|
Einleitung:
Sportspiele gibt es auf dem PC wie Sand am Meer.
In den letzten Jahren haben die Hersteller sogar den Radsport entdeckt. Vor
allem wenn große Sportereignisse anstehen werden passende Spiele auf den
Markt gebracht. Natürlich ist das bei dieser Sportart nicht anders.
Rechtzeitig zur diesjährigen Tour de France dürfen sich Spieler, bei dem
Spiel Radsport Manager Pro: Saison 05/06, in den virtuellen Sattel schwingen.
Wir konnten das neuste Radrennspiel von Crimson Crow und Flashpoint jetzt
testen. Ob das aktuelle RSM Pro-Spiel nicht nur Radrennfans ansprechen kann,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bei Radsport Manager Pro: Saison 05/06 sollt Ihr junge Talente fördern und
aufbauen. Ebenso zählen Rennplanung und -strategie sowie Koordination von
Trainingseinheiten zu Euren Aufgaben. Aber fangen wir erst einmal ganz von
vorne an. Nachdem das Spiel gestartet wurde, kommt Ihr in das Hauptmenü.
Hier erblickt Ihr u.a. die Menüpunkte Einzelspieler, Multiplayer und
Optionen. Unter letzterem dürft ihr wie gewohnt alle spielrelevanten
Einstellungen vornehmen. Darunter auch den Schwierigkeitsgrad. Wer nicht
gerne alleine spielt, sollte sich in den Mehrspieler-Bereich wagen. Hier
dürft Ihr ein Multiplayerspiel im Netzwerk oder im Internet starten bzw.
einem bestehenden Spiel beitreten. Bevor es aber soweit ist, sollte jeder
erst einmal den Einzelspieler-Modus anspielen. In diesem Bereich werden
unterschiedliche Spielarten angeboten. Der wichtigste Punkt ist der
Karrieremodus. Hier betreut der Spieler ein Team über mehrere Saisons. Wir
müssen uns wirklich um alles kümmern. Das fängt bei den Fahrerverträgen an,
geht über den Trainingsplan weiter bis hin zu Verhandlungen mit Sponsoren.
Jeder Fahrer kann einzeln betrachtet und speziell aufgebaut werden. Hinzu
kommt die ständige Suche nach begnadeten Talenten. Baut man diese gut auf,
so werden sie später große Erfolge für uns einfahren. Hat man keine Lust
dazu, kann man auch andere Sportler - von gegnerischen Teams - abwerben. Das
Material muss ebenfalls stimmen. Je nach Streckenverhältnisse könnt Ihr ein
passendes Fahrrad zusammenstellen. Ohne Geld funktioniert natürlich gar
nichts und daher müssen die Finanzen stimmen. Eure Einnahmen setzen sich aus
einem Anfangsetat, Preisgelder und Sponsorenverträgen zusammen. Eintreffende
Mails informieren Euch dann noch über wichtige Ereignisse. Die Informationen
werden sehr übersichtlich in einem speziellen Menü angezeigt und so werdet
Ihr nicht von der Datenflut erschlagen. Neben dem Karrieremodus könnt Ihr
auch an speziellen Rundfahrten teilnehmen. Gleich 60 unterschiedliche stehen
hier zur Auswahl. Alle 300 Etappen kann der Spieler natürlich auch einzeln
angehen. Die Klassiker dürfen selbstverständlich nicht fehlen. Auch hier
kann der Spieler aus gut 60 Rennen eine passende Herausforderung aussuchen.
Egal welchen Spielmodus der Akteur nun auswählt, irgendwann sitzt er im
virtuellen Sattel. Ihr sollt nun - mit der richtigen Taktik - Euer Team zum
Erfolg führen. Dabei müsst ihr jeden einzelnen Fahrer direkte Anweisungen
geben. Über den Einsatzbalken bestimmt Ihr den aktuellen Einsatz des
Fahrers. Je höher der Wert ist, desto größer ist seine Leistung. Allerdings
kostet Leistung auch Ausdauer - die nicht unbegrenzt vorhanden ist. Hinzu
kommen Befehle wie Angriffe, Gegenangriffe oder zur Spitze der Gruppe
fahren. Um das Feld nach vorne zu treiben dürft Ihr auch kurzfristige oder
unbegrenzte Führungsarbeit leisten. Am Ende des Rennens können die Sportler
zusätzlich noch Sprints oder Kontersprints einlegen.
Im Rennen müssen wir nicht nur auf unsere Fahrer achten. Die Entfernung zu
den Sprint- und Bergwertungen werden genauso angezeigt, wie die
Distanz zum Ziel. Daneben sehen wir noch die Geschwindigkeit, das aktuelle
Gefälle und die Windstärke. Alle Informationen müssen in unsere
Renntaktik mit einfließen. Dabei sollten wir auch auf das Streckenprofil und
die Fähigkeiten unserer Sportler achten. Ein Sprinter wird bei einer
Steigung seine Fähigkeiten nicht ausspielen können und ein Bergspezialist
wird bei einem Sprint sofort untergehen. Wie beim richtigen Radsport muss man seine
spezialisierten Fahrer positionieren, um im passenden Moment eine Aktion zu
starten. Wer keine Lust auf die spannenden Rennen hat, kann diese auch
simulieren lassen. Das Endergebnis wird dann am Ende des Rennens angezeigt.
So sollen wir nun die vielen authentischen Etappen in den unterschiedlichen Spielmodis bestreiten. Da jedes Rennen anders abläuft wird die Zeit wie im
Fluge vergehen.
Technik:
Das Spiel kann nicht nur spielerisch, sondern auch technisch überzeugen. Zum
einen agieren wir in sehr übersichtlichen und gut geordneten Menüs. Neben
der guten Bedieneroberfläche kann auch die übrige Grafik überzeugen. Vor
allem bei den Radrennen werden sehr viele Details gezeigt. Das fängt bei der
Umgebung an, die landestypisch rüber kommt. Bäume sind genauso vorhanden wie
Häuser, Berge und Zuschauer. Selbst mit den Animationen kann man zufrieden
sein. Die Sportler bewegen sich recht geschmeidig auf ihren Drahteseln. Den
optimalen Blickwinkel stellt der Spieler selber, mit einer frei drehbaren
Kamera ein. Daraus ergeben sich interessante Perspektiven. Mit einem Klick
auf die Fahrerleiste wird außerdem sofort zu einem bestimmten Fahrer
geschwenkt und so hat der Spieler seine Schützlinge schnell im Feld
gefunden. Mit dem Sound kann man ebenfalls gut leben. Nette Musik ist
genauso vorhanden wie deutsche Synchronsprecher - die hin und wieder nette
Kommentare loslassen. Mit der Steuerung kommt man sofort klar. Die KI der
Gegner ist ausgesprochen gut. Selbst bei normaler Schwierigkeitsstufe wird
man einige Probleme bekommen. Will man noch härter spielen, so sollte man
schon einige Erfahrung mitbringen. Nett ist auch der Spielumfang. Es werden
viele unterschiedliche und vor allem authentische Strecken angeboten. Hinzu
kommt der Managerbereich, der ebenfalls viele Stunden binden kann. Bis ein
Spieler alles gesehen und gefahren hat, werden über 100 Spielstunden
vergehen. Einzig die ewigen Ladezeiten und Ruckler nerven ein wenig.
Außerdem wurden die Namen der Fahrer nicht immer richtig geschrieben. Fasst
man dann alles zusammen, so kann das Spiel - trotz kleiner Macken - technisch
überzeugen.
Fazit:
Wer zur Tour de France ein passendes Spiel haben möchte, muss bei Radsport
Manager Pro: Saison 05/06 einfach zuschlagen. Noch nie hat es so viel Spaß
gemacht, ein Radsportteam zu betreuen. Vor allem hat der Hersteller auf
genügend Abwechslung geachtet. Ihr könnt ein Team genauso gut betreuen, wie
selber eine komplette Tour fahren. Leute die Angst haben, dass ein Rennen zu
viel Zeit in Anspruch nimmt, können wir beruhigen. Pro Rennen kann man ca.
20-30 Minuten einplanen und wer es noch schneller haben möchte, darf die
Zeit vorspulen. Hierdurch wird die Zeit wie im Flug vergehen … vor allem
weil Ihr immer etwas zu tun bekommt. Ist gerade eine eigene Attacke
gescheitert, muss man neu entflohene Fahrer wieder einfangen, einen eigenen
Angriff mit anderen Fahrern organisieren oder seine Spezialfahrer in die
richtige Position bringen. Wer lieber auf Managerspiele steht, wird ebenfalls
auf seine Kosten kommen. Uns hat das Spiel gut gefallen und daher können wir
Radsport Manager Pro: Saison 05/06 zum Kauf empfehlen.
Features:
- Neue Grafik-Engine: Überarbeitete 3D-Optik bietet mitreißende
TV-Atmosphäre sowie detaillierte Sportler und Landschaften
- Ausgereifte KI: Wettbewerbe bleiben spannend bis zum Schluss
- Erweiterter Management-Teil: Einfluss auf alle Bereiche des Radsports wie
etwa Training, Rennstrategie etc.
- Über 200 Radrennen, die 450 Renntagen entsprechen
- Strecken-Editor zur Erstellung eigener Etappen
- Anfertigung eigener Online-Ligen möglich
- Sieben neue Wettkampf-Szenarien, darunter das berühmte Bernabeu-Stadion
und der Mailänder Piazza Duomo.
|