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Einleitung:
Vor gut vier Jahren kam das
Spiel Sacred auf den deutschen Markt. Das Action-Rollenspiel schlug damals
ein wie eine Bombe. Gekrönt wurde das Game mit vielen Updates. Es war daher
nur eine Frage der Zeit, bis ein echter Nachfolger erscheint. Im Oktober
2008 war es dann endlich soweit, Sacred 2: Fallen Angel kam für den PC in
den Handel. Jetzt werden auch Konsolenbesitzer in den Genuss kommen, denn
das Spiel wird aktuell für Playstation 3 und Xbox 360 veröffentlicht. In den
letzten Tagen konnten wir uns die fertigen Versionen für beide
Videospielsysteme ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung nicht nur für
Fans des ersten Teils lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
So ein RPG kommt selbstverständlich nicht ohne eine anständige Story aus.
Der Spieler begibt sich in eine Welt, die 2000 Jahre vor dem ersten Teil von
Sacred spielt. Zu dieser Zeit strömte noch die T-Energie durch Ancaria, jene
geheimnisvolle Kraft, die der Anfang allen Lebens, Quell der Magie und
Ursprung allen Denkens ist. Alle Völker streben nach alleiniger Kontrolle
über diese mächtige und auch gefährliche Energie. So droht dem Land abermals
ein Krieg, welcher diesmal noch größer und folgenschwerer sein wird als alle
Kriege und Schlachten zuvor. Der Ruf nach Helden wird laut, um diesen Krieg
abzuwenden: Helden, die mit aller Macht verhindern, dass die Welt endgültig
ins Chaos stürzt - oder dafür sorgen. Bevor wir jetzt zu viel verraten,
wollen wir lieber ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet
wurde, muss der Gamer einen Charakter erstellen. Zur Verfügung stehen die
Klassen Seraphim, Dryade, Schattenkrieger, Inquisitor, Hochelfe und
Tempelwächter. Jeder Charakter hat seine spezifischen Stärken und Schwächen,
die sich im Verlauf des Spieles entsprechend anders weiterentwickeln.
Nachdem wir dann einen Namen vergeben haben, müssen wir noch die Kampagne
(Licht oder Schatten) bestimmen und eine Gottheit auswählen. Es folgt das
Hauptmenü. Hier kann man dann ein bestehendes Spiel fortsetzen oder ein
neues Abenteuer starten. Daneben darf man seinen Charakter wechseln, bzw.
neu generieren und die Bestenliste und Erfolge bei der 360-Version bzw.
die Rangliste bei der PS3-Version betrachten. Hinzu kommt der Bereich
Einladung für gemeinsame Spiele. Die obligatorischen Optionen für die
spielrelevanten Einstellungen dürfen natürlich nicht fehlen. Entscheidet Ihr
Euch nun für ein neues Spiel, so folgt ein weiteres Menü. Jetzt könnt Ihr
ein neues Abenteuer erzeugen, ein schnelles Spiel (Mehrspieler) spielen oder
ein benutzerdefiniertes Game erstellen. Wollt Ihr ein neues Spiel erzeugen,
müssen weitere Einstellungen vorgenommen werden. Da wäre zum einen der
Spielmodus mit den Möglichkeiten neue Kampagne, freie Welt und freie Welt
PVP. Außerdem darf man den Schwierigkeitsgrad einstellen. Für den
Online-Modus darf der Gamer auch festlegen, ob der Spielbeitritt privat oder
öffentlich sein soll. Maximal dürfen bis zu drei weitere Spieler einem Spiel
beitreten. Nachdem wir alles eingestellt haben, wird die Steuerung anhand
eines Bildes erklärt. Es folgt ein einführendes Intro inkl. deutscher
Sprachausgabe, welches stimmungsvoll das Abenteuer einleitet. Nun starten
wir in das Game, dass wie gewohnt aus der Third-Person-Perspektive gespielt
wird. Je nach ausgesuchtem Charakter beginnt nun das Spiel auf
unterschiedliche Weise.
Wir schlüpfen in die Haut unserer Spielfigur, mit der wir neben der
Hauptstory auch diverse Nebenhandlungen erledigen sollen. Wie Ihr in dem
Spiel vorgeht, ist komplett Euch überlassen. Natürlich wird das Spiel durch
erfüllte Nebenquests leichter, da man sich mit den erarbeiteten
Erfahrungspunkten mächtig aufbauen kann. Der Spieler erkundet nun die
riesige Spielwelt und redet mit unzähligen Personen. Diese haben
interessante Aufgaben für uns. Die NPCs sind recht unterhaltsam, denn sie
lassen viele witzige aber auch sehr skurrile Sprüche ab. Dass es genug zu
tun gibt, versteht sich von selber. Dabei greift der Hersteller allerdings
auf bekannte Kost zurück. Wir sollen Sachen einsammeln, Gegner töten oder
Leute eskortieren. Alles wurde in kleine Storys gepackt und so wird man gut
motiviert immer weiter zu spielen. Als Belohnung bekommen wir dann jede
Menge Geld und Erfahrungspunkte. Später erhalten wir auch spezielle Waffen
oder Ausrüstungsgegenstände. Damit wir den Überblick nicht verlieren, nutzt
man eine Übersichtskarte. Diese zeigt nicht nur die riesige Spielwelt,
sondern auch die Quests an. Bei den Quests müssen wir erwähnen, dass diese
sehr langatmig sind. Minutenlange Laufwege muss der Spieler in Kauf nehmen
um eine Mission zu erfüllen. Im Spiel selber brauchen wir zum Glück nicht
alle Wege zu Fuß bewältigen. Man gönnt uns nützliche Reittiere, genauso wie
einzigartige Wesen die uns schnell zum gewünschten Ort bringen. Egal welche
Aufgabe wir gerade erledigen, unsere Spielfigur wird ständig auf feindlich
gesinnte Gesellen treffen. Das ist kein großes Problem, denn unser Charakter
greift auf ein reichhaltiges Kampf- und Talentsystem zurück. Das macht sogar
richtig Spaß, denn wir dürfen mehrere Fertigkeiten zu Combos verketten. Die
Talente darf man sogar weiter aufleveln. Hierdurch sind Spezialisierungen
möglich. Hinzu kommen Begleiter die uns im Kampf zur Seite stehen. Das war
bei weitem noch nicht alles. Uns gönnt man auch ein reichhaltiges
Waffenarsenal. Unsere Mordwerkzeuge darf man dann noch mit Relikten
aufmotzen. Das ist auch notwendig, denn wir bekommen es immer wieder mit
mächtigen Bossgegnern zu tun. Diese wurden fantastisch in Szene gesetzt und
so freut man sich förmlich auf jeden dieser gigantischen Widersacher. Das
liegt u.a. auch daran, dass diese Feinde besonders gute Items fallen lassen. Die
eingesammelten Objekte wandern dann sofort in unser Inventar. Das bringt uns
zum Inventarsystem. Mit dem wird jeder sehr schnell klar kommen. Kleine
Sortierfunktionen erleichtern unser Leben und so findet man gesuchte
Gegenstände sehr schnell. Die Objekte wie Rüstungen werden dann von unserem
Charakter angelegt. Das bringt nicht nur einen besonderen Schutz, sonder sie
lässt unsere Figur auch anders aussehen. So erkunden wir nun die riesige
Spielwelt, reden mit vielen Charakteren, erledigen diverse Aufgaben und Quests, rüsten unsere Spielfigur immer weiter auf, kämpfen gegen unzählige
Gegner und folgen der Story.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man bei beiden Versionen sehr zufrieden sein.
Da wäre zum einen die Grafik. Wir werden sehr detailreiche Areale zu sehen
bekommen. Eine nette Vegetation ist genauso vorhanden, wie unzählige
Objekte. Etwas magerer sehen allerdings die Bereiche in der Unterwelt aus.
Hier werden wir eher triste Umgebungen erblicken. Entschädigt werden wir
aber durch tolle Licht- und Schattenspiele und atemberaubende Effekte. Vor
allem bei den Kämpfen wir ein kleines Grafikfeuerwerk abgefeuert. Nett sehen
auch die Figuren aus, die anständig modelliert und vor allem animiert
wurden. Der Sound hat uns voll überzeugt. Neben diversen passend
eingespielten Ingamegeräuschen, werden wir auch einer netten Musik lauschen.
Professionelle deutsche Synchronsprecher runden dann das Bild ab. Sie
hauchen den Charakteren mächtig Leben ein und so hört man ihnen gerne zu.
Die Kamera ist ebenfalls in Ordnung. Diese kann man frei drehen und zoomen
und so hat der Spieler alles selber in der Hand. Mit der Steuerung wird
jeder sofort klar kommen. Obwohl so ein Rollenspiel sehr komplex ist, wurden
die einzelnen Funktionen sinnvoll auf das Pad gelegt. Schon nach wenigen
Stunden hat man die Lenkung verinnerlicht und so kann man sehr schnell in
das Spiel einsteigen. Etwas mager fällt aber die KI der Gegner
aus. Diese zeigen kaum intelligente Handlungen. Meistens stürmen sie nur auf
uns zu und so machen die Kämpfe mit der Zeit nicht wirklich Spaß. Dennoch
kann man insgesamt sehr zufrieden mit der technischen Seite sein.
Fazit:
Sacred 2: Fallen Angel hat den Sprung auf beide Konsolen eindrucksvoll
geschafft. Da es keine nennenswerten Unterschiede bei der Playstation 3 und
Xbox-Version gibt, ist es eigentlich egal welches Spiel Ihr Euch holt. Spaß
macht das Game auf beiden Konsolen. Das liegt nicht nur an der Story,
sondern auch am actionreichen Gameplay. Die Spielwelt ist gigantisch groß
und unzählige Quests sollen von uns erledigt werden. Bis man alles gesehen
und geschafft hat, werden Wochen vergehen. Da dann noch die Spielweise dank
unterschiedlicher Klassen jedes Mal etwas anderes ist, kann man das Spiel
auch ein zweites Mal oder noch öfters in seine Konsole legen. Sehr
motivierend ist auch das Charakterentwicklungssystem. Fans von
Erfahrungspunkten werden ihre helle Freude haben. Allerdings muss man auch
erwähnen, dass hier ein kleines Manko zu tragen kommt. Die Aufgaben sind
wirklich zahlreich, was leider auch bedeutet, dass diese immer wieder das
gleiche Grundgerüst haben. Wir müssen ständig Sachen besorgen oder Leute
erledigen, was nicht gerade abwechslungsreich ist. Zum Glück gönnt uns das
Spiel aber viele unterschiedliche Gegner und unzählige Möglichkeiten um
diese zu erledigen. Das macht dann so richtig Spaß. Das gleiche gilt für das
Ausrüsten unserer Spielfigur. Das Spiel erlaubt uns unzählige Möglichkeiten
und so werden Rollenspielfans voll auf Ihre Kosten kommen. Der
Mehrspielerbereich ist ebenfalls interessant. Es macht einfach nur Spaß mit
Freunden in das Spiel einzutauchen. Wer also actionreiche RPG-Games mag und
über Wochen in ein Rollenspiel eintauchen möchte, der wird einen Kauf nicht
bereuen. Gibt man dem Spiel ein wenig Zeit, so zeigt es sein enormes
Potenzial. Das süchtig machende Gameplay hat uns voll überzeugt und daher
können wir den Kauf beider Versionen befürworten.
Features:
- Riesige, frei begehbare, "lebende" Welt ohne Ladezeiten
- Zwei Kampagnen: "Licht" und "Schatten"
- Sechs einzigartige Charaktere: Seraphim, Schattenkrieger, Hochelfe, Dryade,
Inquisitor und Tempelwächter
- Modifizierbare Fähigkeiten: Jede Fähigkeit kann vom Spieler
weiterentwickelt werden, wodurch einzigartige Charaktere entstehen, die vor
allem Online ein sehr variables Spiel ermöglichen
- Uneingeschränkte Kampffähigkeit vom Rücken des Reittieres aus: Jeder
Charakter kann vom Rücken verschiedener einzigartiger Reittiere kämpfen,
sowohl im Nah- und Fernkampf
- Ein Pantheon von 6 Göttern: Jeder Gott bietet dem Spieler eine
individuelle, besonders mächtige Kampfkunst
- Eine in einem Action-Rollenspiel noch nie da gewesene Grafikqualität
- Das ultimative Multiplayerspiel: Neben dem Singleplayer-Modus stehen dem
Spieler Multiplayer-Modi wie PvP, PvE, LAN und Instant Coop zur Verfügung
und bieten sowohl Hardcore- als auch Casual-Gamern Stunden voll spannender
Unterhaltung
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