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Einleitung:
Mangafans werden die
Animeserie Saint Seiya evtl. kennen. Veröffentlicht wurden diese Abenteuer
in 28 aufwändigen Manga-Comics und 114 TV-Folgen. Vor allem in den
europäischen Ländern Frankreich und Italien feierte Saint Seiya große
Fernseherfolge. Über Atari kommt nun das Playstation 2-Spiel Saint Seiya:
Das Heiligtum auf den deutschen Markt. Wir konnten uns jetzt die fertige
PS2-Version ein wenig näher ansehen. Ob sich eine Anschaffung für Beat´em
Up-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In dem Beat´em Up-Spiel Saint Seiya: Das Heiligtum sollt Ihr nicht grundlos
kämpfen. Fünf Helden stehen im Mittelpunkt der Story. Diese Krieger werden
Saints genannt und sie haben die Aufgabe, das Böse zu bekämpfen und zugleich
Athena, die Göttin des Friedens, zu beschützen. Der Sage nach kehren die
Mächte der Finsternis alle 200 Jahre auf die Erde zurück. Hierfür werden
Schreckenstruppen in sämtliche Winkel der Welt entsandt. Sie sollen die
globale Herrschaft mit aller Macht an sich reißen. Zur selben Zeit erwacht
die Göttin Athena, um der Erde mit ihren Kräften zu helfen. Wir sollen nun
das Gute vertreten und das Böse vernichten. Nur wenn wir erfolgreich sind,
kann die Welt gerettet werden. Nachdem das Spiel gestartet wurde, müssen wir
erst einmal eine passende Sprache auswählen. Neben der englischen,
italienischen, französischen und spanischen Sprache ist auch die deutsche
vorhanden. Anschließend erblickt der Spieler das Hauptmenü. Dieses ist in
unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Unter Optionen dürfen wir wie gewohnt
alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen - darunter auch den
Schwierigkeitsgrad. Dieser wird in vier Stufen unterteilt. Somit wird jeder
eine passende Herausforderung finden. Außerdem kann man hier die Sprache der
Stimmen ändern. Leider wird keine deutsche Sprachausgabe angeboten. Nur
französischen und japanischen Sprechern dürfen wir lauschen. Kommen wir nun
zu den anderen Menüpunkten. Es sind insgesamt vier Bereiche vorhanden. Bei
"12 Goldpalästen" erleben wir intensive Kämpfe zwischen Bronze- und
Goldrittern. Dieser ist zugleich der Story-Modus. Freie Kämpfe dürfen wir
unter "1000-Tage-Krieg" austragen. Der Menüpunkt Urlaub ist der
Sammel-Modus. Hier können wir unterschiedliche Sammlungen ansehen. Hinzu
kommen die Geschichten der zwölf Paläste und die freigeschalteten
Musikstücke. Der vierte Modus ist am Anfang noch gesperrt. Erst später wird
dieser freigeschaltet. "12 Goldpaläste" ist ohne Zweifel der wichtigste
Spielmodus. Hier spielen wir die eigentliche Story durch. Eingeleitet wird
das ganze durch ein nettes Intro. Anschließend dürft Ihr wahlweise ein
Tutorial durchspielen. Hier wird uns die Steuerung in kleinen Schritten -
mit praktischen Übungen - beigebracht.
Ist dieser Übungsbereich beendet, geht es mit der Story bzw. den Sequenzen
weiter. Natürlich enden die Storyabschnitte immer wieder in einem Kampf.
Diese Fights finden in begrenzten Arenen statt. Unsere Spielfigur kann
natürlich viele unterschiedliche Aktionen ausführen. Zum einen stehen
schwache und starke Schläge zur Auswahl. Durch Kombination der Richtungs-
und Aktionstasten lassen sich diese zu Combos verketten. Außerdem verfügt
unser Kämpfer über diverse Spezialangriffe - wie den Urknallangriff.
Gegnerische Attacken wehren wir wie immer mit Blocken oder Ausweichen ab.
Hinzu kommen noch viele weitere Aktionsmöglichkeiten, die im Tutorial
erklärt werden. Da jeder Gegner anders agiert, sollte der Spieler alle
Möglichkeiten seiner Figur ausschöpfen. Machen wir immer wieder die gleichen
Aktionen, stellt sich der Gegner schnell darauf ein. Eine Niederlage ist
somit vorprogrammiert. Haben wir eine Auseinandersetzung gewonnen, dürfen
wir eine Statistik des Kampfes einsehen. Nun folgt ein weiterer
Storyabschnitt, der wiederum einen neuen Kampf einleitet. Zwischen den
einzelnen Fights darf der Spieler selbstverständlich auch speichern.
Hierdurch gehen errungene Erfolge wie freigeschaltete Extras nicht verloren.
Wer am Anfang erst einmal üben möchte, kann dieses wunderbar unter dem
Menüpunkt "1000-Tage-Krieg" machen. In diesem Modus tretet Ihr mit einer
freigeschalteten Spielfigur gegen einen computergesteuerten Gegner an. Der
Austragungsort darf natürlich ebenfalls bestimmt werden. Eine nette Sache um
sich auf die Gegner einzustellen. Schließlich kann man hier wunderbar die
einzelnen Figuren und deren Fähigkeiten kennen lernen. Wer die Kampfstile
der unterschiedlichen Figuren in Aktion sehen möchte, darf auch beide
Kämpfer vom Rechner steuern lassen. In diesem Spiel-Modus kann man aber
nicht nur gegen einen CPU-Gegner kämpfen. Spannende Fights gegen einen
Freund sind ebenfalls möglich. So agiert Ihr nun in den unterschiedlichen
Spielarten, kämpft gegen eine große Anzahl von Gegnern und schaltet die
vielen netten Extras frei.
Technik:
Optisch sieht das Spiel ganz nett aus. Jeder Fight wird z.B. mit
ansprechenden Filmen eingeleitet. Durch die nette Präsentation geht der
Spieler hoch motiviert in die einzelnen Kämpfe. Auch die Menüs wurden
übersichtlich und animiert gestaltet. Hier wird sich jeder sofort zurecht
finden. Die eigentliche Spielegrafik überzeugt zum einen durch nett
animierte und modellierte Kämpfer. Diese bewegen sich geschmeidig durch die
detaillierten Hintergründe. Allerdings hätte der Hersteller bessere Texturen
verwenden können. Die Kämpfe laufen außerdem sehr actionreich ab.
Ansprechende Effekte und viele Combos laden den Spieler zum experimentieren
ein. Gut ist auch der Sound ausgefallen. Das fängt bei den Ingamegeräuschen
an und endet bei den Sprechern. Allerdings wird nur eine französische und
japanische Sprachausgabe angeboten. Ein wenig gewohnheitsbedürftig ist die
Musik. Der futuristische Sound wird wohl nur echte Animefans begeistern. Die
Steuerung ist recht einfach ausgefallen. Dank eines netten Tutorial wird der
Spieler alle Aktionsmöglichkeiten schnell kennen lernen. Leider reagieren
die Spielfiguren sehr träge auf unsere Anweisungen. Hier hätte der
Hersteller einiges besser machen können.
Fazit:
Eigentlich ist das Spiel nicht übel. Der Storymodus wird gut präsentiert und
die Geschichte motiviert einen immer wieder weiter zu spielen. Die Fights
laufen dann auch noch recht spannend ab, da wir auf eine Vielzahl von
Schlägen und Combos zurückgreifen können. Allerdings muss man die Art des
Kämpfens mögen. Nicht jeder will seinen Gegner mit Strahlen oder Ketten
bearbeiten. Die technische Seite ist bei diesem Spiel leider nur
mittelmäßig. Vor allem die Grafik und Steuerung hätte besser ausfallen
können. Schade ist dann auch noch, dass nicht mehr unterschiedliche
Spielarten angeboten werden. Man wird zumindest einiges zu tun haben, bis
alle Extras freigeschaltet sind. Saint Seiya: Das Heiligtum ist ein
actiongeladenes Beat´em Up Spiel, das vor allem Animefans anspricht. Dank
einfacher Bedienung und unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen werden
Anfänger genauso gefordert wie Genrekenner. Das Beat´em Up-Spiel kommt
allerdings nicht an die Topspiele des Genres heran. Daher kann man das Spiel
wohl nur Saint Seiya-Fans empfehlen.
Features:
- Es bleiben nur zwölf Stunden: Göttin Athena wurde von einem tödlichen
Pfeil verwundet - nur Du allein kannst sie retten!
- Spiele die TV-Helden: Selbstverständlich trittst Du als einer der Saint
Seiya-Helden an, um die Serien-Bösewichte zur Strecke zu bringen.
- Ein dutzend Gefahren: Durchquere die zwölf heimtückischen Zodiac-Kammern,
die von goldenen Wächtern versperrt werden!
- Kombiniere Deine Attacken: Verbinde einzelne Angriffe deiner Helden zu
mächtigen Schlagfolgen!
- Einfach unglaublich: Nutze deine Cosmo Power, um selbst die dramatischsten
Gefahren abzuwenden!
- Ein episches Abenteuer: Die einzigartige 3D-Grafik schafft einen neuen
Standard unter den Anime-Spielen.
- Wie die Manga-Vorlage: Stil, Optik und die dramatische Kameraperspektive
sind natürlich in Tradition zu den populären Manga-DVDs gehalten.
- Kurzum: Ein absolutes Muss für jeden Manga- und Anime-Fan!
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