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Einleitung:
Wer Adventure-Spiele mag kann sich
jetzt auf ein neues, preisgünstiges Game stürzen. Es handelt sich
dabei um das The Adventure Company-Spiel Sentinel: Verborgene
Existenzen, das für gerade einmal 29,99 Euro in Deutschland
erscheint. Spieler sollen in der Zukunft in einem
Science-Fiction-Setting Erkundungstouren starten und knifflige
Rätsel lösen. Wir durften die fertige Version jetzt testen. In
unserem Review erfahrt Ihr, ob sich eine Anschaffung nicht nur für
Fans des Genres lohnt.
Zum Spiel:
Wie immer kommt so ein Spiel ohne eine anständige Story nicht aus. Vor
vielen Jahren erlosch die Zivilisation der Tastan. Ihr einziges Vermächtnis:
mysteriöse Grabstätten, die so genannten Tastan-Höhlen. Darin vermuten
manche wertvolle Schätze, andere erhoffen sich Hinweise auf Wissen und
Technologie des alten Volkes. In der Rolle des Grabräuber Beni erforscht der
Spieler das sagenumwobene, verfluchte Grab Nummer 35. Allerdings nicht ganz
freiwillig, denn Kriminelle haben Benis Schwester Carrie entführt. Nun
verlangen sie von unserem Helden, dass er den ominösen Schatz aus der Gruft
holt. Schon bald trifft er bei seinen Plünderungsversuchen auf Wächterin
Tamara: Diese Sentinel, ein holographisches Bild mit fortgeschrittener
künstlicher Intelligenz, bewacht die geheiligten Höhlen. Schon bald erahnt
Ihr hinter Tamaras Maske ein tiefes Geheimnis aus Täuschung und Illusion. So
starten wir in acht unterschiedliche Welten die wir ausgiebig erforschen
sollen. Mit der Zeit werden wir so Orte wie eine aktive Vulkanlandschaft
oder schneebedeckte Berge kennen lernen. Neben einer netten Geschichte
erwarten uns auch noch über 20 anspruchsvolle Rätsel. Fangen wir aber erst
einmal ganz vorne an. Nach einem einführenden Intro (mit deutschen
Synchronstimmen) starten wir mit unserer Spielfigur in den ersten Abschnitt.
Wir steuern unseren Helden aus der Egoperspektive. Dabei beeinflussen wir
mit der Maus die Blickrichtung. In der Mitte des Bildschirms befindet sich
ein Cursor, den wir mit der linken Maustaste an Objekten aktivieren.
Hierdurch wird eine Handlung ausgeführt. Mit der Tastatur wird Beni dann
gesteuert. Neben rechts und links können wir noch nach vorne und nach hinten
gehen. Hinzu kommt die obligatorische Sprungtaste.
Am Anfang werden wir recht schnell die Grabstätte durchwandert haben. Das
war aber bei weitem nicht alles. Dieser Ort ist
nur unsere Ausgangsposition, von der wir über Portale zu anderen Abschnitten
gelangen. Diese Portale müssen natürlich erst einmal aktiviert werden. Was
muss der Spieler nun in diesem Spiel machen? Wie in solchen Spielen üblich
dürft Ihr erst einmal die großen Bereiche erforschen. Hinzu kommen die
vielen abwechslungsreichen Rätsel. Schalterrätsel sind genauso vorhanden wie
Labyrinthe oder Puzzle. Angeboten werden nicht nur optische Aufgaben,
sondern auch Rätsel mit Tönen. Schafft Ihr eine Aufgabe so wird ein Kristall
freigegeben mit dem unser Held ein Portal öffnet. Die gestellten Aufgaben
kann man zum einen durch logisches Denken und zum anderen durch
herumprobieren bewältigen. Das bedeutet natürlich auch, dass etwas Frust
aufkommen kann, wenn man nicht sofort weiter kommt. Immer wieder erscheint
noch die Wächterin. Hierdurch wird die etwas magere Story vorangetrieben.
Leider werdet Ihr in den großen Levels kaum andere Personen treffen, wodurch
alles ein wenig öde wirkt. Hier hätte der Hersteller ruhig mehr machen
können. Der Schwierigkeitsgrad schwankt sehr in dem Spiel. Mal lassen sich
die Aufgaben in wenigen Minuten lösen, während andere viel Zeit in
Anspruch nehmen. Große Action werdet Ihr in dem Spiel kaum erleben. Einzig
kleinere Laufpassagen lassen etwas Hektik aufkommen. So erforscht Ihr nun
die großen Umgebungen und löst die gestellten Aufgaben.
Technik:
Die Grafik sieht eigentlich ganz gut aus. Vor allem können hier die Levels
mit den vielen Details überzeugen. Alle Locations sehen dabei anders aus und
so erforscht man diese immer wieder gerne. Die Charaktere und Objekte sehen
dann noch zeitgemäß aus, auch wenn die Figuren oftmals nur steif in der Gegend
herum stehen. Leider gibt es nur wenige Effekte in dem Spiel. Da aber die
Rätsel im Mittelpunkt stehen stört dieses nur wenig. Ebenso gut wie die
Grafik kommt der Sound rüber. Die ganze Zeit begleitet uns eine ansprechende
Musik, die selbst nach Stunden nicht langweilig klingt. Außerdem wird immer
zur richtigen Zeit ein passender Sound eingespielt. Hin und wieder dürfen
wir noch nette Filme mit deutschen Synchronsprechern ansehen. Dank
engagierten Sprechern wirken die Figuren sehr lebendig. Insgesamt wird also
ein gutes Ambiente erschaffen. Die Story kann hier nicht ganz mithalten. Sie
ist zwar ganz unterhaltsam aber wirklich umhauen wird sie keinen. Dank der
Egoperspektive hat der Spieler einen optimalen Blickwinkel und selbst mit
der Steuerung wird jeder sofort klar kommen. Unser Held lässt sich sicher
durch die großen Levels lenken und so steht den Erkundungstouren nichts
entgegen. Fasst man alles zusammen so kann die technische Seite des Spiels
überzeugen. Allerdings wird nichts außergewöhnliches geboten. Das Spiel lebt
halt allein von der Stimmung und den vielen Rätseln.
Fazit:
Wer Adventure-Spiele wie Myst oder Schizm bevorzugen wird mit Sentinel:
Verborgene Existenzen viel Spaß haben. Allerdings müsst Ihr in diesem Spiel
komplett ohne Actionpassagen auskommen. Das Spiel bietet dafür große Levels
die zum erkunden einladen und viele anspruchsvolle Rätsel. Hier liegt auch
die eigentliche Stärke des Spiels, denn die vielen Aufgaben sind sehr
abwechslungsreich. Außerdem hat der Hersteller ein nettes Ambiente
erschaffen, was uns die ganze Zeit anspornt weiter zu machen. Allerdings
solltet Ihr nicht auf eine atemberaubende Story hoffen. Trotz kleinerer
Kritikpunkte kann das Spiel voll überzeugen. Vor allem wenn man den Preis
sieht wird man einen Kauf nicht bereuen. Allerdings müsst Ihr solche Rätsel-Adventure auch mögen. Wer damit überhaupt nichts anfangen kann sollte
lieber die Finger von dem Spiel lassen. Allen anderen kann man das Spiel
ohne große Probleme ans Herz legen.
Features:
- Von den Entwicklern der Erfolgs-Titel Schizm und Schizm 2
- das Spiel bietet acht in Echtzeit dargestellten Welten
- Die bekannte 3D-Jupiter™-Engine aus No One Lives Forever 2™ überzeugt auch
in diesem Adventure
- Wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaften laden zu Erkundungsreisen
ein
- Wagemutige Entdecker enthüllen die volle Story allein durch Bewältigung
zahlreicher anspruchsvoller Rätsel
- Neben magischen Kugeln unterstützen diverse In-Game-Hinweise Suchende
entlang Ihres aufregenden Weges
- Dank unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade - Leicht, Mittel und Schwer -
überzeugt Sentinel auch jüngere sowie Gelegenheitsspieler |