|
Einleitung:
Das Genre der Egoshooter
wird von vielen Spielern bevorzugt. Dieser Bereich deckt eigentlich jedes
Thema ab. In der heutigen Zeit ist der Kampf gegen den Terror ein oft
genommenes Szenario. Genau hier ist auch das neuste Spiel von Atari
angesiedelt. Es handelt sich dabei um das Ego-Shooter-Spiel Shadow Ops - Red
Mercury. Das Spiel erscheint auf der Xbox und dem PC. Allerdings wird dieses
noch ein wenig dauern. Aktuell wird das PC-Spiel für das 4. Quartal 2004
angekündigt. Besitzer der Xbox dürfen jetzt schon auf Terroristenjagd gehen.
Wir konnten das Spiel testen. Ob Shadow Ops - Red Mercury überzeugen kann
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In Shadow Ops - Red Mercury wird der Terror bekämpft. Ihr schlüpft in die
Rolle eines Elitekämpfers einer Delta Force Spezialeinheit. Eine russische
Doppelagentin übermittelt Informationen, die für die Welt Tod und Verderben
bedeutet. Red Mercury, ein rotes und bisher unbekanntes Quecksilber, besitzt
die Eigenschaft, auch als Nuklearbeschleuniger eingesetzt werden zu können.
Somit ließen sich tragbare Atomsprengsätze konstruieren - ein gefundenes
Fressen für nationale und internationale Terror-Netzwerke! Wir müssen nun
diese Substanz sichern und der Nationalen Sicherheitsbehörde übergeben. Der
Kampf gegen den Terror wird mit Spezialeinheiten aus den USA,
Großbritannien, Russland, Frankreich und Deutschland ausgetragen. So starten
wir in über 20 Missionen die uns an verschiedene Orte auf der ganzen Welt
bringen. Die Ziele in den Levels sind eindeutig, denn wir nutzen einen
Entfernungsmesser der angibt wie weit das nächste Ziel von uns entfernt ist.
Hinzu kommen die Informationen die wir im Spiel bekommen. Somit wird jedem
sofort klar was als nächstes zu tun ist.
Bei den Missionen starten wir mit drei Grundwaffen. Insgesamt werden wir
aber gut 20 unterschiedliche Waffen kennen lernen. Mit diesen gehen wir
gegen unsere zahlenmäßig überlegenden Gegner vor. Munition nehmen wir im
Spiel genauso auf wie Medipacks. An unserer Seite kämpfen verbündete
Einheiten die taktisch mehr oder weniger gut mitarbeiten. Groß überlegen
muss ein Spieler bei Shadow Ops - Red Mercury nicht. Wichtig ist vor allem
immer in Deckung zu gehen, um sich dann Stück für Stück nach vorne zu
arbeiten. Der Einsatz von Granaten und anderen Waffen erleichtert Euch das
Leben. Je nach Schwierigkeitsgrad ist das Spiel mal mehr oder weniger
einfach bzw. schwer. Durch Funksprüche teilen Eure Kameraden mit, was sie
gerade vorhaben und teilweise werden uns dabei bestimmte Aufgaben in einer
Mission zugewiesen. Diese müssen wir dann erfüllen. Grundsätzlich kämpfen
wir uns aber immer Richtung Entfernungsmesser vor und knallen alles ab was
sich bewegt. Haben wir dann genug vom Einzelspielermodus können wir uns auch
auf den Mehrspielemodus stürzen. Zur Verfügung stehen hier das Xbox-Live
Netzwerk oder der System Link. Spielmodis wie CTF, Eskorte oder Deathmatch
können dann mit bis zu acht Spielern ausgetragen werden. Diese Gefechte
finden auf zehn Karten statt. Ein nettes Feature das viel Spaß macht.
Technik:
Bei dem Spiel wird die Unreal-Engine verwendet. Leider hat der Hersteller
einige Probleme damit gehabt, denn immer wieder werden wir böse Ruckler
erleben. Dafür bekommen wir gute Texturen, viele Details und nette
Animationen zu sehen. Schade das der Hersteller nicht auf Details wie
Einschusslöcher geachtet hat. Zumindest können wir aber viele Objekte in dem
Spiel zerstören. Die Zwischensequenzen werden dann ebenfalls mit leicht
ruckelnder Spielegrafik gezeigt. Trotzdem wird die Story gut wiedergegeben.
Ein wenig mager sehen die Effekte wie Explosionen aus. Diese sind sehr grob
und wenig realistisch. Richtig störend ist dieses aber nicht. Entschädigt
wird man dann durch andere Sachen. Blitzgranaten z.B. hauen einen fast um
wenn sie explodieren und langsam die Sicht wieder zulassen. Schade dass die
Qualität der Grafik nicht mit der des Sounds mithalten kann. Dieser ist
einfach genial. Die Musik passt ideal zum Spiel und Effekte wie Explosionen
oder Waffenfeuer klingen sehr realistisch. Hinzu kommen die Funksprüche mit
deutschen Synchronsprechern, wodurch ein tolles Ambiente geschaffen wird. Es
macht riesigen Spaß die ganze Atmosphäre zu genießen. Ein Problem kommt dann
bei der KI bzw. bei dem Schwierigkeitsgrad auf. Die KI ist oft sehr gut und
daher wird so mancher Spieler Probleme mit den Feinden bekommen. Diese
verhalten sich sehr intelligent und so ist es nicht einfach vorzurücken.
Deren kluge Handlungen nehmen dann aber schnell ab wenn wir einfach nach
vorne stürmen. Die schwankende KI ist aber auch bei unseren Teammitgliedern
zu spüren. Oft bewegen sie sich bei schwerstem Feuer nach vorne oder bleiben
bei Ruhephasen stehen. Dann werdet Ihr auch noch erleben, dass sie ein 5
Meter entferntes Ziel nicht treffen. Man muss sich also immer auf sich
selber verlassen. Witzig ist dann auch noch das unsere Partner nicht sterben
können. Evtl. ist es aber auch gut so, denn das Spiel ist schon schwer
genug. Negativ fällt noch auf das wir permanent extrem lange Ladezeiten zu
sehen bekommen. Mit der Steuerung kann man dagegen gut leben. Sie ist
schnell erlernt und schon nach kurzer Zeit lenkt jeder sicher durch das
Spiel. Shadow Ops - Red Mercury ist technisch solide aber viele kleine
Macken stören das Gesamtbild.
Fazit:
Insgesamt kann das Spiel überzeugen. Leider ist aber nicht alles Perfekt.
Vor allem fällt auf, dass der Levelaufbau sehr linear ist. Wir agieren immer
in engen vorgegebenen Arealen die kaum Freiheiten zulassen. Zumindest kann
man hier nicht stecken bleiben und dank der Zielentfernungsanzeige wissen
wir immer was als nächstes zu tun ist. Schade ist allerdings das wir den
Singleplayerbereich nicht im Coop-Modus spielen können. Uns werden im
Mehrspielerbereich nur feste Karten ohne Story angeboten. Irritierend ist
dann auch noch die KI. Gegner verhalten sich mal sehr intelligent und
manchmal absolut idiotisch. Ein paar Checkpoints wären dann auch nicht
verkehrt gewesen. Durch den hohen Schwierigkeitsgrad wird ein Spieler öfters
mal sterben und so muss er das komplette Level noch einmal bestreiten.
Optisch gibt es dann auch noch was zu meckern. Die bösen Ruckler stören
massiv und ein wenig mehr Arbeit hätte man sich bei den Explosionen ruhig
machen können. Richtig nervend sind dann noch die langen Ladezeiten. Shadow
Ops - Red Mercury hat aber auch viele gute Seiten. Das Ego-Shooter-Spiel ist
recht unkompliziert und somit gut geeignet für Genreanfänger. Der Sound ist
einfach phantastisch. Hier wird eine Qualität geboten die einen fast umhaut.
Auch das Leveldesign kann überzeugen und dank des umfangreichen
Mehrspielermodus wird das Spiel lange Zeit Spaß machen. Insgesamt bietet
Shadow Ops - Red Mercury ein unkompliziertes Gameplay. Wer also aktuell ein
neues Spiel aus diesem Genre sucht darf hier gerne zuschlagen. Erwartet aber
nicht zu viel.
Features:
- In typischer Ego-Shooter-Manier treten Sie dem internationalen Terror
entgegen
- 20 Solo- und 10 Multiplayer-Levels: ob in Gebäuden oder unter freiem
Himmel, hochauflösende Texturen sorgen für eine dichte Atmosphäre
- Ob Geiselbefreiung oder Schutz-Einsätze, Sie kämpfen allein oder im Team
mit internationalen Spezialeinheiten
- Über 20 verschiedene Waffen und Spezialgegenstände gehören zu Ihrer
Ausrüstung
- Multiplayer-Action total: Online oder im LAN-Netzwerk erleben Sie Death
Match, Plant the Bomb oder Capture the Flag und Coop-Missionen
- Real existierende Schauplätze rund um den Globus wurden originalgetreu
nachgebildet.
- Die neueste Unreal®-Grafikengine sorgt hierbei für ein packendes
Spielerlebnis
- Xbox-Live: Neben dem Zwei- und Vierspieler-Splitscreen können via Xbox
Live 8 Spieler ins Gefecht ziehen. Xbox Voice Communicator wird unterstützt
|