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Einleitung:
Endlich ist es so weit, der
offizielle Nachfolger von Runaway: A Road Adventure kommt auf den deutschen
Markt. Es handelt sich dabei um das klassische Point & Klick-Adventure
Runaway 2: The Dream of the Turtle. Schon der erste Teil bewies Ende 2002,
dass das Adventure-Genre alles andere als tot ist. Entwickelt wurde das
Spiel übrigens vom spanischen Entwicklungsstudio Pendulo Studios. Mit über
600.000 verkauften Exemplaren war das Game eines der größten Hits in Europa.
Natürlich soll der zweite Teil an diesen Erfolg anschließen. Wir konnten das
Adventurespiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich Runaway 2 nicht nur für Fans
des ersten Teils lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Ein Adventure wie Runaway 2: The Dream of the Turtle kommt natürlich nicht
ohne eine anständige Story aus. Hawaii: ein Inselparadies. Hier verbringen
Brian Basco und Gina Timmins ihren wohlverdienten Urlaub. Doch ein spontaner
Flugzeugtrip zu einem abgelegenen Eiland wird ihnen zum Verhängnis, als das
klapprige Transportmittel in Turbulenzen gerät. Brian wirf Gina mit dem
einzigen Fallschirm aus der Maschine, er selber legt mit dem Flugzeug eine
glückliche Bruchlandung hin - doch Gina ist verschwunden und die kleine
Insel ist erst der Anfangspunkt einer aufregenden Jagd um die ganze Welt.
Bevor wir uns in das Abenteuer stürzen, wollen wir erst einmal ganz von
vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint
ein gut gemachtes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe. Dieser Film leitet
das Spiel passend ein und so starten wir hoch motiviert in das Adventure.
Für Leute, die den ersten Teil nicht kennen, hat der Hersteller
übrigens einen kleinen Film eingebaut. Dieser erklärt ansatzweise die
Vorgeschichte und stellt ein paar Personen kurz vor. Kommen wir aber zurück
zum aktuellen Teil. Nachdem wir den Absturz überlebt haben, schlüpft der
Spieler in die Haut von Brian Basco. Mit ihm sollen wir nun sechs aufregende
Kapitel bestreiten. Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit der Aufgabe,
aus dem Dschungel zu kommen. Ist dieses geschafft, nimmt auch die Story
Gestalt an. Um eines schon einmal vorweg zu nehmen, die erzählte Geschichte
ist spannend und abwechslungsreich. Somit ist der Grundstein für ein gutes Adventuregame gelegt. Die Bedienung ist außerdem sehr einfach. Wer den
ersten Teil kennt, wird sich sofort zurecht finden. Wir agieren genretypisch
mit der Maus und einem Cursor durch die diversen Bilder. Mit einem Klick auf
die linke Maustaste wird unsere Spielfigur gelenkt. Am Ende eines Bildes
erscheinen Pfeile, genauso wie bei Türen oder Durchgängen, die uns in neue
Bereiche bringen. Mit einem Doppelklick wird der Spieler direkt zu diesem
Ort gebracht und so muss man nicht den kompletten Bewegungsablauf
betrachten. Eine nette Sache die viel Zeit erspart. Die Umgebung selber muss
der Spieler natürlich permanent nach nützlichen Objekten absuchen.
Schließlich benötigt unser Held oftmals einen Gegenstand um ein Rätsel zu
lösen. Sehen wir ein spielrelevanten Ort, so verändert sich der Cursor.
Drücken wir nun die rechte Maustaste, werden die unterschiedlichen Aktionen
sichtbar. Mit einem linken Mausklick aktivieren wir dann z.B. Benutzen,
Untersuchen oder Aufnehmen.
Aufgenommene Gegenstände werden automatisch in unserem Inventar verstaut. Um
dieses zu erreichen, bewegt der Spieler einfach die Maus zum oberen
Bildschirmrand. Schon können wir die eingesackten Objekte untersuchen,
kombinieren oder an passenden Orten verwenden. Etwas schade ist allerdings,
dass wir nicht sofort alle Sachen so benutzen können, wie wir uns das
vorstellen. Oft braucht unser Held erst einen Grund oder Tipp um etwas zu
machen. Dieses ist z.B. der Fall, wenn wir durch ein Gespräch einen Hinweis
erhalten oder durch einen Fehlversuch an Erfahrung gewinnen. Hierdurch muss
der Spieler häufig Aktionen mehrmals durchführen oder lange
herumexperimentieren, bis auch Brian auf die richtige Lösung kommt.
Allerdings hält sich alles noch im Rahmen und so ist dieser Punkt nicht
wirklich schlimm. Das Wichtigste bei so einem Spiel sind natürlich die
Rätsel. Wie es nicht anders zu erwarten war, hat auch Runaway 2 einige auf
Lager. Permanent muss der Spieler Aufgaben bewältigen, die es zum Teil in
sich haben. Die Problematik bei den Rätseln ist leider, dass wir nur wenige
Hinweise erhalten. Zwar wissen wir stets was grob zu tun ist, allerdings wie
wir ein Problem lösen, ist oft unklar. Haben wir dann eine Aufgabe bewältigt,
ist bei weitem noch nicht Schluss. Oft folgen Anschlussaufgaben die wieder
gelöst werden müssen. Mit unter kann das schon nerven. Allerdings beziehen sich die
Rätsel alle auf klassische Adventureaufgaben und so kann man damit
einigermaßen leben. Wie schon erwähnt, lösen wir oftmals eine Aufgabe mit
einem Gegenstand aus unserem Inventar. Die Objekte sollte der Spieler immer
sorgsam betrachten. Nur so wird er nötige Hinweise erhalten. Hinzu
kommen dann noch Kombinations- und Aktionsrätsel. Diese Aufgaben sind
grundlegend nicht all zu schwer und so werden selbst ungeübte Spieler - mit
ein wenig herumexperimentieren - auf die richtigen Lösungen kommen. Das war
natürlich noch nicht alles. Das Spiel bietet daneben noch viele witzige
Dialoge. Nicht nur das unsere Spielfigur permanent etwas zu sagen hat, auch
andere Figuren lassen oftmals witzige Sprüche ab. Diese Gespräche dauern zum
Teil recht lange. Zum Glück darf man die Dialoge zu jeder Zeit abbrechen.
Allerdings unterbrecht diese nicht zu oft. Andernfalls könntet Ihr wichtige
Infos oder witzige Sprüche verpassen. In dem Spiel werden wir
selbstverständlich auch viele lustige Charaktere treffen, die alle ihre
eigene Geschichte erzählen. Mit dabei sind echt skurrile Typen, die einen
wunderbar unterhalten. So erkunden wir nun die vielen unterschiedlichen
Orte, durchsuchen diese nach nützlichen Objekten bzw. Gegenständen, lösen
diverse Rätsel, führen viele witzige Gespräche und verfolgen die sehr
ansprechende Story.
Technik:
Runaway 2: The Dream of the Turtle kann nicht nur spielerisch überzeugen.
Das Spiel bietet daneben eine hübsch anzusehende Comic-Grafik. Detailreiche
Hintergründe sind genauso vorhanden, wie viele kleine Animationen. Alles
sieht sehr lebendig aus und so agiert man gerne in den interessanten
Umgebungen. In dem Spiel wird der Akteur auch viele charismatische Figuren
erblicken, die alle ihre eigene Geschichte erzählen. Auch sie wurden nett
gezeichnet und mit weichen Bewegungsabläufen versehen. Toll sind auch die
immer wieder eingespielten Sequenzen, die sich harmonisch in das
Spielgeschehen einfügen. Hier passt einfach alles zusammen und so wird man
nicht nur durch die interessante Story zum weiterspielen ermutigt. Der Sound
bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Zum einen wird eine stimmungsvolle
Musik eingespielt. Hinzu kommen viele Ingamegeräusche, die immer zur
richtigen Zeit erklingen. Der Hersteller gönnt uns außerdem viele
professionelle deutsche Synchronsprecher, die ihre Arbeit wirklich gut
machen. Sie hauchen den Figuren gekonnt Leben ein und so hört man den
witzigen Dialogen gerne zu. Mit der Steuerung kann man grundlegend zufrieden
sein. Das agieren mit der Maus klappt recht gut und nach wenigen Minuten hat
man die Funktionen verinnerlicht. Sehr aufgeräumt und übersichtlich ist auch
das Inventar. Obwohl wir viele Objekte aufnehmen können, verlieren wir nie
den Überblick. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem angenehmen
Niveau. Manche Rätsel sind zwar recht knackig, dennoch kann man fast jede
Aufgabe nach kurzer Zeit lösen. Die Kamera hat ebenfalls alles im Blick. Wir
haben zwar nur eine feste Perspektive, diese zeigt aber alles aus einer
guten Ansicht. Es wäre natürlich noch nett gewesen, wenn die spielrelevanten
Orte etwas mehr hervorgehoben würden. Allerdings findet man dank eines
großzügigen Cursors alle wichtigen Gegenstände sehr schnell. Fasst man nun
alles zusammen, so gibt es kaum etwas an der Technik auszusetzen.
Fazit:
Als einen würdigen Nachfolger kann man Runaway 2: The Dream of the Turtle
durchaus bezeichnen. Das Spiel bietet alles, was sich Adventurefans
wünschen. Interessant gestaltete bzw. abwechslungsreiche Umgebungen sind
genauso vorhanden, wie viele anspruchsvolle Rätsel. Außerdem fesselt einen
die Story sofort an den Bildschirm. Wirklich cool ist dann noch die
Spielzeit, die nicht durch künstliche Spielelemente in die Länge gezogen
wird. Selbst wenn man recht zügig spielt, wird man mindestens 15 Stunden
investieren müssen. Diese Zeit verfliegt wie im Flug, denn man wird
bombastisch gut unterhalten. Das liegt selbstverständlich auch am typischen
Adventurehumor. Unsere Spielfigur hat genauso viele lustige Sprüche drauf,
wie die vielen skurrilen Charaktere. Da dann noch eine Topgrafik gezeigt
wird und diese mit einem guten Sound unterlegt wurde, gibt es kaum wirkliche
Kritikpunkte. Ein paar Dinge stören natürlich trotzdem. So sind nicht alle
Aktionen logisch und auch bei der Suche nach spielrelevanten Orten, hätte man
ein paar Hilfen einbauen können. Ebenso wird das Rad bei diesem Spiel nicht
neu erfunden. Dennoch reichen diese kleinen Macken nicht aus um das Spiel
großartig abzuwerten. Wer also lustige und vor allem fordernde Point & Klickadventure mag, der wird an Runaway 2: The Dream of the Turtle nicht
vorbei kommen. Uns hat das Spiel wirklich gut gefallen und daher können wir
ohne Einschränkungen eine Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Ein großartiges Adventure mit einem unglaublichen Szenario, einer
ordentlichen Portion Humor und phantastischen Rätseln.
- Rund 100 Locations aus allen vier Ecken unserer Welt; ein Augenschmaus,
den es zu erforschen gilt.
- Mehr als 30 3D-Charaktere im ansprechenden Comic-Look vereinen 2D und 3D
in einer komplett neuen Art und Weise.
- Neue Engine mit 3D-Echtzeitspezialeffekten: Licht, atmosphärische Effekte,
Fußstapfen, Kamerawechsel, Panoramaansichten, etc.
- Qualitativ hochwertiger 5.1 Sound. Ein exzellenter Soundtrack inklusive
Liedern und Instrumentalstücken. Deutsche Vertonung mit professionellen
Sprechern.
- Mehr als eine Stunde fantastischer Cartoon-Zwischensequenzen, erzählen die
Geschichte und ihre überraschenden Entwicklungen mit vielen lustigen
Momenten.
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