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Einleitung:
Es ist Sommer, die Tour de France steht
vor der Tür und dementsprechend darf ein aktuelles Spiel nicht
fehlen. Dank Koch Media können sich alle Möchtegernradrennfahrer auf
ein neues Game aus der bekannten Radsport Manager-Reihe stürzen. Es
handelt sich dabei um das PC-Spiel Radsport Manager Pro: Tour de
France Saison 2008. Dieses wurde übrigens von Cyanide entwickelt,
die bekannt wurden durch Spiele wie Chaos League oder Loki. Wir
konnten uns jetzt die fertige PC-Version der
Sportmanagement-Simulation ausgiebig ansehen. Ob sich der Kauf des
Radrennsportspiels lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
In Radsport Manager Pro: Tour de France Saison 2008 schlüpft der
Spieler in die Rolle des Managers eines der 65 offiziellen
Fahrerteams. Bevor wir allerdings die Fäden in die Hand nehmen,
wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
installiert und gestartet wurde, erscheint ein Anfangsbildschirm.
Hier kann man zum einen zum Datenbank-Editor wechseln. Mit diesem
netten Programm dürft Ihr wirklich alles in der Spieldatenbank
anpassen bzw. verändern. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Zu
Beginn erblicken wir das Hauptmenü mit den Punkten "Einzelspieler",
"LAN", "Eigene Tour" und "Optionen". Wie nicht anders zu erwarten war,
darf man unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten
Einstellungen anpassen. Unter "Eigene Tour" dürft Ihr außerdem ein
Etappenrennen für den Einzelspieler oder für
Mehrspielerpartien erstellen. Wer nicht gerne alleine spielt, der
sollte den Bereich LAN anklicken. Hier könnt Ihr eine
Mehrspielerpartie im lokalen Netzwerk starten oder einem bestehenden
Spiel beitreten. Die meisten werden sich zu Beginn allerdings auf
den Einzelspielermodus stürzen. Nachdem wir auf den gleichnamigen
Menüpunkt geklickt haben, folgt ein weiteres Menü. Im Tutorial gibt
es sechs unterschiedliche Übungsszenarios, um sich mit den
Grundlagen der 3D-Rennen vertraut zu machen. Bei Etappenrennen
fahren wir dann eine komplette Rundfahrt mit all unseren Etappen.
Dabei stehen 65 Rennen zur Auswahl. Wer lieber eine Etappe einer
Rundfahrt fahren möchte, kann das natürlich auch machen. Daneben
darf man noch Klassiker (aus über 80 Rennen) fahren oder an einer
von drei möglichen Bahnrenndisziplinen teilnehmen. Das Herzstück des
Spiels ist natürlich der Karrieremodus. Als sportlicher Leiter
sollen wir hier ein Team unserer Wahl an die Weltspitze führen.
Nachdem wir ein Profil erstellt und unsere ersten
Persönlichkeitspunkte verteilt haben, wird ein zu betreuendes Team
bestimmt. Jetzt kann die Managerkarriere endlich beginnen. Wir
müssen uns nun um wirklich alles kümmern. Das fängt bei den Finanzen
an. Sponsorverträge sollt Ihr aushandeln und die eingenommenen
Gelder gut verwalten. Außerdem müssen wir uns um den Nachwuchs
kümmern, das Rennteam zusammenstellen, Personal engagieren,
Trainingslager buchen, die Bedürfnisse der Fahrer beachten, die
Fahrräder verbessern oder neue Talente finden.
Damit wir den Überblick nicht verlieren, werden viele übersichtliche
Menüs angeboten. Mit wenigen Handgriffen kann der Spieler seine
Aufgaben erledigen und sein Team wirtschaftlich nach vorne bringen.
Spezielle Ereignisse - die wir über Nachrichten bzw. Mails bekommen
- bringen immer wieder Abwechslung in das Spiel. Bei unseren
Aktivitäten sollten wir aber nie die vorgegebenen Ziele aus dem Auge
verlieren. Auf einem Kalender sehen wir dann, wann welche
Sportereignisse anstehen. Kommen wir nun zu den Rennen. Auch hier
ist der Spieler Herr der Lage. Wer die Rennen nicht sehen möchte,
der darf natürlich diese auch simulieren. Alle anderen erblicken nun
eine 3D-Umgebung, in der die Rennfahrer um den Sieg kämpfen. Das
komplette Rennen läuft grundlegend in Echtzeit ab. Das bedeutet
notgedrungen, dass die Ziellinie erst nach sehr langer Zeit
erscheint. Zum Glück kann man aber die Zeit schneller laufen lassen,
um langweilige Rennpassagen zu überbücken. Unsere zu betreuenden
Fahrer und dementsprechend das Rennen müsst Ihr als Rennteamleiter
selbstverständlich beeinflussen. Dazu stehen diverse Schaltflächen
zur Verfügung. Über einen Pegel kann man bestimmen, inwieweit sich
der Fahrer ins Zeug legt. Außerdem kann man festlegen, ob er
Führungsarbeit leisten oder einen Ausbruch wagen soll. Den
Zeitpunkt, wann er einen Sprint ansetzt, könnt Ihr ebenfalls wählen.
Allerdings solltet Ihr nicht zu großzügig mit Euren Aktivitäten
sein, denn der Sportler hat nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit
bzw. Ausdauer. Hinzu kommt, dass wir immer wieder auf die
Wasservorräte achten müssen. Gehen diese zur Neige, so wird unserem
Radfahrer schnell die Puste ausgehen. Die Kunst bei den Rennen liegt
darin, die richtige Taktik auszuwählen. Nur wer sparsam mit seinen
Kräften umgeht und sein Team zusammenarbeiten lässt, der wird am
Ende auf dem Treppchen stehen. Allerdings kann vieles in einem
Rennen passieren. Unfälle oder Pannen gehören nun einmal zum
Radrennsport dazu und so kann man nie sicher sein, dass alles so
klappt, wie man sich das vorstellt. Ist ein Rennen dann beendet, so
könnt Ihr Euch noch eine Zusammenfassung der Höhepunkte oder die
Siegerehrung ansehen. Anschließend erblickt der Spieler wieder das
Verwaltungsmenü, wo viel Arbeit auf uns wartet.
Technik:
Die Grafik befindet sich auf einem ordentlichen Niveau. Mehr aber
auch nicht. Zum einen erblicken wir aufgeräumte aber auch zum Teil
langweilige Menüs und Statistiken. Diese laden einen nur wenig dazu
ein, sich länger damit zu beschäftigen. Zumindest ist alles sehr
übersichtlich und so kommt man auch schnell mit den Schaltflächen
und Karten klar. Daneben werden wir noch die Rennen erblicken. Hier
wird ein wenig mehr gezeigt. Gut modellierte Sportler sitzen hier
auf ihren Rennrädern. Leider wirken die Animationen ein wenig
hölzern, was aber nicht wirklich schlimm ist. Die Umgebungen sehen
allerdings viel zu detailarm aus. Ein wenig mehr hätte man sich
ruhig anstrengen können. In diesem Bereich werden wir übrigens auch
diverse Schaltflächen erblicken. Das bringt uns auch schon zur
Steuerung. Grundlegend kann man alle Aktivitäten mit der Maus
ausführen. Da alles sehr überschaubar ist, wird sich jeder Gamer
nach ein bis zwei Rennen mit dem Spiel auskennen. Der Sound ist so, wie man
es erwartet. Neben einer etwas eintönigen Musik werden wir leider
nur wenige Ingamegeräusche zu hören bekommen. Hinzu kommt ein etwas
unmotivierter deutscher Sprecher in den Rennen. Recht gut ist die
Kamera. Wir können zwischen den einzelnen Fahrer hin und her
schalten. Da wir unsere eigenen Sportler dann noch einzeln aktivieren
dürfen, wird man diese niemals aus dem Auge verlieren.
Fasst man nun alles zusammen, so kann die solide technische Seite
grundlegend überzeugen.
Fazit:
Radsport Manager Pro: Tour de France Saison 2008 ist eine wirklich
solide Sportmanagement-Simulation. Alles was man sich wünscht, ist
in dem Spiel zumindest inhaltlich vorhanden. Vor allem die vielen
Teams, Fahrer und unterschiedlichen Rennen haben uns gut gefallen.
Allerdings ist nicht alles ansprechend. Da wäre zum einen die etwas
mittelmäßige Grafik. Wirklich brillant sehen die Rennen nicht aus
und auch die Menüs hätten ein wenig unterhaltsamer gestaltet werden
können. Bei der Optik muss man allerdings immer bedenken, dass es
sich hierbei um ein Simulationsspiel handelt. Diese Games sehen
einfach nicht erstklassig aus.
Wirklich störend ist das aber nicht, denn wir sind viel zu sehr
damit beschäftigt, die richtige Taktik für das Rennen auszutüfteln.
Das macht dann auch so richtig Spaß, denn bei einer Etappe kann
extrem viel passieren. Wer also schon immer mal einen Rennstall leiten und
Etappen auf seinem heimischen PC absolvieren wollte, der darf gerne
bei diesem Game zuschlagen. Radsport Manager Pro: Tour de France
Saison 2008 hat uns trotz diverser negativer Punkte gut gefallen und
somit können wir das Spiel allen Radsportfans ans Herz legen.
Features:
- 180 spielbare Rennen Mehrtagesrennen und Eintagesrennen
- 65 offizielle Teams und 1.600 Fahrer stehen zur Auswahl
- Inklusive Streckeneditor zum Erstellen und eigener Etappen
- Offizielle Lizenz zum berühmtesten Radsport-Rennens der Welt
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