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Einleitung:
Auf dem PC
sind Echtzeitstrategiespiele schon seid Jahren sehr erfolgreich. Dabei decken diese Games fast jede
Zeitepoche ab. Natürlich darf der Zweite Weltkrieg als Szenario nicht
fehlen. Genau dort ist auch das neuste Deep-Silver-Spiel angesiedelt. Es
handelt sich dabei um das Spiel Rush for Berlin, dass über Koch Media auf
den deutschen Markt kommt. Wir konnten die taktische Kampfsimulation jetzt
ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr
in unserem Review.
Zum Spiel:
Das Echtzeitstrategiespiel Rush for Berlin spielt auf dem europäischen
Schauplatz des Zweiten Weltkriegs in den Jahren 1944 und 1945. Hauptthema
ist der Wettlauf um die Eroberung der deutschen Hauptstadt Berlin aus der
Sicht der Westalliierten (USA/Großbritannien/Frankreich) und der
sowjetischen Roten Armee. Das Erreichen dieses Ziels bedeutet die totale
Niederlage des Dritten Reichs und das Ende des Kriegs auf dem europäischen
Kontinent. Das Spiel basiert dabei auf historischen Fakten und orientiert
sich am tatsächlichen Verlauf der Ereignisse. Der Spieler hat aber durchaus
die Möglichkeit, die Geschichte virtuell zu ändern und eine alternative
Realität zu schaffen. Bevor wir in den Krieg eingreifen können, gelangt man
erst einmal in das Hauptmenü. Hier erblickt Ihr die Menüpunkte "Weiter",
"Profil", "Einzelspieler", "Mehrspieler" und "Optionen". Wie gewohnt kann
man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen und unter
Profil ein bestehendes Spielerprofil aktivieren. Kommen wir nun zu den
eigentlichen Spielarten. Hat ein Spieler eine Kampagne schon angefangen, so
kann er unter dem Menüpunkt "Weiter" diese fortsetzen. Am Anfang bleibt uns
selbstverständlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten.
Dazu begeben wir uns in den Einzelspielerbereich. Von hier aus kann man zum
einen ein Einführungslevel durchspielen. Dort werden uns das Spiel und die
Steuerung in kleinen Schritten beigebracht. Hat der Spieler das Tutorial
beendet, so kann er sich getrost in die anderen Einsätze stürzen. Rush for
Berlin besteht aus drei Hauptkampagnen für die Sowjets, Westalliierten und
Deutschen. Außerdem gibt es noch eine kleine Bonus-Kampagne mit den
Franzosen. Der Schwierigkeitsgrad und die historische Genauigkeit variiert
dabei. Zu Beginn des Spiels stehen nur die Kampagnen für die Sowjets und die
Westalliierten zur Verfügung. Welche davon gespielt wird, bleibt uns
überlassen. Die deutsche Kampagne wird dagegen erst freigeschaltet, wenn die
anderen beiden erfolgreich abgeschlossen wurden. Man muss allerdings
erwähnen, dass die einzelnen Missionen nicht durch eine Story verbunden
sind. Wirklich schlimm ist dieses allerdings nicht, denn die einzelnen
Einsätze werden stimmungsvoll durch toll inszenierte Cutscenen
zusammengehalten. Die verschiedenen Einsätze bilden außerdem einen
Erzählstrang, der sich auf den Wettlauf nach Berlin konzentriert. Nachdem
wir nun eine Mission ausgesucht haben, beginnt die Einsatzbesprechung. Eine
kurze Videosequenz informiert uns über unsere Aufgaben. Außerdem erblicken
wir eine Zusammenfassung des Einsatzes und so dürfte eigentlich jedem
schnell klar sein, was auf dem Schlachtfeld zu tun ist. Bevor sich der
Spieler in die Mission stürzt, muss er erst einmal seine Armee
zusammenstellen. Habt Ihr keine Lust dazu, so könnt Ihr das auch vom
Computer erledigen lassen. Nachdem die Mission nun passend eingeleitet
wurde, erblicken wir endlich das Schlachtfeld.
Wie in anderen Strategiespielen gibt es auch hier Ressourcen. Allerdings
müssen wir keine Rohstoffe einsammeln, denn die Ressource besteht aus der
verfügbaren Zeit. Am oberen Bildschirmrand sehen wir eine Anzeige, die
angibt, wie viel Zeit man noch übrig hat. Übrigens erhalten wir für erfüllte
Missionsziele und Bonusziele Zeitgutschriften und so kann man sich
zusätzliche Zeiteinheiten verschaffen. Einen genretypischen Aufbaubereich gibt es bei diesem
Spiel ebenfalls nicht. Der Spieler soll dafür verschiedene Punkte bzw. Gebäude auf der
Karte einnehmen. Diese sind dann für Reparaturen gut oder bringen uns
Munitionsnachschub ein. Außerdem gibt es Gebäude in denen wir neue Einheiten
bauen können. Diese bezahlen wir dann mit unserem Zeitguthaben. An Einheiten werden wir einiges zu sehen bekommen. Der
Hersteller gönnt uns über 100 verschiedene Truppenteile. Selbstverständlich
hat jede Nation ihre eigenen ganz speziellen Fahrzeuge und Einheiten, die
unterschiedliche Vor- aber auch Nachteile haben. Von Panzer über
Transportfahrzeuge bis hin zu Aufklärern ist alles vorhanden.
Selbstverständlich dürfen Bodeneinheiten wie Pioniere, Scharfschützen,
Flammenwerfer oder Sanitäter ebenfalls nicht fehlen. Viele unserer Einheiten
besitzen übrigens diverse Spezialfähigkeiten. Diese reichen je nach Einheit
von Minenlegen bis hin zu Panzersperren bauen. Das gleiche gilt auch für
unsere Fahrzeuge. Auch diese weisen so einige Spezialfähigkeiten auf. So
können zum Beispiel Aufklärer Bombenangriffe anfordern. Allerdings darf der
Spieler diese Fähigkeiten nicht unendlich einsetzen. Es muss jeweils eine
bestimmte Zeit ablaufen, bevor uns eine Aktion wieder zur Verfügung steht.
Der Spieler muss also gut überlegen, wann er welche Fähigkeit einsetzt.
Wichtig sind dann noch unsere Offiziere. Sie können nicht gebaut werden und
so sollte man immer ein Auge auf diese Einheiten werfen. Wie auch die
anderen Einheiten, verfügen unsere Offiziere über passive und aktive
Spezialfähigkeiten. So können sie z.B. Luft- oder Artillerieunterstützung
anfordern. Zusätzlich können sie die Truppen motivieren, besser zu kämpfen.
Der russische Offizier schafft das z.B. durch eine Extraration Wodka. Wir
ziehen nun mit unseren Einheiten taktisch klug über das Schlachtfeld. Dabei
muss das Terrain berücksichtig werden. Zieht Ihr Eure Fahrzeuge einfach so
über die Karte, landen Panzer schnell mal in einem zugefrorenen See. Also
immer sorgsam drauf achten, wohin ihr zieht. Das ist natürlich nicht das
einzige, worauf wir achten sollten. Da unsere Jungs Erfahrung
sammeln, werden sie mit der Zeit immer schlagkräftiger. Ihr solltet daher
zusehen, dass Ihr möglichst nicht grundlos Einheiten in den Tod schickt.
Übrigens können unsere Soldaten auch Gebäude besetzen, die dann taktische
Vorteile bringen. Sind Gegner irgendwann mal in Reichweite, fangen unsere
Einheiten sofort an zu schießen. Natürlich kann der Spieler auch eine
passive Haltung vorgeben. Ansonsten läuft eigentlich alles sehr genretypisch
ab und so wird jeder sehr schnell mit dem Spiel klar kommen. Das
Missionsdesign ist übrigens sehr abwechslungsreich. Immer wieder sollen wir
andere Aufgaben erledigen und so bleiben die Aufträge sehr spannend. Wer
keine Lust mehr auf den Singleplayermodus hat, kann sich zusätzlich mit dem
Mehrspielerbereich beschäftigen. Über das Internet oder einem lokalen
Netzwerk (LAN) darf man nun gegen andere menschliche Spieler antreten. Wie
gewohnt kann man dann Spielmodis wie Kooperativ, Deathmatch, Domination,
R.I.S.K. (Race-Intensive Strategie Kombat) oder R.U.S.H. (Relentlessly
Utilized Score Hunt) spielen.
Technik:
Die Technik kann mit dem guten Gameplay locker mithalten. Das fängt schon
bei der Grafik an. Neben einer üppigen Vegetation mit Bäumen, Sträuchern
usw. sind auch realistisch modellierte und animierte Einheiten bzw.
Fahrzeuge vorhanden. Diese kommen genauso gut rüber, wie die polygon- und
detailreichen Landschaften. Außerdem verwöhnt uns das Spiel mit vielen
Effekten wie Rauch oder Explosionen. Selbst glänzende Wassereffekte werden
wir zu sehen bekommen. Natürlich fehlen ebenso wenig zeitgemäße Licht- und
Schatteneffekte. Durch die ganze optische Pracht wird ein tolles
Schlachtfeld simuliert, auf dem man gerne kämpft. Das kommt auch dadurch
zustande, dass eine kleine Physikengine vorhanden ist. Bäume fallen z.B. um,
wenn man auf diese schießt. Das ganze wird dann noch durch nette Filme
zusammengehalten, die stimmungsvoll die Missionen einleiten. Auf einem
ähnlich guten Niveau bewegt sich der Sound. Eine passende Musik ist genauso
vorhanden wie realistische Motor- und Waffengeräusche. Hinzu kommen tolle
Soundeffekte bei den Explosionen. Außerdem werden wir gute Sprecher zu hören
bekommen. Je nachdem welche Seite wir spielen, werden unterschiedliche
Sprachen eingespielt. Wir werden also nur deutsche Sprecher bei der
deutschen Kampagne zu hören bekommen. Bei den anderen dürfen wir über
Untertitel das gesprochene nachlesen. Mit der Kamera gibt es ebenfalls keine
Probleme. Wir können diese frei drehen, kippen und zoomen. Hierdurch
behalten wir in jeder Situation den Überblick. Die Steuerung ist
genretypisch. Wer schon einmal ein Echtzeitstrategiespiel gespielt hat, wird
sofort mit dieser zurecht kommen. Außerdem wird der Einstieg durch ein
ansprechendes Tutorial erleichtert. Hinzu kommen gut sortierte Menüs und
Buttons und so kann man jede Aktion sicher ausführen. Die KI der
gegnerischen und eigenen CPU-Figuren ist ganz ordentlich. Es gibt zwar ein
paar Probleme bei der Wegfindung aber dennoch kann die künstliche
Intelligenz gut mit anderen Spielen mithalten. Vor allem bei höheren
Schwierigkeitsgraden verhalten sich die CPU-Gegner recht geschickt. Fasst
man nun alles zusammen, so kann die technische Seite voll überzeugen.
Fazit:
Rush for Berlin ist ein wirklich gutes Echtzeitstrategiespiel. Neben einer
zeitgemäßen Grafik werden wir auch einen tollen Sound zu hören bekommen.
Hierdurch wird eine spannende Atmosphäre erschaffen. Hinzu kommen
ansprechend gestaltete und abwechslungsreiche Missionen, die einen förmlich
an den Bildschirm fesseln. Schade ist allerdings, dass keine wirkliche Story
vorhanden ist. Diese hätte den Einzelspielerbereich noch attraktiver
gemacht. Dafür dürfen wir aber vier gute Kampagnen durchspielen. Da jede
Nation eigene Einheiten und Fähigkeiten hat, machen die Missionen sehr viel Spaß.
Allerdings sind die Einsätze zum Teil etwas kurz ausgefallen und so ist ein
Auftrag oftmals schon nach wenigen Minuten beendet. Da wir aber sehr viele
Missionen spielen dürfen, kann man damit
gut leben. Hinzu kommt natürlich
ein Mehrspielerbereich, der über Wochen binden kann. Dank unterschiedlicher Spielmodis werden wir sehr interessante Gefechte erleben. Der Einstieg wird
ebenfalls sehr einfach gemacht. Dank einer einfachen Steuerung und einem
guten Tutorial wird jeder Spieler direkt in das Spiel einsteigen können. Außerdem
bietet Rush for Berlin ansprechende Schwierigkeitsstufen, wodurch Anfänger
aber auch Profis eine passende Herausforderung finden. Wer also auf
WWII-Strategie-Spiele steht, der wird kaum an diesem Game vorbeikommen. Uns
hat das Spiel sehr gut gefallen und daher können wir Rush for Berlin jedem
Genrefan ans Herz legen.
Features:
- Der nächste Echtzeitstrategie-Hit von den Panzers-Machern: Stormregion
- Die Revolution im Wargaming dank innovativem Gameplay und frischen Ideen
- Alliierte und Rote Armee kämpfen im Wetterennen, um den Sturm auf Berlin
'44-'45
- Die Deutschen schlagen in einer alternativen Realität mit Prototypen
zurück
- Die neue Gepard-Engine liefert eine fotorealistische Grafikpracht der
Extraklasse
- Über 100 verschiedene Einheiten, darunter auch Prototypen kommen zum
Einsatz
- Story und Grafik versprechen Spannung und Atmosphäre vergleichbar großer
Kriegsfilme
- Die Offiziere (Helden) sind Spezialeinheiten mit äußerst wirkungsvollen,
individuellen Fähigkeiten
- Das detaillierte Schadensmodell der Fahrzeuge fordert strategisches
Vorgehen
- Die Soldaten können Fahrzeuge und Gebäude erobern und besetzen, sowie in
Häusern kämpfen
- Fabriken produzieren Nachschub, darunter "Tarnpanzer" zur Verwirrung der
feindlichen Luftaufklärung
- Tag- und Nachtwechsel sowie Wetterlage haben Auswirkungen auf
Spielgeschehen
- Fordernde und neuartige künstliche Intelligenz reagiert herausfordernd auf
den Spieler
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