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Einleitung:
Viele werden das Brettspiel
Scotland Yard noch kennen, das 1983 zum Spiel des Jahres gewählt wurde. Nun
könnt Ihr das erfolgreiche Brettspiel auch auf dem heimischen Computer
spielen. Über Heureka-Klett erscheint das Ravensburger Familienspiel mit dem
Titel Scotland Yard: Hunting Mister X in Deutschland. Wir konnten die
Brettspielumsetzung jetzt testen. Ob die Jagt nach Mister X auf dem PC
genauso viel Spaß macht wie das Brettspiel könnt Ihr in unserem Review
erfahren.
Zum Spiel:
Wie bei dem Brettspiel wird Mister X von Scotland Yard gejagt. Eingeleitet
wird das Spiel mit einem kleinen Intro. Anschließend finden wir uns im
Hauptmenü wieder. Hier dürfen wir unter anderem die spielrelevanten
Einstellungen vornehmen. Außerdem starten wir hier auch ein Spiel. Zur
Auswahl steht neben einem Einzelspieler- auch ein Mehrspielermodus. Bei der
Einzelspielervariante spielt Ihr gegen den Computer. Im Mehrspielerbereich
könnt Ihr gegen andere Menschen und dem Computer antreten. Spiele im lokalen
LAN-Netzwerk sind genauso möglich wie eine Mehrspielerrunde mit bekannter IP
Adresse über das Internet. Bevor wir ein Einzelspiel beginnen müssen wir
erst einen Namen eingeben. Anschließend dürfen wir auch noch zwischen einem
einfachen und einem komplexen Spielbrett wählen. Die Spielart ist jeweils
die gleiche. Einzig die Darstellung ist anders. Bei dem komplexen Spielbrett
werden nur zusätzliche Details eingeblendet die das Spielgeschehen
auflockern. Bevor ein Spiel beginnt wählen wir noch einen von sechs Spielern
für uns aus. Die anderen werden vom CPU belegt. Die Stärke des
Computergegners dürfen wir auch noch einstellen. So kann man leichte,
mittlere aber auch schwere Gegner auswählen. Als letztes wird noch
festgelegt, wer Mister X ist und schon darf das eigentliche Spiel losgehen.
Bei dem Spiel handelt es sich um eine originalgetreue PC-Umsetzung des
Ravensburger Brettspielklassiker. So sind die Spielregeln identisch mit dem
Original. Der Spieler begibt sich auf eine aufregende Jagd quer durch
London. Wahlweise kann man als Mister X oder als Detektiv spielen. Die
Spielfläche stellt im groben einen Stadtplan von London dar. In diesem ist
ein Verkehrsnetz bestehend aus Taxi, Bus und Underground. Die jeweiligen
Stationen sind auf der Karte in derselben Farbe eingezeichnet wie die
Verkehrswege. Jede Haltestelle beinhaltet die Farbe Weiß, das heißt, jede
dieser Stationen kann per Taxi erreicht werden. Die Bus-Stationen liegen ein
wenig weiter auseinander, bringen den Spieler aber auch weiter vom
Startpunkt weg. Noch größere Strecken überbrückt die Undergroundbahn. Über
die Stationen werden dann sehr große Strecken zurückgelegt. Das Spielprinzip
ist schnell erlernt. Ein Spieler ist Mister X der von den anderen Detektiven
gejagt wird. Jeder Spieler bewegt sich mit den drei Verkehrsmitteln auf dem
Spielfeld fort. Um diese nutzen zu können müssen Tickets eingelöst werden.
Jeder Spieler bekommt zu Beginn 10 Taxi, 8 Bus und 4 Underground Tickets.
Mister X hat zu Beginn weniger Karten zur Verfügung. Er erhält aber die
Karten die von den anderen Detektiven abgelegt werden.
Mister X agier verdeckt auf dem Spielfeld. Die anderen Spieler wissen also
nicht wo er sich befindet. Bekannt ist nur welche Verkehrsmittel er aktuell
verwendet. In bestimmten abständen muss Mister X aber zeigen wo er sich
befindet. Dann können die anderen spekulieren, wohin er mit seinen Tickets
weitergefahren ist. Erwischt ein Spieler Mister X ist das Spiel beendet.
Mister X kann nur gewinnen wenn die anderen ihn nicht erwischen. Um eine
bessere Chance zu haben kann der gejagte auch noch Black Tickets einsetzen.
Dadurch wissen die Spieler nicht welches Verkehrsmittel er benutzt hat.
Allerdings ist die Anzahl der Black Tickets begrenzt. Außerdem gibt es auch
noch Doppelbonuskarten mit denen man zwei Züge machen kann. So dürfen nun
die Detektive versuchen Mister X zu fangen. Ob es klappt hängt auch davon ab
wie stark die Mitspieler miteinander arbeiten. Dank einer Chatfunktion kann
man im Mehrspielermodus seinen Mitspielern mitteilen was man von ihren
Spielzügen hält. Über ein Icon wird ein Eingabefeld eingeblendet mit dem man
auch Texte tippen kann. Diese werden dann über Sprechblase wiedergegeben.
Hinzu kommen noch Gesichtsausdrücke die oft mehr sagen wie so manche Worte.
Technik:
Optisch sieht das Spiel ganz nett aus. Man muss aber klar sagen, dass die
einfache Ansicht um einiges übersichtlicher ist wie das komplexe Spielbrett.
Hier werden zwar viele nette Details gezeigt aber sie machen auch vieles
unübersichtlich. So bevorzugen wir die einfache Spielart die fast so wie das
original Spielbrett aussieht. Begleitet wird das Spielgeschehen durch einen
guten Sound. Die Fahrten mit den unterschiedlichen Verkehrsmitteln werden
durch unterschiedliche Geräusche untermalt und die ganze Zeit erklingt eine
Musik die selbst nach Stunden nicht nervig klingt. Die Steuerung ist dann
ebenfalls ganz OK. Alle Aktionen lassen sich sicher ausführen. Leider leidet
das Spiel immer wieder an Rucklern die das Gameplay empfindlich stören. Die
Kamera lässt sich dann auch noch frei einstellen, so dass jeder selber für
einen optimalen Blickwinkel sorgen kann. Fasst man alles zusammen so bietet
das Spiel nicht viel. Trotzdem darf insgesamt die Umsetzung als gelungen
angesehen werden.
Fazit:
Viel mehr als eine gute Umsetzung vom Brettspiel braucht der Spieler nicht
erwarten. Scotland Yard: Hunting Mister X schafft aber den schwierigen
Sprung auf den heimischen PC. Durch den mitgelieferten Mehrspielermodus und
den unterschiedlichen Spielflächen wird ein wenig Abwechslung geboten, so
dass man sich mit dem Spiel eine gewisse Zeit beschäftigen kann. Da jedes
Spiel gut 30 Minuten dauert kann sich jeder selber ausrechnen wie lange er
insgesamt an dem Spiel sitzt. Da Scotland Yard: Hunting Mister X aber ein
gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat kann man mit dem gebotenen leben.
Schade ist eigentlich nur das die Spielfläche so unübersichtlich ist. So
wird vielen Spielern schnell der Spielspaß genommen. Wer darüber hinweg
sehen kann darf hier zuschlagen.
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