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SOS - The Final Escape - Review (PS2)

Wertung:
78 %

Einleitung:

Bigben Interactive bringt jetzt ein weiteres japanisches Produkt auf den Markt, das in dem Action-Adventure-Genre angesiedelt werden darf. Im Jahr 2001 wird eine künstliche Insel von der Weltregierung gebaut. Mit der neuen Stadt will man zeigen wie fortschrittlich die Erde ist und so wird die halbe Regierung dort hin verlegt. Vier Jahre später ist ein Lokalreporter auf dem Weg nach Capital City um seinen neuen Arbeitsplatz anzutreten. Er sitzt ruhig in einem Zug bis plötzlich das Chaos beginnt. 

 

Zum Spiel:

Wie nicht anders zu erwarten spielt Ihr den Reporter Keith Helm, der am eigenen Leib erfahren muß - wie es sich anfühlt - wenn man ein Erdbeben miterlebt. Die Stadt liegt in Trümmern und die Rettungsmaßnahmen konzentrieren sich auf das Zentrum der Großstadt. Nur mit den Kleidern - die er am Leib trägt - bewaffnet, erwacht er in der umgestürzten Bahn und sucht sich einen Weg nach draußen. Ihm bleibt nichts anderes übrig als den Evakuierungspunkt zu erreichen um anschließend ausgeflogen zu werden. Doch das Erdbeben ist noch nicht vorbei - eine Reihe von nachbeben erschüttern weiterhin die Erde und lassen weitere Häuser einstürzen. So wird einem permanent der Weg versperrt - gerade erreichte Orte sind plötzlich wieder verschüttet und neue Wege müssen gefunden werden. Damit keine Langeweile aufkommt rufen auch noch viele Verletzte um Hilfe, sodas der Held immer reichlich zu tun hat.

Das Spiel wurde realistisch gehalten und so kann Keith Helm nicht ewig klettern und sprinten, denn diese Aktionen zehren an seinem Wasserhaushalt. So bald das mitgetragene Wasser verbraucht ist fordert der Körper seinen Tribut und so müssen Energieverluste hingenommen werden. Daher sollte der Spieler immer ein Blick auf seinen Vorräten werfen und vorhandenen Wasserhähne nutzen um Wasserflaschen aufzufüllen. Diese werden in einem Rucksack aufbewahrt der aber noch mehr aufnehmen kann außer das lebensnotwendige H2O. Alles was nützlich ist kann dort transportiert werden - nützlich ist alles was später noch verwendet werden kann wie z.B. einen Feuerlöscher, Verbandsmaterial, Feuerzeug, Batterien, Radio, diverse Schlüssel und noch viele andere Sachen. Der Platz ist allerdings limitiert und daher muß der Akteur gut überlegen was er noch mitschleppen will. 

Keith Helm muß in dem Spiel schmale Träger oder wacklige Untergründe überqueren oder durch gefährliche Löcher kriechen. Um Höhen zu überwinden kann sich der Held auch noch abseilen. Zwischendurch kommt es immer wieder zu Nachbeben -  nun sollte der Spieler schnell den Weg nach draußen suchen und falls das nicht geht zumindest einen sicheren Unterschlupf finden. Ansonsten drohen Verletzungen oder Stürze die später in die Gesamtwertung einfließen. Kommt der Held an Kanten kann er sich trotz eines Sturzes am Rand festhalten und wieder nach oben ziehen. Ein Fehltritt ist also nicht immer tödlich. Zum weiteren Schutz findet die Hauptfigur im Laufe des Games diverse Schutzkleidungen wie Helm, Sonnenbrille aber auch Werkzeuge um Türen zu knacken. Damit es nicht langweilig wird bekommt Keith Helm ein junges Mädchen als Begleitung, die er aus einem Eisenbahnwagon rettet. Permanent trifft Helm auch Überlebende die ihm helfen knifflige Situationen (z.B. wird ein Floß zusammengebaut) zu meistern.

Das Spielprinzip ähnelt zwar eher einem klassischen Action-Adventure anstatt einer Erdbebensimulation aber trotzdem wird einem einiges an Innovation geboten. Alleine die Situation ein Erdbeben schadlos zu überstehen versetzt dem Spiel eine eigene Spannung. Klassische Feinde gibt es in SOS - The Final Escape nicht, denn die Gefahren lauern in alltäglichen Situationen und Gefahren. Gleichzeitig kommt auch noch ein Frage auf denn laut seiner Uhr war das Erdbeben vor gut einem Tag und solange war er doch wohl nicht bewusstlos? Das gleiche empfinden auch seine neue Freundin die dieses anhand ihres Flugtickets feststellt. Irgendein Geheimnis lauert auf den Helden was er neben seinem Leben retten auch noch herausfinden muß. Warum hat es eigentlich ein Erdbeben gegeben? Um das heraus zu finden müßt ihr allerdings das Spiel selber durchspielen.

 

Technik:

Leider kann das Spiel nicht mit aktuellen Spielen im Bereich der Grafik mithalten. Des öfteren tauchen Klippingfehler auf und die Licht- und Schatteneffekte reißen einen auch nicht gerade vom Hocker. Der Schein vom Feuerzeug wirkt einfach nur als runder Kreis und kann somit nicht als reale Lichtquelle bezeichnet werden. Auch die Figuren hätte man besser animieren können denn sie bewegen sich doch ein wenig hölzern und eckige Arme stören u.a. auch noch das Gesamtbild. Besser schneiden die Level selber ab die reich an Details ausgestattet sind. Gut rüber kommt dafür der Sound der fast immer ohne Musik auskommt. Auch nette Spielereien wie ein Luftzug der mit zunehmender Höhe stärker wird untermalen die Spannung in dem Spiel. Fehlende Musik ist aber auch ganz wichtig denn oft genug muß der Held Leute finden deren Stimmen er ganz leise aus dem Hintergrund vernimmt. Die Synchronisation bei der Konversation ist eigentlich recht gut gelungen aber leider sind nicht alle Dialoge so gestaltet worden - oft gibt es nur den deutschen Untertitel zu lesen. Die Steuerung ist flüssig und relativ schnell erlernt, ein Tastendruck schwenkt die Kamera zügig hinter die Spielfigur, eine weitere Taste lässt einen die Umgebung aus der Ich-Perspektive unter die Lupe nehmen. So behält man eigentlich immer den Überblick.

 

Fazit:

SOS - The Final Escape lebt nicht durch seine technischen Highlights sondern durch die Spannung die das Spiel einmalig machen. Gerade weil so ein Thema noch nicht auf der Playstation 2 verarbeitet wurde wird "SOS The FINAL Escape" einige Fans finden, die es gerne und oft spielen werden. Deswegen kann man das Spiel auch als gelungen bezeichnen, auch wenn es technische Schwächen hat. Dank der Erdbeben - die eine ganz eigene Atmosphäre schafft - übersieht man mit der Zeit diese Schwachpunkte. Der Hersteller hat auch auf viele Details geachtet die zu beachten sind, wenn man in so einer Situation gerät. Das benutzen von Fahrstühlen wird schnell bestraft und das eigene Leben retten (wenn das Beben einsetzt) geht dem Spieler schnell ins Blut über. Der Sound sorgt ebenfalls dafür das die Spannung steigt und wenn man in der Stille leise Stimmen vernimmt schlägt das Herz gleich schneller. Auffällig ist auch das übersichtliche und logische Inventar, indem Ihr sogar Items kombinieren könnt um neue Gegenstände zu erhalten. Karten, selbständige Notizen und viele Speichermöglichkeiten lassen auch kaum Frustmomente aufkommen. Gut kommt auch die erweiterte Story rüber, die sich nicht nur darauf beschränkt den Evakuierungspunkt zu finden. Das Geheimnis um die Zeitverschiebung und der Grund für das Erdbeben motivieren einen schnell weiter zu spielen. Wer also über die optischen schwächen hinweg sehen kann, bekommt ein ganz besonders Spiel geboten - das genial für lange Winterabende ist. Wir können das Spiel für einen Kauf empfehlen, da es endlich mal etwas Leben in das Genre bringt und richtig Spaß für Adventure-Fans bietet.

 

Screenshots:

Wertungsbox:

SOS - The Final Escape  (PS2)

 
 SOS - The Final Escape
EUR 59,99
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Grafik: 68 %  
Sound: 76 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 84 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 79 %  
Gesamtwertung:  78 %  


 

 

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