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Riding Star 3 - Review (PS2)

Wertung:
68 %

Einleitung:

Vor über sieben Jahren wurde das Pferdesportgenre mit dem PC-Spiel Riding Star neu entdeckt. Erst 2006 folgte ein zweiter mehr oder weniger erfolgreicher Teil. Auf den dritten mussten Pferdefans nicht lange warten, denn der Hamburger Software-Pubslisher dtp bringt aktuell mit Riding Star 3 eine weitere Folge auf den deutschen Markt. An diesem arbeitete übrigens der Olympiasieger im Springreiten Ludger Beerbaum mit. Das Game erscheint für Nintendo DS, PlayStation 2 und PC. Wir konnten uns die fertige PS2-Version ein wenig genauer ansehen. Ob sich das Reitsimulationsspiel nicht nur für Pferdenarren lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Bevor wir uns auf den Rücken eines virtuellen Vierbeiners schwingen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten "Schnelles Spiel", "Karriere" und "Optionen". Wie üblich dürft Ihr unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Bild- und Toneinstellungen ändern und die Steuerungsschemata im Detail betrachten. Wer direkt ein Pferd besteigen möchte, kann dieses unter "Schnelles Spiel" machen. Mit einem vorgegebenen Vierbeiner darf man in diesem Modus ohne Training und Pflege einen Kurs aus allen Disziplinen reiten. Hinzu kommt ein freies Reiten, wo wir ganz nach Lust und Laune mit unserem Pferd herumtollen können. Viel interessanter ist selbstverständlich der Karrieremodus. Bei dieser Spielart macht der Gamer eine Karriere als professioneller Reitsportler und trainiert sein eigenes Pferd in den Disziplinen Dressur, Springreiten und Cross Country. Bevor Ihr allerdings eine neue Karriere startet, müssen noch kleinere Einstellungen vorgenommen werden. Zu Beginn legt der Akteur ein Spielprofil an. Im Anschluss erblickt der Spieler den Umkleideraum, wo wir unseren Avatar gestalten. Nach dem Namen, wird das Aussehen beeinflusst und das Geschlecht bestimmt. Jetzt landen wir im Innenhof unseres Gestüts. Von hier aus könnt Ihr Pferde auswählen oder das Büro betreten. Zu Beginn unserer Karriere steht uns allerdings nur ein Pferd zur Verfügung. Dieses dürfen wir optisch verändern und gegebenenfalls einen neuen Namen geben. Die anderen Pferde und Disziplinen werden nach und nach freigeschaltet. Im Büro kann man dann seine Fortschritte verfolgen, unsere Erfolge und Trophäen ansehen oder den Avatar umkleiden. Damit auch ungeübte Spieler einen guten Einstieg bekommen, durchläuft nun jeder erst einmal einen kleinen Übungsbereich. Hier wird uns die Steuerung und das Spielprinzip in kleinen Schritten erklärt. Praktische Übungen verfestigen das erlernte und so kann jeder direkt in das Spiel einsteigen. Das Game bietet nun mehrere Bereiche an. Da wäre zum einen der Pferdebereich. Hier kümmern wir uns um unsere Pferde, streicheln und füttern diese. Eine Parameteranzeige gibt uns ständig Auskunft darüber, was für Bedürfnisse in den Bereichen Hygiene, Hunger, Durst oder Gesundheit erfüllt werden müssen. Damit verbessern wir dann u.a. die Pferdegrundwerte Geschwindigkeit, Kraft, Ausdauer, Impulsion und Gehorsam.

Es gibt selbstverständlich viele Aktionsmöglichkeiten. So müsst Ihr bei der Pflege zum Beispiel die Vierbeiner striegeln, kämmen, streicheln, füttern, Hufe auskratzen oder Wasser geben. Schmücken darf man seinen vierbeinigen Freund dann auch noch. Von diversen Sätteln über Decken bis hin zu Bandagen ist alles möglich. Selbst das Zaumzeug und die Mähne darf man einstellen. Viel wichtiger ist natürlich das Training. Hier gelangen wir zum Trainingsgelände, wo man das Pferd für das nächste Turnier fit machen kann. Die Turniere in dem Spiel entsprechen den realen Turnierklassen des Pferdesports. Bevor Ihr an einem Turnier einer bestimmten Klasse (Anfänger, Fortgeschrittenen, Starke Fortgeschrittenen oder Profi) teilnehmen dürft, muss unser Pferd erst die dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllen, das heißt, wir müssen unser Pferd richtig trainieren und pflegen. Kommen wir nun zu den unterschiedlichen Disziplinen. Da wäre zum einen das Dressurreiten. Unser Ziel ist es, das exakte Ausführen einer gewollten Bewegung. Eine Dressur-Aufgabe besteht aus einer Anzahl von Lektionen, für die man Punkte erhält. Geritten wird auf einem vorgegeben geraden oder gebogenen Pfad in der jeweils geforderten Gangart (Schritt, Trab, Galopp), vorwärts, seitwärts oder rückwärts und der richtigen Versammlung. Diese beeinflusst die Haltung des Pferdes durch feines Zügelspiel. Damit wir stets über unseren aktuellen Status Bescheid wissen, gönnt man uns diverse Anzeigen. Mithilfe dieser kann jeder sehr schnell, gestellte Aufgaben bewältigen. Interessant ist auch das Springreiten. Hier sollt Ihr einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcour in festgelegter Reihenfolge fehlerfrei überwinden. Wird zu früh oder zu spät abgesprungen, reißt das Pferd ein Hindernis und wir werden bestraft. Die dritte Disziplin ist das Cross Country-Reiten. Man versteht darunter das Reiten im freien Gelände. Natürliche Hindernisse müssen - wie beim Springreiten - überwunden werden. So trainieren und kümmern wir uns nun um unser Pferd und bestreiten diverse Turniere, bis wir schlussendlich ein echter Champion sind.

 

Technik:

Die technische Seite ist ganz in Ordnung, leider aber auch nicht mehr. Zum einen erblicken wir nette Bereiche wie den Innenhof und das Büro, die ansprechend gestaltet wurden. Hinzu kommen übersichtliche und selbsterklärende Menüs. Nett sind auch die Pferde, die vor allem bei der Pflege voll zur Geltung kommen. Auf den Parcours ist der Detailgrad etwas geringer. Zumindest bewegt sich der Vierbeiner recht geschmeidig und so sieht man ihm gerne zu. Die Außenbereiche zeigen ebenfalls eine üppige Vegetation, auch wenn diese recht grob gestaltet wurde. Für PS2-Verhältnisse kann man aber mit der Optik gut Leben. Nett sind dann noch diverse Tageszeiten und Wettereffekte. Vor allem beim Cross Country kommt hierdurch eine recht authentische Stimmung auf. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Diverse Ingamegeräusche und eine nette Musikuntermalung begleiten das Geschehen auf dem Bildschirm. Erwartet hier aber nicht zu viel. Sehr einfach ist auch die Steuerung. Das Pferd reagiert sehr direkt auf unsere Anweisungen und so kann man eigentlich jede gestellte Aufgabe direkt lösen. Hinzu kommen kleine Hilfeanzeigen, die uns nützliche Tipps geben. Etwas nervig ist allerdings die Kollisionsabfrage. Viel zu oft bockt das Pferd, obwohl wir noch weit genug von einem Gegenstand entfernt sind. Die Kamera hat dann auch noch alles im Blick, denn wir können den Blickwinkel zu jeder Zeit manuell verändern. Fasst man nun alles zusammen, so kann die Technik als solide bezeichnet werden.

 

Fazit:

Riding Star 3 wird selbstverständlich nur echte Pferdefans ansprechen. Dafür ist das Gameplay viel zu sehr auf die Vierbeiner abgestimmt. Wir sollen uns nicht nur um das Training kümmern, sondern auch die Pflege übernehmen. Kleine Minispiele sorgen dann dafür, dass wir recht motiviert diesen Aufgaben nachgehen. Die eigentlichen Reitaufgaben gehen einen dann auch leicht von der Hand. Dank einer einfachen Steuerung und kleinen Hilfen, wird man gestellte Aufgaben recht schnell lösen. Das bedeutet natürlich auch, dass Ihr nach wenigen Stunden alles gesehen habt. Wirklich umfangreich ist das Spiel leider nicht. Könnt Ihr Euch allerdings lange mit den Nebenhandlungen aufhalten, so wird Euch das Spiel - für ein paar Tage - gut am Bildschirm binden. Wer also Pferde mag und schon immer einmal ein echter Reitchampion werden wollte, der darf gerne einen Blick riskieren. Alle anderen müssen hier nicht zuschlagen.

 

Features:

- Authentische Reitsimulation
- Turniere in Dressur, Springreiten und Querfeldein
- Empfohlen von Olympiameister Ludger Beerbaum

 

 

 

Screenshots:
 

Wertungsbox:

Riding Star 3 (PS2)

 
 Riding Star 3
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 69 %  
Sound: 64 %  
Bedienung: 72 %  
Singleplayer: 67 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 70 %  
Gesamtwertung:  68 %  


 

 

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