Einleitung:
Vor gut einem Jahr erschien das
Computerspiel Sacred. Gut sechs Monate später folgte Sacred: Neue
Auflage - mit allen damals erhältlichen Updates. Viele Spieler
konnten sich für dieses Action-Rollenspiel begeistern und so wurde
es das erfolgreichste deutsche PC-Spiel 2004. Bei einem so großen
Erfolg versteht es sich von selbst, dass ein passendes Addon folgt.
Ascaron und Take 2 bringen dieses nun mit dem Titel Sacred
Underworld auf den deutschen Markt. Wir konnten die fertige
PC-Version jetzt testen. Ob sich eine Anschaffung für Sacred-Fans
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
An eine Story hat der Hersteller natürlich auch gedacht: Der
finstere Magier Shaddar ist vernichtet, die Untoten sind in ihre
Gräber zurückgekehrt, und die wilden Völker Ancarias gehen zum
friedlichen Alttag über. Aber der Sieg über Shaddar ist bitter - und
der Frieden nur von kurzer Dauer. Prinz Valor, Hoffnung und Symbol
des Widerstands gegen Shaddar, ist tot. Nun fällt ein neuer Schatten
auf Ancaria: In der geheimnisvollen und unerforschten Underworld
taucht eine gewaltige Kreatur auf und entführt Valors trauernde
Witwe, die Baroness Vilya, die sich auf der Suche nach Valors Geist
in die Unterwelt begeben hat. Wer und was ist die neue Gefahr?
Welche neuen Wesen, Monster und Schätze sind in der Underworld?
Dieses dürfen wir nun herausfinden. Am Anfang steht erst einmal die
Charakterauswahl an. Natürlich dürfen die Charaktere aus dem
Hauptspiel komplett übernommen werden. Neu hinzu kommen dann noch
die Spielklassen Zwerg und Dämonin. Diese fangen nicht bei der
kleinsten Stufe an, sondern sie werden gleich auf Level 25 gesetzt.
Die neuen Spielfiguren haben selbstverständlich neue Fähigkeiten und
Fertigkeiten. Der Zwerg hat eine kräftige Statur und einige
Besonderheiten. So ist er in der Lage, statt Pfeil und Bogen
Feuerwaffen und Pistolen als Fernwaffen zu benutzen. Neben einigen
eher klassischen Fähigkeiten wie der Attacke verfügt der Zwerg über
zahlreiche Sonderfähigkeiten, die seiner Klasse vorbehalten sind. So
legt er Minen, feuert mit seiner Schulterkanone oder verschießt
Mörsergranaten. Die Ausrüstung der Dämonin orientiert sich eher an
den klassischen Gegenständen wie Schwert, Schilden und
Panzerrüstungen - wenn es auch spezifische Items gibt, die nur von
der Dämonin gehandhabt werden können. Auch wenn das Auftauchen der
Dämonin in den Städten und Dörfern für Angst und Schrecken sorgt und
die Bewohner beim Anblick der höllischen Kriegerin fliehen, stellt
sich diese in den Dienst des Guten. Eine Besonderheit ist ihre
Wandlungsfähigkeit. So erlauben es einige der Fertigkeiten, dass
sich die Dämonin verschiedene Elemente zu eigen macht. Bei dem Spiel
werden wir viele unterschiedliche Umgebungen zu sehen bekommen. Kein
Wunder denn der Hersteller hat die Fantasywelt um stolze 40 Prozent
erweitert. Wir werden so eine Sumpflandschaften, einen Pilzwald,
einen dichten Dschungel genauso erleben wie ein chinesisches Dorf
und eine Pirateninsel. Hinzu kommen zahllose Höhlen und Dungeons,
die genauso düster sind wie die Hölle selber. Aber auch die Oberwelt
wurde bearbeitet. Viele Nebenquests wurden gründlich überarbeitet.
Das war aber noch nicht alles, neben gut 30 Gegnertypen werdet Ihr
auch noch neue Endgegner und ein überarbeitetes Interface zu sehen
bekommen. Spezielle und seltene Items werden Eure Sammelleidenschaft
genauso befriedigen wie unzählige neue Waffen und Items. So dürfen
wir uns nun der Kampagne Ancaria oder der Kampagne Underwold
zuwenden.
Technik:
Da das Spiel schon einige Zeit auf den Buckel hat, sieht die Grafik
nicht mehr ganz so zeitgemäß aus. Trotzdem hat der Hersteller
einiges verbessert. Zum einen sehen die Landschaften und die Gegner
besser aus. Bei den Animationen hat sich ebenfalls etwas getan, denn
die Monster bewegen sich jetzt noch geschmeidiger durch die
Iso-Landschaften. Leider ruckelt das Spiel aber ab und zu immer noch. Der
Sound kann mal wieder voll überzeugen. Professionelle Sprecher
hauchen den Figuren Leben ein und dank guter Soundtracks wird ein
ansprechendes Ambiente geschaffen. Mit der Steuerung wird man
ebenfalls zufrieden sein. Spieler die den ersten Teil kennen werden
sofort damit klar kommen und das verbesserte Interface macht die
Lenkung noch einfacher. Ebenso wurden einige Bugs behoben. Ansonsten
hat sich kaum etwas geändert.
Fazit:
Sacred Underworld ist ein wirklich gelungenes Addon. Viele neue
Features machen das Spiel zu einen Muss für jeden Sacred-Besitzer.
Dank der neuen Charaktere - Zwerg und Dämonin - kann man das Spiel
auch erneut durchspielen. Viele neue Nebequests sorgen für genügend
Abwechslung. Die Story kann sich ebenfalls sehen lassen, auch wenn
alles etwas linear abläuft. Hinzu kommen mehr als 30 neue
Gegnertypen und herausfordernde Endgegner. Eure Sammelleidenschaft
dürft Ihr an den speziellen und seltenen Items, sowie Waffen voll
ausleben und wem das noch immer nicht reicht, kann die 40 Prozent
erweiterte Fantasywelt erforschen. Wer dann genug vom
Singleplayermodus hat darf sich in den überarbeiteten
Mehrspielerbereich begeben. Mittlerweile hat sich dieser Bereich
wirklich gemausert. Wer also Sacred mochte, darf dieses Addon nicht
liegen lassen. Uns hat die Erweiterung sehr gut gefallen und daher
können wir Sacred Underworld ohne Probleme zum Kauf empfehlen.
Features:
- Zwei neue, komplett unterschiedliche Charaktere mit
außerordentlichen Eigenschaften und Fähigkeiten stehen neu zur
Verfügung. Nun kann man zusätzlich mit einem stämmigen Zwerg oder
einer Dämonin durch die Gegnermassen kämpfen.
- Zusätzliche, fantasievolle Regionen erweitern die bereits sehr
große Spielwelt nochmals um fast die Hälfte.
- Mehr als 30 überragende neue Gegnertypen, die den Spieler vor
knifflige Herausforderungen stellen.
- Überarbeitete Interfaceoptik für einen noch flüssigeren
Spielablauf.
- Besondere Endgegner mit speziellen und seltenen Items werden die
Sammelleidenschaft eines jeden Rollenspielers befriedigen.
- Unzählige neue Waffen und Gegenstände ermöglichen ein noch
strategischeres Vorgehen.
- Die Story erhält durch zwei umfangreiche Kapitel neue Wendungen
und Höhepunkte.