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Einleitung:
Anfang 2004 kam das Spiel
Sacred auf den deutschen Markt. Es zählt zu den erfolgreichsten deutschen
Spielen des Jahres. Seid der Veröffentlichung sind viele Updates erschienen.
Nun hat Ascaron und Take 2 eine neue Version veröffentlicht, die alle
aktuellen Veränderungen beinhaltet. Leute die Sacred schon gekauft haben
müssen natürlich nicht noch einmal in den Geldbeutel greifen. Sie dürfen
sich die kostenlosen Updates aus dem Internet laden. Spieler die das Rollenspiel
noch nicht besitzen können sich das herunterladen durch die erweiterte
Version ersparen. Wir durften jetzt das Spiel Sacred: Neue Auflage testen.
Ob sich das Spiel für Rollenspielfans lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Sacred: Neue Auflage bietet einiges. Neben dem normalen Sacred Spiel
erhaltet Ihr zwei neue Regionen, zwei neue Missionsblöcke mit vielen
Untermissionen, fünf neue Gegner, einen neuen Endgegner, sechs neue
Waffen-Ausrüstungssets (ein neues pro Charakterklasse), fünfzehn neue
Waffentypen und alle verfügbaren Updates. Außerdem fließt in die neue
Auflage das Kundenfeedback seit der Erstveröffentlichung ein. Dadurch wurde
der Mehrspielerbereich, das Interface und die Spielbalance verbessert.
Kommen wir nun - für die Spieler die Sacred noch nicht kennen - zum
eigentlichen Spiel. Wir befinden uns in der Fantasy-Welt Ancaria. Dem Magier
Shaddar unterläuft bei der Beschwörung eines uralten Dämons ein Fehler. Das
Ungetüm bricht aus und seit dieser Zeit wird die Welt von Monstern und
Untoten bedroht. Der Spieler soll nun das Land retten und den Frieden zurück
bringen. Nachdem das Spiel gestartet wurde muss der Spieler eine Figur
aussuchen. Zur Verfügung stehen die sechs Charaktere Gladiator, Seraphim,
Vampir, Dunkelelf, Kampfmagier und Waldelfe. Jede Spielfigur hat seine
eigenen Stärken aber auch Schwächen. Der Gladiator zum Beispiel kann im
Nahkampf viel Schaden ausrichten aber dafür hat er keine Magiefähigkeit. Die
Seraphim dagegen kann durch ihr Schwert im Nahkampf und durch einen Bogen
auf Entfernung kämpfen. Außerdem darf sie auch Magie anwenden. Die
Vampirfrau zeigt ihre ganzen Fähigkeiten erst, wenn sie sich verwandelt hat,
allerdings kann sie auch im Nahkampf mit Schwert und Axt zuschlagen. Der
Dunkelelf ist der Meister der Klingen und Fallen. Kampfmagier verfügen über
einen Zauberstab mit dem sie ihre Nahkampfkünste anwenden. Hinzu kommen
mächtige Angriffe durch Elementmagie. Als letztes noch die Waldelf die eine
wahre Meisterin des Bogens ist. Haben wir uns nun entschieden kann es
endlich losgehen. So wie in anderen Rollenspielen verfolgen wir in Sacred
einen Hauptstrang. Daneben gibt es auch noch viele kleine Nebenstränge.
Diese sind sehr vielseitig und so müssen wir mal böse Wesen töten oder
Gegenstände finden. Durch die ständig anderen Aufgaben wird viel Abwechslung
geboten. Hinzu kommt das wir diese nur annehmen brauchen, wenn wir es
wollen. Wir bewegen uns also sehr frei durch die großen Welten.
Am Anfang haben wir kein Einführungslevel. Vielmehr erlernen wir die
Steuerung bei den vielen kleinen Aufträgen die wir um unseren Startpunkt
finden. Hier wird alles ausführlich erklärt. Wenn wir durch die Levels
streifen kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen. Das schöne dabei ist, das
wir uns auch von Auseinandersetzungen fern halten können. Wollen wir das
nicht, greifen wir je nach Möglichkeit an. Die Steuerung ist sehr
leicht, da wir einfach nur auf den Gegner klicken müssen. Anschließend führt
unsere Spielfigur ihren persönlichen Angriff aus. Dieses geschieht mit der
linken Maustaste. Greifen wir mit der rechten Taste an so wird die
Spezialattacke ausgeführt. Allerdings müssen wir diese erst erlernen. Hinzu
kommt das man diese zu Combos ausbauen darf um größere Gruppen anzugreifen.
So schlagen wir nicht nur auf einen einzelnen Gegner ein, sondern
attackieren gleich mehrere Feinde. Neben den normalen Angriffen stehen bei
vielen Charakteren auch magische Angriffe zur Verfügung. Da wir
unterschiedliche Attacken ausführen, ist die Belegung im Menü ein wichtiger
Punkt. Der Hersteller hat das Problem gut gelöst. In den verschiedenen Slots
dürft Ihr Eure Angriffe selber platzieren. Stirbt ein Gegner so lässt er oft
ein Item fallen das wir aufnehmen. Hinzu kommt das wir durch die Kämpfe
immer mehr Erfahrung gewinnen. So erreichen wir nach einer bestimmten Anzahl
von Kämpfen ein Level-Up. Hierdurch steigern wir unsere Fähigkeiten. Der
Spieler kann selber entscheiden, ob er mehr auf den Nahkampf oder auf die
magischen Fähigkeiten setzt. Dementsprechend verteilt er dann die zur
Verfügung stehenden Punkte. Außerdem dürfen wir auch die Werte Stärke,
Geschicklichkeit usw. aufpeppen. So bauen wir unseren Charakter immer mehr
auf und können auch stärkeren Gegnern die Stirn bieten. Wird unsere
Spielfigur bei Auseinandersetzungen verletzt so füllen wir seine Leiste durch Tränke auf. Hat
man keine mehr im Inventar so hilft nur noch die Flucht. Mit der Zeit
füllt sich unsere Lebensleiste dann automatisch wieder auf.
Um richtig zuschlagen zu können benötigen wir entsprechende Waffen und
Rüstungen. Diese darf der Spieler bei den ansässigen Händlern erwerben. Das
nötige Geld findet Ihr entweder in Kisten, Fässern usw. oder im Spiel bei
den Überresten gefallener Gegner. Aber auch Aufträge bringen viel Gold ein
und so lohnen sich die Sidequests nicht nur wegen den Erfahrungspunkten. Die
wirklich guten Rüstungen und Waffen erhalten wir allerdings nicht beim
Händler sondern beim Schmied. Hier dürfen wir Waffen mit Ringe usw.
kombinieren. Mit der richtigen Ausrüstung können wir uns nun in die Gebieten
begeben, wo sich wirklich starke Gegner aufhalten. Die Spielwelt ist
gigantisch groß und daher trifft es sich, das unsere Spielfigur reiten kann.
Pferde müssen wir in den verschiedenen Dörfern kaufen. Die Vierbeiner
unterscheiden sich natürlich auch voneinander und so dürft Ihr Euch mit der
Zeit vom alten Gaul bis hin zum Kampfross hocharbeiten. Das diese Begleiter
recht wichtig sein können erfahrt Ihr schon nach wenigen Minuten, denn am
Anfang bekommt Ihr das erste Pferd zugesprochen. Mit diesem dürft Ihr nun
die Welt erforschen. Wenn die Figur auf einem Tier sitzt wird ein Angriff
von oben ausgeführt. Nur zum sammeln, begehen der Häuser und für bestimmte
Spezialattacken wird unsere Spielfigur vom Pferd absteigen. Ansonsten dürft
Ihr noch mit allen vorhandenen Figuren reden. Viele geben wichtige
Informationen und manche haben auch Aufträge für Euch. In den Dörfern könnt
ihr in fast jedes Haus gehen. Außerdem gibt es noch Portale mit denen man
sich ebenfalls schnell durch die Levels bewegt. So darf der Spieler nun in
der riesigen Welt mit Wüsten, Wäldern und Gebirgen seinen Charakter aufbauen
und viele Abenteuer bestehen. Natürlich sollte man die Hauptstory nicht aus
dem Auge verlieren - aber das fällt nicht leicht, wenn man die vielen
Nebenhandlungen sieht. So vergehen viele Stunden die nie langweilig werden.
Wer dann genug vom Singlespiel hat darf auch den Multiplayermodus via
Internet angehen. Hier dürfen dann Spiele mit bis zu 16 Leuten ausgetragen
werden. Ein Spaß der nicht zu verachten ist.
Technik:
Optisch wird so einiges geboten. Die Welt ist nicht nur riesig, sondern auch
mit vielen kleinen Details ausgestattet. Dabei wurde viel Wert auf jedes
Level gelegt. Die Waldgebiete sehen ebenso gut aus wie die Wüsten oder die
Gebirge. Hinzu kommen die wunderbar gestalteten und animierten Figuren. Das
bezieht sich jetzt nicht nur auf den eigenen Charakter, sondern auch auf die
anderen Spielfiguren. Die
Vielfalt bei den feindlichen Gegnern ist ebenfalls in Ordnung. Vor allem im
späteren Spielverlauf wird man so einige unterschiedliche Kreaturen zu sehen
bekommen. Alle bewegen sich geschmeidig und realistisch. Mit den Texturen
darf man ebenfalls zufrieden sein, da sie genauso gut rüber kommen wie die
Licht- und Schatteneffekte. Selbst bei den Kämpfen kann man kaum was
aussetzen. Benutzen wir z.B. Magie wird ein wahres Grafikfeuerwerk abgefeuert. So macht
Kämpfen wirklich Spaß. Das Spiel bietet aber noch mehr. Je nachdem wo wir
uns befinden erleben wir auch mal Nebel oder unterschiedliches Wetter. Auf
einem ähnlich hohen Niveau bewegt sich auch der Sound. Immer wird zum
richtigen Zeitpunkt das passende Geräusch eingespielt. Kommt es zum Kampf
dürfen wir den Kampfgeräuschen lauschen. Bei den Stimmen hat der Hersteller
auf Qualität geachtet. Die bekannten Synchronstimmen bringen gut die Stimmung rüber
und so lauscht man diesen immer wieder gerne. Das gleiche gilt für den
orchestralen Sound. Dieser wird dezent eingesetzt. Die Menüsteuerung und die
Lenkung sind dann auch noch schnell erlernt. Selbst Anfänger werden hier kaum Probleme
bekommen.
Fazit:
Natürlich ist das Spiel nicht für die Leute gedacht die Sacred schon
besitzen. Diese Spieler dürfen sich alle Updates kostenlos aus dem Internet
ziehen. Der Hersteller hat eher an die Personen gedacht, die das Rollenspiel
noch nicht kennen. Durch Sacred: Neue Auflage ersparen sich Käufer mühsames
herunterladen der aktuellen Updates und Erweiterungen. Das Spiel selber
macht genauso viel Spaß wie vorher. Sacred kann wirklich überzeugen und
somit ist das Rollenspiel von Ascaron ein muss für jeden der dieses Genre
mag. Schon von Beginn an werden sich Spieler in der Ancaria-Welt wohl
fühlen. Schnell ist man in die Handlung eingebunden und sobald die ersten
Kämpfe beginnen wird man von dem Spiel nicht mehr los kommen. Technisch ist
Sacred auch am Puls der Zeit. Die Optik kann genauso überzeugen wie das
Gameplay. Schade nur, dass die Auswahl bei den sechs Charakteren ein wenig
eingeschränkt ist. Trotzdem reichen die Figuren aus um viel Abwechslung zu
bieten. Selbst ein erneutes Spiel mit einer anderen Spielfigur lohnt sich,
da sich durch die unterschiedlichen Fähigkeiten neue Möglichkeiten ergeben.
Die Story selber ist zwar gut aber leider nicht mehr. Es fällt aber kaum auf
das hier leichte Schwächen auftreten. Die vielen Sidequests lenken einen
wunderbar ab. Ansonsten stimmt aber alles bei dem Spiel und durch die große
Spielwelt wird man viele aufregende Stunden erleben. Das erforschen der
Umgebung macht genauso viel Spaß wie der Sammel- und Aufbaubereich. Hier
dürfen sich Rollenspieler voll auslassen. Sacred: Neue Auflage überzeugt auf
ganzer Linie. Wer also aktuell
ein Rollenspiel sucht - und Sacred noch nicht besitzt - sollte unbedingt zu Sacred:
Neue Auflage greifen.
Features:
- Spannende Geschichte mit mehr als 30 storyrelevanten Missionen und knapp
200 Nebenaufträgen.
- Mehr als 70% der Spielwelt sind sofort frei begeh- und erforschbar. Die
verbleibenden 30% werden storyabhängig freigeschaltet.
- Ca. 20 verschiedene Spielweltregionen wie Waldgebiete, Eislandschaft,
Gebirge, Wüsten, Höhlensysteme etc.
- Sechs unterschiedliche Spielcharaktere, die sich durch ihre Fertigkeiten,
Zauber und Kampfbewegungen deutlich unterscheiden.
- Zwei der sechs Spiel-Charaktere, die Seraphim und die Vampir-Lady, sind
durch ihre Charakterwerte, Eigenschaften und Fähigkeiten auch für den
geübten Rollenspieler etwas vollkommen Neues.
- Helden können reitend mit Fernwaffen wie Bogen und Zauber kämpfen.
- Einfaches Kombinieren von Kampfbewegungen und Zaubersprüchen zu neuen
Aktionen, so genannten "Combos".
- Schmiede montieren bzw. demontieren spezielle Items, um leistungsfähigere
Waffen und Rüstungen zusammen zu stellen.
- Erspielte Charakterwerte können bei erneutem Spielstart oder in die
nächste Schwierigkeitsstufe übernommen werden.
- Multiplayer - Modus für Internet und Netzwerk bis zu 16 Spieler.
Die Neuerungen der
erweiterten Version im Überblick:
- Zwei komplett neue Regionen
- Zwei neue Missionsblöcke mit vielen Untermissionen
- Fünf frische Gegner, ein zusätzlicher Endgegner
- Sechs neue Rüstungssets
- Fünfzehn neue Waffentypen
- Alle verfügbaren Updates
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