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Einleitung:
Als vor gut einem Jahr das PC-Spiel
Runaway 2: The Dream of the Turtle erschien, konnte es durch eine
interessante Story, ordentlichen Humor und einem ansprechendem Gameplay
viele Adventurefans auf Anhieb begeistern. Jetzt kommt über Koch
Media auch eine NDS-Version auf den deutschen Markt. Wir konnten das
fertige Spiel für Nintendos neusten Handheld jetzt ausgiebig testen.
Ob die Umsetzung gelungen ist und ob sich eine Anschaffung für alle
Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Das Adventurespiel Runaway: The Dream of the Turtle kommt nicht ohne eine
anständige Story aus. Hawaii: ein Inselparadies. Hier verbringen Brian Basco
und Gina Timmins ihren wohlverdienten Urlaub. Doch ein spontaner
Flugzeugtrip zu einem abgelegenen Eiland wird ihnen zum Verhängnis, als das
klapprige Transportmittel in Turbulenzen gerät. Brian wirf Gina mit dem
einzigen Fallschirm aus der Maschine, er selber legt mit dem Flugzeug eine
glückliche Bruchlandung hin - doch Gina ist verschwunden und die kleine
Insel ist erst der Anfangspunkt einer aufregenden Jagd um die ganze Welt.
Wir schlüpfen nun in die Haut von Brian. Mithilfe des DS Touchpen bewegen
wir uns nun durch die diversen Umgebungen. Dabei sollen wir
adventuretypische Aktionen durchführen. Der Spieler muss zum einen alle
Spielabschnitte sehr gründlich nach nützlichen Gegenständen absuchen. Damit
Ihr nichts überseht, gönnt uns der
Hersteller eine kleine Hilfefunktion. Mit dieser werden alle spielrelevanten
Orte sofort sichtbar gemacht und man darf diese dann direkt anwählen. Haben
wir einen wichtigen Gegenstand gefunden, so wird dieser automatisch in unser
Inventar verstaut. Dieses befindet sich übrigens im Topscreen, wo wir zu
jeder Zeit darauf zugreifen können. Hier kann man alles in Ruhe ansehen,
kombinieren oder an dafür vorgesehene Orte benutzen. Außerdem solltet Ihr
viele Sachen im Spiel ausgiebig betrachten, um Hinweise zu bekommen oder
spielwichtige Orte zu finden. Etwas schade ist allerdings, dass wir nicht
sofort alle Utensilien so benutzen können, wie wir uns das vorstellen. Oft
braucht unser Held erst einen triftigen Grund oder Tipp um etwas zu machen.
Dieses ist z.B. der Fall, wenn wir durch ein Gespräch einen Hinweis erhalten
oder durch einen Fehlversuch an Erfahrung gewinnen. Hierdurch muss der
Spieler häufig Aktionen mehrmals durchführen oder lange
herumexperimentieren, bis auch Brian auf die richtige Lösung kommt.
Allerdings hält sich alles noch in Grenzen und so ist dieser Punkt nicht
wirklich schlimm.
Daneben gibt es noch viele abgedrehte Charaktere in dem Spiel. Mit diesen
muss sich unser Held ausgiebig unterhalten. Dabei werden uns diverse
Gesprächsthemen vorgegeben, aus denen wir den nächsten Satz aussuchen.
Hierdurch bekommt der Spieler das Gefühl, als wenn er maßgeblich das
Gespräch beeinflusst. Selbstverständlich laufen die Dialoge oftmals sehr
witzig ab, denn neben den komischen Kommentaren unserer Spielfigur, haben
auch die diversen Charaktere immer wieder lustige Sprüche drauf. Durch die
Gespräche bekommt der Spieler dann kleinere Aufgaben, Hinweise oder Tipps.
Es lohnt außerdem immer, eine Figur mehrmals anzusprechen. Vor allem, weil
ein Charakter - nach
ein paar ausgeführten Aktionen - oftmals etwas Neues zu sagen hat. Das Herzstück des
Spiels sind die genretypischen Rätsel. Permanent muss der Spieler diverse
Aufgaben wie Kombinations- oder Aktionsaufgaben bewältigen, die es zum Teil
in sich haben. Die Problematik bei den Rätseln ist leider, dass wir nur
wenige Hinweise erhalten. Zwar wissen wir stets was grob zu tun ist,
allerdings wie wir ein Problem lösen, ist oft unklar. Haben wir dann eine
Aufgabe bewältigt, ist bei weitem noch nicht Schluss. Oft folgen
Anschlussaufgaben die wieder gelöst werden müssen. Mit unter kann das schon
nerven. Allerdings beziehen sich die Rätsel alle auf klassische Adventureaufgaben. Alle Rätsel sind recht logisch aufgebaut und so bleibt
man nur selten im Spiel hängen. Wenn es dann doch einmal passiert, so liegt
es meistens daran, das wir ein Objekt nicht gefunden haben oder den Gesprächen
nicht aufmerksam gefolgt sind. Das ganze wird dann noch durch viele kleine
Videos anständig zusammengehalten. Dabei wurden die Filme gut in das Spiel
integriert, denn alles schmiegt sich zu einem flüssigen Handlungsverlauf
zusammen. Leider wurde keine Sprachausgabe eingebaut, was wirklich Schade
ist. Dennoch kann man anhand der vorhanden deutschen Texte alles gut
nachvollziehen. Wir erkunden nun die vielen unterschiedlichen Orte,
durchsuchen diese nach nützlichen Gegenständen, lösen diverse Aufgaben,
führen unzählige Gespräche und folgen der sehr ansprechenden
Geschichte.
Technik:
Die Grafik ist mehr als gelungen. Wir werden eine angenehme comiclastige
Optik erblicken, die optimal zu dem Spiel passt. Dabei gönnt man uns viele
detailreiche Hintergründe, die wunderbar ausgearbeitet wurden. Das
Inselfeeling kommt sehr gut rüber und so bewegt man sich gerne in den
diversen Spielabschnitten. Auch mit dem Inventar und den Menüs kommt man
sehr schnell klar. Alles wirkt aufgeräumt und nicht überladen. Hinzu kommen
gut gezeichnete Spielfiguren, die sich recht geschmeidig über den Bildschirm
bewegen. An kleinere Animationen hat der Hersteller dann auch noch gedacht
und so entsteht schnell ein eindrucksvolles Ambiente. Dazu trägt
selbstverständlich auch der Sound bei. Die musikalische Untermalung passt
optimal zum Spiel und selbst nach Stunden hört man der Musik noch gerne zu.
Immer passend werden dann noch viele kleine Ingamegeräusche eingespielt.
Leider wurde auf eine Sprachausgabe komplett verzichtet. Gerade diese konnte
in der PC-Version voll überzeugen. Wirklich schlimm ist dieses allerdings
nicht, denn man kann alles gut über die deutschen Texte nachlesen. Mit der
Steuerung kommt man schnell klar. Allerdings muss man sich an gewisse
Eigenarten gewöhnen. Spielt man aber eine gewisse Zeit, so geht die Lenkung
schnell ins Blut über und man kann alle Aktionen sicher ausführen. Gut
gefallen hat uns das Feature der geteilten Bildschirme. Hierdurch hat man
wirklich alles gut im Blick. Etwas verbesserungswürdig sind allerdings die
Dialoge. Hier kann es schon einmal - durch die unpräzise Steuerung - passieren,
dass eine falsche Antwort aktiviert wird. Die Kamera zeigt dann ebenfalls
alles aus einer übersichtlichen Perspektive. Uns wird eine feste Ansicht
vorgegeben, die eigentlich alles ansprechend zeigt. Hinzu kommt eine
Nahansicht, die unsere Suchaktionen erleichtert. Einzig ein paar Objekte sind
in den Hintergrundbildern ein wenig zu klein ausgefallen. Zum Glück gibt es
eine sehr nützliche Hilfefunktion. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich
auf einem guten Niveau. Die Aufgaben sind logisch und nachvollziehbar und so
bleibt man eigentlich nur im Spiel stecken, wenn man unaufmerksam spielt.
Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite
insgesamt zufrieden sein.
Fazit:
Runaway: The Dream of the Turtle ist ein wirklich gutes und spaßiges
Adventurespiel. Vor allem muss man lobend erwähnen, dass dieses Spiel
wirklich gut auf Nintendos kleinen Handheld umgesetzt wurde. Das Flair der
Insel kommt genauso gut rüber, wie die diversen witzigen Charaktere. Vor
allem bei den lustigen Gesprächen, bleibt kein Auge trocken. Im Spiel selber,
bewegt man sich außerdem sehr gerne durch die vielen unterschiedlichen
Bilder. Da unzählige Details vorhanden sind, gibt es immer etwas
anderes zu entdecken. Damit die Suche nicht zu anstrengend
wird, gönnt man uns eine nützliche Hilfefunktion. Hiermit kann man die
spielrelevanten Objekte schnell finden. Das ganze wird außerdem super in
Szene gesetzt, denn immer wieder eingespielte Videos, treiben die Story
dynamisch voran. Motivierend sich auch die vielen unterschiedlichen Rätsel.
Manche Aufgaben haben es zwar in sich, aber insgesamt kann man jedes Rätsel
schnell lösen. Hat man sich erst einmal an die etwas
schwammige Steuerung gewöhnt, so kann der ganz große Spielspaß auch direkt
beginnen. Wer also klassische Adventurespiele, knifflige Rätsel und eine
packende Story mag, der darf dieses Game nicht beim Händler liegen lassen.
Selten hat ein Genrevertreter so viel Spaß auf Nintendos Handheld gemacht.
Uns hat die NDS-Umsetzung wirklich gut gefallen und daher können wir eine
klare Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Das erfolgreiche Runaway-Abenteuer erstmals auf dem Nintendo DS
- Über 30 exzentrische 3D-Charaktere, 100 Schauplätze auf der ganzen Welt
- Mehr als eine Stunde Videosequenzen
- Spiel in Deutsch.
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