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Scotland Yard: Hunting Mr. X - Review (NDS)

Wertung:
77 %

Einleitung:

Scotland Yard ist ohne Zweifel eines der bekanntesten und beliebtesten Brettspiele aller Zeiten. Seit seiner Veröffentlichung 1983 verkaufte sich das Brettspiel weltweit über vier Millionen Mal. Schon über ein Vierteljahrhundert hinweg versuchen sich große und kleine Spielefans darin, den mysteriösen Mr.X dingfest zu machen oder selber als Gauner Scotland Yard zu entwischen. Jetzt kann man auch unterwegs auf seinem NDS-Handheld auf die Jagd gehen, denn DTP Young Entertainment bringt das gleichnamige Spiel auf den deutschen Markt. Wir konnten uns die fertige NDS-Version in den letzten Tagen ausgiebig ansehen. Ob die Brettspielumsetzung gelungen ist, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Auch bei Scotland Yard: Hunting Mr. X erleben wir die aufregende Verfolgungsjagd durch verschiedene Metropolen auf der ganzen Welt. Auf der Seite der Detektive versucht der Spieler einen brillanten Meisterdieb aufzuspüren und dingfest zu machen, auf der anderen Seite führt Ihr als Mr. X den Arm des Gesetzes an der Nase herum und bringt Euer kostbares Diebesgut in Sicherheit. Wir versuchen als Mister X im Verkehr der Großstadt unterzutauchen und unseren Verfolgern bis zum letzten Spielzug auszuweichen. Nur dann kann unsere Flucht gelingen. Oder wir spielen als Detektiv und versuchen mit unserem Team Mr. X im Großstadtdschungel aufzuspüren und ihm die Fluchtwege zu versperren. Erst wenn wir auf das Spielfeld ziehen, auf dem sich Mr. X befindet, haben wir die Jagd gewonnen. Bevor die Verfolgungsjagd beginnt, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Kampagnenmodus", "Schnelles Spiel", "Mehrspielermodus" und "Einstellungen". Wie gewohnt kann man unter zu letzt genannten Punkt die Optionen anpassen. Wer gerne eine Partie mit einem Freund bestreiten möchte, der kann das über den Mehrspielermodus machen. Hier wird mittels drahtloser DS-Datenübertragung ein Spiel ausgetragen. Wahlweise darf man ein Hotseat, Multicard und Singlecard-Play wagen. Unter "Schnelles Spiel" kann man außerdem in einem Szenario unserer Wahl eine Partie bestreiten. Einige Szenarien sind allerdings zu Beginn nicht verfügbar. Diese müssen erst im Kampagnenmodus freigespielt werden. Das bringt uns auch schon zum Herzstück des Spiels. Im Kampagnenmodus wurde das Spiel mit einer netten Story versehen. Diese motiviert einen immer wieder, weiter zu spielen. Hier sollen wir nun unser Geschick in fünf verschiedenen Städten unter Beweis stellen. Mr. X wird in jeder dieser Städte einen wahrhaft spektakulären Diebstahl begehen. Wir schlüpfen in die Rolle dieses genialen Verbrechers und entkommen den schlauen Hütern des Gesetzes, oder aber wir übernehmen das Team der Detektive und bringen Mr. X zur Strecke. Das alles geschieht in den Städten London, Berlin, Paris, Amsterdam und New York.

Damit kein Spieler überfordert wird, gönnt man uns drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Der Grad der Schwierigkeit wird bestimmt durch die Anzahl der Detektive, das heißt in einer Mr. X-Kampagne würden ein leichter Schwierigkeitsgrad bedeuten, dass Mr. X von drei Detektiven gejagt wird, bei höchster Schwierigkeit wären ihm fünf Detektive auf den Fersen. Für die Detektiv-Kampagne verhält es sich dann genau umgekehrt. Das Spielprinzip ist recht einfach. Scotland Yard ist ein rundenbasiertes Spiel, wobei jede Spielrunde immer mit dem Zug von Mr. X beginnt. Grundlegend agieren wir auf einer Spielfläche, die ein Stadtplan der Stadt darstellt. Nach Mr. X ziehen die einzelnen Detektive in einer festen Reihenfolge. Jeder Zug ist eine Fahrt mit Taxi, Bus oder U-Bahn von einer Haltestelle entlang der Farblinie zur nächsten Haltestelle. Die verschiedenen Linien auf der Karte stellen jeweils ein Verkehrsmittel dar, welches mit einem Ticket der gleichen Farbe benutzt werden kann. Das Spielprinzip ist schnell erlernt. Ein Spieler ist Mister X der von den anderen Detektiven gejagt wird. Jeder Spieler bewegt sich mit den drei Verkehrsmitteln auf dem Spielfeld fort. Um diese nutzen zu können, müssen Tickets eingelöst werden. Mister X agier verdeckt auf dem Spielfeld. Die anderen Spieler wissen also nicht, wo er sich befindet. Bekannt ist nur, welche Verkehrsmittel er aktuell verwendet. In bestimmten Abständen muss Mister X aber zeigen, wo er sich befindet. Dann können die anderen spekulieren, wohin er mit seinen Tickets weitergefahren ist. Erwischt ein Spieler Mister X ist das Spiel beendet. Mister X kann nur gewinnen, wenn die anderen ihn nicht erwischen. Um eine bessere Chance zu haben, kann der gejagte auch noch Black Tickets einsetzen. Dadurch wissen die Spieler nicht, welches Verkehrsmittel er benutzt hat. Allerdings ist die Anzahl der Black Tickets begrenzt. Den Detektiven stehen dafür Hubschrauberflüge und Sperren zur Verfügung. Hiermit kann man dann Wege überbrücken oder Stationen für den Verbrecher versperren. So dürfen nun die Detektive versuchen Mister X zu fangen. Ob das Einfangen klappt, hängt auch davon ab, wie stark die Gesetzeshüter zusammenarbeiten.

 

Technik:

Erwartet bei der Technik nicht zu viel. Wir werden zum einen eine brettspieltypische Spielfläche zu sehen bekommen. Diese sieht eigentlich so aus, wie bei dem bekannten Brettspiel. Alle Details kann man auf der Karte gut erkennen. Allerdings wirkt alles etwas spartanisch. Ein Grafikfeuerwerk werdet Ihr also nicht erleben. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben kleineren Ingameräuschen lauschen wir auch einer netten Musik. Die Steuerung ist schnell erlernt. Hauptsächlich kann man alles mittels Touchscreen erledigen. Wahlweise darf man seine Aktionen auch über die Tasten ausführen. Im oberen Bildschirm wird die Stadtkarte gezeigt. Ein aufgehelltes Rechteck zeigt uns an, welcher Bildschirm der Karte gerade auf dem unteren Bildschirm dargestellt wird. Jeder Detektiv wird dann durch einen kleinen Kreis dargestellt. Die einzelnen Aktionen werden nun mit dem Touchpen ausgeführt. Hinzu kommen übersichtliche Menüs, mit denen man schnell klar kommt. Die Lenkung hat man schnell erlernt und so kann jeder direkt in das Spielgeschehen einsteigen. Dank unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade wird außerdem ein Anfänger genauso gefordert, wie ein Genrekenner. Auch wenn die Grafik einen nicht vom Hocker haut, so kann man dennoch mit der technischen Seite ganz zu frieden sein.

 

Fazit:

Scotland Yard: Hunting Mr. X ist eine nette Brettspielumsetzung. Das Spielprinzip wurde gut auf den Handheld übertragen und so machen die Partien auf dem Nintendo DS sehr viel Spaß. Nett ist auch der Kampagnenmodus. Hier wurden die einzelnen Spiele in eine kleine Story gepackt. Hinzu kommen dann noch die fünf unterschiedlichen Spielorte. Wahlweise darf man natürlich als Detektiv oder Mr. X spielen. Beide Varianten bieten die gewohnte Spannung. Schließlich ist es auf beiden Seiten nicht einfach, seine Ziele zu erfüllen. Eine Zeit lang kann man sich außerdem im Mehrspielermodus aufhalten. Die Spiele gegen einen menschlichen Gegner sind selbstverständlich noch spannender. Das war es dann allerdings schon. Viel mehr darf man von solchen Umsetzungen aber auch nicht erwarten. Zum Glück kostet das Game keine 30 Euro und so kann man mit dem Preis-/Leistungsverhältnis zufrieden sein. Wer also schon immer einmal das Brettspiel auf seinem NDS spielen wollte, der darf gerne bei Scotland Yard: Hunting Mr. X zugreifen. Das Spiel macht eine Zeit lang sehr viel Spaß und wenn man nicht zu viele erwartet, wird man einen Kauf nicht bereuen.

 

Features:

- 5 verschiedenen Spielpläne
- Kampagnenmodus mit spannender Story
- Multiplayer im Hotseat, Multicard und Singlecard-Play
- Handschriftliche Bildschirmnachrichten im Multiplayermodus
- Jeder Modus wahlweise spielbar als Mr. X oder Detektiv

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Scotland Yard: Hunting Mr. X (NDS)

 
 Scotland Yard
EUR 29,99
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Grafik: 72 %  
Sound: 78 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 70 %  
Multiplayer: 75 %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  77 %  


 

 

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