Das Egoshooter-Genre hat seid Jahren eine
große Fangemeinde. Viele Spiele sind bis jetzt erschienen und der Nachschub
scheint nicht abzureißen. Nun versucht sich auch Crystal Dynamics in diesem
Genre. Sie veröffentlichen über Eidos das Spiel Project: Snowblind in
Deutschland. Das Spiel erscheint übrigens für Playstation 2, Xbox und PC.
Wir konnten jetzt die fertige PS2-Version testen. Ob sich das Spiel gegen
die starke Konkurrenz im Egoshootergenre durchsetzen kann, erfahrt ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich werdet Ihr in Project: Snowblind nicht grundlos Feinde abknallen.
Nach einem Militärputsch herrscht in Hong Kong ein gnadenloses Regime. Eine
Gruppe von Elitesöldnern soll durch Undercover-Einsätze verhindern, dass die
neue Regierung ihr gefährliches Waffenprogramm weiterentwickelt. Um den
Guerillakrieg für sich zu entscheiden, wurden die Soldaten um Lt. Frost
durch Biomodifikationen und Nanotechnologien zu perfekten Cyberkriegern
ausgebildet. Das Elite-Team wird im gegnerischen Grenzland ausgesetzt.
Abgeschnitten von der Kommandozentrale und nur mit einer Hand voll Männern
muss Lt. Nathan Frost die geheime Waffe der Miliz stoppen, die die Welt in
Dunkelheit zu hüllen droht. Nach einem einführenden Intro startet der
Spieler nun in das Ego-Shooter-Spiel. Project: Snowblind ist ein recht
lineares Shooterspiel, indem an bestimmten Stellen diverse Ereignisse
eintreten. Hierdurch wird ständig irgendetwas um uns geschehen. Kaum gehen
wir ein paar Meter, erleben wir hautnah eine Explosion, von allen Seiten
feuern Feinde auf uns und monströse Roboter oder Panzer schieben sich in
unser Blickfeld. Die ganze Zeit begleitet uns unser Einsatzleiter über Funk.
Er gibt wichtige Informationen wie z.B. die nächsten Aufgaben an uns weiter.
Natürlich kämpfen wir nicht alleine gegen die CPU-Gegner. An unserer Seite
agieren computergesteuerte Soldaten - die uns Feuerschutz geben, mit uns
kämpfen oder zum nächsten Gefechtsort stürmen. Trotz ihrer guten Bewaffnung
sind sie kein gleichwertiger Mitstreiter. In der Regel bleibt alles an uns
hängen. Damit wir uns besser zurecht finden, werden die Ziele auf einem
kleinen Radar eingeblendet. Hierdurch wissen wir immer wo wir als nächsten
hin müssen. In regelmäßigen Abständen kommt der Spieler an Orte, wo er
seinen aktuellen Spielstand speichern darf. Hinzu kommt das wir so genannte
Nanoboosts finden. Mit diesen können wir uns - nach einem Ableben - direkt in
das Spiel zurückholen. Wir treffen in dem Spiel auf diverse Feinde die uns
alles abverlangen. Der Hersteller hat darauf geachtet das die CPU-Gegner den
Spieler angemessen fordern. Außerdem bekommen wir es mit diversen Robotern
oder Panzern zu tun. Bei solchen
Spielen sind die Waffen ein extrem wichtiger Punkt. Bei Project: Snowblind
haben wir eine ganzes Arsenal an unterschiedlichen Waffen wie Sturmgewehr,
Raketenwerfern, Scharfschützengewehr, Schrotflinte, Plasmakanone und diverse
Granaten. Diese Waffen haben jeweils eine Primär- und eine Sekundärfunktion
wodurch sie vielfältig einsetzbar sind. Hinzu kommen diverse Bioimplantate
die uns Spezialfähigkeiten verleihen. So können wir zum Beispiel die
Umgebung mit einem Wärmesensor abtasten oder kurzzeitig unsichtbar werden.
Der Spieler muss allerdings sehr sorgsam mit diesen Fähigkeiten umgehen, da
sich diese mit der Zeit verbrauchen. Sie regenerieren sich zwar wieder aber
das dauert seine Zeit. Nett ist auch der Kicker wodurch wir schwere Objekte
bewegen können oder der Icepick wodurch wir elektronische Geräte
deaktivieren dürfen. Das war aber bei weitem noch nicht alles. Der Spieler
darf in dem Spiel dann auch noch diverse Fahrzeuge steuern oder fest
montierte Geschütze bedienen. So agieren wir nun in dem actiongeladenen
Ego-Shooter und ballern alles ab was nach einem Feind aussieht.
Technik:
Vor allem die Grafik kann bei
Project: Snowblind überzeugen. Nicht nur
das anständige Videos eingespielt werden, auch die Levels, Figuren und
Fahrzeuge können sich sehen lassen. Hinzu kommen tolle Effekte wie
z.B. Explosionen. Der Spieler wird an jeder
Ecke etwas erleben und so wird das Spiel nie langweilig. Wie in den meisten Ego-Shootern muss man sich aber mit einem sehr linearen Ablauf zufrieden
geben. Grundlegend werdet Ihr durch feste Abschnitte geführt die allerdings
ab und zu mal Ausflüge wie z.B. in Häusern zulassen. Die Präsentation kann
dann auch noch überzeugen. Durch das Zusammenspiel der Filme und dem
actiongeladenen Gameplay kommt eine wirklich gute Stimmung auf. Nie wird man
grundlos in einen Bereich geschmissen und so spielt man hoch motiviert bis
zum Ende. Sehr zufrieden kann der Spieler dann auch noch mit dem Sound sein.
Tolle Soundeffekte wie Explosionen oder Waffengeräusche begleiten das
Geschehen. Außerdem werden wir gute deutsche Synchronsprecher zu hören
bekommen. Insgesamt wird so ein ansprechendes Ambiente geschaffen. Mit der
Steuerung wird jeder schnell klar kommen. Alle Aktionen lassen sich sicher
ausführen und selbst das Zielen mit dem Analogstick bereitet kaum Probleme.
Neben dem Singleplayermodus gibt es dann auch noch einen Mehrspielerbereich.
Auf unterschiedlichen Maps kann der Spieler diverse Spielarten wie Capture
the Flag, Deathmatch oder Demolition gegen andere Spieler online austragen.
Fasst man alles zusammen, so kann die technische Seite bei diesem Spiel voll überzeugen.
Fazit:
Project: Snowblind ist ein wirklich gutes Ego-Shooter-Spiel. Sehr
ansprechend ist die große Vielfalt bei den Waffen und Bioimplantaten. Aber auch die Fahrzeuge und Geschütze lockern
das Spiel sehr gut auf. Schade ist nur, dass wir sehr linear durch die
Levels agieren. Ein wenig mehr Freiheit wäre nicht schlecht gewesen. Da wir
aber immer hoch motiviert in den nächsten Bereich gehen ist dieser Punkt
nicht ganz so schlimm. Toll sind auch noch die Grafik und der Sound.
Dank toller Effekte wird der Spieler ständig was zu sehen bekommen. Außerdem
dürfen wir uns einer interessanten Story
hingeben. Der Hersteller hat uns dann noch eine gute deutsche
Sprachausgabe spendiert. Wer genug vom Singleplayermodus hat, darf sich
zusätzlich in den Mehrspielerbereich stürzen. Auch hier kann man einige
Stunden verbringen. Wer also Spiele aus dem Ego-Shootergenre mag muss bei
diesem Spiel einfach zugreifen. Selten hat ein Spiel aus diesem Genre so
viel Spaß gemacht. Uns hat das Spiel sehr gut gefallen und daher können wir
es ohne Probleme zum Kauf empfehlen.
Features:
- Unzählige experimentelle Waffen, Hightech-Gadgets und "Customizing" der
Waffen: Erweitern Sie Ihre Schlagkraft durch individuelle Upgrades, wählen
Sie Ihre persönliche Superwaffe
- Setzen Sie Bio-Implantate und Nanotechnologien ein, um die
übermenschlichen Fähigkeiten Ihres Helden zu nutzen
- Atemberaubendes "Total War" Szenario: Action ab der ersten Minute
- Fahrzeuge können im Einzelspieler- und Multiplayer-Modus zur Beseitigung
von Hindernissen oder als Waffen eingesetzt werden.