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Einleitung:
Als das Spiel Sacred vor gut vier
Jahren auf den Markt kam, schlug es ein wie eine Bombe. Es zählte
damals mit zu den erfolgreichsten Spielen des Jahres. Seit der
Veröffentlichung sind viele Updates erschienen. Endlich kommt der
offizielle Nachfolger mit dem Titel Sacred 2: Fallen Angel in den
Handel. Gut vier Jahre haben 94 Ascaron-Mitarbeiter an dem
Action-Rollenspielspiel gearbeitet. Erscheinen wird das Game
übrigens für PC, Playstation 3 und Xbox 360. Wir konnten jetzt die
fertige PC-Version ausgiebig testen. Ob sich die lange Wartezeit
gelohnt hat, erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In Sacred 2: Fallen Angel werden wir natürlich nicht ohne Grund gegen
diverse Monster kämpfen. Ancaria befindet sich am Rande der Zerstörung und
droht im Chaos zu versinken. Eine geheimnisvolle Energie breitet sich in der
Welt aus, die Mutationen und namenloses Entsetzen verursacht. Diese lebende
Energie wird zu dem seidenen Faden, an dem das Schicksal der Welt hängt. Die
Kräfte des Lichtes und der Schatten stehen kurz davor, in einer unheiligen
Schlacht aufeinander zu treffen, die das Ende der Welt bedeuten könnte.
Bevor wir allerdings in das Abenteuer einsteigen, wollen wir erst einmal
ganz von vorne anfangen. Im Hauptmenü angekommen, erblickt der Spieler die
Menüpunkte Singelplayer Lokal, Multiplayer Online, Multiplayer LAN, Optionen
und Specials. Wie gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten
Einstellungen für Grafik, Sound und Gameplay anpassen. Unter Specials darf
man dann Extras wie freigeschaltete Videos in aller Ruhe ansehen. Wer gerne
mit menschlichen Spielern in das Abenteuer starten möchte, kann dieses über
das Internet oder LAN machen. Allein oder im Koop-Modus soll man sich hier
voll auslassen. Die meisten werden sich am Anfang allerdings für den
Einzelspielermodus interessieren. Bevor es hier losgeht, muss man erst
einmal einen Charakter erstellen. Wir haben hier die Wahl zwischen Serpahim,
Hochelfe, Dryade, Tempelwächter, Schattenkrieger und Inquisitor. Jeder
Charakter hat seine spezifischen Stärken und Schwächen, die sich im Verlauf
des Spieles entsprechend anders weiterentwickeln. Zudem haben wir die Wahl
die Licht- oder die Dunkelkampagne durchzuspielen. Außerdem müsst Ihr Euch
für einen von sechs Göttern entscheiden. Diese spendieren unserer Figur
einen besonders mächtigen Spruch. Nachdem wir dann den Schwierigkeitsgrad
eingestellt haben, kann das Abenteuer endlich beginnen. Je nach ausgesuchtem
Charakter beginnt nun das Spiel auf unterschiedlicher Weise. Wir schlüpfen
nun in die Haut unserer Spielfigur mit der wir neben der Hauptstory auch
diverse Nebenhandlungen erledigen sollen. Wie Ihr in dem Spiel vorgeht, ist
komplett Euch überlassen. Natürlich wird das Spiel durch erfüllte
Nebenquests leichter, da man sich mit den erarbeiteten Erfahrungspunkten
mächtig aufbauen kann.
Ihr erkundet nun die riesigen Umgebungen und quatscht unzählige Personen an,
die interessante Aufgaben für uns haben. Die NPCs sind recht unterhaltsam,
denn sie lassen viele witzige aber auch sehr skurrile Sprüche ab. Dass es
genug zu tun gibt, versteht sich von selber. Dabei greift der Hersteller
allerdings auf bekannte Kost zurück. Wir sollen Sachen einsammeln, Gegner
töten oder Leute eskortieren. Alles wurde in kleine Storys gepackt und so
wird man gut motiviert immer weiter zu spielen. Als Belohnung bekommen wir
dann jede Menge Geld und Erfahrungspunkte. Später erhalten wir dann auch
spezielle Waffen oder Ausrüstungsgegenstände. Damit wir den Überblick nicht
verlieren, nutzt man eine Übersichtskarte. Diese zeigt nicht nur die riesige
Spielwelt, sondern auch die Quests an. Bei den Quests müssen wir erwähnen,
dass diese sehr langatmig sind. Minutenlange Laufwege muss der Spieler in
Kauf nehmen um eine Mission zu erfüllen. Im Spiel selber müssen wir zum
Glück nicht alle Wege zu Fuß bewältigen. Man gönnt uns nützliche Reittiere,
genauso wie einzigartige Wesen die uns schnell zum gewünschten Ort bringen.
Nützlich ist übrigens, dass wir auf diesen Tieren Angriffe ausführen können.
Wir brauchen also nicht jedes Mal absteigen, wenn ein Gegner uns angreift.
Egal welche Aufgabe wir gerade erledigen, wir werden ständig auf feindlich
gesinnte Gesellen treffen. Das ist kein großes Problem, denn unsere
Spielfigur greift auf ein reichhaltiges Kampf- und Talentsystem zurück. Das
macht sogar richtig Spaß, denn wir dürfen mehrere Fertigkeiten zu Kombos
verketten. Die Talente darf man sogar weiter aufleveln. Hierdurch sind
Spezialisierungen möglich. Hinzu kommen Begleiter die uns im Kampf zur Seite
stehen. Das war bei weitem noch nicht alles. Uns gönnt man auch ein
reichhaltiges Waffenarsenal. Unsere Mordwerkzeuge darf man dann noch mit
Relikten aufmotzen. Das ist auch notwendig, denn wir bekommen es immer
wieder mit mächtigen Bossgegnern zu tun. Diese wurden fantastisch in Szene
gesetzt und so freut man sich förmlich auf jeden dieser gigantischen
Widersacher. Das liegt auch daran, dass diese Feinde besonders gute Items
fallen lassen. Die eingesammelten Objekte wandern dann sofort in unser
Inventar. Das bringt uns zum Inventarsystem. Mit dem wird jeder sehr schnell
klar kommen. Kleine Sortierfunktionen erleichtern unser Leben und so findet
man gesuchte Gegenstände sehr schnell. Die Objekte wie Rüstungen werden dann
von unserem Charakter angelegt. Das bringt dann nicht nur einen besonderen
Schutz, sonder sie lässt unsere Figur auch anders aussehen. So erkunden wir
nun die weitläufigen Umgebungen, erkunden diese, reden mit vielen
CPU-Figuren, erledigen Quests, rüsten unsere Spielfigur immer weiter auf,
kämpfen gegen unzählige Gegner und folgen der netten Story.
Technik:
Gerade bei der Grafik kann das Spiel voll überzeugen. Selten glänzte ein
Spiel aus dem Action-Rollenspiel-Genre mit einer so detaillierten Spielwelt.
An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken und kein Spielabschnitt gleicht dem
anderen. Der Hersteller hat nicht nur an viele Details und Objekte gedacht.
Alles wurde auch wunderbar animiert. Hinzu kommen tolle Licht- und
Schattenspiele. Diese können genauso überzeugen, wie die atemberaubenden
Effekte. Nett anzusehen sind auch unsere Spielfiguren und die immer wieder
anders aussehenden Feinde. Vor allem die Bossgegner hauen uns fast vom
Stuhl. Allerdings braucht man für die ganze Grafikpracht einen
leistungsstarken Rechner. Der Sound kann genauso gut abschneiden. Neben
einer stimmungsvollen Musik lauschen wir auch vielen passend eingespielten
Ingamegeräuschen. Hinzu kommen viele gute deutsche Sprecher die den
CPU-Figuren ordentlich Leben einhauchen. An eine ordentliche Portion Humor
hat man selbstverständlich auch gedacht. Die Steuerung geht einem leicht von
der Hand. Das Interface ist nicht überladen und dank nützlicher
Sortierfunktionen kommt man auch mit dem Inventar schnell zurecht. Schon
nach wenigen Spielminuten hat man sich mit der Steuerung angefreundet und so
kann man schnell in das Spiel einsteigen. Das liegt auch an der
genretypischen Lenkung. Wer so ein Spiel schon einmal gespielt hat, der wird
sich sofort wohl fühlen. Ein kleiner Reinfall ist leider die KI. Oftmals
stehen Gegner nur in der Gegend herum und reagieren gar nicht auf unsere
Aktionen. Bemängeln muss man leider auch, dass noch viele Bugs vorhanden
sind. Der Hersteller bietet zwar jetzt schon ein Update an, dennoch wurden
nicht alle Probleme behoben. Das wird allerdings nur eine Frage der Zeit
sein. Bis dahin muss man notgedrungen mit kleinen Fehlern leben.
Fazit:
Sacred 2: Fallen Angel erfüllt eigentlich komplett unsere Erwartungen. Wir
agieren in einer wunderschönen Spielwelt, die in dem Genre seines gleichen
sucht. Belebte Städte sind genauso vorhanden, wie hübsche Außenbereiche.
Jeder Bereich sieht anders aus und da es an jeder Ecke etwas zu entdecken
gibt, erkundet man die Welt sehr gerne. Überzeugen kann auch das Kombo- bzw.
Kampfsystem. Dank vielfältiger Möglichkeiten können sich Rollenspielfans so
richtig auslassen. Es macht unheimlich viel Spaß seine Spielfigur immer
weiter aufzuleveln und mit besseren Kombos auszustatten. Hinzu kommen
unzählige Items, Waffen und Rüstungen die zum experimentieren einladen. Dank
der unterschiedlichen Figuren ist auch der Widerspielwert extrem hoch. Jeder
Charakter hat andere Fähigkeiten und so kann man das Spiel immer wieder
anderes durchspielen. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die stören.
Viele Quests sind einfach nur nervig, weil man oftmals lange Laufwege in
Kauf nehmen muss. Hinzu kommen kleine Fehler im Spiel, die so eigentlich
nicht auftreten sollten. Allerdings kann man davon ausgehen, dass der
Hersteller diese bald mit einem weiteren Update aus der Welt schafft. Nett
wäre auch eine etwas spannendere Hauptstory gewesen. Zumindest werden wir
durch nette Nebenquests ordentlich entschädigt. Trotz dieser kleinen
Kritikpunkte zählt das Spiel ohne Zweifel mit zu den besten
Action-Rollenspielen der letzten Jahre. Wer also ansatzweise das Genre mag,
der wird an Sacred 2: Fallen Angel nicht vorbei kommen. Uns hat das neuste
Ascaronspiel sehr gut gefallen und daher können wir eine klare
Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Riesige, frei begehbare, "lebende" Welt ohne Ladezeiten
- Zwei Kampagnen: "Licht" und "Schatten"
- Sechs einzigartige Charaktere: Seraphim, Schattenkrieger, Hochelfe, Dryade,
Inquisitor und Tempelwächter
- Modifizierbare Fähigkeiten: Jede Fähigkeit kann vom Spieler
weiterentwickelt werden, wodurch einzigartige Charaktere entstehen, die vor
allem Online ein sehr variables Spiel ermöglichen
- Uneingeschränkte Kampffähigkeit vom Rücken des Reittieres aus: Jeder
Charakter kann vom Rücken verschiedener einzigartiger Reittiere kämpfen,
sowohl im Nah- und Fernkampf
- Ein Pantheon von 6 Göttern: Jeder Gott bietet dem Spieler eine
individuelle, besonders mächtige Kampfkunst
- Eine in einem Action-Rollenspiel noch nie da gewesene Grafikqualität
- Das ultimative Multiplayerspiel: Neben dem Singleplayer-Modus stehen dem
Spieler Multiplayer-Modi wie PvP, PvE, LAN und Instant Coop zur Verfügung
und bieten sowohl Hardcore- als auch Casual-Gamern Stunden voll spannender
Unterhaltung
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