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Scorpion: Disfigured - Review (PC)

Wertung:
64 %

Einleitung:

Ego-Shooter gibt es auf dem PC wie Sand am Meer. In regelmäßigen Abständen wird ein Titel nach dem anderen auf den deutschen Markt gebracht. Durch die große Anzahl von wirklich guten Genrevertretern, haben es neue Games oft schwer, sich gegen die breite Konkurrenz durchzusetzen. Sie müssen schon erstklassig sein, um eine große Käuferschicht anzusprechen. Ob das neuste Atarispiel mit dem Titel Scorpion: Disfigured das schafft, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Selbst so ein Spiel kommt nicht ohne eine Story aus. Es ist das Jahr 2048. Die Erde ist nach einer unendlichen Kette von regionalen Bürgerkriegen und internationalem Terrorismus in weiten Bereichen des Mittleren Ostens und Südosteuropas nur noch ein zerstörtes, von Stammesfehden heimgesuchtes Land mit wenigen Inseln relativer Stabilität. In dieser Situation erhält ein Agent eines amerikanischen Geheimdienstes den Auftrag, im weitestgehend zerstörten Bosnien einen chemisch-großindustriellen Komplex zu infiltrieren. Seine Waffen: ein geheimer Kampfanzug, der dort entwickelt wurde - und das Wissen einer aus diesem Komplex geflohenen Wissenschaftlerin. Sein Auftrag: einen dort gezüchteten Virus zu finden, der Gerüchten zufolge Menschen in willenlose, religiöse Selbstmordattentäter verwandelt. Was er findet, ist weitaus schlimmer. Bevor wir nun zu sehr ins Detail gehen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel". "Spiel laden" und "Optionen". Wie nicht anders zu erwarten war, könnt Ihr unter zu letzt genannten Punkt die spielrelevanten Einstellungen für das Spiel - u.a. den Schwierigkeitsgrad oder die Steuerung - einstellen. Ist ein Spielstand vorhanden, so darf man diesen unter Spiel laden aktivieren. Zu Beginn bleibt uns notgedrungen nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Es folgt ein kleines Intro inkl. deutscher Sprachausgabe. Dieser Film leitet das Spiel passend ein. Im Anschluss schlüpfen wir in die Haut unserer Spielfigur, mit der wir genretypisch in der Ego-Perspektive agieren. Damit wir einen leichten Einstieg bekommen, gönnt uns der Hersteller ein kleines Tutorial. Hierdurch wird die Steuerung schnell verinnerlicht und wir können direkt in das Spielgeschehen einsteigen. Kommen wir nun zum Gameplay. Wir erblicken den Spielbildschirm. Neben der frei begehbaren Umgebung sieht der Spieler außerdem eine Lebensanzeige, Schild-Performance-Anzeige, Kompass, Energieanzeige, Anzeige der angelegten Waffen bzw. Spezialfähigkeiten und Munitionsanzeige. Agieren könnt Ihr recht genretypisch. Neben den Standartbewegungen dürft Ihr noch springen, ducken, sprinten und nach links bzw. rechts sehen.

Daneben ist der Spieler in der Lage, zwischen dem Gebrauch von Waffen und Spezialfähigkeiten zu wählen. Während Waffen und Munition aufgesammelt werden können, verbrauchen die Spezialfähigkeiten eine eigene Energie, die uns als Poweranzeige auf dem Bildschirm angezeigt wird. Ist diese Energie verbraucht, können die Spezialfähigkeiten nicht mehr genutzt werden. Diese sind übrigens recht vielfältig und können je nach unserem Level entsprechend benutzt werden. Regeneration heilt z.B. den Spieler. Psy-Shock dagegen fügt einem Gegner massiven Schaden zu. Nett ist auch die Gedankenkontrolle. Ein Gegner kämpft hierdurch für eine gewisse Zeit auf der Seite des Spielers. Telekinese gibt es auch noch. Mit dieser Fähigkeit kann man Gegenstände aus der Ferne zu sich heranziehen. Als letztes gönnt man uns noch den Amoklauf. Die betroffenen Einheiten greifen nun wahllos alles in ihrer Umgebung an - ob Freund oder Feind. Im Verlauf des Spiels besteht übrigens die Möglichkeit, sowohl Waffen, als auch Spezialfähigkeiten zu verbessern, um deren Stärke, Präzision etc. zu erhöhen. Da wir oft in dunklen Abschnitten spielen, werden weitere nützliche Features angeboten. So könnt Ihr einen Nachtmodus aktivieren, Bullettime nutzen, einen Schild anschmeißen oder eine Taschenlampe zücken. Neben den Kämpfen und den Einsatz unser Waffen und Fähigkeiten, sollt Ihr auch die Umgebung untersuchen, denn hin und wieder gibt es nützliche Objekte. Immer wieder werden dann kleine Nachrichten eingespielt. Hierdurch erhalten wir unsere Aufgaben. Damit diese immer in Erinnerung bleiben, darf man ein nützliches Logbuch nutzen. Hier wird alles Wichtige aufgelistet. Das war noch nicht alles. Ein Charaktermenü gibt es auch noch. Innerhalb dieses Menüs hat man die Möglichkeit, bis zu drei verschiedene Waffen und ebenso viele Spezialfähigkeiten an den Charakter anzulegen. Damit man genau weiß, was man hier macht, wird ein Wikimenü angeboten. Dahinter verbirgt sich eine Auflistung aller Waffen, Fähigkeiten, Gegner, Orte, Rüstungen und weiterer Spielinhalte, auf die wir während unserer Missionen stoßen. Hinzu kommt außerdem ein Scanner. Mit diesem kann der Gamer seine Position innerhalb der verschiedenen Räume des Spiels erkennen. Darüber hinaus wird durch eine gelbe Markierung angezeigt, wo sich der jeweils nächstliegende Zielpunkt befindet. So erkunden wir nun die Levels, erledigen Gegner, finden Levelausgänge, suchen Schlüssel oder lösen kleine Rätsel um unsere Missionen zu erfüllen.

 

Technik:

Die Grafik haut einen nicht wirklich vom Hocker. Die Umgebungen sind gerade am Anfang wenig abwechslungsreich. Später gönnt man uns zumindest interessantere Orte, die auch nettere Texturen aufweisen. Neben kleineren Effekten wie Explosionen werden wir außerdem kleinere Licht- und Schattenspielereien zu sehen bekommen. Wirklich dürftig sind die Animationen. Diese sehen alles andere als realistisch aus. Sehr nervig ist außerdem die Musik. Immer wieder werden die gleichen Musikstücke eingespielt, was nicht gerade die Stimmung hebt. Nett sind zumindest die deutschen Synchronsprecher, auch wenn diese nicht viel sagen. Der Waffensound kam bei anderen Spielen auch schon mal wuchtiger aus den Boxen. Viele Waffen klingen einfach zu schwach. Die Steuerung ist grundlegend einfach. Da man am Anfang alles erklärt bekommt und die Lenkung sich am Genre orientiert, wird jeder schnell mit der Steuerung klar kommen. Das heißt noch lange nicht, dass alles in dem Spiel klappt. Oft gibt es Probleme bei Leitern. Negativ ist uns auch die Kollisionsabfrage aufgefallen. Gerade bei den Trefferzonen wurde ganz schön geschlampt. Einige Gegner muss man minutenlang malträtieren, während andere schon nach zwei Treffern aus den Latschen kippen. Genauso dürftig ist die KI der Gegner. Diese handeln nur selten intelligent und so sind die Kämpfe nicht wirklich spannend. Daneben dürft Ihr Euch noch über einige Bugs im Spiel und diverse Abstürze ärgern. Hoffentlich kommt bald ein Patch raus, der diese Fehler behebt.

 

Fazit:

Scorpion: Disfigured ist leider nur ein mittelmäßiges Egoshooterspiel. Die Story packt einen genauso wenig, wie die Rätsel oder die eher langweiligen Kämpfe. Zwar gönnt man uns große Levels, die zu ausgiebigen Erkundungstouren einladen. Dennoch überschatten vor allem die negativen Punkte das Gameplay. Vor allem die merkwürdigen Trefferzonen bzw. das Erkennen der Schüsse und die katastrophale KI der Gegner lässt die Motivationskurve schnell absinken. Hinzu kommen dann noch eine eher mäßige Grafik, eine dürftige Soundkulisse und eine magere Steuerung. So können Egoshooterspiele in der heutigen Zeit keinen Spaß machen. Scorpion: Disfigured ist somit nur etwas für eisenharte Genrefans, die über so manche Macke großzügig hinwegsehen können. Evtl. werden ja durch nachfolgende Patches einige Probleme behoben. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

 

Features:

- 8 Waffen, von einer futuristischen Beretta bis zur guten alten Sniper Rifle
- 7 Waffen mit zwei Waffenmodi
- Sehr wirkungsvoller Faustkampf als zusätzliche Kampfoption
- 2 verschiedene Granatentypen für den Einsatz gegen Geschütztürme und Gegner
- 5 spezielle Fähigkeiten wie Nachtsicht, Zeitlupe und Energieschild
- RPG-Elemente durch eine begrenzte Anzahl Upgrades für spezielle Fähigkeiten
- 20 gigantische Level in 4 unterschiedlichen Grafiksets für über 25 Stunden Spielspaß
- 23 verschiedene Gegnertypen mit stark unterschiedlichem KI-Verhalten

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Scorpion: Disfigured (PC)

 
  Scorpion: Disfigured
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Grafik: 64 %  
Sound: 56 %  
Bedienung: 72 %  
Singleplayer: 68 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 60 %  
Gesamtwertung:  64 %  

Systemvoraussetzungen:

Minimum:

- Betriebssystem: Windows XP / Vista
- Prozessor: 2.0 GHz Intel Pentium oder AMD Athlon 2000+
- RAM: 1.5 GB unter Windows XP, 2 GB unter Vista
- Grafikkarte: 128 MB DirectX 9.0 kompatible Grafikkarte mit Shader Model 3.0 oder höher (ATI Radeon X1600 oder Nvidia GeForce 6600GT)
- Festplatte: 4 GB freier Speicherplatz


Empfohlen:

- Prozessor: 2.0 GHz Intel Pentium D Dual Core Prozessor oder AMD Athlon 3000+
- RAM: 2 GB unter Windows XP, 2 GB unter Vista
- Grafikkarte: 256 MB DirectX 9.0 kompatible Grafikkarte mit Shader Model 3.0 oder höher (ATI Radeon X2600 oder Nvidia GeForce 7600)

 


 

 

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