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Rotlicht Tycoon - Review - (PC)

Wertung:
62 %

Einleitung:

Seid Jahren erfreuen sich Tycoon-Spiele bzw. Wirtschaftssimulationen immer größerer Beliebtheit. Mit den Jahren wurden auch alle Themen ausgereizt die man sich vorstellen konnte. Es gab Spiele über Vergnügungsparks, Krankenhäuser, Zoos, Ski-Resorts, Hotels bis hin zu Restaurants. Ein Bereich wurde bisher mißachtet und da fragt man sich doch warum, denn es ist das älteste Gewerbe der Welt. Mit Rotlicht Tycoon von Rondomedia wird diese Lücke geschlossen. Nun kann jeder beweisen, ob er der Aufgabe in dieser Wirtschaftssimulation im Rotlicht-Milieu gewachsen ist. Erwirtschaftet mit der richtigen Planung, düsteren Bodyguards, fleißigen Bedienungen und vor allem mit den sexy Girls so viel Kohle wie nur möglich.

 

Zum Spiel:

Viele nackte Frauen und viel Kohle versüßen das Rotlicht-Milieu und so fällt es nicht schwer in diesem Bereich sein Glück zu versuchen. Rotlicht Tycoon bietet Euch die einmalige Gelegenheit, in die Rolle eines waschechten Bordellchefs zu schlüpfen. In sieben Szenarien wird der Spieler mit mehr oder weniger Geld und Angestellten in das Rennen geschickt. Als zusätzliche Schwierigkeit sind die Freudenhäuser auch noch unterschiedlich groß. In Szenario Nr. 7 wird der Spieler sogar in ein Level geschickt, wo er ein vererbtes Kloster aufmotzen soll. Hier darf ein Ort der Unschuld in ein ordentlichen Sündenpfuhl umfunktioniert werden. Jede Räumlichkeit muß erst einmal richtig ausgestattet werden und so werden die einzelnen Räume neu dekoriert. Schon nach kurzer Zeit glänzt das Etablissement mit luxuriösen Matratzen. Aber nicht jeder Kunde möchte den vollen Luxus genießen und daher muß ein anständiger Manager auch auf diese Kunden achten. Echte Sado-Maso-Räume dürfen nicht fehlen und mit einem richtigen Nagelbrett wird sich der spezielle Kundenkreis schnell wohl fühlen.

Insgesamt gibt es zwölf verschiedene Themen, in der die Räume eingerichtet werden können. Das Design reicht hier von einer Dschungel Deko bis hin zum Krankenhauslook. Nette Doktorspiele sind so kein Problem mehr. Grundsätzlich gilt bei dem Spiel aber - je spezieller man einen Raum ausstattet desto weniger Besucher werden sich dort wohl fühlen. Diejenigen die sich aber angesprochen fühlen lassen die Kasse besonders gut klingeln. Leider sind die Möglichkeiten pro Thema recht begrenzt. Gerade mal eine Hand voll Gegenstände pro Thema stehen zur Verfügung. Daher dauert das Einrichten nicht besonders lange. 

Beginnt ein Spiel steht der Grundriss eines Bordells schon fest. Der vorhandene Platz darf dann aber nach eigenen Wünschen unterteilt werden. Aufenthaltsräume und Duschen dürfen genauso wenig fehlen wie die notwenigen kleinen, mittleren und großen Schlafzimmer. Der Umsatz wird aber nicht nur mit den Schlafzimmern gemacht und daher darf eine anständige Bar ebenso wenig fehlen. Dieser Ort wird als Treffpunkt für Kunden und Prostituierten angenommen. Neben der Einrichtung steht das Personal im Mittelpunkt. Putzfrauen werden benötigt damit der Laden nicht zu schmuddelig wirkt und Bodyguards sorgen für Ruhe und verhindern Überfälle. Das sollte man auch nicht verachten - denn da in Eurem Laden mit Bargeld bezahlt wird ist die Kasse schnell gefüllt. Damit die Verlockung nicht zu groß wird geht einer von Euren breitschultrigen Helfern in regelmäßigen abständen zur Bank. Das eigene Konto sollte immer gedeckt sein da Kosten wie Miete, Löhne und andere Gelder von dort abgebucht werden. Ist das Konto leer darf der Akteur das Spiel als beendet betrachten, egal wieviel Knete er noch unter der Theke hat. Also immer schön das Konto auffüllen lassen.

Die Haupteinnahmequelle in dem Spiel sind die Damen die ihr Geld fast wörtlich im Schlaf verdienen. Jeden Tag stellen sich drei bis vier neue Frauen vor. Jede unterscheidet sich im Aussehen, Oberweite und Fähigkeit. Da nicht jeder Kunde auf eine üppige Oberweite steht ist nicht immer "viel Holz vor der Hütte" auch das richtige. Die ideale Mischung muß gefunden werden damit alle Kunden zufrieden sind. Dieses gilt auch für die angebotenen Liebesdienste. Jede Frau hat da ihre eigene Spezialität zu bieten und damit die Kunden auch hier zufrieden gestellt sind muß ein guter Mittelwert gefunden werden. Wenn das nicht zutrifft ist der Laden bald leer.

Als letztes darf der Spieler noch ein Arbeitsplan erstellen. An jedem Wochentag müssen die Mädchen in 6 Schichten eingeteilt werden. Der Plan ist dabei in viertel Stunden Abschnitte unterteilt. Die Leistungen werden vom Chef vorgegeben genauso wie der Ort, wo die Frauen auf die Kunden warten. Da gibt es ebenfalls unterschiede. Entweder warten sie in einem Kontaktraum oder vor dem Bordell. Ausprobieren gehört zu dem Spiel, denn nur wenn man die richtigen Frauen und Mischung an Fähigkeiten gefunden hat wird das Geld zur richtigen Zeit fließen. Die Geschmäcker der Kunden stehen im Mittelpunkt und alles muß nach diesen ausgerichtet werden. Die Frauen machen Ihre Arbeit natürlich nicht umsonst und daher darf der Spieler auch die Gehälter bestimmen. 

 

Zur Technik:

Das Managen von Terminen der Frauen gehört bei dem Spiel zur Hauptaufgabe. Mal wird eine Prostituierte krank und ein anderes mal müßt Ihr neue Frauen anwerben - da das aktuelle Angebot nicht dem Kundenwunsch entspricht. Dazwischen werden dann noch ein paar Zimmer dekoriert und ein paar Hilfskräfte wie Bodyguards oder Putzfrauen einstellen. Mit einem Klick sind dann auch schnell Anzeigen geschaltet und man kann sich den ausgiebigen Statistiken zuwenden. Diese sind allerdings alles andere als ansehnlich und die Unübersichtlichkeit erlaubt es auch nicht sich länger damit zu beschäftigen. Rundum bietet das Spiel nur die notwendigsten Aktionsmöglichkeiten die allerdings anständig auszuführen sind. Optisch bietet das Spiel wirklich zu wenig um mit den Topspielen des Genre mithalten zu können. Blasse Farben so wie wenig Abwechslung zeichnen das Spiel aus. Die Animationen der Figuren sind ebenfalls recht mager. Gäste wie Angestellte bewegen sich nur leicht animiert über den Bildschirm. Rundum ist die optische Aufmachung recht enttäuschend und nicht mehr zeitgemäß. Anfänger werden wohl die einzigen sein die das Spiel anspruchsvoll finden. Für Profizocker aus diesem Bereich wird das Spiel wohl zu langweilig sein.

 

Fazit:

Leider ist das Spiel recht abwechslungsarm. Bis auf ein paar Aktionsmöglichkeiten wie das Bordell einrichten und Termine verwalten usw. bietet das Spiel nicht viel mehr. Schnell kommt Langeweile auf, da auch die verschiedenen Szenarien nur unterschiedliche Schwierigkeitsgrade darstellen. Zumindest macht es Spaß dem treiben auf dem Bildschirm zuzuschauen allerdings sollte sich jeder jetzt abschminken das er was zu sehen bekommt. Bis auf ein paar eingeblendete Herzen ist nichts zu sehen. Optisch bietet das Spiel auch nicht das was man sich von aktuellen Spielen erhofft. Zum Glück ist dafür der Einstiegspreis sehr günstig. Für gerade mal 20 Euro bekommt der Käufer das Spiel und daher kann er auch kein Topspiel erwarten. Es ist mehr als ein Spiel für zwischendurch gedacht, das Spieler ansprechen soll, die gerne mal ein anderes Managerspiel spielen wollen. Zumindest können wir den Machern Mut zusprechen, da sie ein Thema genommen haben das endlich neuen Schwung in den Bereich bringt. Wer also ein paar Euro übrig hat, gerne diese Thematik nachspielen möchte und das Managen von Wochenplänen mag kann sich das Spiel zulegen. Kurzfristigen Spaß bietet Rotlicht Tycoon zumindest.

Screenshots:

Wertungsbox:

Rotlicht Tycoon (PC)

 
 Rotlicht Tycoon
EUR 19,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 58 %  
Sound: 61 %  
Bedienung: 71 %  
Singleplayer: 56 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 63 %  
Gesamtwertung:  62 %  

Mindestanforderungen:

- CPU: 400 MHz 
- RAM: 32 MB RAM 
- Grafikkarte: 4 MB 
- Windows 98/Me/XP
- Platz auf HD: 80 MB 
- CD-ROM-Laufwerk
- 16-Bit Soundkarte empfohlen

- USK-Freigabe: ab 16 Jahren

 

 

 

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