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Railroad Pioneer - Review (PC)

Wertung:
70 %

Einleitung:

Wirtschaftssimulationen sind vor allem auf dem PC sehr beliebt und so kommen in regelmäßigen Abständen immer wieder neue Spiele auf den Markt. Nun versucht sich der Publisher JoWood an einem neuen Projekt. Es handelt sich hierbei um das Spiel Railroad Pioneer. In dem Spiel sollt Ihr eine Eisenbahn im Wilden Westen aufbauen. Wir konnten jetzt die fertige Version des Spiels testen. Da das Thema nicht gerade neu ist könnt Ihr in unserem Review erfahren, ob sich das Spiel auch für Genreexperten lohnt.

 

Zum Spiel:

Wir befinden uns in Amerika im neunzehnten Jahrhundert, wo die Eisenbahn ihre große Zeit erlebt. Die großen Weiten des Landes sollen besiedelt werden und dafür wird eine Eisenbahn benötigt. Der Spieler darf sich dieser Aufgabe zuwenden. Ihr könnt Euch nun in diversen Missionen von New York Richtung Westen vorarbeiten und das Land mit einer Eisenbahn beglücken. Bevor es aber mit dem eigentlichen agieren losgehen kann, muss das Land erst einmal erkundet werden. Dafür werden Erkundungstrupps angeheuert, die diese Aufgabe übernehmen. Sie decken mit der Zeit immer neue Bereiche der Landkarte auf und so erfährt der Spieler, wo sich die Städte und vor allem die nötigen Rohstoffe wie z.B. Holz befinden. Da der Wilde Westen aber auch gefahren bietet sollte der Erkundungstruppe eine bewaffnete Begleitung zugesprochen werden. So können sie besser gegen Indianer oder Banditen ihre Arbeit verrichten. Diese versuchen auch später noch entweder den Bau zu verhindert oder Euch auszurauben. Eine wirkliche Gefahr sind sie aber nicht.

Damit Anfänger schnell klar kommen werden sie in einem Tutorial mit allen nötigen Infos versorgt. So kann ein Spieler schnell Strecken samt dazu gehörigen Bahnhöfen bauen. Hinzu kommt z.B. in einer Mission, dass ein kleines Handelsnetz aufgebaut werden soll. Über dieses können dann wertvolle und wichtige Waren von anderen kleinen Städten nach New York City geschafft werden. Wenn das Baumaterial mal knapp wird schickt Ihr einfach ein paar Pioniere raus die nach neuen Rohstoffen suchen. Diese werden unbedingt benötigt um weiter bauen zu können. Verbindet man die Punkte auf der Karte so fahren auch schon bald die ersten Züge. Das verdiente Geld wird nun in weitere Baumaßnahmen investiert. Neue Züge sollen erworben werden, die dann natürlich auch gewartet werden müssen. Neue Techniken sind wie immer ein wichtiger Aspekt und so darf man in Railroad Pioneer auch neue erforschen. Außerdem heuert Ihr Revolverhelden an um gegen Banditen vorzugehen. In den ersten Missionen agiert Ihr noch relativ alleine auf der Karte. Später kommen dann Konkurrenten hinzu, denen man die lukrativen Jobs wegschnappen muss. Wollt Ihr die anderen Betreiber ärgern startet einfach einen Sabotageakt und der Computergegner wird schwächer.

Als Spielarten stehen dem Spieler die Kampagne und noch freiwählbare Missionen zur Verfügung. Hier sollen fünf verschiedene Aufgaben gelöst werden. Alle Levels wurden unterschiedlich gestaltet und spielen in einer völlig anderen Gegend. So kann sich dann ein Bastler auch voll in den gigantisch großen Karten auslassen. Wer vom Einzelspieler-Modus genug hat darf sich auch dem Mehrspieler-Modus widmen. Hier dürft Ihr mit bis zu vier verschiedenen Spielern den Wilden Westen unsicher machen. Internetspiele sind genauso möglich wie Netzwerkspiele.

 

Technik:

Optisch kann sich das Spiel sehen lassen. Es wird zwar kein Feuerwerk an Grafik abgefeuert aber für eine Wirtschaftssimulation ist die dargestellte Optik schon sehr angenehm. Vor allem die Umgebung kann hier überzeugen. Leider gibt es aber nicht viel Animiertes zu sehen und so kann man weder Arbeiter erblicken, die an der Strecke werkeln, noch Tiere die in der Landschaft herumstreunen. Ebenfalls sehr einfach werden die Züge dargestellt. Auch hier wurde auf Details wie drehende Räder nicht geachtet. Schade eigentlich da so alles ein wenig trist wirkt. Leider kann man die Menüs und die Statistiken ebenfalls nicht lobend erwähnen, da sie sehr unleserlich sind und vor allem nur die wichtigen Zahlen anzeigen, an denen der Spieler seine Erfolge mehr oder weniger nachlesen darf. Der Sound befindet sich auf einem ähnlichen Niveau. Richtig positives oder negatives kann man nicht erwähnen. Er ist eigentlich so wie man es von so einem Spiel erwartet. Die Musikstücke passen zumindest wunderbar zu dem Spiel und zu der Zeit in der gespielt wird. Hinzu kommen auch mal ein paar Geräusche in den Städten und in der Prärie. Die Steuerung ist recht passabel gelungen. Alle Aktionen kann der Spieler in wenigen Sekunden ausführen, so dass Ihr schon nach kurzer Zeit etwas vorzeigen könnt.

Die Spieltiefe ist leider nicht mehr zeitgemäß, da man von heutigen Wirtschaftssimulationen einfach mehr erwartet. Bahnhöfe und weitere Betriebe sind schnell erbaut und da der Spieler kaum Finanznöte hat wird er nur selten gefordert. Eigentlich macht man nichts anderes wie in Städte zu reisen um dort ein paar Industriezweige zu errichten. Genau dasselbe geschieht auch bei Tunneln, Brücken usw. die jederzeit ohne Probleme erschaffen werden können. Ein paar Klicks und ein Berg ist überwunden. Auf wirtschaftliche Dinge muss man nur selten achten. So agiert der Spieler weniger in einer Simulation als in einem Bauspiel. So ist das Spiel allerdings nicht für lange Zeit motivierend. Schön wäre es ja gewesen, wenn die Gegner wenigsten einem das Leben ein wenig schwer machen würden, aber diese fordern Euch genauso wenig. Ebenso einfach ist das Geld verdienen und so fließen schnell die Moneten. Städte müssen dann noch nicht einmal mit bestimmten Waren versorgt werden und so darf der Spieler stundenlang ein und dieselbe Ware liefern. Besser wäre es gewesen, wenn man hier Beschränkungen eingebaut hätte, die den Spieler zwingen bestimmte Waren zu liefern. Am Anfang freut man sich zwar noch darüber aber mit der Zeit wird dieses langweilig. So werden wohl auch nur Anfänger sich mit dem Spiel länger beschäftigen können.

 

Fazit:

Wenn das Spiel ein wenig anspruchsvoller gewesen wäre, hätte man viel Spaß damit haben können. Leider wird Railroad Pioneer aber schnell langweilig, weil man so gut wie keine Probleme bekommt. Auch der Wirtschaftsbereich ist einfach zu gering ausgefallen, genauso wie die Statistiken. Daher ist es eigentlich kein Wirtschaftssimulationsspiel, sondern eher ein Spiel, wo man so lange bauen kann bis der Arzt kommt. Da noch nicht einmal eine gewisse Spieltiefe vorhanden ist werden Genrekenner schnell die Lust verlieren. So wird das Spiel wohl nur Spielanfängern gefallen, die noch nicht einmal durch einem hohen Schwierigkeitsgrad bei ihren Aktionen gestört werden. Daher kann man das Spiel vor allem Modellbaufans empfehlen die gerne mal ein großes Projekt auf dem PC erschaffen wollen. Zumindest bekommen sie eine passable Optik geboten. Hervorheben kann man aber die Grundidee. Die Umgebung kombiniert mit dem Kundschaften und den Revolverhelden bringt ein wenig Schwung in das ansonsten abgenutzte Genre. Wer also lieber baut wie wirtschaftet kann sich Railroad Pioneer kaufen. Echte Wirtschaftsfans werden dagegen wohl eher enttäuscht über das Spiel sein. Schade eigentlich.

 

Features:

- Einzigartiger Mix aus Entdeckung, Wirtschafts- und Transportsimualtion in Echtzeit
- Fog-of-War für eine neuartige Erfahrung in einer Wirtschaftsimulation
- Echtzeit-Wirtschaftssimulation komplett in detaillierter 3D Grafik
- Historische Kampagne mit 10 stroybasierten Missionen
- Unterschiedliche Spielmodi für langanhaltenden Spielspaß
- 13 unterschiedliche Berufe wie Pioniere, Indianer, Trapper für abwechslungsreiches Erkunden
- 25 historische Lokomotiven mit individuellem Upgradesystem
- 22 ausbaubare Industrien von Farmen bis zu Waffenfabriken
- 10 unterschiedliche Waggonstypen zum Transport von 18 verschiedenen Waren
- Multiplayer via LAN, Internet mit bis zu 4 Spielern
- 5 komplett unterschiedliche Landschaftssetting sorgen für eine abwechslungreiche Atmosphäre
- Einfaches, schnell zu lernendes Spielsystem mit strategischem Tiefang durch unterschiedliche Spielstrategien

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Railroad Pioneer (PC)

 
 Railroad Pioneer
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 74 %  
Sound: 72 %  
Bedienung: 75 %  
Singleplayer: 66 %  
Multiplayer: 68 %  
Spielspaß: 62 %  
Gesamtwertung:  70 %  

Systemanforderungen:

Intel Pentium® III 750 MHz oder vergleichbar
Microsoft Windows® XP/2000/ME/98
500 MB freier Festplattenspeicher
128 MB RAM
Microsoft DirectX® 8.1 kompatible Soundkarte
und 3D Grafikkarte (32 MB)
CD-ROM Laufwerk

 


 

 

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