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Einleitung:
Hört man den Namen
S.T.A.L.K.E.R., denkt man gleich an Releaseverschiebungen. Selten wurde ein
Spiel so oft angekündigt und dann doch wieder verschoben. Die komplette
Leidensgeschichte dauert mittlerweile schon gut drei Jahre. Jetzt ist es
aber endlich soweit, denn THQ bringt das heiß erwartete Egoshooterspiel auf
den deutschen Markt. Wir konnten die fertige PC-Version des GSC-Spiels jetzt
ausgiebig testen. Ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat und ob sich
Genrefans auf ein tolles Spielerlebnis freuen können, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Das S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl mehr wie nur ein einfaches
Egoshooterspiel ist, erkennt man schon an der vorhandenen Story. Im Jahre
1986 erschütterte eine starke Explosion das Atomkraftwerk von Tschernobyl
und löste eine der verheerendsten nuklearen Katastrophen der Geschichte aus.
20 Jahre vergehen, bis eines Tages eine erneute Explosion das alte
Reaktorgelände in ein grellweißes Licht taucht. Doch die wahren Ursachen
bleiben im Dunkeln. Seit dieser Zeit werden ansteigende Energiestörungen
beobachtet, die lokale tödliche Anomalien verursachen, gegen die selbst die
beste Schutzkleidung wirkungslos ist. Im Jahre 2012 gelingt es ersten
Expeditionen unter Missachtung der geltenden Gesetze, die Region zu
erkunden, die nun als "die Zone" bezeichnet wird. Unter jenen, die sich
hineinwagen, befinden sich Glücksritter und Plünderer - bekannt geworden als
"S.T.A.L.K.E.R." (Scavenger, Trespasser, Adventurer, Loner, Killer, Explorer
und Robber / Aasgeier, Landstreicher, Abenteurer, Einzelgänger, Mörder,
Forscher und Räuber). Sie setzen ihr Leben aufs Spiel, um verstrahlte
Artefakte in der Zone zu erlangen, die hohe Preise auf dem Schwarzmarkt
versprechen. Doch sie sind nicht allein. Das ukrainische Militär ständig auf
den Fersen, müssen die S.T.A.L.K.E.R. sich gegen wilde mutierte Kreaturen
zur Wehr setzen, die in der Region leben, und zugleich ihre Konkurrenten bei
der Jagd nach wertvollen Artefakten abhängen. Das ganze wird
selbstverständlich passend durch einen erstklassigen Film inkl. deutscher
Sprachausgabe eingeleitet. Bevor wir nun zur Waffe greifen, wollen wir erst
einmal das Hauptmenü besprechen. Hier finden wir die Punkte "Neues Spiel",
"Spiel laden", "Spiel speichern", "Netzwerkspiel" und "Optionen". Wie üblich
darf man unter Spiel laden einen Spielstand aktivieren und unter Spiel
speichern ein aktuelles Spiel sichern. Hinzu kommen die obligatorischen
Optionen, in denen man die spielrelevanten Einstellungen anpassen darf. Am
Anfang werden sich alle erst einmal auf den Singleplayermodus stürzen.
Nachdem Ihr auf den Punkt "Neues Spiel" geklickt habt, muss noch der
Schwierigkeitsgrad bestimmt werden. Gleich vier unterschiedliche Stufen
stehen zur Auswahl und so dürfte für jeden eine passende Herausforderung
dabei sein. Im Spiel angekommen schlüpfen wir nun in die Haut unserer
Spielfigur - der Gezeichnete, der nach seiner vermeintlichen Rettung durch
einen fremden Stalker, bei einem Händler ohne Gedächtnis aufwacht. Wir
können uns nun auf die Story direkt konzentrieren oder auch Nebenhandlungen
abarbeiten. Wie wir in dem Spiel vorgehen, bleibt komplett uns überlassen.
Wir raten allerdings jedem Spieler auch die Sidequest zu absolvieren, denn nur so
wird man die fantastische Spielwelt so richtig kennen lernen. Gespielt wird
aus der Egoperspektive. Eines unserer wichtigsten Utensilien ist unser PDA,
das alle wichtigen Gespräche, Tipps und Infos speichert. Hinzu kommen die
aktuell aktiven Aufträge, die wir noch erledigen sollen. Diese erhält man
übrigens von Personen im Spiel, mit denen wir über Auswahlantworten sprechen
können. Damit wir uns in der riesigen Spielwelt gut zurecht finden, hat uns
der Hersteller eine nützliche Karte gegönnt. Diese zeigt uns alle wichtigen
Orte und die Richtung inkl. der Entfernung zu unserem nächsten Ziel.
Nachdem wir nun unsere erste Mission von dem Händler geholt haben, geht es
gleich raus in die Stadt. Kleine Texteinblendungen erklären am Anfang die
Steuerung und so kann man direkt in das Geschehen einsteigen. Unsere
Spielfigur verfügt dann noch über ein Inventar, dass allerdings nur gut 50
kg fasst. Hinzu kommt die Tatsache, dass wir durch zusätzliches Gewicht
schwerfälliger werden. Da wir an jeder Ecke etwas finden, ist unser Rucksack
schnell gefüllt und wir bekommen kleinere Probleme. Zum Glück kann man aber
Objekte wieder verkaufen und so nützliches Geld bekommen. Damit darf man
z.B. Waffen oder Munition kaufen, die man allerdings auch im Spiel findet.
Das Waffenarsenal ist natürlich reichhaltig. Vom obligatorischen Messer,
über Pistolen, Schrotflinten, Sturmgewehren bis hin zu schweren Waffen wie
Panzerfaust ist alles vorhanden. Granaten fehlen natürlich genauso wenig,
wie ein anständiges Scharfschützengewehr. Mit diesen gehen wir nun gegen unsere
Widersacher vor. Bei den Missionen zeigt das Spiel seine erste Stärke, denn
es ist uns komplett freigestellt, wie wir die Aufträge erledigen. Oftmals
haben wir die Wahl mit anderen Leuten einen Ort zu erstürmen oder alleine
einen Auftrag zu erledigen. Das kann man dann leise und ohne aufzufallen
machen. Die Entscheidungsmöglichkeiten gehen noch weiter. Im späteren
Spielverlauf können wir uns auch für eine Fraktion entscheiden, die dann
diverse Vorteile einbringt. Wer keine Lust dazu hat, darf auch auf eigene
Faust handeln. Allerdings ist eine Unterstützung oftmals nicht verkehrt.
Diese Wahlmöglichkeiten bietet selbstverständlich viel Potenzial um das
Spiel später noch einmal zu spielen. Außerdem locken unterschiedliche
Endsequenzen, was ebenfalls einen anspornt das Spiel noch einmal
durchzuspielen. Ein weiterer wichtiger Aspekt in dem Game sind die
Artefakte, die man entweder verkaufen oder nutzen kann. Legt man diese an,
so erhält man zusätzliche Fähigkeiten wie eine verbesserte Kondition oder
eine höhere Lebensleiste. Allerdings gibt es auch negative Folgen. So ist
man evtl. anfälliger gegen Feuer. Ob wir einen Gegenstand nutzen, bleibt
natürlich uns und der Situation überlassen. Schützen kann man sich auch mit
anständiger Kleidung. Von normaler Straßenkleidung über Strahlenschutzanzüge
bis hin zu Kleidung die Schüsse besser abwehren ist alles vorhanden. Das wir
uns schützen müssen wird schnell klar, sobald wir in der Landschaft
herumstreifen. Hier entdecken wir neben feindlichen Personen, wilden Tieren
auch mysteriöse Anomalien. Sieht man vom weiten flirrende Luft, so sollte
man sich schnell aus dem Staub machen. Macht man das nicht, bekommt man
enormen Schaden. So agieren wir nun durch die riesige Spielwelt, sprechen
mit Personen, nehmen einen Auftrag nach dem anderen an, sammeln oder handeln
mit Objekten, erweitern unsere Fähigkeiten, folgen der interessanten Story
und kämpfen mit den diversen Waffen gegen fiese Widersacher. Wer vom Singleplayerbereich genug hat, kann sich außerdem noch im Mehrspielerbereich
auslassen. Mit bis zu 32 Leuten darf man sich dann im LAN oder über das
Internet diversen Spielarten wie Deathmatch, Team-Deathmatch oder Jagd auf
das Artefakt hingeben. Dank eines vorhandenen Rangsystems ist auch diese
Spielart sehr interessant.
Technik:
Die Grafik kann auf ganzer Linie überzeugen. Wir agieren in einer riesigen
Spielwelt die immer wieder Überraschungen aufweist. Von weiten Feldern über
Wälder bis hin zu Ortschaften ist alles vorhanden. Dabei glänzt jeder
Bereich mit unglaublich vielen Details. Die Texturen sehen dabei genauso gut
aus wie die üppige Vegetation. Neben der coolen Außenwelt werden wir auch
viele Keller oder unterirdische Bereiche erforschen. Hinzu kommen gut
modellierte und animierte Figuren, die sich geschmeidig durch die Welt
bewegen. Sie sitzen auch mal ruhig am Lagerfeuer und spielen auf einer
Gitarre. Da möchte man am liebsten verweilen und einfach nur zuschauen.
Erstklassig sind auch die Gesichtsanimationen. Vor allem beim ersten Händler
reibt man sich erstaunt die Augen. Das gleiche geschieht übrigens auch bei
den vielen Sequenzen, die mit anderen Topgames locker mithalten können.
Überall in der Spielwelt bewegt sich etwas und dank toller
Licht- und Schatteneffekte wirkt alles sehr realistisch. Hinzu kommen
außerdem noch atemberaubende Effekte wie Explosionen, die einen immer wieder
zum Staunen bringen. Das ganze Zusammenspiel der Grafik passt ideal zum
Spiel und so wird eine tolle Atmosphäre erschaffen. Der Sound bewegt sich
auf einem ähnlichen Niveau. Wir werden neben fetten Waffeneffekten auch
tolle Ingamegeräusche hören. Überall vernimmt man andere Töne und so wird
eine künstliche Spannung aufgebaut, der man sich nicht entziehen kann.
Professionelle Synchronsprecher wurden ebenfalls engagiert, die den Figuren
Leben einhauchen. Etwas schade ist allerdings, dass nicht alles
synchronisiert wurde. Oftmals müssen wir Gespräche über Texte nachlesen. An
eine ordentliche Physikengine hat man selbstverständlich auch gedacht. Wir
können direkt Einfluss auf unsere Umwelt nehmen. Dank einer intuitiven und
genretypischen Steuerung wird auch jeder sehr schnell mit der Lenkung klar
kommen. Zufrieden kann man ebenfalls mit der KI der computergesteuerten
Figuren sein. Gegner handeln oftmals sehr menschlich. Sie gehen in Deckung
oder locken uns in eine Falle. Hinzu kommt eine gute Treffsicherheit,
wodurch sich auch ein ordentlicher Schwierigkeitsgrad ergibt. Selbst auf
einfacher Stufe werden geübte Spieler Probleme bekommen. Fasst man nun alles
zusammen, so kann man mit der technischen Seite sehr zufrieden sein.
Fazit:
Das warten auf S.T.A.L.K.E.R. Shadow of Chernobyl hat sich auf jedenfall
gelohnt. Selten hat ein Egoshooter soviel Spaß gemacht. Das liegt natürlich
nicht nur an den vielen unterschiedlichen Aufträgen. Wir müssen auch mit
anderen Figuren kommunizieren, Objekte sammeln und damit handeln. Dabei
bleiben wir immer Herr der Situation. Es liegt allein in unserer Hand, wie
wir durch die Spielwelt agieren. Dank vieler Entscheidungsmöglichkeiten loht
sich auch ein erneutes durchspielen. Hierdurch kann man sich über Wochen mit
dem Spiel beschäftigen. Wer dann noch den Multiplayerbereich ausgiebig
nutzt, wird kaum noch von dem Spiel los kommen. Toll ist außerdem die
opulente Grafik. Was hier auf dem Bildschirm abgefeuert wird, ist schon eine
Klasse für sich. Von gigantisch guten Intros bis hin zu einer realistisch
wirkenden Spielwelt ist alles vorhanden. Allerdings kostet diese Pracht auch
Rechenpower. Nur wer einen wirklich starken PC besitzt, wird alles aufdrehen
können. Allein schon wegen der bombastischen Atmosphäre ist das Spiel ein
Pflichtkauf für jeden Egoshooterfan. Es macht einfach nur Spaß durch die
Welt zu rennen und der Story zu folgen. Da nimmt man auch die etwas
eintönigen Nebenhandlungen in Kauf, die einen eigentlich nur von einem Ort
zum nächsten schicken. So lernt man zumindest die Umgebung gut kennen. Wer
also ein etwas anderes Egoshooterspiel sucht, gerne Rollenspielelemente mag
und einen starken Rechner besitzt, der muss bei S.T.A.L.K.E.R. Shadow of
Chernobyl einfach zugreifen. Selten hat uns ein Spiel aus diesem Genre so
gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Ist es echt oder nur ein Spiel? Ein realistisches postatomares Szenario
mit ca. 60 % Original-Bildmaterial aus Tschernobyl in atemberaubender
Hi-End-Grafik
- Einzigartiges Lebenssimulationssystem mit ausgefeilter KI: Jeder
S.T.A.L.K.E.R., jeder Händler, jedes Monster, jeder Vogel und jedes andere
Wesen in der Zone führt unabhängig vom Spieler ein eigenes Leben
- Riesige Spielwelt auf 30 Quadratkilometern mit sich verändernden Anomalien
- Survival-Shooting-Action, gepaart mit Taktik-Elementen: Intelligenter
Spielspaß und anspruchsvolles Gameplay auf höchstem technischem Niveau
- Packende Storyline, in der Sie immer mehr Verschwörungen und finsteren
Geheimnissen auf die Spur kommen, mit spannenden Wendungen und verschiedenen
Enden
- Handel mit Waffen, Artefakten und Gegenständen zur Verbesserung der
Ausrüstung
- Einmalige Waffen: Gravitations- und psychotropische Waffen, Telekinese,
Telepathie und Gedankenkontrolle
- Tag-/Nacht- und Wettersimulation, die direkten Einfluss auf das Verhalten
der Lebewesen in der Zone hat
- Die Zone lebt: Ausgefeilter Mehrspieler-Modus für unbegrenzte
Langzeitmotivation
- Komplette englische Version als Bonus bei der deutschen Version enthalten!
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