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Einleitung:
First Person Shooter auf
dem PC gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Um sich von der breiten Masse
abzusetzen, muss man sich schon gewaltig was einfallen lassen. Ein viel
versprechender Titel kommt jetzt über dtp entertainment auf den deutschen
Markt. Es handelt sich dabei um das Spiel Red Ocean. Dieses wurde übrigens von Collision Studio entwickelt, die bekannt wurden durch PC-Spiele wie Thandor,
Napoleon oder Augustus. Wir konnten uns die fertige PC-Version jetzt genauer
ansehen. Ob sich das Egoshooterspiel für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Selbst Egoshooter brauchen eine Rahmenhandlung. Red Ocean entführt uns in
eine mächtige Unterwasserstation tief unter dem Ocean. Es beginnt eine
gnadenlose Jagd durch eine mörderische Welt, voll skrupelloser Terroristen,
tödlicher Energiewaffen und hoch brisantem Sprengstoff. Doch unter dem Druck
der Wassermassen und des übermächtigen Gegners wachsen wir über uns hinaus
und machen aus den Jägern die Gejagten. In dem Spiel schlüpfen wir in die
Haut von Jack Hard. Er hatte sich sein neues Leben anders vorgestellt, als
er aus der Armee ausschied und eine Tauchschule gründete. "Treasure-Dive
Inc.", eine kleine Firma, die sich auf das Schatztauchen spezialisiert hat
und einer zahlungskräftigen Klientel Tauchabenteuer zu gesunkenen Wracks auf
der ganzen Welt bietet. Alles begann mit einem seltsamen Auftrag. Ein Mann
namens Hammerson, mietete Jack und sein Boot, um sich auf die Suche nach
einem gesunkenen U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg zu machen. Zwei Wochen
später, 200 Seemeilen vor den Corvo Islands, bereiteten sich die beiden auf
einen Tauchgang vor, den Jack Hard niemals wieder vergessen wird. Das Ganze
wird natürlich passend durch einen einführenden Film eingeleitet. Bevor wir
allerdings in das Spiel starten, wollen wir erst einmal das Hauptmenü
besprechen. Dieses beinhaltet die Menüpunkte "Neues Spiel starten",
"Spielstand laden" und "Optionen". Wie immer darf der Spieler unter Optionen
alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen und unter Spielstand laden
einen bestehenden Speicherpunkt aktivieren. Wie Ihr evtl. bemerkt habt,
bleibt jetzt nur noch ein Punkt übrig: Neues Spiel starten. Dieser bezieht
sich auf den Einzelspielermodus. Leider hat der Hersteller auf einen
passenden Multiplayerbereich verzichtet. Schade eigentlich, denn das Spiel
hätte sich gut dafür geeignet. Nachdem wir nun ein neues Spiel aktiviert
haben, muss noch der Schwierigkeitsgrad bestimmt werden. Gleich drei Stufen
(Leicht/Mittel/Schwer) werden angeboten und so dürfte für jeden Spieler eine
passende Herausforderung dabei sein. Nach einem Intro kann das Abenteuer
endlich beginnen. Wir tauchen mit unserer Spielfigur zu dem oben erwähnten
U-Boot ab und finden uns dann - mit einem Messer bewaffnet - auf einer
Unterwasserstation wieder. Der erste Spielabschnitt dient gleichzeitig als
Tutorial. Dieser Übungsbereich bringt uns das Spielprinzip und vor allem die
Steuerung in kleinen Schritten bei. Wir können also direkt in das Geschehen
einsteigen.
Nach wenigen Minuten finden wir dann auch die erste Waffe (Pistole), mit der
wir ankommende Gegner erledigen. Munition entdecken wir in dem Spiel genauso
häufig, wie nützliche Medizin - die unsere Lebensleiste wieder auffüllt. Der
Spieler braucht nur über die leuchtenden Objekte laufen um diese
einzusammeln. Hin und wieder entdecken wir auch Lagerräume mit Regalen, die
ebenfalls Items beinhalten. Diese findet man außerdem in zerstörbaren Kisten
und bei getöteten Feinden. Wirklicher Munitions-mangel wird also nur dann
aufkommen, wenn wir verschwenderisch mit unseren Waffen umgehen. Red Ocean
spielt sich grundlegend wie ein reinrassiger Egoshooter. In der
First-Person-Perspektive laufen wir durch unterschiedliche Levels, drücken
Schalter
und ballern alles weg, was uns vor die Knarre läuft. Das ganze wird dann noch
durch eine recht ansprechende Story, kleinen Filmeinspielungen und
hilfreichen Funksprüchen zusammengehalten. Das besondere an dem Spiel ist
eindeutig das Szenario. Wir agieren in einer Unterwasser-Forschungsstation,
in der Terroristen geheime Waffenexperimente durchführen. Hinter jeder Ecke
lauert ein Schurke, der sich oftmals durch Schritte oder gesprochene Sätze
ankündigt. Öffnen wir eine Tür, so stürmen fast immer mehrere Gegner auf uns zu.
Da helfen dann nur noch eine ordentliche Deckung und eine geladene Waffe.
Davon gibt es natürlich reichlich in dem Spiel. Das umfangreiche
Waffenarsenal beinhaltet eigentlich alles, was man sich nur vorstellen kann.
Von der obligatorischen Pistole, über Maschinenpistole bis hin zur
Strahlenkanone ist alles vorhanden. Hinzu kommen dann noch Granaten und ein
Messer für den Nahkampf. Mit unseren Schießprügeln gehen wir nun gegen
anstürmende Feinde vor. Dabei müssen wir allerdings aufpassen, denn so ein
Feuergefecht kann schlimme Auswirkungen haben. Herumstehende Fässer lösen
teilweise Kettenexplosionen aus und befinden wir uns in einem Glasgang, so
kann dieser - durch unsere Einwirkung - zusammenkrachen. Ist das Wasser erst
einmal eingebrochen, geht es schwimmend weiter. Selbstverständlich können wir
auch jetzt Gegner abknallen. Durch passende Schleusen gelangt der Akteur
dann wieder in trockene Bereiche. Die Gegner selber haben so manche Moves
drauf. Neben abfeuern einer Waffen, können sie noch Granaten schmeißen oder
in Deckung gehen. Wirklich realistisch verhalten sie sich dabei allerdings nicht. Hin und wieder
treffen wir dann noch auf stärkere Gegner, die ein wenig mehr Geschick von
uns abverlangen. So erkunden wir nun die Umgebung, folgen der Story und
erledigen einen Gegner nach dem anderen.
Technik:
Die Grafik macht einen wirklich guten Eindruck. Wir agieren in düsteren
Levels die mit vielen Licht- und Schatteneffekten ausgestattet wurden. Nette
Texturen sind genauso vorhanden, wie viele herumliegende Objekte. Hinzu
kommen tolle optische Effekte wie Explosionen, Druckwellen oder Feuer.
Ordentlich sind auch die Wassereffekte. Vor allem wenn im kühlen Nass etwas
explodiert, bekommt man glänzende Augen. Allerdings gibt es auch ein paar
Punkte die stören. So sieht das Blut nicht sonderlich toll aus. Außerdem
wirken alle Levels irgendwie gleich. Klar agieren wir in einer
Unterwasserstation, die nicht andauernd neue Umgebungen aufweist.
Allerdings hätte man sich ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Zumindest
werden wir durch gut modellierte Spielfiguren ein wenig entschädigt. Diese
agieren allerdings etwas steif durch die Levels. Vor allem kennen sie nur
drei grundlegende Aktionen: Gehen, sich hin knien und ihre
Schießhaltungen. Das war es dann auch schon. Hier hätte man eindeutig mehr
machen können. Gefallen hat uns dann noch die eingebaute Physik-Engine.
Viele Objekte lassen sich zerstören oder zumindest durch Explosionen
verschieben. Kommt es dann noch zu einem Wassereinbruch, wird gleich alles
durcheinander gewirbelt. Etwas unverständlich ist aber, warum getroffene
Gegner teilweise meterweit durch den Raum gleiten. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen
Niveau. Zum einen werden wir eine stimmungsvolle Musik zu hören bekommen.
Diese klingt genauso gut wie die Ingamegeräusche, Waffeneffekte oder die
deutschen Synchronsprecher. Zwar sprechen manche etwas überzogen, dennoch
wird insgesamt ein ordentliches Ambiente erschaffen. Mit der Steuerung kommt
man schnell klar. Zum einen liegt es an dem einführenden Tutorial. Hinzu
kommt, dass der Hersteller auf die genretypische Steuerung setzt. Wer
also schon einmal ein Egoshooter gespielt hat, wird sofort mit dem Spiel
klar kommen. Die KI ist dann ebenfalls ein zweischneidiges Schwert. Zum
einen gehen Gegner in Deckung, ducken sich und schießen recht
präzise. Meistens aber ballern sie wild in der Gegend herum, laufen direkt
auf uns zu oder bleiben immer wieder an der gleichen Stelle stehen. Wirklich Schade ist dann noch, dass der Hersteller auf
einen Multiplayermodus verzichtet hat. Somit können wir uns nur auf den
Einzelspielerbereich bzw. die Kampagne stürzen.
Fazit:
Red Ocean ist eigentlich ein sehr interessantes Spiel. Das Game wird
filmreif präsentiert, eine ordentliche Grafik ist vorhanden und alle
wichtigen Genrefeatures wurden eingebaut. Hinzu kommen eine leicht
erlernbare Steuerung und viele imposante Effekte. Allerdings gibt es auch
ein paar negative Punkte. Da wäre vor allem die KI der
Gegner. Diese verhalten sich nicht immer realistisch und so sind sie oft ein
gefundenes Fressen für unsere Waffen. Hinzu kommen immer gleich wirkende
Levels, die dann noch sehr linear ablaufen. Zumindest werden wir durch die
interessante Mischung aus normalen Egoshooteraufgaben und Schwimmeinlagen
anständig entschädigt. Das Spiel ist ein sehr solides Shootergame, das auf
schnelle und unkomplizierte Action setzt. Die einfachen und effektreichen
Feuergefechte binden einen immer wieder an den Bildschirm. Da dann noch eine
zeitgemäße Präsentation vorhanden ist, bleibt man hoch motiviert am Rechner sitzen. Das Ende ist
allerdings recht schnell
gekommen, denn nach gut 10 Stunden hat man die Kampagne durchgespielt. Wer also auf einfache aber
dennoch gut gemachte Shooterspiele steht, mal eine Unterwasserstation
unsicher machen wollte und nichts gegen eine kurze Spielzeit hat, der darf
gerne bei diesem Spiel zuschlagen. Auch wenn Red Ocean das Genre nicht
revolutioniert, kann es dennoch gut unterhalten.
Features:
- Unkomplizierte Shooter-Action
- Einzigartiges Szenario
- Spannende Tauch-Sequenzen
- Knallharte Feuergefechte über und unter Wasser
- Mächtige Physik-Waffen
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