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Einleitung:
Knobelfans dürfen ihre
Wii-Konsole entstauben, denn ein neuer Genrevertreter kommt auf den
deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Deep Silver-Spiel Professor
Heinz Wolff's Gravity. Der Namensgeber Professor Heinz Wolff's ist ein
angesehener Wissenschaftler, der sogar ehrenamtlicher Vorsitzender des
Microgravity Advisory Committee (Beratungsausschuss für Mikrogravitation)
der Europäischen Weltraumorganisation war. Dementsprechend spielt die Physik
eine wesentliche Rolle in dem Spiel. Der Spieler soll mit Hilfe der
Schwerkraft diverse knifflige Aufgaben lösen. Das Knobelspiel selber
erscheint übrigens für PC, Wii und NDS. Wir konnten uns in den letzten Tagen
ausgiebig die Wii-Version ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für angehende
Physikstudenten lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In Professor Heinz Wolff's Gravity geht es darum, real und präzise
umgesetzte Physik zu begreifen und mit ihrer Hilfe kniffliger Rätsel zu
lösen. Dabei gönnt man uns 100 Aufgaben, die viel Geschicklichkeit und
Einfallsreichtum von uns erfordern. Wir müssen die zur Verfügung stehenden
Objekte verwenden, um Gebilde zu bauen, die unser Spielobjekt (z.B. einen
Ball) von der Startposition zum Buzzer führt oder in anderer Weise dafür
sorgen, dass der Buzzer betätigt wird. An unserer Seite steht übrigens der
Professor, der hilfreiche Tipps und Ratschläge für uns hat. Bevor wir
allerdings die ersten Aufgaben lösen, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, muss die Sprache bestimmt
werden. Ihr könnt zwischen Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und
Spanisch wählen. Es folgt das Hauptmenü mit den Punkten Spielen,
Level-Editor, Partymodus und Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt darf
man alle spielrelevanten Einstellungen anpassen. Wer gerne kleine Minispiele
mag, der sollte in den Bereich Partymodus wechseln. Hier werden gleich vier
Physik-Mini-Games angeboten. So sollen wir einen Turm bauen, Bälle
versenken, Blöcke abräumen oder einen Turm zerstören. Das Herzstück ist
natürlich der Modus "Spielen". Hier müssen wir nun 100 Aufgaben meistern.
Diese darf man in einer Levelauswahl einzeln anwählen. Wie bei solchen
Spielen üblich, darf man allerdings nur absolvierte Levels noch einmal spielen. Um neue
zu bekommen, muss man das jeweils letzte Level schaffen. Habt Ihr Euch für
einen Spielabschnitt entschieden, so erscheint endlich der Gravity-Spielbildschirm. Ihr erblickt nun ein 2D-Bild, das jeweils anders
aussieht. Jeder Abschnitt in dem Spiel ist aber grundlegend gleich
aufgebaut. Das Ziel des Spiels ist, die so genannten aktiven Objekte
geschickt anzuordnen, damit sie zusammen mit den statischen Objekten eine
Bahn bilden. Wenn wir dann Spielen aktivieren, startet das bewegliche Objekt
am Startpunkt und muss entweder selber auf das Zielobjekt treffen oder eines
der aktiven Objekte muss das Zielobjekt berühren. Die Steuerung ist dabei
sehr einfach. Grundlegend wird alles mit der Wii-Fernbedienung gemacht. Mit
dieser nehmen wir nun aktive Objekte auf und bewegen diese an die gewünschte
Stelle. Dazu brauchen wir nur den A-Knopf zu drücken. Daneben könnt Ihr noch
das Objekt drehen. Sind wir mit der Position zufrieden, wir der A-Knopf
wieder losgelassen, um den Gegenstand dort zu befestigen. Nachdem Ihr alle Objekte nach
Euren Vorstellungen an der gewünschten Position gebracht habt, kann man den
Ablauf einschalten. Nun bewundert was Ihr erschaffen habt. Klappt alles,
so ist ein Level beendet und wir dürfen uns in die nächste Aufgabe stürzen.
Allerdings funktioniert das nur selten auf Anhieb. Schaffen wir es nicht, das
Zielobjekt zu berühren, so muss der Gamer den Ablauf stoppen. Alle aktiven
Objekte werden nun wieder zurückgesetzt. Im Anschluss kann man die
beweglichen Gegenstände neu positionieren. Das macht man dann so lange, bis
ein Level abgeschlossen ist. Damit der Einsteig recht gut funktioniert,
hilft uns der Professor noch am Anfang. Später müssen wir selbstverständlich
die Aufgaben alleine lösen. Da die Lernkurve allerdings langsam ansteigt,
wird man alle Levels gut lösen können. Neben den Spielabschnitten und Mini-Games
gibt es auch 20 Baukastenlevels, die wir im Laufe des Spiels freischalten
können. Diese Levels kann man vollkommen frei spielen - das einzige Ziel
besteht darin, mit der Gravity-Physikengine jede Menge Spaß zu haben. In
diesen Herausforderungen kann der Spieler die Schwerkraft an- und ausschalten und
Wasser hinzufügen. So stürzen wir uns nun in die diversen Aufgaben und
spielen mit der Physik.
Technik:
Erwartet bei der Grafik nicht zu viel. Da es sich bei Professor Heinz
Wolff's Gravity um ein Knobelspiel handelt, wird man nicht viel zu sehen
bekommen. Wir agieren in 2D-Bildern die zumindest schön gemalt wurden. Hinzu
kommen dann noch bewegliche Objekte, die sich physikalisch korrekt
verhalten. Es sieht schon nett aus, was man in den Levels machen kann. Das
ganze wird dann noch mit kleineren Ingamegeräuschen und eine passenden Musik
untermalt. Das war es dann auch schon. Die Steuerung geht einem recht leicht
von der Hand. Das liegt hauptsächlich daran, dass wir nicht viel machen
müssen. Dank einer anfänglichen Einführung hat man die Lenkung schnell
verinnerlicht und so kann man sich ganz und gar auf die Aufgaben
konzentrieren. Der Schwierigkeitsgrad ist recht hoch. Allerdings kommt man
erst in späteren Levels so richtig ins Schwitzen. Am Anfang sind die
Aufgaben so einfach, dass jeder damit klar kommt. Der Schwierigkeitsgrad steigt dann
allmählich an und so wird man langsam an härtere Aufgaben herangeführt.
Auch wenn das Spiel technisch nicht gerade ein Meilenstein der
Videospielgeschichte ist, kann man dennoch mit dem angebotenen gut leben.
Fazit:
Professor Heinz Wolff's Gravity ist ein nettes Knobelspiel, das einen für
kurze Zeit am Bildschirm fesseln kann. Die Aufgaben sind nett aufbereitet und
dank eines leicht steigenden Schwierigkeitsgrades werden kaum
Frustmomente aufkommen. Gerade am Anfang ist der Suchtfaktor recht groß,
denn man möchte immer wieder die diversen Aufgaben lösen. Es sieht auch nett
aus, wenn z.B. der Ball physikalisch korrekt seine Bahn herunterkullert.
Leider gibt es aber ein paar Punkte die stören. So sind die Aufgaben
recht abwechslungsarm. Eigentlich müssen wir immer wieder die gleichen
Probleme lösen. Wir machen das ständig mit bekannten Objekten, was mit der
Zeit etwas langweilig wird. Dennoch ist Professor Heinz Wolff's Gravity ein
nettes Spiel für zwischendurch. Wer hin und wieder für ein paar Minuten
gerne knifflige Aufgaben lösen möchte, der wird immer wieder das Spiel in
seine Konsole legen. Uns hat das Knobelspiel recht gut gefallen und daher können
wir einen Kauf befürworten.
Features:
- Die realistische Physikengine veranschaulicht physikalische Prinzipien auf
unterhaltsame Weise
- Vielfältige Lösungsmöglichkeiten der Levels laden zum spielerischen
Ausprobieren ein
- 100 herausfordernde Levels, die auf den Grundlagen der Physik basieren
- Professor Heinz Wolff begleitet Sie durch das Spiel mit hilfreichen Tipps
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