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Einleitung:
Seid Splinter Cell und
Metal Gear Solid sind Stealth-Action-Games groß in Mode gekommen. So
verwundert es auch nicht das immer neue Spiele auf den Markt drängen. Nun
erscheint auf Playstation 2, Gamecube und Xbox ein weiterer Genrevertreter.
Es handelt sich hierbei um das Kemco-Spiel Rogue Ops, das über Capcom in
Deutschland erscheint. Wir konnten jetzt die fertige Playstation 2-Version
testen. Ob sich das Spiel lohnt und ob es sich gegen die breite Masse von
guten Spielen aus dem Genre durchsetzen kann erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Vor allem Männer stehen bei den Stealth-Action-Games im Mittelpunkt. Nicht
so bei Rogue Ops. Hier spielen wir die Spezial-Agentin Nikki Connors die
sich mit viel Geschick und diversen Fähigkeiten ihren Aufträgen zuwendet.
Nachdem ihre Eltern bei einem Attentat umkamen schließt sich die tatkräftige
Blondine der Geheimorganisation Phoenix an. Bevor der Spieler aber loslegen
darf muss er erst einmal das Tutorial durchspielen. Hier wird Euch die
grundlegende Steuerung erklärt. Ein Ausbilder erklärt uns die anstehenden
Aufgaben die wir dann erfüllen müssen. Nach Beendigung dieser Aufgaben
kommen wir schon recht gut mit der Steuerung zurecht, so dass wir in das
eigentliche Spiel direkt starten können. Die Einleitung, das Tutorial und
das eigentliche Spiel wurden durch eine Story so verkettet das man hoch
motiviert alle gestellten Aufgaben angeht. Im Spiel angekommen werden wir
erst einmal an unsere nächste Aufgabe herangeführt. Nun dürfen wir alle
Bewegungen aus dem Training in der Praxis umsetzen. Schleichen, Ducken,
Kriechen und Klettern stehen genauso zur Verfügung wie Rennen oder Hangeln.
Durch Schleichen sind wir in der Lage Feinde lautlos auszuschalten. Leider
wurde die Schleichfunktion etwas unglücklich auf die Steuerung umgesetzt.
Drücken wir ein wenig zu stark auf den Analogstick so ist das Schleichen
beendet. Nach einer gewissen Zeit kommt man aber damit zurecht. Schaffen wir
es doch uns an den Gegner heranzuschleichen bekommen wir die Chance den
Feind auszuschalten. Allerdings macht unsere Heldin nicht alles automatisch.
Erst wenn wir vorgegebene Pfeilrichtungen auf unserem Pad wiederholen wird
der Angriff fehlerfrei ausgeführt. Eine witzige Sache hat sich der
Hersteller dann auch noch einfallen lassen. Greifen wir aus der Hocke an so
entleeren wir die Taschen des Gegners anstatt ihn niederzustrecken. So
ergattern wir dann zum Beispiel Codekarten ohne Gewalt auszuüben. Ob das
realistisch ist muss jeder selber beantworten aber es macht viel Spaß mal so
zu agieren.
Ansonsten müssen wir im Spiel diverse Aufgaben erfüllen. Diese sind wirklich
abwechslungsreich ausgefallen, so dass nie Langeweile aufkommt. Wichtig ist
vor allem das wir unentdeckt bleiben. Falls nicht werden uns sofort eine
Vielzahl von Wachleuten angreifen - was schnell zum Ende des Spiels führen
kann. Um unentdeckt zu bleiben können wir diverse Versteckmöglichkeiten
nutzen. Dazu gehören neben Schatten auch z.B. Schränke in denen wir uns
verstecken können. Diese Schränke dürfen übrigens auch benutzt werden um
Leichen zu verstecken. Das macht Sinn, denn wenn andere Wachen die Leichen
entdecken wird sofort Alarm geschlagen. In dem Spiel sollen wir aber nicht
alle töten die uns über den Weg laufen. Oftmals müssen wir sogar ohne Gewalt
auskommen. Um nun die Gegner besser einzuschätzen nutzen wir ein
Wärmesichtgerät, das uns anzeigt wo sich Wachen befinden. Deren Laufwege
müssen wir oftmals kennen um z.B. unseren Retinascanner einzusetzen. Mit
diesem scannen wir den Augenhintergrund der Wachen um später dann Türen zu
öffnen. Ansonsten darf der Spieler noch viele weitere Spielereien verwenden.
Mit einem Greifhaken hangelt sich unsere Heldin auf höhere Ebenen und mit
einem Elektroschocker können Maschinen ausgeschaltet werden. Wer es ein
wenig Rabiater mag darf auch eine Reihe von Waffen nutzen. Aber Vorsicht,
die Munition ist sehr knapp. So dürfen wir uns dann den diversen Aufgaben
stellen. Begleitet wird das ganze Geschehen durch eine Story die mit
deutscher Sprachausgabe erzählt wird.
Technik:
Optisch sieht das Spiel ganz nett aus, auch wenn es natürlich wegen der
Hardware nicht mit der Xbox oder Gamecube-Version mithalten kann. Trotzdem
macht das Spiel auch auf der Playstation 2 einen optisch guten Eindruck. Die
Texturen sehen genauso gut aus wie die Licht und Schatteneffekte. Hinzu
kommen noch diverse Spezialeffekte. Leider verschwinden manche Details im
Spiel - wie Seile die man benötigt - so dass Ihr genau hinsehen müsst um sie
zu entdecken. Die Spielfigur dagegen sieht sehr gut aus. Vor allem durch die
gute Animation agieren die Figuren sehr real. Auf einem gleich hohen Niveau
befindet sich der Sound. Vor allem die deutschen Synchronsprecher darf man
hier lobend erwähnen. Sie bringen die Story wirklich gut rüber. Aber auch
die restlichen Geräusche werden immer passend und in guter Qualität
eingespielt. Die Musik wird sehr dezent eingesetzt. Vor allem bringt sie
eine gute Stimmung in das Spiel, wenn sie sich der Situation anpasst. Die
Steuerung ist schnell erlernt. Dank einer guten Einleitung wird der Spieler
schnell mit den Handlungsmöglichkeiten vertraut gemacht. Im späteren Spiel
gehen die Aktionen dann auch schnell von der Hand. Sehr direkt und ohne
Verzögerung werden alle Bewegungen vom Pad auf die Spielfigur übertragen.
Die Levels sind dann auch liebevoll und detailreich ausgestattet worden.
Durch die Mischung von abwechslungsreichen Aufgaben, großen Gebäuden, vielen
nutzbaren Gegenständen und einer interessanter Story wird das Spiel nie
langweilig. Fasst man dann alles zusammen darf das Spiel als technisch
gelungen angesehen werden.
Fazit:
Rogue Ops ist ein wirklich gutes Spiel. Leider ist aber nicht alles Perfekt.
So sind manche Hinweise etwas ungenau. Trotzdem muss der Akteur aber nicht
lange Suchen bis er weiterkommt. Ansonsten muss der Spieler recht viele
unterschiedliche Aufgaben bewältigen, was für viel Abwechslung sorgt. Dank
eines einstellbaren Schwierigkeitsgrades ist das Spiel für Anfänger aber
auch Profis geeignet. Technisch kommt das Spiel dann auch gut rüber. Eine
passable Optik gepaart mit einem guten Sound gleichen die etwas eigenwillige
Steuerung wieder aus. Zwar kommt Rogue Ops nicht ganz an die Klasse der
Genretopspiele heran aber dennoch wird es Fans des Genres begeistern können.
Wer also Stealth-Action-Games mag wird dank der guten Story, den
abwechslungsreichen Aufgaben, den vielen Handlungsmöglichkeiten und den
vielseitigen Gegenständen einen Kauf nicht bereuen. Leider ist das Spiel
recht kurz geraten, so dass es gerade einmal 15 bis 20 Stunden Spielspaß
bietet. Wir vermissen z.B. einen Mehrspielermodus oder ein paar Bonis die
das Spiel verlängern würden. Nimmt man dann alles zusammen so ist Rogue Ops
sein Geld aber wert und wir können es allen zum Kauf empfehlen die
Stealth-Action-Spiele mögen.
Features:
- "Tarnung" ist auf innovative Weise zur präzisen Durchführung der Aufgaben
nötig! Der Spieler kann offensiv oder auf leisen Sohlen versuchen, die Welt
zu retten. Die Heldin kann sich in den Schatten und in Objekten aus der
näheren Umgebung (wie Schränken) verstecken, sich an der Decke verbergen und
um die Ecke schießen.
- Extrem hohe Künstliche Intelligenz (KI) der computergesteuerten
Charaktere: Wenn sie alarmiert sind, untersuchen die computergesteuerten
Charaktere die Umstände.
- Acht atemberaubende Missionen in acht komplett unterschiedlichen
Umgebungen. Die überraschende Story voller unerwarteter Wendungen liefert
dichte Atmosphäre und scharfzüngige Dialoge.
- Ein umfangreiches Arsenal steht Nikki zur Verfügung. Darin enthalten sind
Pistolen, ein Elektroschocker, ein Scharfschützengewehr, Shuriken, eine
Armbrust, Granaten und Annäherungsminen. Je nach Situation müssen Waffen
gewählt werden, deren Benutzung keinen Alarm auslöst oder Aufmerksamkeit
erregt.
- Das Handwerkszeug der Agentin beinhaltet einen Wurfanker, Netzhautscanner,
Nachtsichtgerät, Agentenkamera, thermooptische Tarnung und den
Adrenalinschub. Einige der Geräte haben einen hohen Stromverbrauch - das
muss bei der Lösung der Aufgaben berücksichtigt werden.
- Kinoreifer Soundtrack: Die dramatische Musik und die realistischen Effekte
tragen zur dichten Spielatmosphäre bei.
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