zwischen den Levels
stellen wir neue Truppen zusammen. Gefallende Veteranen ersetzen wir ganz
einfach durch neue Rekruten. Der Spieler sollte hierbei auf eine gute
Mischung achten. Sanitäter werden genauso dringend in einer Mission benötigt
wie Scharfschützen oder Nahkämpfer. So dürft Ihr Euch nun durch die gut 21
Szenarien schlagen.
Technik:
Die Grafik haut einen nicht gerade vom Hocker. Es sind zwar viele Details
vorhanden aber dennoch erwartet man in der heutigen Zeit ein wenig mehr von
einem Spiel. Vor allem die Effekte und Texturen hätten besser aussehen
können. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass Shadow Vault keinen
starken Rechner benötigt. Mit einen kleinen 600 MHz Prozessor dürft Ihr das
Spiel schon starten. Hinzu kommt, dass die Grafik ausreicht um das Spiel
ordentlich zu spielen. Obwohl die Optik nicht mehr zeitgemäß ist, muss man
die einzelnen Levels loben. Diese passen gut zum Spiel
und dank unterschiedlicher Umgebungen wird einiges an Abwechslung geboten.
Die Figuren sehen auch ganz passabel aus. Allerdings sind die Bewegungen
viel zu steif. Hier hätte man ruhig bessere Animationen einbauen können. Der
Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Die Musik kann man sich
genauso gut anhören wie die deutschen Synchronsprecher. Die Ingame-Geräusche
klingen dagegen etwas mager. Die Kamera ist ein Totalausfall. Wir sehen das
Spiel nur aus einer Perspektive. Da wir auch mal hinter Objekten agieren
wird unsere Spielfigur oftmals von diesen verdeckt. Die Menüs und die
Steuerung sind dagegen in Ordnung. Schon nach wenigen Minuten wird jeder
sicher mit den Spielfiguren agieren können. Es fällt einen nur manchmal
schwer eine Figur aus einer Gruppe anzuwählen.
Fazit:
Klar Shadow Vault ist kein Topspiel, aber das kann man bei diesem
Anschaffungspreis auch nicht erwarten. Spieler die gerne rundenbasierte
Strategiespiele mögen, werden bei diesem Game zumindest auf ihre Kosten
kommen. Es macht eigentlich recht viel Spaß die unterschiedlichen Aufgaben
zu lösen. Auch das aufbauen und weiterentwickeln der Charaktere kann
begeistern. Schade das die Technik und die KI der computergesteuerten
Figuren nur mittelmäßig ist. Wenn der Hersteller hier ein wenig mehr gemacht
hätte wäre eine bessere Wertung drin gewesen. Hinzu kommt das der
Schwierigkeitsgrad relativ hoch ist. Zum Glück kann man zu jeder Zeit
speichern, sodass kaum Frustmomente aufkommen. Wer
also schwere rundenbasierte Strategiespiele mag und einen genauso kleinen
Rechner wie Geldbeutel hat, darf zu diesem Low-Budget-Spiel greifen.
Features
- 36 verschiedene Skills, um die Charaktere zu verbessern
- Rundenbasierendes Strategiespiel mit RPG-Elementen.
- 21 Szenarien in post-apokalyptischer Atmosphäre
- Intuitive Regeln im Spiel, starke taktische Spielerfahrungen
- Mehr als 30 Einheiten und Charaktere
- Epische Geschichte und dynamisches Storyline begleiten den Spieler während
des gesamten Spiels
- 40 unterschiedliche Aktionen, die mit den Einheiten ausgeführt werden
können
|