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Einleitung:
Der Winter beginnt und schon können sich
Skirennspiel-Fans auf diverse Spiele stürzen. Unter anderem kommt von RTL
Enterprises das Spiel Ski Alpin 2006 auf den deutschen Markt. Dieses Spiel
erscheint übrigens für Playstation 2 und PC. Beide Versionen sind schon für
einen annehmbaren Preis zu haben. Während die PS2-Version 39,99 Euro kostet,
kann man die PC-Version schon für 29,99 Euro kaufen. Wir konnten jetzt die
fertige PC-Version testen. Ob sich eine Anschaffung für Genrefans lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
RTL Ski Alpin 2006 schickt uns auf originalgetreue Weltcup-Etappen. Als
Ski-Superstar Bodo Miller (USA) können wir die Kandahar-Abfahrt in
Garmisch-Partenkirchen hinunter stürmen oder unser Können auf der
Weltcup-Strecke in Gröden beweisen. Bevor es aber soweit ist, gelangen wir
erst einmal in das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte
Schnellstart, Übungsmodus, Arcademodus, Karrieremodus, Aufgaben, Rekorde und
Optionen. Wie immer dürfen wir unter Optionen alle spielrelevanten
Spieleinstellungen vornehmen. Das Spiel bietet uns 16 Herausforderungen an,
die wir innerhalb des Karrieremodus meistern müssen. Mit jeder gemeisterten
Aufgabe werden Bonus-Gegenstände frei. Welche Aufgaben anstehen, kann der
Spieler im Menüpunkt Aufgaben sehen. Selber lösen können wir hier allerdings
keine Aufgabe. Ebenfalls nur anschauen dürfen wir - im Rekordemodus - die
Bestzeiten aller Disziplinen für die jeweiligen Austragungsorte. Kommen wir
nun zu den eigentlichen Spielarten. Am Anfang sollte jeder erst einmal den
Übungsmodus angehen. Hier können wir - außerhalb von Wettkämpfen - die
einzelnen Strecken und das Wachsen trainieren. Wir dürfen dabei frei wählen,
mit welchem Fahrer, auf welcher Strecke und unter welchen Wetterbedingungen
wir fahren möchten. Ein idealer Ort um die Strecken kennen zu lernen. Im
Schnellstartmodus fahren wir dagegen eine voreingestellte Strecke mit einem
bestimmten Fahrer. Auch hier kann der Spieler kein Geld gewinnen, Objekte
kaufen oder einen Fahrer aufbauen. Wir brauchen auch keine
Wachseinstellungen vorzunehmen. Kommen wir nun zum Arcademodus. Hier müssen
wir als erstes einen Arcade-Fahrer erstellen. Mit diesem fahren wir nun auf
den offiziellen FIS Alpin-Strecken oder einem von uns zusammengestellten
virtuellen Cup. Der wichtigste Bereich ist ohne Zweifel der Karrieremodus.
In diesem Bereich begleitet der Spieler einen oder mehrere Fahrer durch die
gesamte Karriere. Anfangs kann der Rennfahrer nur in der Junior Liga
starten. Der Spieler plant nun die Saison, kauft bessere Ausrüstungen,
engagiert Trainer und natürlich Wachser. Wir verwalten die Preis- und
Sponsorengelder und steigern die Talente unserer Fahrer, bis wir schließlich
in der Profi-Liga um die ruhmvollen Titel kämpfen. Übrigens dürfen wir in
diesem Bereich auch die Karriere von dem bekannten Weltmeister Bode Miller
nachspielen. Erstellen wir dagegen einen neuen Fahrer, so stehen drei
Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Diese unterscheiden sich in den
Talentpunkten, Startgeld und den erlaubten Fehlern im Rennen.
Sobald wir uns für einen Schwierigkeitsgrad entschieden haben, dürfen wir
uns um das Aussehen des Rennfahrers kümmern. Außerdem müssen wir
Fertigkeitspunkte auf verschiedene Eigenschaften und Talentpunkte auf die
einzelnen Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und Slalom verteilen.
Einen passenden Name sollten wir natürlich auch wählen. Sind wir mit der
Vorbereitung fertig, beginnt endlich der Karrieremodus. Bevor wir auf die
Piste dürfen, erblicken wir ein weiteres Menü. Von hier aus starten wir in
jedes Rennen. Vor jedem Abfahrtslauf sollten wir ein Training absolvieren - um
die Fähigkeiten unseres Fahrers zu steigern. Zwischen den Renen können wir
so die Bereiche Fitness, Technik, Kraft und Motivation aufbauen. Auch das
Wachsen ist wichtig, denn damit bestimmen wir u.a. die anschließende
Geschwindigkeit. Hat der Spieler keine Lust auf diese Vorbereitungen, kann
er auch fachkundiges Personal einstellen. Diese übernehmen dann - gegen
entsprechende Bezahlung - diese Aufgaben. Das war aber noch nicht alles in
diesem Menü. Daneben gibt es noch einen Shop, wo wir neue Ausrüstungen kaufen können. Auch Wetten ist in diesem Spiel erlaubt. So
kann man schnell ein paar Scheine hinzu verdienen. In der Rangliste kann
sich der Spieler dann noch über die aktuelle Platzierung informieren.
Schließlich will man zu jeder Zeit wissen, wo man in der Gesamtwertung
steht. Im Kalender erfahren wir außerdem, wann ausstehende Rennen und
Veranstaltungen stattfinden. Als letztes gibt es noch die Bereiche
Auszeichnungen und Aufgaben. Hier sieht der Spieler in welchen Disziplinen
und Ligen er welche Medaillen gewonnen hat und welche Aufgaben schon erfüllt
wurden. Haben wir uns nun ausreichend informiert und alles eingestellt, kann
es endlich auf die Piste gehen. Vor einem Rennen dürfen wir
selbstverständlich auch einen Probelauf absolvieren. Wir spielen nun aus der Third-Person- oder in einer Ego-Perspektive. Per Tastatur oder Joystick wird
der Fahrer gelenkt. Wahlweise können wir beschleunigen, Kanten oder
Sprünge ausführen. Ist der Start dann einigermaßen gelungen, so stehen die
Chancen nicht schlecht, dass wir ein Rennen gewinnen. Natürlich müssen wir
fehlerfrei ans Ziel kommen. Außerdem sollten wir auf keinen Fall stürzen,
denn dann ist ein Rennen sofort beendet. Je nachdem wie wir ein Rennen nun
abschließen, erhalten wir unterschiedliche Erfahrungspunkte und Preisgelder.
Hinzu kommen unerwartete Ereignisse, die uns über einen Text mitgeteilt
werden. Oft genug erhalten wir hier eine nette Summe. So bauen wir
unseren Fahrer immer weiter auf und bestreiten diverse Rennen. Wer keine
Lust hat gegen den Rechner zu fahren, kann sich zusätzlich in den
Mehrspielermodus begeben. Hier dürfen wir über ein lokales Netzwerk oder das
Internet gegen andere menschliche Rennfahrer antreten.
Technik:
Die Grafik sieht ganz nett aus. Das fängt bei den ansprechenden Umgebungen
an, die viele Details aufweisen. Einzig die Texturen hätten ein wenig
schärfer sein können. Bei den Fahrern gibt es kaum was auszusetzen. Sie
wurden gut modelliert und animiert. Deren Bewegungen sehen sehr geschmeidig
aus und so fährt man auch gerne mit ihnen auf den unterschiedlichen
Strecken. Das Spiel bietet uns jede Menge herausfordernde Pisten an, die zum
Teil originalgetreue Weltcup-Etappen sind. Der Hersteller hat
aber noch auf weitere Details geachtet. So werden wir zum Beispiel mit
vielen unterschiedlichen Wettereinflüssen wie Nebelbänke, Schneetreiben,
Eisflächen usw. zu kämpfen haben. Mit der Präsentation kann man ebenfalls
gut leben. Das ganze drum herum sieht wie bei einer Live-Übertragung aus.
Für eine originalgetreue Atmosphäre sorgen auch die Kommentatoren. Diese
geben immer wieder nette Sprüche ab. Allerdings wiederholen sie sich mit der
Zeit. Der restliche Sound passt sich dem guten Niveau an. Zum richtigen
Zeitpunkt wird immer ein passender Ton eingespielt. Mit der Steuerung kommt
man auch sofort klar. Viele Sachen kann der Spieler allerdings nicht machen.
Bis auf die Lenkbewegungen, das Kanten und Beschleunigen dürfen wir nur noch
springen. Ansonsten müssen wir uns auf die Strecken konzentrieren, die es
teilweise in sich haben. Oftmals werden wir erst nach mehreren Versuchen
fehlerfrei durchkommen. Mit ein wenig Training sind aber alle Strecken zu
schaffen und so stellen sich schnell erste Erfolge ein. Auch mit den Menüs
kommt man sofort klar. Diese sind sehr überschaubar und leicht zu bedienen.
Bei der Kamera wünscht man sich eigentlich nur, dass man diese etwas weiter
wegzoomen könnte. Leider wird uns nur eine feste Perspektive vorgegeben.
Fasst man nun alles zusammen, so kann die Technik grundlegend überzeugen. Es
gibt zwar ein paar kleine Kritikpunkte, aber diese trüben nur minimal das Gameplay.
Fazit:
RTL Ski Alpin 2006 ist ein ordentliches Skirennspiel. Man kann sich sehr
lange mit dem Spiel beschäftigen, da es viele fordernde Spielmodis gibt.
Nett ist auch, dass wir nicht nur Rennen fahren sollen. Auch der
Managerbereich sorgt für viel Abwechslung. Schnell sind hier erste Erfolge
eingefahren. Frustmomente gibt es eigentlich nur, wenn wir Strecken erst
nach mehreren Anläufen meistern. Da wir aber alle Rennen im Vorfeld
ausgiebig trainieren können, ist dieses kein wirkliches Problem. Nett sind
außerdem die Grafik, die Präsentation und die ansprechenden Kommentatoren.
Anfänger werden dann noch sehr schnell mit der einfachen Steuerung klar
kommen. Diese ist in wenigen Minuten erlernt. Im Karrieremodus sind die
Strecken außerdem so angelegt, dass man mit seinem Können immer eine
passende Herausforderung findet. Somit dürfen sich Anfänger aber auch Profis
in das Spiel stützen. Uns hat das Skirennspiel eigentlich ganz gut gefallen.
Da auch noch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, können wir RTL Ski Alpin
2006 ohne Bedenken zum Kauf empfehlen.
Features:
- Leichter Einstieg
- 3 Schwierigkeitsgrade, inkl. Simulation
- Realistische Animationen
- Mehrspielmodus über Netzwerk oder Internet
- Kompetente Kommentatoren
- Gut gemachte und fordernde Pisten
- Original Weltcuppisten
- Verbesserter Karriere Modus
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