|
Einleitung:
Wer vor gut zehn Jahren in
Spielhallen seine Zeit verbracht hat, wird die Samurai Shodown-Spiele evtl.
noch kennen. Seid 1993 kann man diese Beat´em Up-Reihe dort finden.
Selbstverständlich wurden die Spiele auch auf diversen Konsolen umgesetzt.
Mit Samurai Shodown V kommt nun der fünfte Teil auf Sony´s Playstation 2
raus. Entwickelt wurde das Spiel übrigens von SNK und Ignition. Wir konnten
uns das Kampfspiel jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich Samurai Shodown V für
Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Ganz grundlos sollen wir nicht gegen unsere Bitmap-Kontrahenten antreten. Im
Jahre 1786 wütet die Hungersnot von Tenmei. Das Land des Lächelns gleicht
einem Tal der Tränen. General Gao Kyogoku Hinowanokami zieht seinen Shogun
in die Verantwortung und schwört dem Tokugawa-Clan ewige Rache. Um diese
Sippe in den Staub zu treten, ruft er alle tapferen Krieger Japans zusammen.
Sie weihen ihre Seele dem Schwert und stürzen sich in die Schlacht. Bevor
wir uns nun in die Arena begeben, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den
Menüpunkten, Arcade, VS Mode, Practice, Option und Score. Wie Ihr evtl.
schon bemerkt habt, wurde das Spiel nicht übersetzt. Wirklich schlimm ist
dieses allerdings nicht, denn bei diesem Beat´em Up-Spiel ist die Story
nicht sonderlich wichtig und mit den Menüs wird man auch so gut zurecht
kommen. Daneben kann man noch unter Score seine Erfolge ansehen und unter
Option alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Am Anfang bietet sich
natürlich erst einmal der Practice-Mode an. Hier kann der Akteur in aller
Ruhe Moves ausprobieren und das Spielprinzip kennen lernen. Anschließend
darf der Spieler entweder mit einem Freund im VS Mode kämpfen oder sich an
die Herausforderungen im Arcade-Bereich versuchen. Im Einzelspielerbereich
spielt Ihr mit einer ausgesuchten Spielfigur gegen diverse Computergegner.
Dabei ist die Figurenauswahl recht groß, denn gleich 27 Kämpfer stehen zur
Verfügung. Natürlich haben alle Fighter speziellen Moves drauf. Es wird also
für jeden etwas dabei sein. Nachdem wir nun eine Figur ausgesucht haben,
wird erst einmal eine kleine Story erzählt. Schließlich sollen wir nicht
grundlos in den Kampf ziehen. Die Präsentation ist allerdings total
veraltert, denn bis auf ein paar Standbildern mit englischen Sprechblasen
und dürftigen Animationen werden wir kaum etwas zu sehen bekommen.
Anschließend beginnt der Kampf. Mit unserer Spielfigur fighten wir nun gegen
unseren virtuellen Gegner. Dabei kämpfen die meisten Figuren mit speziellen
Waffen. Obligatorische Fußtritte und Spezialangriffe dürfen natürlich
ebenfalls nicht fehlen. Wer jetzt glaubt, dass er mit wildem Tasten drücken
Erfolg hat, der irrt sich. Vielmehr muss der Spieler auf gutes Timing und
kontrollierte Aktionen setzen. Da die Spielgeschwindigkeit recht langsam
ist, kann man alle Moves und Combos gut ausführen. Daneben füllt sich
außerdem eine Spezialanzeige, wenn wir getroffen werden. Ist diese voll,
kann der Akteur Supercombos ansetzen. Hierzu müssen allerdings bestimmte
Tastenkombination perfekt gedrückt werden, was nicht immer einfach ist.
Schafft man es doch, hat der Gegner kaum eine Chance. Ist der Gegenspieler
dann ausgeschaltet, wird der nächste Fighter den Ring betreten. Der
Schwierigkeitsgrad steigt natürlich immer weiter an. Haut Ihr am Anfang noch
recht leicht einen Gegner weg, so wird es später nur noch gelingen, wenn Ihr
Eure Spielfigur gut beherrscht. Wer den Automatenklassiker kennt, wird etwas
enttäuscht sein, denn bei Samurai Shodown V gibt es kaum etwas Neues. Nur
die oben erwähnten Spielmodis stehen zur Verfügung. Wer also alle Computergegner besiegt hat, kann sich nur noch
mit einem Freund im VS-Modus messen.
Technik:
Die Grafik haut einen natürlich nicht vom Hocker. Detailarme Hintergründe
sind genauso vorhanden wir magere Effekte. Auch die Spielfiguren
wurden nur dürftig animiert und modelliert. Allerdings muss man auch
erwähnen, dass dieses Spiel eine Umsetzung eines Mitte der Neunziger Jahre
entwickelten Spiels ist. Daher muss man wohl mit pixeligen Figuren und wenig
flüssigen Animationen leben. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen
Niveau. Neben einer nervigen Musik werden wir auch kleinere
Spracheinspielungen zu hören bekommen. Diese klingen allerdings genauso
dürftig, wie die diversen Kampf- bzw. Ingamegeräusche. Etwas Schade ist dann
noch, dass keine deutsche Lokalisierung vorhanden ist. Menüs und Texte sind
leider nur in englischer Sprache. Wirklich schlimm ist dieses allerdings
nicht, denn das ganze Spiel ist sehr einfach gehalten. Die Steuerung ist
grundlegend in Ordnung. Unsere Spielfigur macht eigentlich immer das, was
wir ihr sagen. Da dann noch die Spielgeschwindigkeit sehr langsam ist, wird
jeder Spieler seine Aktionen sicher ausführen können. Der Schwierigkeitsgrad
ist so, wie man es von solchen Automatenumsetzungen kennt. Am Anfang ist
fast jeder Gegner schnell besiegt. Später wird der Schwierigkeitsgrad so
hoch, dass nur noch geübte Spieler einen CPU-Gegner schlagen können. Fasst
man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite nicht wirklich
zufrieden sein. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von
einem Playstation 2-Spiel.
Fazit:
Klar Samurai Shodown V wird nicht jeden Spieler ansprechen. Das liegt nicht
nur an der altbackenen Grafik, dem dürftigen Sound oder der mageren
Präsentation. Auch das langsame Gameplay sorgt dafür, dass viele Spieler
schnell das Pad zur Seite legen. Hinzu kommt ein wenig komplexes
Kampfsystem. Allerdings sollte auch klar sein, dass sich eine in die Jahre
gekommene Automatenumsetzung nicht mit aktuellen Genregrößen messen kann.
Samurai Shodown V ist ein Beat' em Up-Spiel das vor allem Nostalgiker
anspricht. Diese können sich zumindest ein paar Stunden mit dem Spiel
beschäftigen. Der Kaufpreis schreckt einen dann auch nicht unbedingt ab,
denn die Arcade-Umsetzung kostet noch nicht einmal 30 Euro. Wer also gerne
alte Klassiker spielt und nichts gegen veraltete Kampfspiele hat, der darf
gerne zuschlagen. Allerdings erwartet nicht zu viel von dem Spiel.
Features:
- 27 spielbare Charaktere, darunter neun nie da gewesene Figuren
- VS.-Matches, Training- und Story-Modus
- Freischaltbare Artwork-Galerie
- Frisches Kampfsystem durch Konzentrations- und Schwert-Feature
- Schwertanzeige: Schmetternde Waffenangriffe durch voll aufgeladene
Sword-Spirit-Leiste
- Konzentrationsanzeige: Aktivierung meditativer Kraftschübe verlangsamt
gegnerisches Kampfverhalten und ermöglicht vernichtende Schlag-Combos
- Unterschiedliche Kampfstile mit abwechslungsreichem Waffen-Repertoire
- Bewährtes Bitmap-Beat'em-Up-Gameplay
|